• Heute bei meiner Ärztin kamen wir auf das Gespräch über meine hohen Nüchternwerte und dem passenden Insulin. In dem Zusammenhang erzählte sie, dass man wohl wieder am verhandeln sei und, mit etwas Glück, im Herbst das Insulin wieder erhältlich ist. Sie ist da wohl in mehreren Ausschüssen und wenn das so kommt, werde ich auf Tresiba umgestellt, dass wäre wohl das ideale Insulin für mich - na dann schauen wir mal.

  • Aha - da bin ich aber mal gespannt ob die Kassen bereit sind die Kröte zu schlucken, denn Novo Nordisk hat da ja angeblich preislich keinen Bewegungsrahmen - sei dann für den deutschen Markt uninteressant hat Sebastian Wachtarz, Leiter Communications Market Access & Public Affair, doch verkündet. Im US-Markt ist es für ca $550 (+/- $50) mit 5x3ml als U100 erhältlich, also 1500iE, - das ist schon saftig wenn man da zum Beispiel 2250iE Toujeo für €113 (+/- €15) dagegen hält.
    Schaun wir mal, denn eine "Zuzahlungsoption" war ja soweit ich das noch im Kopf habe auch schon seitens der Kassen vom Tisch - klar, könnten sich auch sicherlich nur die wenigsten dauerhaft leisten.

  • Zitat

    ist es für ca $550 (+/- $50) mit 5x3ml als U100 erhältlich


    5 x 3 ml U100 Patronen Penfill) Tresiba kosten in Österreich 153,50 €. Wobei es in Österreich die Krankkassen nach einer Begründung vom Diabetologen bei der erstmaligen Verschreibung bezahlen. Weitere Rezepte kann dann der Hausarzt ausstellen.


    Ich würde mir aus eigener Erfahrung im Vergleich zu bspw. Levemir in Bezug auf Nüchtern werte keine Wunder versprechen.

  • Ich zahle für 10 x 3ml U100 in den Niederlanden knapp 196€. Ich meine als das noch in Deutschland auf dem Markt war, wurde es mit einem ähnlichen Betrag auf der Roten Liste geführt.


    Grüße

  • Ich zahle für 10 x 3ml U100 in den Niederlanden knapp 196€. Ich meine als das noch in Deutschland auf dem Markt war, wurde es mit einem ähnlichen Betrag auf der Roten Liste geführt.


    Grüße

    :pupillen: :pupillen: :pupillen:
    ist das ein Zuzahlungspreis zu einer Kassenleistung oder der Komplettpreis??


    Kann mir das als Totalpreis nicht wirklich vorstellen - denn dann hätte es nicht diese Diskussion gegeben - wäre ja billiger als Toujeo (ca. €215 ) - und dieses ist mittlerweile in D stark etabliert

  • Ich zahle für die 5 er Packung aus der Schweiz ca. 170 Euro.
    Kosten übernimmt die Krankenkasse.


    Tresiba hat sich als deutlich stabiler und gleichmäßiger in der Wirkung als lantus bei schlanken und dünnen Personen erwiesen.

  • 5 Fertigpens à 3ml kosten laut compendium.ch bei uns CHF 110.05. Das sind rund 30 Franken mehr als mein vorheriges Basalinsulin (Insulatard, resp. Protaphane). Mich erstaunts, dass bei uns sowas derart viel günstiger ist.

  • ich bin gespannt, wie das ausgeht und werde es mit Interesse verfolgen.


    Wobei ich sagen muss - ich bin froh, dass ich inzwischen meinen Frieden mit Toujeo gemacht habe. Es zwar ein bisschen gedauert, bis ich die richtige Dosis gefunden hatte, denn ich brauchte doch ein paar Einheiten mehr, aber inzwischen schaffe ich doch genauso oft kerzengerade Linien in der Nacht wie mit Tresiba. Und auch das sonntägliche Ausschlafen (ca. +2 Stunden, spritze morgens) verzeiht mir mein Toujeo recht gut. Ich gehe also davon aus, dass ich nicht erneut wechseln würde.

  • :pupillen: :pupillen: :pupillen:
    ist das ein Zuzahlungspreis zu einer Kassenleistung oder der Komplettpreis??


    Kann mir das als Totalpreis nicht wirklich vorstellen - denn dann hätte es nicht diese Diskussion gegeben - wäre ja billiger als Toujeo (ca. €215 ) - und dieses ist mittlerweile in D stark etabliert

    Hallo.


    Ich hole mir das Insulin auf Privatrezept. Also Komplettpreis und in der roten Liste stehen auch die Gesamtpreise.


    Grüße

  • Der seit Jahren andauernde Kampf der KV

    Das verwirrt jeden. Aber die Kassen wollen halt so wenig wie mögliche Zahlen. Keine Ahnung wie das bei Toujeo die Zulassung und Einigung mit den KKs gelaufen ist, aber Tresiba konnte im Mittel der HbA1C nicht signifikant gesengt werden. Pluspunkte wie ein stabilerer Verlauf der BZ Werte oder Erhöhung der Lebensqualität, weil jemand (wie ich) nur noch einmal ein Langzeitinsulin spritzen muss, statt 3x zählt einfach nicht. Für die Kassen zählt nur der HbA1C, weil das der einfachste vergleichbare Wert ist.


    Grüße

  • Pluspunkte wie ein stabilerer Verlauf der BZ Werte oder Erhöhung der Lebensqualität, weil jemand (wie ich) nur noch einmal ein Langzeitinsulin spritzen muss, statt 3x zählt einfach nicht.

    Naja - diesen Komfort hab ich ja bei Toujeo auch... ist aber offensichtlich auch ein wenig teurer als die hier genannten Preise - allerdings verblüfft mich da der US-Preis daneben schon arg...


    Wie auch immer, ich meine wenn ein Insulinjunkie unbedingt das offensichtlich gar minimal günstigere Tresiba will - wo ist dann das Problem? :S

  • Das verwirrt jeden. Aber die Kassen wollen halt so wenig wie mögliche Zahlen. Keine Ahnung wie das bei Toujeo die Zulassung und Einigung mit den KKs gelaufen ist, aber Tresiba konnte im Mittel der HbA1C nicht signifikant gesengt werden. Pluspunkte wie ein stabilerer Verlauf der BZ Werte oder Erhöhung der Lebensqualität, weil jemand (wie ich) nur noch einmal ein Langzeitinsulin spritzen muss, statt 3x zählt einfach nicht. Für die Kassen zählt nur der HbA1C, weil das der einfachste vergleichbare Wert ist.


    Grüße

    Hallo,


    leider ist die Sache mit der Bezahlung des Tresibas ein Politikum, man lässt den grundlegenden Vorteil des Tresibas völlig ausser Acht.
    Vergleicht man das Toujeo mit dem Tresiba, dann kann nur das Tresiba nach Datenlage ein täglich wiederholbares Profil liefern, ohne dass nachgebessert werden muss.
    Das Toujeo ist zwar ein Ultralangzeitinsulin, zeigt auch nach 36 Stunden noch Wirkung, aber entscheidend ist die Halbwertszeit.
    Wenn man sich die offiziellen, amtlichen Daten von Toujeo anschaut, dann muss man erkennen, dass die Insulinwirkung nach 24 Stunden deutlich nachgelassen hat.
    Das wäre nicht tragisch, wenn das Toujeo den Eingangswert nach 24 Stunden wieder erreichen würde, aber das ist nicht der Fall.
    Daraus folgt, dass diese Differenz zum Eingangswert immer irgendwie ausgeglichen werden muss.
    Anders verhält sich das Tresiba, aus den amtlichen Daten geht hervor, dass Tresiba nach 24 Stunden den Eingangswert genau wieder erreicht hat.
    Daraus folgt, dass man jeden Tag das gleiche Wirkprofil aufbauen kann, ohne dass ausgeglichen werden muss.
    Da diese Tatsache keinen „Mehrwert“ hat, scheinen mir die Entscheidungskriterien fraglich,
    sagt denn ein HbA1c wirklich alles über die Qualität einer Diabetes-Einstellung aus?

  • Zitat

    sagt denn ein HbA1c wirklich alles über die Qualität einer Diabetes-Einstellung aus


    Für solche, die sich auskennen, wohl nicht. Aber die, die über sowas entscheiden, haben darin einen vergleichbaren Messwert. Ist ja auch in Unternehmen so, die zwecks Sparmassnahmen die Rollkofferheinis aus irgendwo einfliegen lassen. Diese schauen sich dann Zahlen an und streichen da, wo die Zahl gross ist. Ob der Betrieb danach noch sinnvoll arbeiten kann, spielt keine Rolle.

  • Dann könnte man annehmen es sollte eine Zeit im Zielbereich eingeführt werden.
    Aaaber ich garantiere euch dann würde der Zielbereich so weit gestreckt werden das man ihn "fast" gar nicht verfehlen kann. Mit so einem Argument wie z.B.: Beim einem gesunden Menschen variiert der BZ wohl auch mal zwischen 60 und 200 mg/dl.
    Wo ist der Fehler?? Alles dreht sich mal wieder nur ums Geld. :S

    Wenn du ein Problem hast, versuche es zu lösen.
    Kannst du es nicht lösen, mache auch kein Problem daraus!

  • Wenn man sich die offiziellen, amtlichen Daten von Toujeo anschaut, dann muss man erkennen, dass die Insulinwirkung nach 24 Stunden deutlich nachgelassen hat.
    Das wäre nicht tragisch, wenn das Toujeo den Eingangswert nach 24 Stunden wieder erreichen würde, aber das ist nicht der Fall.

    Naja - das ist schon richtig, aber Toujeo hat schon eine ziemlich flache Kurve finde ich - und einen Absturz über die 24. Stunde hinaus ist da auch nicht so extrem zu erkennen daß hier Panik angebracht wäre. Ich habe hier im Forum einige Berichte gesehen in denen nicht wenige I-Junkies die von weiß der Geier wo auf Toujeo umgestiegen sind relativ glücklich über deutlich stabilere Werte und des 1x-Spritzens pro Tag sind. Ich selber finde es auch ganz brauchbar, habe aber zugegeben keinen Vergleich zu Tresiba

    Einmal editiert, zuletzt von Don Juan ()

  • Hallo,


    sicherlich muss man kein Tresiba nutzen, aber Tresiba ist das erste Insulin, was jeden Tag das gleiche Profil zur Verfügung stellen kann. Das liegt an der Halbwertszeit von Tresiba, die bei 24 Stunden liegt. Toujeos Halbwertszeit liegt bei 18-19 Sunden.


    Ich habe mal die Datenblätter von Tresiba und Toujeo übereinandergelegt, man kann erkennen, dass nach 24 Stunden Tresiba den gleichen Ausgangswert wie Eingangswert hat. Es sollte so sein, dass man jeden Tag die gleiche basale Insulinwirkung hat, ohne dass etwas ausgeglichen werden muss.