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Sonntag, 18. Juni 2017, 17:36

Schon wieder: entgleister BZ durch andere Erkrankung

Liebe Listies,
nun hat es mich schon wieder erwischt:
zuerst habe ich ein blockiertes Kreuzbein UND eine Blasenentzündung und im Gepäck dazu stellt sich ein "+++" ein.
Nach einer Nacht mit Krämpfen kam am nächsten Tag ein BZ Verlauf, der trotz sehr reduzierter Nahrungsaufnahme (und nur Low Carb), kaum runter ging. Am Nachmittag Werte über zweihundert und "++". Langsam runter korrigiert, puh!
Dann, ohne Essen, ging der BZ nachts wieder rauf. Wasser trinken ging nicht mehr, kam alles wieder zurück.
Meine Familie rief dann den Krankenwagen und ich verbrachte die Nacht und die nächsten zwei Tage im Krankenhaus.

Vor ca. 3 Monaten hatte ich ähnliches schon mal, da entgleiste der BZ mit "+++" nachts während einer Migräne, auch da konnte ich nichts essen und trinken. Nur bekam ich es da alleine hin. Diesmal hatte ich beim zweiten mal (nachts) keine Chance mehr.

Nun fürchte ich mich vor dem nächsten Mal, weil jedes Bisschen den blöden BZ nach oben schiesst! Was ein Sch...!
Ich weiß einfach nicht mehr weiter, wenn ich nichts essen und trinken kann, wie soll ich dann den BZ alleine runter korrigieren können, ohne in die Gefahr einer UZ zu geraten????

Wie geht Ihr mit so einer Situation um?
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Sonntag, 18. Juni 2017, 18:00

Hi Traute,

Du sagst es, was für ein Sch... :cursing: Zunächst natürlich gute Besserung für Dich. Sicherlich war die Blasenentzündung jetzt der eigentliche Übeltäter. Keine leichte Situation. Sei stolz, dass Du sie im Prinzip aber vernünftig händeln konntest. Beim zweiten Mal nachts warst Du machtlos, da hat die Familie richtig reagiert, denke ich.

Ich hatte mich 2003 bei meinem kleinen Neffen mit dem Magen-Darm-Virus angesteckt und konnte nach einiger Zeit den Verlust an Flüssigkeit nicht mehr ausgleichen. Es folgte ein Aufenthalt in der Klinik. Nicht, dass es besonders schlimm dort gewesen wäre, aber dennoch bin ich immer froh, wenn ich die (seltenen) Entgleisungen selbst geregelt bekomme.

In meinen Augen sind diese Punkte besonders wichtig::
BZ-Messen in sehr kurzen Abständen (wenn es in irgendeiner Weise merkwürdig verläuft, vom bequemen Scannen auf Blut umsteigen)
Immer wieder versuchen, kleine Schlückchen Wasser (oder Tee) zu trinken (Tipp meiner alten Hausärztin)
Beim Korrigieren mit Insulin nicht zu zaghaft zu sein - auch wenn das einigen Mut erfordert (muss aber wirklich jeder selbst einschätzen, was er sich traut)

Im vergangenen November hatte mich ein böser Magen-Darm-Virus umgehauen, da war es nach langer Zeit der Keto-Ruhe tatsächlich schon etwas brenzlig für mich. Habe es aber dann doch ganz gut zu Hause gemeistert. Den BZ hielt ich anfangs zwischen 9 oder 10 mmol/l, wenn es klappte. Erbrechen ließ ihn natürlich erst mal wieder ansteigen.

Ich weiß jetzt nicht, ob das richtig ist, aber solange der BZ nicht ständig steigt und auch oben hängt und keine ketotypischen Symptome dazukommen, nehme ich +++ nicht gleich als schlimmes Zeichen. Wenn man längere Zeit nichts isst, kann das +++ meines Wissens auch dadurch bedingt sein.
Bitte um Korrektur, wenn ich grob falsch liege.

LG,

hakaru

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Sonntag, 18. Juni 2017, 19:10

Danke Dir, für Deine lieben Worte!


