Mit wievielen Jahren habt Ihr Euren Diabetes bekommen?

  • Zitat von TryHarderFish;319216

    immerhin stellt sich mir irgendwann vielleicht auch die Frage: Kinder, ja oder nein? und ich war bisher von einem 3-5%igen Risiko ausgegangen!

    Auch wenn die Vererbbarkeit nur bei 0,1% liegen würde und Dein Nachwuchs an Diabetes erkranken würde - Du würdest das Kind dann sicher nicht zurückgeben, oder? ;)


    Will sagen: die Wahrscheinlichkeit, dass Dein Baby an Diabetes erkranken wird kann noch so gering sein, ausschließen kannst Du es nie. Deswegen würde ich mir den Kinderwunsch nicht von einer Statistik vermiesen lassen.

    "Allem kann ich widerstehen, nur der Versuchung nicht."
    (Oscar Wilde)

  • OFF TOPIC:


    Ich habe durch private Begegnungen und berufsbedingt schon unzählige Erkrankungen und Behinderungen kennen gelernt, und ganz ehrlich, der DM erscheint mir dagegen als absolut harmlose Erkrankung, zumindest wenn er erst in der heutigen Zeit erworben wurde, dann bestehen beste Voraussetzungen, Spätschäden zu vermeiden. DM wäre für mich absolut kein Grund, sich gegen Kinder zu entscheiden. Es haben schon Frauen mit Diabetes vor Jahrzehnten Kinder zur Welt gebracht. Natürlich wünscht man sich gesunde Kinder, aber sollte der Diabetes vererbt werden, dann ist das halt so. Es entscheiden sich viel schwerer behinderte Eltern mit Vererbungsrisiko auch für Kinder und ich finde das o.k. (in dieser Hinsicht bin ich absolut radikal). Wobei ich mir Diabetes-Management aus der Sicht von Eltern bei noch nicht entscheidungsfähigen Kindern schon sehr anspruchsvoll vorstelle und ich mögliche Belastungen nicht herunterspielen möchte. Aber hier beweisen doch viele alte Hasen selbst mit Spätschäden, dass DM und Lebensfreude/-qualität sich nicht ausschließen.

    "Wenn du mit dem Finger auf andere Menschen zeigst, zeigen drei Finger auf dich selbst."

  • Zitat von TryHarderFish;319216

    Kinder, ja oder nein? und ich war bisher von einem 3-5%igen Risiko ausgegangen!


    @Fischlein
    was mich interessieren würde, ist ob die Wahrscheinlichkeit das die eigenen Kinder Typ 1 bekommen höher liegt, wenn man schon früh als Kind selber Typ 1 bekommen hat. (sprich das man dann die Hochrisikio Genvariante hat?).



    Ansonsten ein klares ja zum Kind :6yes: Welche 3 von meinen 100 Kindern es bekommen weiß ich nicht, genauso können sie von väterlicher Seite Neurodermitis bekommen, von Urgroßväterlicher Seite Typ 2 .... von Großmütterlicher Seite Bluthochdruck ... von Großväterlicher Seite Restless legs...


    LG Wildrose

    Wenn man mit hohem Blutzucker in der Sonne liegt, karamellisiert man dann? :urlaub

  • Jamuna und Morlok: siehe hier, Beitrag #86


    http://www.insulinclub.de/showthread.php?t=14825


    Ich würde mich nicht wegen DM für oder gegen ein Kind entscheiden. Wenn ich mich allerdings für ein Kind entscheide, möchte ich gerne vorher wissen, auf welches DM-Risiko ich mich einstellen muss!


    Liebe Grüße,
    THF

    „Soll ich den Notarzt rufen?“ – „Nein, das ist ein Fall für Spezialisten, rufen Sie die Gummibärenbande!“ (diabetes-leben.com)


  • Zitat von TryHarderFish;319216

    Das ist ja wirklich ein dummer Zufall, wenn man von einer Vererbungsrate von 3-5% ausgeht!


    Wurden bei euch eigentlich Antikörper gefunden? Vielleicht habt ihr einen Mody-Diabetes, der ist ja sehr vererbbar (wenn ich mich richtig erinnere). Ist ja im Prinzip nicht wichtig, würde mich aber mal interessieren, immerhin stellt sich mir irgendwann vielleicht auch die Frage: Kinder, ja oder nein? und ich war bisher von einem 3-5%igen Risiko ausgegangen!



