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„Schwerbehindert? Ich doch nicht.“ Genau dieser Gedanke dürfte vielen Menschen mit Typ-1-Diabetes zuerst durch den Kopf gehen. Schließlich gehen wir arbeiten, treiben Sport, fahren in den Urlaub und leben unser Leben. Gleichzeitig verlangt Diabetes jeden einzelnen Tag Entscheidungen, Planung und Aufmerksamkeit. Aber reicht das für einen Schwerbehindertenausweis? Und was bringt er überhaupt? Die Antwort ist weniger eindeutig, als viele denken.
AAPS 4.0 ist seit dem 31. Oktober 2026 offiziell da – und diesmal steckt deutlich mehr dahinter als ein Versionssprung. Die Oberfläche wurde praktisch neu gebaut, Funktionen sind an andere Stellen gewandert, es gibt Scenes, eine neue Client-Steuerung, eine globale Suche, neue Möglichkeiten bei Insulin und Wear OS und einige Änderungen, die man nach dem Update wirklich kennen sollte. Ich habe mir deshalb nicht nur die Liste der Neuerungen angesehen, sondern vor allem die Frage gestellt: Was bedeutet AAPS 4.0 für jemanden, der bisher mit Version 3.x geloopt hat?
Diese Frage bekomme ich immer wieder mit – und je länger ich mich mit den aktuellen Systemen beschäftige, desto weniger sinnvoll finde ich sie.
2026 entscheidet man sich längst nicht mehr nur für eine Pumpe. Man entscheidet sich häufig gleichzeitig für ein CGM, einen Algorithmus, eine Smartphone-Lösung und damit für ein ganzes Ökosystem.
Ich habe deshalb versucht, die aktuell relevanten Insulinpumpen in Deutschland einmal wirklich nebeneinanderzustellen. Nicht mit einem Testsieger am Ende, sondern mit einer viel wichtigeren Frage: Welche Unterschiede spielen in meinem eigenen Alltag überhaupt eine Rolle?
70 Prozent Time in Range und ein HbA1c unter 7. Vor ein paar Jahren hätte ich bei diesen Zahlen wahrscheinlich einfach gesagt: läuft.
Heute sehe ich im Insulinclub regelmäßig HbA1c-Werte im Fünferbereich, 80, 90 oder mehr als 90 Prozent TIR und einzelne Tage mit nahezu perfekter Kurve. Gleichzeitig reden wir über Time in Tight Range und noch engere Glukoseziele.
Unsere Technik ist besser geworden. Keine Frage. Aber ich frage mich immer öfter, ob damit nicht auch unser eigener Maßstab mitwandert.
Wann sind gute Diabeteswerte eigentlich noch gut genug?
Ab Juli 2027 soll in Deutschland eine Steuer auf stark zuckerhaltige Getränke kommen. Je nach Zuckergehalt sind nach dem aktuellen politischen Kompromiss 26 oder 32 Cent pro Liter vorgesehen.
Bei Diabetes klingt das Thema zunächst ziemlich eindeutig: weniger Zucker, wahrscheinlich gut. Ganz so einfach ist es aber nicht. Typ-1-Diabetes entsteht nicht durch zu viel Zucker. Und ausgerechnet bei einer Unterzuckerung kann eine normale Cola genau das sein, was man gerade braucht.
Ich habe mir deshalb genauer angesehen, was tatsächlich geplant ist, was Erfahrungen aus anderen Ländern zeigen und wo die Zuckersteuer unseren Diabetesalltag ganz praktisch verändern könnte.
Welche Insulinpumpe tragt ihr gerade? Welcher Sensor liefert eure Werte – und welcher Algorithmus steuert das Ganze?
Genau das möchte ich mit dieser Umfrage herausfinden. Denn aus der einfachen Frage „Welche Pumpe nutzt du?“ ist inzwischen ein kleines Technik-Puzzle geworden. Pumpe, CGM und AID-System können unterschiedlich kombiniert werden, neue Sensoren kommen hinzu und andere verschwinden langsam vom Markt.
Zeit für eine Bestandsaufnahme: Welche Kombinationen sind im DACH-Raum aktuell möglich – und was nutzt die Insulinclub-Community tatsächlich?
Dirk
7. Oktober 2026 um 23:13
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