Die Ärzte und Schwestern/Pfleger in der Klinik waren auch wirklich nett und der Arzt bei der Aufnehme sehr kompetent, aber ich wäre lieber zuhause gewesen.

Dass mit den kleinen Schlückchen hätte ich nachts nicht mehr hin bekommen, allein der Gedanke an Wasser reichte mir schon, vermutlich war ich noch satt von dem vielen Wasser vom Nachmittag.
Aber Danke für den Tipp, wenn es nicht so drüber gewesen wäre, ist das bestimmt sehr hilfreich. Ist also abgespeichert fürs nächste Mal!
Ich weiß jetzt nicht, ob das richtig ist, aber solange der BZ nicht ständig steigt und auch oben hängt und keine ketotypischen Symptome dazukommen, nehme ich +++ nicht gleich als schlimmes Zeichen. Wenn man längere Zeit nichts isst, kann das +++ meines Wissens auch dadurch bedingt sein.
Du, dass beruhigt mich jetzt! Dann muss ich nächstens nicht so viel Angst haben...
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Sonntag, 18. Juni 2017, 19:57

Liebe Traute,

bei dir ist es der entgleiste BZ, bei mir war es ja am Sonntag vor einer Woche das Gegenteil: mich hat eine Hypo lahmgelegt und ich laufe seither mit einer genähten Platzwunde am Kopf herum (...und darf die Haare insgesamt 10 Tage nicht waschen...). Am Dienstag hoffe ich, dass die Fäden rauskommen.

Aber das Leben geht weiter... auch mit Typ 1... Also nicht bange machen lassen!

Dir gute Besserung und das wird schon wieder :)
Petzi

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hakaru

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Sonntag, 18. Juni 2017, 19:58

Wir warten mal noch auf andere Einschätzungen zu den positiven Ketonen. Will da ja nix Falsches raten. :blush: Nach drei Jahren Diabetes war mir die Situation damals auch nicht geheuer. Inzwischen reagiere ich gelassener auf die +++ und beobachte, ob sich typische Beschwerden dazugesellen (was bei Erbrechen an sich natürlich schwierig ist :rolleyes: )
Ich bin zur Erstmanifestation mit einer schlimmen Ketoacidose eingeliefert worden, von daher sind mir etliche unangenehme Anzeichen noch gut in Erinnerung.

@petzi: Stimmt, ich hatte von Deinem Sturz gelesen. Dir auch gute Besserung und möglichst rasches Verarbeiten der Situation.
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Sonntag, 18. Juni 2017, 21:22

Wir warten mal noch auf andere Einschätzungen zu den positiven Ketonen. Will da ja nix Falsches raten. Nach drei Jahren Diabetes war mir die Situation damals auch nicht geheuer. Inzwischen reagiere ich gelassener auf die +++ und beobachte, ob sich typische Beschwerden dazugesellen (was bei Erbrechen an sich natürlich schwierig ist )
Ich bin zur Erstmanifestation mit einer schlimmen Ketoacidose eingeliefert worden, von daher sind mir etliche unangenehme Anzeichen noch gut in Erinnerung.
Ja, klar, ist aber trotzdem sehr erleichternd für mich, wenn ich Deine Erfahrung und Dein Umgehen lese!
Danke Dir, Hakaru!!! :)


@ Petzi,
Mensch, da hat es Dich wirklich schlimm erwischt, Du Arme! Ich hoffe, es geht Dir wieder besser und dass das Fäden ziehen nicht schlimm ist. Bei dem Wetter keine Haare waschen dürfen ist auch ne Strafe.
Dir auch gute Genesung und liebe Grüße,
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Sonntag, 18. Juni 2017, 21:30

Oh je Traute, Gute Besserung!!!!
Bei mir ist es seit Wochen total umgekehrt.
Ich musste mit meinem Basal von 11,8 IE immer weiter herunter gehen, mittlerweile bin ich bei 7IE :pupillen: , glaube fast, ich brauche bald gar kein Insulin mehr :rofl.
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Sonntag, 18. Juni 2017, 21:35

Du bist dann geheilt!

