Tauchen mit CGMS

  • Habe seit 3 Wochen ein Dexcom G5 und fliege in 2 Wochen nach Ägypten. Bin nun am überlegen ob ich die 10 Tage in Ägypten blutig messe oder ob ich den Versuch wage mit dem Dexcom zu tauchen. Hat vielleicht jemand hier schon einmal getestet ob der Sender, abgeklebt mit einem Wasserdichten Pflaster eine Wassertiefe bis 30m überlebt??? Oder kann man den Sender vor dem Tauchgang entfernen und danach wieder einsetzen? :confused2

  • Ich bin bisher nur mit dem Ding geschwommen und das hält es aus.
    Abnehmen würde ich den Transmitter eher nicht, denn dann hast Du die Feuchtigkeit auf den Kontaktpunkten und das ist sicher nicht gut.
    Dass der Transmitter vom Druck geschädigt wird, glaube ich nicht. Aber vielleicht hilft ja wirklich ein Anruf bei der Hotline Garantieren werden sie Dir allerdings vermutlich nichts.

  • Ups, da hatte ich noch gar nicht nachgesehen. Ja dann wird es wohl nichts, muss ich die 10 Tage eben blutig messen. Kann mir zwar nach den paar Wochen in denen ich jetzt den G5 habe überhaupt nicht mehr vorstellen ohne ihn klar zu kommen. Da werde ich sicherlich einiges an Teststreifen verbrauchen :) :) :)

  • Hat hier vielleicht jemand einen alten Transmitter - mit leerer Batterie - oder defekt? Würde dann beim Tauchen meinen Sender durch den defekten ersetzen und mit einem wasserdichten Pflaster abkleben. Nach dem Tauchgang wieder meinen funktionierenden einsetzen. Das müsste doch funktionieren und durch das einsetzen des defekten Senders könnte sich der Sensor nicht lösen. Falls es doch nicht funktionieren sollte kann ich ja immer noch blutig messen und den Sensor entfernen - den habe ich ja dann auch schon 13 Tage in Betrieb gehabt. Wäre nicht so schlimm. Würde auch den Versand bezahlen

  • Hallo Peter68!!
    Hoffe Du hattest einen schönen Urlaub in Ägypten!!!
    Berichte doch mal, wie Du mit dem Dexcom zurecht gekommen bist!!!
    Bin nächsten Monat dort!!

    Pour en arriver la

  • Ja, war echt super.
    Habe den Dexcom beim schnorcheln auch nicht zusätzlich fixiert, nur wie immer nochmal mit einem Kinesiotape fixiert. Habe bis zu 90min. geschnorchelt und bin auch auf 4-5 m abgetaucht, hat alles ohne Probleme funktioniert. Es fehlten nach 90 min. halt einige Werte am Empfänger, der hat meinen Sensor aber immer nach einigen Minuten wieder gefunden gehabt. Auch am Strand und in der Sonne hatte es keine Probleme gegeben. Zum Gerätetauchen hatte ich meinen Sensor gestoppt, Transmitter abgenommen und den Sensor mit einem selbst gefertigten Kunststoff abgedeckt - damit er sich nicht hochheben kann - und mit einem großen wasserdichten Pflaster überklebt. Wenn ich einen alten Transmitter gehabt hätte, würde ich den zur Sicherung des Sensors einfach einsetzen, dann kann man sich das wasserdichte Pflaster auch sparen. Nach dem Tauchgang habe ich das Pflaster mit dem Kunststoffteil entfernt - alles getrocknet - das wasserdichte Pflaster hatte nicht immer komplett dicht gehalten. Danach den Transmitter wieder eingesetzt und neu gestartet. Hatte die ersten vier Tage ohne Probleme geklappt - habe halt immer die ungefähr 4 Stunden incl. dem Tauchgang blutig gemessen. Nach dem vierten Tag ist dann mein Sensor ausgefallen, habe ihn aber auch schon fast 2 Wochen getragen gehabt. Also einen neuen Sensor gesetzt und der hat dann auch bis heute funktioniert. Durch die Kontrollen am Flughafen bin ich auch ohne Probleme gekommen, habe aber zur Sicherheit ein ärztliches Attest für Flugreisende und das Dexcom Travel Dokument mitgenommen, habe es allerdings nicht gebraucht.


    Allerdings war mein Zucker nicht so stabil wie Zuhause, reduziere allerdings auch meine Basalrate um keinen Unterzucker beim Tauchgang zu bekommen und starte einen Tauchgang nicht unter 190 mg/dl !!!
    Hoffe ich konnte ein wenig helfen und wünsche allen die noch in die Sonne fliegen einen schönen Urlaub

  • Das Travel Dokument kannst du dir auf der Dexcom Deutschland Website downloaden und ausdrucken. Steht unter Service - Downloads - Kundenservice. Ist allerdings nur in Englisch erhältlich. Sollte aber am Flughafen kein Problem sein :)

  • Hallo Peter68!!
    Noch eine Frage!!
    Du hattest also einen Ersatzsensor dabei!
    Wo hattest Du den denn gelagert???
    Bei meinem Dexcom G4 steht Lagertemp. bis 25 Grad !!
    Aus Erfahrung weiß ich aber das im Oktober bis 36 Grad in Ägypten keine seltenheit ist!!
    OK im Zimmer ist es kühler!!!
    Aber bestimmt auch über 25 Grad!!! (Ohne Klimaanlage!!!)

