Welcher HbA1c-Wert ist für Euch optimal ?

  • Angeregt durch den gutbesuchten Thread " Wie ist Euer HbA1c....." frage ich mal in die Runde:


    "Welchen Wert haltet Ihr für Euch als optimal ?"


    Meine Docs sagen: " In Ihrem Alter, bei Ihrem Lebenswandel und den bekannten anderen Problemen, ist alles unter 7,3% in Ordnung."


    Wie seht Ihr das ?

    Beste Grüsse,
    Akina


    "Es scheint mir, dass der Versuch der Natur, auf dieser Erde ein denkendes Wesen hervorzubringen, gescheitert ist "
    (M.Born)

  • Gute Frage.
    Ich denke ist das der niedrigste HbA1c, den ich schaffen kann und gleichzeitig möglichst keine ausgeprägten BZ-Tiefen und -Höhen habe und weiterhin noch andere Gadanken haben darf als nur meinen DM.
    Im Moment komme ich an diesen Zustand recht gut dran und habe dabei einen HbA1c von 6,2.
    Folglich liegt mein "Wohlfühl-HbA1c" wohl irgendwo zwischen 5,9 und 6,4, vermute ich.

    cu
    Jürgen
    . Inschrift einer Schulbank im Physiksaal: "He, Ihr da, Ohm! - Macht doch watt Ihr volt!"

  • Zitat von Akina;271126

    ... ist alles unter 7,3% in Ordnung."


    Da fehlen noch Angaben zur Bewertung der Größe.


    a) Dein Alter
    b) der Referenzbereich Deines Labors
    c) Diabetesdauer


    Aber soweit ich das Einschätzen kann bei Dir


    Alter zweite Hälfte 60er
    Diabetesdauer < 10 Jahre
    Referenzbereich ?


    halte ich bis 7,3% für noch vertretbar.
    Otpimal wäre aber eher im Bereich der Obergrenze des Laborreferenzwertes.


    Ups, ich vergaß... bei mir finde ich alles < 6,5 ok, bei einem RB bis 6,4


    Gruß
    Joa

  • Zitat von Joa;271129

    halte ich bis 7,3% für noch vertretbar.


    Ups, ich vergaß... bei mir finde ich alles < 6,5 ok, bei einem RB bis 6,4


    Gruß
    Joa


    Ach Joa, es ist ja schön, dass Du meine Zielvorstellungen (und die meiner Docs) für vertretbar hälst:ironie:

    Beste Grüsse,
    Akina


    "Es scheint mir, dass der Versuch der Natur, auf dieser Erde ein denkendes Wesen hervorzubringen, gescheitert ist "
    (M.Born)

  • Eigentlich alles im Referenzbereich. Der liegt in 'meinem Labor' zwischen 4.4 und 6.1
    Ich bin meistens mit 5.1 - 5.7 dabei.
    Wäre aber mit z.B. 6.2 jetzt auch nicht mega-enttäuscht.



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  • Ich hab jetzt drei 7er gehabt und war damit absolut nicht zufrieden. Der letzte war bei 6,6 was für mich wieder die richtige Tendenz ist. Ganz am Anfang war ich immer unter 6,0, aber das muss nicht zwingend. Ich schätze mit allem unter 6,5 kann ich mich ganz gut anfreunden solange die Werte zum Großteil im Zielbereich liegen und keine großen Ausreißer drinne sind.

    Viele Grüße
    Sebastian

  • Zitat von Akina;271131

    Ach Joa, es ist ja schön, dass Du meine Zielvorstellungen (und die meiner Docs) für vertretbar hälst:ironie:


    Der Herr fragte ganz gezielt nach Meinungen zu seiner Docs Einschätzung.


    Wenn die Frage ironisch zu verstehen war :confused:, dann bitte das Ironieschild im ersten Posting nachtragen:

    Zitat von Akina;271126


    Meine Docs sagen: " In Ihrem Alter, bei Ihrem Lebenswandel und den bekannten anderen Problemen, ist alles unter 7,3% in Ordnung."


    Wie seht Ihr das ?:ironie:


    Danke und
    Gruß
    Joa

  • Nur mal zur Info und weil grad hier davon geschrieben wurde: Ich kenne den Referenzbereich "meines" Labors nicht, hat mir meine Dia-Doc auch nie mitgeteilt. Wo finde ich den bzw. wo muß ich den erfragen (Labor/Arzt)?


    Wenn ich den RB kennen muß um den HbA1c einzuschätzen, wären ja alle Angaben meiner bisherigen Ärzte für den Kamin und auch die Umfrage hier im Forum würde keinen Sinn mehr machen. - Oder hab ich da jetzt was falsch verstanden?


    (Btw.: Wir hatten den Fred in ähnlicher Form schonmal ist mir grad bei der Googelei nach dem Laborrefernzwert aufgefallen)

    cu
    Jürgen
    . Inschrift einer Schulbank im Physiksaal: "He, Ihr da, Ohm! - Macht doch watt Ihr volt!"

