AndroidAPS und Closed Loop

  • Gendra

    Ja, ich habe den Tab jetzt eingeblendet, vielen Dank für die Info. Immerhin der verzögerte Bolus obwohl ich den Dual Bolus häufiger benutzt habe. Da kann ich ja zur Not noch die originale App nehmen, wird ja eh synchronisiert.


    Schaf

    Danke für die Info, ich bin noch ohne Loopen unterwegs. Ich habe in 2 Wochen noch eine Pumpenschulung und werde im Anschluss damit anfangen.

    Optimismus ist Mangel an Detailkenntnis

  • wow, super Werte. Dank dir für die Antwort. Da komme ich nicht ran mit 87% und 6.2mmol/l Durchschnitt.


    Ich kann mir vorstellen, dass es sehr viel Disziplin erfordert.

  • Das ist tatsächlich beeindruckend 397seth. Bin momentan bei 80,7% (80-180 mgdl range) wobei ich jetzt schon durch deine Tipps viel stabilere Werte habe. Mal sehen wie die nächsten 30 Tage so werden.

    Danke mirage81, vereinfachen hats bei mir tatsächlich voll gebracht. Hab mich auch was isf angeht ein wenig an deinen Werten orientiert und der loop läuft schon deutlich besser ohne die vorher beschriebenen Unterzuckerungen :love::thumbup:

  • 397Seth, wo stehst du denn im TIR (3,9-10) im 21 Tagesschnitt? Würde mich mal interessieren...

    30 Tage mit 93% TiR (70 bis 170 mg/dl)


    Warum das immer so hoch angesetzt wird, 170 mg/dl nach oben?


    Wenn ich diese Grenzwerte nehme, habe ich bei 3.8mmol/l (70mg) bis 9,4mmol/l (170mg) 97% TIR, Standardabweichung 1.2% und 6,3 mmol/l Durchschnitt.


    Auch wenn es so gut aussieht täuscht es, weil der Grenzwert nach oben viel zu hoch ist, Werte bis 9,4mol oder 170mg nach oben möchte ich eigentlich nicht "zulassen", deswegen habe ich nach oben 8.3mmol (150mg) definiert, erst so ergibt der Wert auch Sinn.


    Warum wählt ihr die Werte immer so hoch nach oben?



    Da komme ich nicht ran mit 87% und 6.2mmol/l Durchschnitt.


    Das ist doch super, sogar über der Vorgabe von meiner Diabetologin, die erst kürzlich meinte, dass 80% vollkommen in Ordnung sind.

  • Schon einmal den BZ Verlauf von Gesunden gesehen? Man muss sich nicht mehr als über das normal, übliche Maß geißeln... Wenn ein Normalo einen OGTT macht, knallen die Werte teilweise bis zu 1Std auf 9.6mmol/l. Nach einer Pizza mit Nachtisch liegen auch mal gerne 8.5er Werte einige Zeit an und wenn die Pizza, Bockwurst oder ein kräftiges Abendbrot mit süßer Nachspeise um19:00Uhr konsumiert wurde, liegen am nächsten Morgen 06:00Uhr auch noch 6.5er Werte an.


    Habe ich alles aus erster Hand, weil ich meinem Partner mal einen G6 gesetzt habe. Einfach um zu schauen, wie dass bei ihm so aussieht. Da gibt es im 10 Tageszeitraum auch keine 100%


    Daher finde ich sind die Grenzwerte schon gut gewählt. Natürlich muss man den TIR immer mit den durchschn. BZ - Wert und ggf noch mit dem 1c Wert korrelieren, um das Ergebnis korrekt deute und einordnen zu können.

  • 70 - 180 ist die offizielle TIR Definition. Erst dann wirds vergleichbar.


    Und nach meiner Erfahrung geht zu viel Hektik irgendwann mit zuviel Achterbahn einher, abgesehen vom persönlichen Streß. Ist jedoch stark ernährungsabhängig.


    Und wie mirage81 ausfürht, sind bei Gesunden die Schwankungen ebenfalls gegeben. Diese haben evtl sogar positive Funktionen, da sie im Körper was antriggern. Zumindest gibt es eine Diskussion ob flache Kurven überhaupt erstrebenswert sind. Bei Gesunden sind die Spitzen halt begrenzt, sowohl nach oben wie zeitlich.

    Closed Loop seit Jan 2018, Dana R mit AAPS und XDrip+, Freestyle Libre mit RFDuino

  • Schon einmal den BZ Verlauf von Gesunden gesehen? Man muss sich nicht mehr als über das normal, übliche Maß geißeln... Wenn ein Normalo einen OGTT macht, knallen die Werte teilweise bis zu 1Std auf 9.6mmol/l. Nach einer Pizza mit Nachtisch liegen auch mal gerne 8.5er Werte einige Zeit an und wenn die Pizza, Bockwurst oder ein kräftiges Abendbrot mit süßer Nachspeise um19:00Uhr konsumiert wurde, liegen am nächsten Morgen 06:00Uhr auch noch 6.5er Werte an.


    Habe ich alles aus erster Hand, weil ich meinem Partner mal einen G6 gesetzt habe. Einfach um zu schauen, wie dass bei ihm so aussieht. Da gibt es im 10 Tageszeitraum auch keine 100%


    Daher finde ich sind die Grenzwerte schon gut gewählt. Natürlich muss man den TIR immer mit den durchschn. BZ - Wert und ggf noch mit dem 1c Wert korrelieren, um das Ergebnis korrekt deute und einordnen zu können.