    Pour en arriver la

  • Ja hatte einen Sensor mitgenommen und habe ihn im Kühlschrank unseres Zimmers gelegt gehabt. Durch die Verdunklungs - Vorhänge ist es im Zimmer aber auch nicht so heiß gewesen. Möglich das es Mittags etwas über die 25° geht. Denke das der Sensor aber auch mal ein paar Stunden zwischen 25° - 30° überlebt. Wenn der Sensor getragen wird muss er ja auch Temperaturen bis 40° in Ägypten überleben. Also ich hatte wegen den Temperaturen keine Probleme.

  • Falls das Thema noch jemanden interessiert: ich trage einen Dexcom G6. Nun begab es sich, dass mein Transmitter noch lebte und ich schon die neue Sensor-Packung angebrochen hatte. Um jedes Verlustrisiko auszuschließen, wartete ich jetzt noch den letzten Sensortag ab, sodass ich einfach am nächsten Tag den neuen Sensor mit neuem Transmitter setzen konnte.

    Auf geht's:


    Kamera-Tauchgehäuse ausgestopft und den Receiver eingesetzt, sodass ich den Knopf über einen Kameraknopf drücken kann. (Keine Sorge, in das Gehäuse kam bisher meine Digitalkamera rein. Das ist dicht.)


    • 54 min Tauchgang im Süßwasser (Fühlinger See), maximale Tauchtiefe 11,5 m, minimale Wassertemperatur 7 °C
    • Während der ersten Minuten hatte ich noch Signal und konnte Glukosewerte ablesen.
    • Nach ein paar Minuten aktualisierte sich der Wert nicht mehr, dann nur noch die Signalverlust-Warnung.
    • Auch der Versuch, den Receiver bis auf wenige cm neben den Transmitter zu bringen, brachte keinen Erfolg.
    • Wieder an Land wurde zügig aktualisiert und auch die verpassten Werte vollständig nachgezogen.
    • Vergleich mit der blutigen Messung ergab allerdings zunächst Abweichungen bis 30% nach unten. Das hat sich aber innerhalb weniger Stunden gefangen, der Sensor lief bis zum nächsten Morgen ohne Probleme durch.

    So viel von meinem ersten Tauchgang seit ich Insulinpflichtig bin. Mein Fazit: Transmitter und Sensor haben den Tauchgang überlebt, nur das Senden von Werten hat offensichtlich nicht funktioniert. Allerdings sollte man sich direkt nach dem Tauchen nicht auf die Werte verlassen.


    Ach ja, und: Tauchen frisst richtig Zucker. Insbesondere wenn es kalt ist und man im diesigen Freiwasser tarieren und nach Kompass navigieren muss. Alles, was dem "Normalo" Luft aus der Flasche saugt, saugt mir zusätzlich Zucker aus dem Blut. Nicht verwunderlich eigentlich ;)


    Hat jemand weitere Erfahrungen, die er/sie gerne teilen möchte?

  • Das BT Signal verträgt sich nicht besonders mit Wasser bzw. wird fast vollständig absorbiert was der Grund für den Verbindungsabris darstellt.


    Ich gehe davon aus das der Versuch der Wiederverbindung einfach zu kurz war. Der G6 brauch da manchmal ne Weile.


    Früher hatte ich Tauchschüler mit DM1.

    Seit ich selbst DM1 bin war ich aufgrund von Zeitmangel noch nicht im Wasser.

    Ich werds dann aber nur noch im Trocki gehen. Ich möchte nur sehr ungern auf‘s CGM verzichten.

  • Kann es eventuell auch sein dass die geringe Temperatur zum Signalverlust geführt hat? Ich weiß nicht wie sensibel der Dex da reagiert weil ich nen libre trage. Der libre hat aber z. B. schon mit ner Stunde Spaziergang im Winter ein Problem (wenn man ihn an beim trägt und nur die Hose als Puffer hat).

    "Gibt das Leben dir Zitronen, frag nach Salz und Tequila..." SDP

  • Die Temperatur kann schon Einfluss nehmen allerdings erheblich mehr auf die angezeigten Werte als auf das Signal.

    Eine kalte Umgebung geht auch auf die Batterie und die Leiterbahnen.

  • Kann ich nicht bestätigen.
    Wasserbett seit 25 Jahren.

    Libre2 seit 17 Monaten.

    Du nicht, kam aber schon vor. Hängt natürlich ganz wesentlich davon ab, wo sich der Empfänger bzw. das Handy in Relation zum Sensor befindet. Wenn es auf einem niedrigen Nachttisch unterhalb der Bettoberfläche liegt, kann es Probleme geben. Hatte ich sogar schon mal bei einer Federkernmatratze, da wirken die Metallspiralen ebenfalls als „Funkbarriere“.