    Ich glaub das mit den Antikörpern hab ich noch nicht so ganz gecheckt?
    Mach mich mal schlau.

  • Ich war 25 Jahre alt und es kam quasi über Nacht. In meiner Familie ist bisher noch nie Diabestes aufgetreten. Bin also die Erste. Die Ärzte vermuten es lag an verschleppten andauernden Erkältungen. Hat jemand ähnliche Antworten bekommen?

  • Hallo,


    dein erstes mal Zuckermesen vergisst du nie :DWerte um die 500 im Januar 2000da war ich 26.
    Danch kurz Einweisung nach dem Motto das ist ein pen und das ein messgerät.Danach dürfte ich mir gleich mal Bolus und Basal spritzen.



    Greetz

  • Hallo, ich habe mit 11 Jahren Diabetes bekommen. Wir waren sogar noch 3 Tage in Südfrankreich zum Zelturlaub. Nachdem ich aber völlig abgemagert war und alles Essbare erbrach, ging mein Vater mit mir zu einem Arzt, mit dem er sich gebrochen Englich unterhalten konnte. Wobei beide Seiten schlecht Englisch sprachen. Der verschrieb mir einen Stapel Medikamente, die ich auch alle erbrach. Noch am selben Abend beendete mein Vater mit mir und meiner Schwester den Urlaub und wir fuhren die ganze Nacht durch zurück nach Deutschland. Da kam ich sofort ins Städtische Krankenhaus, wo ich allein die letzten 5 Wochen Sommerferien verbrachte. Meine Mutter musste arbeiten. Immerhin stand mir eine Sozialpädagogin zur Seite, die mit mir das Diabetes Buch für Kinder durcharbeitete, so dass ich dann sehr ausführlich über Folgeschäden Bescheid wusste...

  • Hi,


    ich hab meinen DM scho mit 1,5 Jahren bekommen.
    Was mir aufgefallen ist, hier haben viele Leute ihren DM erst so ab 20 bekommen.
    Man könnte meinen, haben die ein Glück gehabt und schon ein paar Jahre ihres Lebens ohne diesen Mist zu genießen.
    Aber jetzt hilft eben alles nix mehr, nur ran an den Stoff....

  • Hallo alle zusammen,

    bei mir hat man vor 5 Monaten Typ1-Diabetes festgestellt. War eigentlich ein Zufallsbefund, obwohl ich`s schon fast geahnt habe (typische Symptome). Wollte es aber wohl nicht wahr haben.
    Befinde mich jetzt seit dem 11. Oktober in der Remissionsphase, die leider schon wieder abnehmend ist. Vielleicht könnt ihr mir Tips geben, bzw. erzählen, wie bei euch der Verlauf war.
    Würde mich über Nachrichten freuen!!

    Lg, Thomas

  • Ich habe den *jugendlichen Diabetes* mit 51 bekommen :) Mein Hausarzt ging auf Grund meines Alters vom Typ 2 aus. Der Diabetologe war da aber anderer Meinung.
    Es ist wohl sehr selten Ü50...aber nicht unmöglich.
    Ich hatte so 4 Wochen lang die typischen Symptome. Sorgen habe ich mir erst gemacht, als ich in kurzer Zeit 8 Kilo abnahm.
    Naja, die Diagnose kam dann Weihnachten 2010. War ein tolles Fest :mad:

    Alles eine Frage der Einstellung ;)

  • Zitat von Jubie;332321

    Hi,


    ich hab meinen DM scho mit 1,5 Jahren bekommen.
    Was mir aufgefallen ist, hier haben viele Leute ihren DM erst so ab 20 bekommen.
    Man könnte meinen, haben die ein Glück gehabt und schon ein paar Jahre ihres Lebens ohne diesen Mist zu genießen.
    Aber jetzt hilft eben alles nix mehr, nur ran an den Stoff....



    Ich hab ihn mit 23 bekommen und wäre froh hätte ich ihn schon immer, ich denke dann kennt man nix anderes, aber wenn du 23 Jahre "normal", also unbeschwert lebst und dann auf einmal so eine Diagnose bekommst,stellt das plötzlich deine ganze Welt auf den Kopf und dir wird immer wieder aufs neue klar wie schön einfach das Leben vorher war! So geht es mir zumindest, aber da man es sich ja eh nicht aussuchen kann wann und ob man es bekommt muss man halt damit leben und das beste daraus machen,irgendwie.

