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Grounded

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21

Donnerstag, 25. Mai 2017, 12:33

Jetzt werde ich eine Schulung machen ;) Der Tritt in den Arsch kam zum richtigen Zeitpunkt!


Entweder du trittst dich selbst (bzw. lässt dich treten) oder der Typ-1 tritt dich. Leider. Zu merken und sich eingestehen "ich packs grad nicht alleine" ist bereits verdammt viel wert.
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Nine.

Der Beitrag von »Nine.« (Donnerstag, 25. Mai 2017, 12:55) wurde vom Autor selbst gelöscht (Donnerstag, 10. August 2017, 00:36).

Cindbar

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23

Freitag, 26. Mai 2017, 11:09

Einen Tipp will ich dir gar nicht geben, sondern dein noch nicht geschultes Wissen etwas erweitern, damit du nicht ganz so hilflos bist.

Jeder Mensch hat eine persönliche Tagesinsulinmenge, die sie/er mindestens braucht, um den Blutzucker in Ordnung zu halten. Aus dem abnehmen-/Ernährungsbereich kennt man sowas Ähnliches als Energie Grundumsatz. Wenn du jetzt täglich die selbe Menge essen würdest, bräuchtest du auch täglich die selbe Menge Insulin. Dieser Insulin Grundbedarf lässt sich nicht aus Größe/Gewicht/Alter u. s. w. berechnen, sondern ist individuell.

Aber beim Insulin gibt es einen Unterschied zu den Essensmengen. Die tägliche Menge kann man ganz langsam steigern, ohne dass die Hypos mehr werden, oder die Blutzuckerwerte den Normalbereich verlassen. Man kann sie sogar bis zum dreifachen des minimalen Insulin Grundbedarfs steigern. Genauso kann man ihn wieder auf den minimalen Grundbedarf runterfahren. Wenn du in eine Diabetesklinik kommst, wird das zuerst gemacht. Weniger Essen, mehr Sport Insulinmengen reduzieren und Hypos riskieren, damit kann man den täglichen Bedarf auf den Minimalbedarf runterfahren. Das kann Tage oder Wochen dauern.

Alle Regel, wie zum Beispiel Basal-/Bolusverteilung ungefähr 50%/50% gelten erst, wenn du beim Minimalen Grundbedarf bist. Wenn das auch funktioniert, mit erhöhten Mengen zu leben, ist die Diabeteseinstellung bei niedrigen Mengen trotzdem stabiler, weniger Hypoxie, Sport/Bewegung unkomplizierter u. s. w.

Claude

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24

Samstag, 17. Juni 2017, 00:02

Hallo alle zusammen!

Letzte Woche habe ich mehrere Tage im Krankenhaus verbraucht, wurde gründlich durchgecheckt, und geschult.
Nach zehn Jahren Diabetes wurden keinerlei Spätfolgen gefunden. HbA1c 6,5 :)

Der Diabetologe hat mich jetzt von 34 Lantus / 6 Humalog auf 16 Lantus / 14 Humalog umgestellt. Erklärt hat er es mir so:

Die Basaldosis war deutlich zu hoch, und geklappt hat es so eigentlich nur weil ich dauernd am Essen war.
Mein Versuch das Auf/Ab des Blutzuckers durch weniger Zwischenmahlzeiten in den Griff zu bekommen hat dann zu den Hypos und dem Gewichtsverlust geführt.
Klingt stimmig :)

An das Mehr an Bolus muss ich mich noch gewöhnen. Von vorher 2 Einheiten, auf jetzt 5 vor dem Frühstück. Da ist mir zur Zeit immer noch etwas mulmig zumute. Zwischenmahlzeiten brauche ich jetzt keine mehr.

Mit 34 Lantus am Morgen hatte ich ja bereits das Problem der Hypos Nachts. Mit 16 Lantus am Abend hat sich dieses Problem leider nur geringfügig verbessert. :S
Der Arzt hat mir geraten vorerst mit 160+ ins Bett zu gehen und zu schauen wie sich mein Körper an die Umstellung gewöhnt.

Wie lange dauert eine solche Umstellung denn bevor man Rückschlüsse ziehen kann?

Schöne Grüsse!

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Grounded

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Samstag, 17. Juni 2017, 13:06

Mehr als ne Woche würde ich persönlich nicht warten. Klingt als wäre dein Basal deutlich zu hoch.

Was du versuchen kannst: Abends noch "gut Käse" zu essen - fettig, mit Eiweiß, kommt langsam. Sollte nächtlichen UZ vermeiden helfen.
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hinerki

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26

Samstag, 17. Juni 2017, 15:51

Moin Cindbar,

Dein Text.
Wenn du jetzt täglich die selbe Menge essen würdest, bräuchtest du auch täglich die selbe Menge Insulin. Dieser Insulin Grundbedarf lässt sich nicht aus Größe/Gewicht/Alter u. s. w. berechnen, sondern ist individuell.
Ende Zitat.

Welche Daten würden in die individuelle Insulin Bedarfs Ermittlung einfließen.

Danke.

MlG

Hinerki

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Samstag, 17. Juni 2017, 16:56

Wie lange dauert eine solche Umstellung denn bevor man Rückschlüsse ziehen kann?

Hallo Claude

Erst einmal muss man wissen, dass Lantus sehr träge ist. Das haben viele User hier schon gemerkt, z.B. bei wenigen Einheiten das Lantus weggelassen und der Körper hat´s gar nicht gemerkt! 8o

Also so eine Umstellung kann schon länger dauern, ca. 2-3 Tage manchmal auch noch länger. Wenn Dir Lantus dann in der Nacht immer noch UZ beschert, wer sagt eigentlich, dass es immer abends gespritzt werden muss?? Ich habe für mich heraus gefunden, dass ich mit Lantus um 15.00 oder 16.00 gespritzt noch besser über die Nacht komme. Aber das ist jetzt meine Erfahrung, Du kannst ja dann mal langsam die Zeiten verändern und notieren und dann schauen, wann es "passt"..

Meine Diabetologin war von den Spritzzeiten nicht begeistert, aber wenn ich Ihr mit dem CGM einen schönen geraden Linienverlauf von Basal zeige und die HbA1c-Werte stimmen, kann sie auch nicht meckern, auch wenn der Großteil der Insuliner immer Basal abends spritzt. Jeder ist anders :rolleyes: .
Signatur Den Sinn des Lebens zu suchen ist legitim, doch sollte man damit nicht zu viel Zeit verbrauchen,
sonst zieht das Leben an einem vorbei :urlaub

Claude

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28

Montag, 19. Juni 2017, 09:41

Vielen Dank für die Vorschläge!

Ich habe jetzt mal versucht das Lantus zu splitten. Anstelle von 16 Einheiten um 22:00 habe ich auf 12 Einheiten um 20:00 und 6 um 7:00 umgestellt (Zuerst mit 4 getestet).
Perfekt ist es noch nicht, aber der Zucker fällt Nachts nicht mehr so stark ab und schiesst Morgens auch nicht mehr hoch :woot:

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