Oder hast ein Insulinom .. ok, damit macht man keine Witze.
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Montag, 19. Juni 2017, 15:03

Oh je Traute, Gute Besserung!!!!
Bei mir ist es seit Wochen total umgekehrt.
Ich musste mit meinem Basal von 11,8 IE immer weiter herunter gehen, mittlerweile bin ich bei 7IE , glaube fast, ich brauche bald gar kein Insulin mehr .
Hallo Alex,
Danke für Deinen guten Wunsch!

Machst Du was anders als sonst? mehr Sport, anderes Essen,... oder bist Du einfach nur entspannter als sonst???
Klingt auf jeden Fall erstmal fein! Das könnte dann heißen: mal ein Eis, mal ein Stück Torte, ... geniesse es! :)
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Donnerstag, 22. Juni 2017, 12:45

Liebe Listies,
nun hat es mich schon wieder erwischt:
zuerst habe ich ein blockiertes Kreuzbein UND eine Blasenentzündung und im Gepäck dazu stellt sich ein "+++" ein.
Nach einer Nacht mit Krämpfen kam am nächsten Tag ein BZ Verlauf, der trotz sehr reduzierter Nahrungsaufnahme (und nur Low Carb), kaum runter ging. Am Nachmittag Werte über zweihundert und "++". Langsam runter korrigiert, puh!
Dann, ohne Essen, ging der BZ nachts wieder rauf. Wasser trinken ging nicht mehr, kam alles wieder zurück.
Meine Familie rief dann den Krankenwagen und ich verbrachte die Nacht und die nächsten zwei Tage im Krankenhaus.

Vor ca. 3 Monaten hatte ich ähnliches schon mal, da entgleiste der BZ mit "+++" nachts während einer Migräne, auch da konnte ich nichts essen und trinken. Nur bekam ich es da alleine hin. Diesmal hatte ich beim zweiten mal (nachts) keine Chance mehr.

Nun fürchte ich mich vor dem nächsten Mal, weil jedes Bisschen den blöden BZ nach oben schiesst! Was ein Sch...!
Ich weiß einfach nicht mehr weiter, wenn ich nichts essen und trinken kann, wie soll ich dann den BZ alleine runter korrigieren können, ohne in die Gefahr einer UZ zu geraten????

Wie geht Ihr mit so einer Situation um?

Hallo,

wie gehe ich mit einer Erkrankung, und/oder einer Ketoazidose um?

Die Übelkeit, die kann auch mehrere Gründe haben, zum einen einen Infekt und was-weiss-ich,
aber ein dreifach positiver Wert (+++) auf einem Ketostreifen ist immer eine Notfallsituation.
Eine Ketoazidose geht immer mit Übelkeit einher, durch das Ausscheiden von Mageninhalt kann der Körper
Säure abbauen, der Körper will mit dieser Funktion den pH-Wert steigern (pH-Wert steigern = in alkalische Richtung bringen).
Was mich nur wundert ist, warum der BZ so schnell in den dreifach positiven Bereich steigt.
Das kann bei einer Pumpentherapie passieren, aber kaum bei einer ICT-Therapie, außer man hat das
Basalinsulin vergessen oder es ist kaputt.
Aber leider sind die Streifen nur ein grober Indikator zur Feststellung einer Ketoazidose, zweckmäßiger sind die Keto-Blut-Tests. Die Blut-Ketostreifen können z.B. in ein Librelesegerät eingesteckt werden und geben den aktuellen Ketowert an.
Bei einer Pumpentherapie sollte man unbedingt wissen, wie man eine Ketoazidose behandelt.
Eine Ketoazidose sollte man aber nicht alleine behandeln, es sollte mindestens ein Angehöriger oder eine andere Person anwesend sein,
damit man nichts ins Koma abrutscht.
Zur Behandlung muss man nicht nur eine Korrektur spritzen (nicht pumpen!), sondern auch den Insulinspiegel
mit kleinen Normal-Insulin-Dosen (turnusmäßig) langfristig anheben.
Das Insulin hat in der Phase einer akuten Ketoazidose nur eine verminderte Wirkung, folglich ist die Gefahr einer Unterzuckerung nicht so groß.
Die Übelkeit verschwindet bei einer Ketoazidose aber wieder, wenn sich die Übersäuerung abbaut, sodass man
wieder Hypohelfer schlucken kann bzw. könnte.
Anders bei einer Übelkeit aus anderen Gründen, aber auch da kann man eine Hypo ausgleichen.
Zum einen sollte man bedächtig den BZ korrigieren bei einer z.B. Magen-Darm-Erkrankung ohne Ketoazidose.
Sollte eine Hypo auftreten, dann kann bzw. könnte man Glukagon (Glukagen aus dem Hypo-Notfall-Kit) spritzen.
Nur sollte man niemals das Glukagon so spritzen, wie auf dem Beipackzettel dargelgt wird.
Wenn die Lösung aus dem Kit angesetzt ist dann nur die Hälfte aus der Ampulle in eine Sprite aufziehen und in den Bauch spritzen, nicht in das Bein, nicht in den Muskel.
Bitte beachten, eine volle Dosis 1ml aus dem Kit verursacht immer (fast immer) extreme Übelkeit.
Die fertige Lösung ist im Kühlschrank ca. 72 Stunden haltbar.