  • Zitat von jhowbg;271140

    Ich kenne den Referenzbereich "meines" Labors nicht, hat mir meine Dia-Doc auch nie mitgeteilt. Wo finde ich den bzw. wo muß ich den erfragen (Labor/Arzt)?


    Schau mal auf den Befundbericht des Labors, da steht der RB grundsätzlich mit dabei.

    Zitat

    Wenn ich den RB kennen muß um den HbA1c einzuschätzen, wären ja alle Angaben meiner bisherigen Ärzte für den Kamin und auch die Umfrage hier im Forum würde keinen Sinn mehr machen.


    So weit würde ich da nicht formulieren. Aber sie relativieren sich ein Bisschen. ;)
    Soweit ich das im Plan habe, liegt die Spannbreite des oberen RB-Wertes so zwischen min 5,5 und max 6,5. Dazu kommt dann noch die Spannweite des Referenzbereiches (RB) insgesamt. Im Info-Forum kannst Du Dir mit dem BZ-Rechner einen %-ualen Wert berechnen lassen, der verschiedene Labor RB's vergleichbar macht. Zu wieviel % der aktuelle A1c Wert unter-, inner- oder oberhalb des Normbereiches siedelt. Das wäre dann natürlich konkreter, als ein beliebiger Wert ohne Bezugsgröße.


    Zitat von Akina;271131

    Ach Joa, es ist ja schön ...


    Da fiel mir noch nachträglich ein, dass es schon sinnig sein mag darauf hinzuweisen, dass es ein nicht unerheblicher Unterschied ist, ob Du mit einem 7,3er 1c zufrieden bist oder ob es ein junger Mensch mit 20 Jahren wäre. Es ist schon ein deutlicher Unterschied, ob nicht regenerierende Eiweißstrukturen des Körpers nur noch 10 oder 20 Jahre lang glykiert (verzuckert) werden, oder ob da noch 60 bis 70 Jahre bevorstehen könnten.


    Gruß
    Joa

  • Ich hatte bis jetzt Werte von 5,8 - 6,1, den Bereich halte ich für mich für ok, solange ich noch in der Remission bin, wobei ich bei den 6,1 schon ein bischen enttäuscht war, sind aber nun wieder 6,0.

  • Hallo Akina,


    Zitat von Akina;271126

    "Welchen Wert haltet Ihr für Euch als optimal ?"


    optimal ist für mich ein 1c vor allem dann, wenn die Schwankungen nicht so extrem sind.


    Ich hatte schon in einem Quartal 6,3 und war total unzufrieden, weil das ein gefühlt schlechtes mit vielen Schwankungen war. Im nächsten Quartal hatte ich wieder 6,3 und war damit zufrieden, weil ich eben deutlich weniger Schwankungen hatte. Wäre es da bspw. eine 6,7 gewesen, wäre ich auch nicht in Tränen ausgebrochen, ganz einfach, weil ich mich wohler gefühlt habe. Insofern ist mir die reine Zahl erstmal schnuppe.


    Ein ausgeglichener Tag mit einem für mich guten Tagesdurchschnitt bringt mir zahlenmäßig auch mehr Hinweise, als ein 1c alle drei Monate. Der 1c ist schon ziemlich viel Schall und Rauch finde ich. Bewerten, ob ich gut eingestellt bin, kann ich nicht mit einem 1c.


    Wenn ich dann auch noch sehe, dass ein zum gleichen Zeitpunkt bestimmter 1c beim Hausarzt 6,0 und beim Diabetologen 6,3 war, dann verliert der Wert nochmal an Bedeutung gegenüber anderen Werten, z.B. dem Tagesdurchschnitt.


    Heißt insgesamt: Ich hab mir noch nie Gedanken darüber gemacht, welchen 1c ich für mich optimal finde. :)

    "Echte Männer essen keinen Honig, echte Männer kauen Bienen!"

  • Mein ideal Wert fuer denn HBA1C ist zwischen 4.5 und 5. Ich habe es fertig gebracht dass ich meinen Blutzuckerwert ziemlich Stabil halte und so kann ich fuer denn tieferen Wert gehen.


    Akina hat recht, der HBA1C Wert allein sagt einem nicht viel ueber wie gut die einstellung im letzten Quartal war, mann braucht auch gemessene Blutzuckerwerte dazu. Es gibt zwei Wege einen guten HBA1C Wert zu haben:
    - der Blutzucker ist ziemlich Stabil mit wenigen Hypos und dann nur kleinere.
    - der Blutzucker ist ziemlich Hoch, es sind aber ein paar ganz tiefe Hypos dabei. Die alleine senken denn HBA1C Wert ordentlich, obwohl alles sonst schlecht ist.


    Der erste Weg braucht viel mehr Disziplin und Energie, es ist es aber Wert. Der zweite Weg fuer mich ist bald Mogelei - es sieht viel besser aus wie es ist, ausgenommen von Folgeschaeden wo es ausloesen kann ueber laengere Zeit

  • Hallo Akina,


    der Referenzbereich ist für mich schon maßgeblich. Bei meinem Labor liegt der bis 6,1. Kriege ich zwar nicht ganz hin, der letzte war bei 6.3, aber das ist ok. Für mich war mein übermäßiger Ehrgeiz in all den Jahren das größere Problem.