    Bieten sich dafür nicht moderne Parameter wie GVI und PGS direkt an?

  • Mir ist vollkommen klar, dass ebenfalls bei Stoffwechselgesunden die Werte bis auf 180mg gehen können, diese haben allerdings bei uns im Vergleich zu Gesunden andere Auswirkungen (Stichwort: giftige Abbauprodukte die zellschädigend sind).


    Verläufe bei Gesunden sehen auch nach unten anders aus, die Nächte sind nicht nur bis 70mg sondern sogar unterhalb von 70mg...ist das unser Ziel, die Nacht über bei oder unter 70mg zu sein?


    Eben, selbes gilt für den Wert nach oben, cheers2 schreibt oben, dass die Werte bis 180mg nur begrenzt sind.


    Meine Frage in dem Zusammenhang ist nun, warum definieren wir den Wert ebenfalls bis 180mg, der Wert der TIR macht dann dahingehend keinen Sinn mehr, da die Varianz bis 180mg nicht "herausgefiltert" werden kann im Vergleich zu Stoffwechselgesunden, bei denen so hohe Werte nur sehr kurzzeitig auftreten, wir allerdings solch hohe Werte für als im Zielbereich definieren wollen?


    Darum ging es mir.


    Ist auf lange Sicht gesehen einfach nicht sinnvoll, diese dann - bei einem derartigen Zielbereich - nicht definierbaren Unterschiede einfach unter "den Zielbereich" zu subsumieren.

  • Schon einmal den BZ Verlauf von Gesunden gesehen?

    Hier wurden ja schonmal Libre-Kurven von einer gesunden Gruppe gepostet und man muss dazu sagen, dass hohe Ausschläge zwar nicht ausgeschlossen sind, aber doch sehr selten vorkommen. Ein 2h-Wert nach einem oGTT von >140 ist schon eine gestörte Glukosetoleranz und ein einzelner (!) gesicherter jemals gemessener Wert von über 200 reicht aus um die Diagnose eines Diabetes zu stellen.

    Insofern kann ich mich der Aussage, dass Schwankungen bis 180 auch für Gesunde normal sind nicht anschließen. Die meisten Werte dürften schon im Bereich von 70 (teils noch darunter) bis 140 liegen mit einzelnen seltenen, kurzen Ausreißern nach oben.

    Passend dazu gibts ja auch Untersuchungen, die vermuten, dass Spitzen über 160 schon das kardiovaskuläre Risiko erhöhen.


    Deshalb ( Ohia ) schaue ich mir beim Auswerten gerne verschiedene Bereich an. Einmal 70-180 um nen groben Überblick zu bekommen, aber gesondern auch nochmal den Bereich von 70-120/140 und versuche entsprechend so viele Werte wie möglich im niedrigeren Bereich zu haben. Damit versuche ich den "natürlichen" Blutzuckerverlauf besser abzubilden als mit einem großen Zielbereich plus einen Mittelwert/HbA1c.

    Der PGS macht ja einen ähnlichen Ansatz wobei auch da die (individuell festlegbare) TIR in der Berechnung steckt, womit die Werte schlecht vergleichbar sind.


    Zum Loop selbst:

    Ist Interessierter am Loopen ist es natürlich sehr beeindruckend die ausgezeichneten Ergebnisse (hier aber auch in den vielzähligen Blogs/Facebook) zu sehen. Wobei ich wie oben schon dargestellt, doch noch einen deutlichen Abstand zu einem gesunden Menschen sehen würde.

    Von dem was ich bisher gesehen habe, würde ich den Fähigkeiten eines Loops in etwa auf die Stufe eines Typ1er mit noch mittelmäßiger Restfunktion (da bin ich selbst etwa momentan) stellen.

  • Ich sehe es wie Gummihupe, ein Vorbolus ("eating soon") hilft mir zum Frühstück immer.


    Vorher hatte ich mit AAPS genau die Probleme, die du auch hast. Die Insulinempfindlichkeit ist bei mir zum Frühstück immer so schlecht, dass es ohne einen Vorbolus nicht wirklich funktioniert, da kann auch der Loop nichts machen und es entstehen diese ups and downs die du oben beschrieben hast.

    hab mir den "eating soon" gerade Mal angeschaut und das angepasst in meinem aps, da war der Zielwert doch deutlich zu hoch eingestellt mit 120. Es geht ja gerade darum iob aufzubauen um diese peaks auszugleichen wenn ich das richtig verstanden habe..? ;)

    Genau, ich habe hier BZ 80 eingestellt und eine Stunde vorher schaue ich nach dem BZ und gebe 3/4 der Korrektur auf 80, wie auch von Dana M. Lewis vorgeschlagen...

    https://diyps.org/2016/07/11/p…w-to-do-eating-soon-mode/

    LG
    Schaf

  • Danke Schaf! Der Link hat viel Licht ins Dunkel gebracht auch wenn das in der Praxis doch manchmal ganz anders aussieht. Also wenn dann doch ein Essen nicht so zeitlich geplant ist wie erhofft :wacko:

  • Ja, geht mir auch so. Da der Anstieg meistens auch nur morgens ist, habe ich einen Wecker 1h vorher gestellt. Außerdem versuche ich, wenigstens 10 Minuten vor dem Essen Insulin abzugeben...

    LG
    Schaf