Noch ein Wort zum Low Carb, auch eine Low-Carb-Ernährung braucht Insulin, aber das Insulin muss zwingend anders verteilt werden. Low-Carb steigert den BZ dauerhaft und die Fett- und Eiweißanteile der Nahrung können nur mit Insulin verstoffwechselt werden, hat aber ein Insulineinsparpotential, wenn man den richtigen Algorithmus verwendet.
Der Algorithmus, welcher allgemein publiziert wird, ist zumindest aus meiner Erfahrung lebensgefährlich.

Gute Besserung

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Sonntag, 25. Juni 2017, 20:07

@StillerTeilnehmer
oh, herzlichen Dank für Deine ausführlichen Infos!

ich weiß auch nicht, warum mein Körper so schnell/leicht darauf reagiert und der +++ produziert. Meine Dia-Ärztin wundert sich auch. Aber ich brauche mich auch nur etwas aufzuregen oder Stress zu haben und schon geht der BZ nach oben. Während der Migräne hatte ich zu wenig Insulin, weil der Pen defekt gewesen ist. Diesmal war das aber nicht der Fall. Ich hatte eigentlich reichlich Insulin bei dem wenigen Essen...
Aber leider sind die Streifen nur ein grober Indikator zur Feststellung einer Ketoazidose, zweckmäßiger sind die Keto-Blut-Tests. Die Blut-Ketostreifen können z.B. in ein Librelesegerät eingesteckt werden und geben den aktuellen Ketowert an.
Das habe ich mir auch schon überlegt. Danke, dass Du es mir damit bestätigst!

Gut, dass Du das mit der richtigen Form und Menge des Gukagon-Kits schreibst. Tatsächlich hatten wir es uns am Nachmittag nochmal vorgenommen, damit es für meine Familie im Notfall klar ist.

Zum Low Carb ist mir aufgefallen, dass ich mittags immer 6IE spritze obwohl ich nur KH aus Gemüse/Salat zu mir nehme und manchmal Eiweiß in Form von Ei/Fleisch/Fisch. Das ist eigentlich eine -gemessen am sonstigen Verbrauch (1KHE/1,5IE)- hohe Gabe, ich komme aber mit weniger nicht aus. Ich, als immer noch Laie, habe mir es damit erklärt, dass ich über Tag kein Basisinsulin spritze. Aber irgendwie hinkt das, weil ich abends bei 4KHE, 6IE spritze und manchmal vor der Nacht noch 1KHE essen muss, damit mein BZ nachts nicht abrauscht.
Also, ich verstehe es nicht. Aber es passt, was für mich die Hauptsache ist. Nur dazwischen kommen darf nix, wie z.B. Blasenentzündung, Migräne,...
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hakaru

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Sonntag, 25. Juni 2017, 20:40

Zitat

dass ich über Tag kein Basisinsulin spritze.


Vielleicht liegt darin die Erklärung für das rasche Auftreten der Ketonkörper im Falle der hohen BZ-Werte? ?( Ich ging davon aus, dass Du als ICT-Anwender eine gewisse Grundversorgung Insulin intus hast.
Signatur Tresiba muss draußen bleiben! ;(

Traute

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Dienstag, 27. Juni 2017, 14:41

Vielleicht liegt darin die Erklärung für das rasche Auftreten der Ketonkörper im Falle der hohen BZ-Werte? Ich ging davon aus, dass Du als ICT-Anwender eine gewisse Grundversorgung Insulin intus hast.
Hallo Hakaru,
ich hab noch ne eigene Restproduktion und in der Dia-Praxis meinen sie, dass ich froh sein soll, wenn ich mit Bolus über Tag noch reiche, weil ich da flexibler auf Höhen und Tiefen reagieren kann. Hat auch wirklich was in den guten/ruhigen Zeiten, wenn mich nicht gerade ein Infekt oder Schmerzen in seinen Klauen hält, aber wenns nicht ruhig läuft, dann reagiert mein Körper sofort und sehr empfindlich.
Hatte in den letzten Tagen auch schon überlegt, ob ich beim nächsten Termin mit der Ärztin drüber reden sollte. Aber wenn es dann wieder gut läuft, dann erinnere ich mich an meine ersten Wochen nach dem Krankenhaus, wo ich mit Lantus ganztägig versorgt gewesen bin. Das hat mir überhaupt nicht gefallen, ständig UZ und dann so viel dagegen an essen zu müssen....
Ist also so oder so blöd!...
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14

Freitag, 30. Juni 2017, 11:38

...

Zum Low Carb ist mir aufgefallen, dass ich mittags immer 6IE spritze obwohl ich nur KH aus Gemüse/Salat zu mir nehme und manchmal Eiweiß in Form von Ei/Fleisch/Fisch. Das ist eigentlich eine -gemessen am sonstigen Verbrauch (1KHE/1,5IE)- hohe Gabe, ich komme aber mit weniger nicht aus. Ich, als immer noch Laie, habe mir es damit erklärt, dass ich über Tag kein Basisinsulin spritze. Aber irgendwie hinkt das, weil ich abends bei 4KHE, 6IE spritze und manchmal vor der Nacht noch 1KHE essen muss, damit mein BZ nachts nicht abrauscht.
Also, ich verstehe es nicht. Aber es passt, was für mich die Hauptsache ist. Nur dazwischen kommen darf nix, wie z.B. Blasenentzündung, Migräne,...

Hallo,

die Entdeckung deiner Diabeteserkrankung liegt jetzt knapp zwei Jahre zurück,
bei einem Typ-1 erlischt die Eigenversorgung irgendwann, deshalb kann es schon sein,
dass deine Bauchspeicheldrüse vielleicht zeitweise den Dienst versagt.
Wenn die Drüse zeitweise kein Insulin mehr abgibt, dann kann ein Ketotest sicher ganz
schnell positive Werte anzeigen, wie dreifach positiv.
Das wäre gleichbedeutend mit einem Pumpen totalversagen, da steigt der Blutzucker auch stark an,
und der Ketontest zeigt schon nach wenigen Stunden Maximum an.
Dann ist auch schon Eile geboten, zumindest bei mir leert sich dann auch schon der Magen
unfreiwillig.
Die Sache bekommt durch eine andere Erkrankung, z.B. einen Infekt, einen ungünstigen
Faktor hinzu. Denn der Körper setzt bei einem Infekt gern Cortisol frei,
welches extern Kortison heißt, und die Insulinwirkung deutlich herabsetzt.
Bei einer Erkrankung, bei der der Körper stark reagiert, wird mehr Insulin gebraucht,
wenn die Bauchpeicheldrüse dann noch den Dienst versagt, dann wird es schnell eng.

Für mich stellt sich die Frage, schon mal an ein "Libre-Messsystem" gedacht?
Das System bring meist Licht ins Dunkel.
Für den Ketontest braucht es dann nur noch die Keton-Test-Streifen, die passen in
das Lesegerät hinein.

Mit Gruß

Was zum Lesen, siehe PN

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Freitag, 30. Juni 2017, 15:57

Für mich stellt sich die Frage, schon mal an ein "Libre-Messsystem" gedacht?
Das System bring meist Licht ins Dunkel.
Für den Ketontest braucht es dann nur noch die Keton-Test-Streifen, die passen in
das Lesegerät hinein.
Ja, das habe ich, sonst wäre ich total aufgeschmissen gewesen. Beim ersten Mal an dem Tag habe ich den hohen BZ ja wieder einfangen können, nur beim zweiten Mal, in der Nacht, als mir so übel war, dass auch Wasser nicht bleiben wollte, da hat nicht mehr geklappt.
Die Keton-Test-Streifen stehen auf meiner Liste!
Herzlichen Dank!
Wenn die Drüse zeitweise kein Insulin mehr abgibt, dann kann ein Ketotest sicher ganz
schnell positive Werte anzeigen, wie dreifach positiv.
Das wäre gleichbedeutend mit einem Pumpen totalversagen, da steigt der Blutzucker auch stark an,
und der Ketontest zeigt schon nach wenigen Stunden Maximum an.
Dann ist auch schon Eile geboten, zumindest bei mir leert sich dann auch schon der Magen
unfreiwillig.
Würdest Du jetzt schon grundsätzlich dauerhaft auch über Tag Basisinsulin spritzen?
Ich hatte überlegt, dass ich vielleicht immer dann Basis spritze, wenn ich einen Infekt bekomme, so als Vorsorge quasi.
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Freitag, 30. Juni 2017, 16:03

was spricht dagegen deine Reste mit etwas Basal zu unterstützen? Gerade wenn du "Reste" hast, dann sollte bei dir eigentlich ne 80 auf dem Tacho stehen. Dahin will dein Stoffwechsel. Wenns keine Reste gibt, dann ists ohne Basal Unfug.
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Samstag, 1. Juli 2017, 15:43

@ Grounded
ja, wie ich schon schrieb, meinten sie in der Diapraxis, dass ich nur mit Bolus schneller auf Höhen und Tiefen reagieren könnte und froh sein solle, wenn ich Basal über Tag nicht brauche. Wie gesagt, hab ich bislang immer gut nachvollziehen können, aber so langsam frage ich mich auch, ob ich mit ner kleinen Gabe Basal über Tag nicht besser hinkomme???
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Samstag, 1. Juli 2017, 15:58

Bei mir hat man es andersrum gemacht, ich habe nur Basal gespritzt. Mit Low Carb habe ich bis vor kurzem ohne jedes Mahlzeiteninsulin durchgehalten.
Einfacher ging es wirklich nicht, einmal spritzen, fertig.

Bei einem Infekt ist der BZ natürlich trotzdem hoch gegangen, aber nie entgleist weil die Grundversorgung durch das Basal eben da war.
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Samstag, 1. Juli 2017, 16:14

@Traute: Bei Restaktivität find ich die Aussage deiner Praxis ziemlich unverständlich. Ist als ob man bei einem Typ-2 das (entlastende) Basal weglässt. Leidich sinnlos, weil du mit dem Bolus auch noch die Basalfunktion unterstützen/abdecken musst. Was das an "Unruhe" bringen soll kann ich echt nicht nachvollziehen. Sauber basal justiert und gut ist. Denn nur mit den Resten alleine scheint ja "eher nicht so ganz" zu klappen, sonst wärste nicht hier. Basal und mit möglichst wenig Carbs durch den Tag wie Nüssle ist eher sinnig wenn man was weglassen will.
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Sonntag, 2. Juli 2017, 13:50

Danke euch und, Ihr habt wohl recht!

Ohne low carb hätte es nicht geklappt, aber mit Low carb habe ich -ohne Infekt/Schmerzen,...- eigentlich einen ganz guten Verlauf.
Na ja, beim nächsten Praxis Besuch spreche ich es an. Bin mal gespannt...
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