Genauigkeit / Zufriedenheit mit CGM Systemen

  • Hallo,
    ich nutze ja seit geraumer Zeit das Libre. Welches bei mir recht genau ist.
    Aber die Kasse wird sich in Zukunft an den Kosten nicht mehr beteiligen, daher ziehe ich es in Betracht mir ein CGM zuzulegen (die Sensorkosten dürften unterm Strich ähnlich sein).


    Bevorzugt natürlich das Real-Time-Enlite von Medtronic, da ich ja die Veo trage.
    Jetzt hörte ich im anderen Thread, dass es da unzufriedenen Nutzer gibt, besonders was die Genauigkeit angeht.


    Wie sind Eure Erfahrungen, was würdet ihr empfehlen?

    Bitte meiden Sie den Planeten Erde!

  • Hallo,
    ich nutze die Enlite Sensoren zusammen mit der 640G und bin sehr zufrieden. Bei stabilem Blutzucker liegen die Werte meist maximal 10mg vom Messgerät entfernt. Am ersten Tag auch mal etwas mehr.
    Die Sensoren laufen bei mir im Schnitt 17-18 Tage - dann fällt er entweder einfach aus, oder die Abweichungen werden zu groß.


    Ich kalibriere meistens 2mal pro Tag, gegen Ende 3-mal.


    Bei den Kosten kommt natürlich noch der Transmitter dazu. Meiner ist jetzt ca 9 Monate alt - noch stelle ich kein Nachlassen des Akkus fest. Ich gehe deshalb mal davon aus, dass auch die neuen Transmitter 2 Jahre und länger funktionieren.

  • Als Selbstzahler habe ich 2013 mehrere Systeme probegetragen, bevor ich mich entschied, weil an dieser Entscheidung ja doch recht viel Geld dran hängt und ich -wenn ich schon so viel Geld ausgebe- hinterher nicht mit dem zweitbesten System dastehen mag.


    Ohne lange Umschweife:
    Wenn die Messgenauigkeit das überwiegende Entscheidungskriterium sein soll, dann ist das Dexcom G4 oder G5 (beide nutzen die selben Sensoren) allen anderen überlegen. Ich kenne die Eigenarten des Systems und berücksichtige sie beim Kalibrieren. So komme ich üblicherweise auf Abweichungen von der interstitialen Zellzwischenwassermessung zum realen BZ, die meist kleiner 5mg/dl sind (1. Woche, +/-10mg/dl in der 2. Woche).


    Die deutlich größere Senderreichweite (6m) ist z.b. den Medtronics vorzuziehen. Medtronics konnte ich nachts noch nicht mal auf den Nachttisch legen, dann nervten sie schon dauernd mit Verbindungsabbruch.


    Dexcom Sensoren lassen sich alle 7 Tage resetten, bis einem die Messungenauigkeit zu viel wird, bzw. der Sensor ganz den Geist aufgibt. 2 Wochen gehen problemlos, danach fangen Ausfälle an und Ungenauigkeiten überschreiten das von mir tolerierte Maß.
    Dexcom Sensoren sind unangenehmer beim einsetzen, da man selber eine Nadel einstechen muss. Das erfordert Überwindung, ist aber letztendlich auch nur ein Moment, der nach einer Minute egal ist.
    Medtronic hat da so eine Art Injektor, der mit Knopfdruck ausgelöst wird. Das ist wesentlich angenehmer.
    Dexcom mit dem Medtronic Injektor wäre für mich das ultimative System.


    Messgenauigkeit: Dexcom
    Kompatiblität mit anderen Systemen: Medtronic

  • Hallo


    Ich hatte die letzten beiden Jahre die Enlite Sensoren mit meiner Veo und war die letzten Monate massiv genervt von enormen Abweichungen und den entsprechenden Fehlalarmen.
    Hab jetzt das Dexcom G4 probegetragen und war verblüfft, wieviel genauer das war. Hätte ich mir vorher nicht vorstellen können.
    Der Dexcom Sensor war bei mir in der vierten Woche noch genauer als der frische Enlite!
    Da man den Dexcom deutlich länger tragen kann (hab sogar was von 6 Wochen gehört) ist das für mich damit auch preislich die beste Wahl!
    Da nehm ich die fehlenden Kombination zur Pumpe gerne in Kauf.


    Viele Grüße,
    Tanja

  • Hallo Tommi!


    Ich habe in meiner 1.Schwangerschaft das alte Enlite-Modell mit der Veo getragen und trage aktuell in der 2.SSW die "neuen" Enlites mit der 640G.
    Bin zum jetzigen Zeitpunkt sehr viel zufriedener und meine Erfahrungen decken sich mit denen von heikeov bzgl. Abweichungen usw.
    Ich messe eigentlich nur noch 2-3x am Tag zum Kalibrieren der Sensorwerte.
    Seit Kurzem hab ich entdeckt, dass die Werte wirklich toll laufen, wenn ich den Sensor im Oberschenkel vorn habe und nicht, wie lange Zeit, am
    seitlichen Oberarm. Da lag ich nachts immer drauf und die Werte waren nicht aussagekräftig.


    Also, ich für meinen Teil lebe sehr gut mit dem Enlite und kann zur Zeit keine großen Abweichungen feststellen.


    heikeov: Hast du zufällig einen Link aus dem Forum zur Hand, wie man den Enlite auf 17-18 Tage ausdehnen kann?


    Liebe Grüße!

  • Seit Kurzem hab ich entdeckt, dass die Werte wirklich toll laufen, wenn ich den Sensor im Oberschenkel vorn habe

    Da habe ich ihn auch - läuft viel besser als am Bauch und hält auch viel besser.

    heikeov: Hast du zufällig einen Link aus dem Forum zur Hand, wie man den Enlite auf 17-18 Tage ausdehnen kann?

    Einen Link habe ich nicht, aber ich kann dir beschreiben, was ich so mache...


    Vor dem Setzen schneide ich als erstes den Streifen, der über den Transmitter kommt, ab - der stört später nur.


    1.) Es ist für die Laufzeit extrem wichtig, dass der Sensor bombenfest sitzt, also die Haut gründlich mit Alkohol reinigen.
    2.) Den Sensor ganz normal setzen.
    3.) Um das Sensorpflaster - da wo später das Überpflaster hinkommt - und die Oberfläche des Sensors mit SkinTac oder etwas ähnlichem einschmieren und antrocknen lassen
    4.) Den Sensor mit Rocktape befestigen - Halbkreis mit abgerundeten Ecken und einem ca 1cm breiten Schlitz, wo der Stecker durchkommt
    4.) geladenen Transmitter aufstecken
    5.) mit einem zweiten Halbkreis aus Rocktape den Transmitter befestigen
    6.) Bevor der Sensor abläuft, Transmitter und Sensor für einige Sekunden ca 1mm auseinanderziehen.
    7.) Wenn die Pumpe fragt, ob ein neuer Sensor gestartet, oder ein alter wieder angeschlossen werden soll "Neuen Sensor starten" wählen
    8.) Bevor der Sensor das nächste Mal abläuft, die Pflasterhälfte über dem Transmitter ablösen, Transmitter laden, wieder aufstecken, festkleben und "Neuen Sensor starten"
    9.) weiter bei 6.)

  • Ich kenne die Eigenarten des Systems und berücksichtige sie beim Kalibrieren. So komme ich üblicherweise auf Abweichungen von der interstitialen Zellzwischenwassermessung zum realen BZ, die meist kleiner 5mg/dl sind (1. Woche, +/-10mg/dl in der 2. Woche).

    Hallo Orion,
    da ich auch das Dex G4 habe und ich mich vor allem über Abweichungen in den ersten 2 Tagen ärgere (30-40), wäre ich über Tipps sehr dankbar.

  • Hallo,
    direkt bei "rocktape.de"


    Rocktape ist zwar teurer als anderes Kinesiotape, hält dafür aber teuflisch gut.


    Ich kaufe das breite Rocktape (10cm).Das dehnt sich nicht in Richtung der gerade Seite des Halbkreises und hält dadurch noch besser.


    Heike

  • Hallo,
    ich nutze die Enlite Sensoren zusammen mit der 640G und bin sehr zufrieden. Bei stabilem Blutzucker liegen die Werte meist maximal 10mg vom Messgerät entfernt. Am ersten Tag auch mal etwas mehr.
    Die Sensoren laufen bei mir im Schnitt 17-18 Tage - dann fällt er entweder einfach aus, oder die Abweichungen werden zu groß.


    Ich kalibriere meistens 2mal pro Tag, gegen Ende 3-mal.


    Bei den Kosten kommt natürlich noch der Transmitter dazu. Meiner ist jetzt ca 9 Monate alt - noch stelle ich kein Nachlassen des Akkus fest. Ich gehe deshalb mal davon aus, dass auch die neuen Transmitter 2 Jahre und länger funktionieren.

    Hallo ich habe auch die 640G und CGM bei mir funktioniert aber das auslesen der Pumpe mit dem Messgerät nicht.
    Hast Du ähnliche Erfahrungen gemacht?
    Gruß Frank :)

  • Wenn die Minimed Seite mal gerade nicht spinnt, klappt das gut.
    Auf die aktuelle Carelink Pro Software warte ich jetzt schon ein halbes Jahr. Die alte Version soll - laut Minimed- mit der 640G nicht funktionieren.

  • 5.) mit einem zweiten Halbkreis aus Rocktape den Transmitter befestigen


    Wie bekommst du das Tape wieder vom Transmitter ab? Das klebt doch wie sau ?(
    Hatte meinen mal überklebt und habe ewig gebraucht (mit 'Dermasol) die Klebereste wieder runter zu bekommen :S


    Punkt 8 verstehe ich nicht so ganz. Heißt das der Transmitter muss nur alle zwei Wochen geladen werden?

    Einmal editiert, zuletzt von ChristinaR ()

  • Um mal wieder zum Thema zurüch zu kommen:
    Bei mir läuft gerade der G4 und das Libre parallel. Dabei ist das Dexcom nicht genauer als das Libre, nur etwas träger und die Spitzen sind nicht so ausgeprägt. Das Libre übertreibt etwas nach oben und das Dex zeigt eher zu niedrige Werte an. Dadurch habe ich öfter mal einen Fehlalarm wenn das Dex 68 misst, der BZ aber bei 92 ist. Bin schon knapp davor die Alarme aus zu stellen bzw. die Schwelle ganz tief zu legen, aber das ist ja auch nicht Sinn der Sache.


    Wer noch nie ein Libre hatte dem mag das Dex ganz toll vorkommen, ich bin da etwas zwiegespalten Zudem muss man das Dex auch noch 2 Mal täglich kalibrieren Auch denke ich dass so mein HBA1c schlechter wird, da ich immer etwas über meinem Zielbereih liege mit dem Dex. Zudem habe ich festgestellt dass das Dex nur bei Verbindungsabbruch einen Alarm gibt nicht jedoch, wenn keine Werte empfangen werden. Das ist ja toll, soll man sich darauf verlassen?


    Wie ist das bei euch?

  • Wer noch nie ein Libre hatte dem mag das Dex ganz toll vorkommen, ich bin da etwas zwiegespalten Zudem muss man das Dex auch noch 2 Mal täglich kalibrieren Auch denke ich dass so mein HBA1c schlechter wird, da ich immer etwas über meinem Zielbereih liege mit dem Dex. Zudem habe ich festgestellt dass das Dex nur bei Verbindungsabbruch einen Alarm gibt nicht jedoch, wenn keine Werte empfangen werden.

    :gutenmorgen:
    Ex-Libre-Träger hier: Mir kommt das Dex ganz toll vor. Das Libre taugte bei mir normalerweise zum Aufzeigen von Tendenzen, manchmal aber noch nicht einmal dafür (und ich hatte insgesamt um die 10 Sensoren). Mit dem Dex (bin beim 5. Sensor, Laufzeit zwischen 3 und 6 Wochen) habe ich genaue Tendenzen und meistens hochpräzise Werte (Ausnahmen gibt es immer mal wieder, aber dank Kalibrierung – ja, ich bin froh darum – ist das Dex schnell wieder auf Kurs). Ruhig unterschiedliche Setzstellen ausprobieren; es funktioniert nicht immer überall gleich gut.


    Wenn mal keine Werte empfangen werden und ANT angezeigt wird, kommt tatsächlich kein Alarm (oder ich habe noch nicht die Einstellung dafür gefunden), was auch ich sehr schade finde, aber beim Libre kommt nie ein Alarm, also ...




    Edit: Ich nehme (fast) alles zurück und behaupte das Gegenteil. ;)
    Im Selbstversuch hat sich gezeigt, dass alle Verbindungsabbrüche, die mit einem ANT angezeigt werden, nach der eingestelltenZeit (bei meiner Animas: min. 21 Minuten) zum Alarm führen, wenn ein solcher eingestellt ist. Die viel zitierten Fragezeichen (???) jedoch nicht, aber die treten normalerweise nicht in der ersten Woche auf (bei meinem aktuellen Sensor allerdings schon Mitte der zweiten Woche, was eine für mich enttäuschend kurzeLaufzeit darstellt).

    Einmal editiert, zuletzt von andrala ()

  • Na ja, man kann ja nicht sagen dass das Dex gar nicht funktioniert. Aber trotz mindestens 2-maligem Kalibrieren hab ich halt IMMER Abweichungen von 20-25 mg. meist zeigt das Dex zu hoch an, aber gerade erst 20 zu tief. So etwas kannte ich zwar von meinem Libre auch, aber ich habe mir einfach vom Dex mehr erwartet, zumal es mind. alle 12 Stunden ja mit dem BZ abgeglchen wird.


    Vielleicht waren meine Erwartungen einfach zu hoch. Mir ist schon klar dass das BZ Messgerät genauso ungenau ist, nur hatte ich eben bis jetzt keine einigermaßen übereinstimmende Werte wie das andere hier bescheiben (auf 2-5 mg genau, max. 15 mg Abweichung usw.) Das frustriert mich gerade ziemlich.


    Vielleicht liegt es ja wirklich an der Setzstelle am Oberarm, oder ich hab einen schlechten Sensor erwischt, oder mein BZ Messgerät spinnt, oder ich bin halt nicht geeignet fürs CGM so wie bei manchen das Libre einfach nicht funktioniert.

  • Bei mir war auch das Probe-CGM lang nicht so genau wie das Libre...


    Ich hatte das, was zur Paradigm gehört (Name vergessen)...


    Libre passt komplett genau, muss nicht kalibriert werden und ich finde den Sensor äußerst unproblematisch


    Aber jeder ist anders ;-)