    Ansonsten halte ich die Parameter von Joa in der Sache für richtig. Eine gute BZ-Einstellung berücksichtigt nicht nur die harten Fakten. Es muss schon auch Luft nach oben äh anders herum nach unten geben. Sonst wirkt die Sache auf Dauer entmutigend.

    Easy come, easy go.

  • In der Praxis bei meinem Diabetologen wird der HbA1c immer sofort bestimmt mit Blut aus der Fingerkuppe. Das dauert ca. 10 Minuten. Das Ergebnis teilt er mir dann in der anschließenden Besprechung mit. Ein Referenzbereich wurde noch nie erwähnt.

  • Zitat von Frau Holle;302751

    Ein Referenzbereich wurde noch nie erwähnt.


    So ein Gerät hat mein Diabetologe auch. Auf Nachfrage nennt er dir bestimmt auch einen Referenzwert.

  • In der Praxis bei meinem Diabetologen wird der HbA1c immer sofort bestimmt mit Blut aus der Fingerkuppe. Das dauert ca. 10 Minuten. Das Ergebnis teilt er mir dann in der anschließenden Besprechung mit. Ein Referenzbereich wurde noch nie erwähnt.

    Ja, ich hab den Diabetologen gewechselt und der neue hat auch so ein Gerät... ist das denn so "genau" wie die Bestimmung im Labor?? Weiß das jemand?


    Mein letzter HbA1c war 7,0... und das gleicht für mich einer Katastrophe, grade weil ich mit Pumpe schon eine 6 vorm Komma hatte - endlich wieder. Ich hatte so auf eine 5 davor gehofft... :(
    Richtig zufrieden und glücklich wäre ich mit irgendwas zwischen 5,0 und 6,0. Aber das ist... leider schwer.

    Dein Auge kann die Welt trüb oder hell dir machen -
    wie du sie ansiehst, wird sie weinen oder lachen.

    von Friedrich Rückert
    :king:

  • Alles zwischen 5,8 und 6,3 strebe ich immer an.


    Darunter ist es mir als arbeitendem Menschen zu hypolastig.


    Und außerdem möglichst keine großen Schwankungen, wie es bereits Wattwurm anspricht.

    Sweetboy


    Nur wer nichts macht, macht auch keine Fehler !

  • Hallo,


    eigentlich ist mir mein HbA1c ziemlich schnuppe. Wichtig ist mir, dass ich keine Folgeschäden kriege. Die sind in meiner 15jährigen DM1-Karriere auch bisher ausgeblieben, trotz meist schlechter HbA1cs zwischen 7 und 8, daher sehe ich das nicht soo kritisch. Viele Hypos oder nur noch für den DM leben empfinde ich als wesentlich unangenehmer als den strengen Blick meines DiaDocs 1x im Quartal.
    Für meine Schwangerschaft habe ich mich jetzt zusammengerissen und bin momentan bei 5,9, aber das ist ein ständiger Kampf und viel Aufwand und ich weiß jetzt schon, wenn das Baby da ist, geht es sicher wieder rauf.

    Die offiziellen Richtlinien sind übrigens <7 für Schwangere und <7,5 für den Rest (soweit nicht weitere gesundheitliche Umstände eine strengere Einstellung erfordern). Offenbar hat sich gezeigt, dass das Risiko für Folgeschäden dabei nicht signifikant höher ist als bei <6,5, wie früher mal propagiert.


    LG, DiabMaus

  • Wieso ist der HBA1c für euch so wichtig? Klar, er ist ein Anhaltspunkt für den Doc, damit er auf die Schnelle die durchschnittliche Diabeteseinstellung erkennen kann. So kann man auch in Zeiträumen in denen nicht gemessen wird erkennen, ob es da irgendwelche Probleme gibt. Viel wichtiger ist aber, und das frägt mich mein Doc jedes Mal, wie dieser HBA1c zustande kam. Er will daher von mir ein paar PP-Werte wissen und wieviele UZ ich hatte. Monatliche Nachtwerte werden auch abgefragt. Also ist ein guter HBA1c vielleicht gar nicht sooo Aussagekräftig wie man immer denkt. Viel wichtiger ist es, einen gleichmäßigen Verlauf des BZ anzusteben.


    Ich kann mich auch täuschen aber ich halte es für nahezu unmöglich für einen langjährigen Diabetiker einen HBA1c von unter 6% zu erreichen. Das mag schon hin und wieder funktonieren, aber für mich ist der damit verbundene Verlust an Lebensqualität einfach zu groß. Die Leute die hier einen sehr niedrigen Wert haben sind entweder noch nicht solang dabei oder mody oder lada Typen. auch Schwangere haben da eine andere Motivation, die sich dann aber nach der Entbindung wieder normalisiert.


    Also nicht soviel Kopfzerbrechen um eine bloße Zahl machen und das Leben genießen.


    VG