    - Es gibt tausend Krankheiten,
    aber nur eine Gesundheit -

    (Ludwig Börne)

  • Ich habe ihn mit 14 bekommen(werden also 22Jahre), oder anders gesagt er wurde mit Zufall bei mir entdeckt:mad:
    Mein Bruder hat mit eineinhalb im Koma gelegen(bei ihm 38Jahre), rennt somit schon bissel länger damit rum. Er kam mal nach Hause und sagte, hei Löffel her die doofen TS gehen nicht. Tropfen drauf,abgewischt und ich war dabei:eek:

    Negativste Begleiterscheinung war das ich 17 Jahre mit ner hohen Stimme rummgerannt bin:eek: . Das war die Hölle:eek::7no:

    Aber nun nimmer, ich wurde geheilt:6yes::love:.

    Blümchen

    Dein Gesicht wird Dir geschenkt, lächeln musst Du selber!!! :rolleyes:

  • Zitat von Kerstin1;332353

    Ich hab ihn mit 23 bekommen und wäre froh hätte ich ihn schon immer, ich denke dann kennt man nix anderes, aber wenn du 23 Jahre "normal", also unbeschwert lebst und dann auf einmal so eine Diagnose bekommst,stellt das plötzlich deine ganze Welt auf den Kopf und dir wird immer wieder aufs neue klar wie schön einfach das Leben vorher war! So geht es mir zumindest, aber da man es sich ja eh nicht aussuchen kann wann und ob man es bekommt muss man halt damit leben und das beste daraus machen,irgendwie.


    Ich hab ihn auch mit 23 bekommen und bin eigentlich sehr froh, dass es bei mir so spät war. Ich denke, das Risiko für Folgeschäden ist aufgrund der kürzeren Diabetesdauer geringer und man hat sich die stressigen Pubertätsjahre mit DM gespart, ich glaube nämlich, gerade in der Zeit ist es schwierig, seinen DM gut einzustellen, sowohl wegen der Hormone, als auch wegen der Psyche!

    „Soll ich den Notarzt rufen?“ – „Nein, das ist ein Fall für Spezialisten, rufen Sie die Gummibärenbande!“ (diabetes-leben.com)


  • Hm ja, da habt ihr auch wieder recht.
    Wenn man nix anderes kennt, ist es manchmal durchaus etwas leichter. Aber: Verbotenes Lockt!! Und das umso mehr, wenn man es immer iweder vor die nNase gehalten bekommt, also die Gesunden ihr normales Essen verspeisen.


    Mit den Folgeschäden denke ich, ist es Einstellungssache. Läuft dein DM gut, bekommst du auch nicht so früh Folgeschäden.


    Bei den Hormonen und der Psyche da ist echt was dran.
    Hormone wirbeln oft die ganze Einstellung durcheinander. Tja und die Seele beeinflusst den BZ dein ganzes Leben lang! Leider ist man aber nun mal nicht immer so fröhlich....



    Ich kann da ein Lied von all dem Singen.
    Aber ich lebe noch, hihi, und Spätschäden hab ich auch keine, jippie.

  • Zitat von Kerstin1;332353

    Ich hab ihn mit 23 bekommen und wäre froh hätte ich ihn schon immer, ich denke dann kennt man nix anderes, aber wenn du 23 Jahre "normal", also unbeschwert lebst und dann auf einmal so eine Diagnose bekommst,stellt das plötzlich deine ganze Welt auf den Kopf und dir wird immer wieder aufs neue klar wie schön einfach das Leben vorher war! So geht es mir zumindest, aber da man es sich ja eh nicht aussuchen kann wann und ob man es bekommt muss man halt damit leben und das beste daraus machen,irgendwie.


    Ich mit 38, und ich habe gemerkt wie schön das Leben ohne Chips und "nebenbei" naschen ist.
    Ich fand die Zeit vorher schön, aber mir selbst hat ein Bewustes Leben bisher nur Vorteile gebracht.
    Naschen tu ich immer noch, aber bewusster. Meinem Wohlbefinden nur zum Vorteil.
    OK, Messen nervt halt:11weinen2: