Anfrage mit Bitte um Unterstützung bei meiner Masterarbeit

  • Sehr geehrter Hans Kunefke,


    mein Name ist Franziska Kemper, ich studiere Rehabilitationspsychologie an der Hochschule Magdeburg-Stendal. Im Rahmen meiner Masterthesis beschäftige ich mich mit dem Selbsterleben von Menschen mit Diabetes Mellitus Typ 1. Im Fokus stehen dabei das Körperbild, der Selbstwert, das Selbstwirksamkeitserleben und das Essverhalten, wobei mich insbesondere interessiert, welche Rolle das "Insulin-Purging" im Lebensalltag der Typ-1-Diabetiker_innen spielt.


    Warum wende ich mich an Sie? Ich würde mich freuen, wenn Sie mein Forschungsvorhaben unterstützen würden und den Link zu meiner Online Studie auf Ihrer Facebook-Seite „Typ 1 Diabetiker auf FB - Dein Insulinclub“ oder auf Ihrem Blog "www.insulinclub.de" teilen würden. Natürlich nur, sofern ein Veröffentlichen des Links sich mit Ihren Werten, Nutzungsideen & Co. vereinbaren ließe!
    Hier noch ein paar Worte zur Studie: Es handelt sich dabei um eine, von einer unabhängigen Ethikkommission geprüfte, nicht-kommerzielle Forschung im Rahmen meiner Masterthesis mit dem Ziel, die (psychologische) Betreuung von Typ-1-Diabetiker_innen langfristig zu verbessern und präventive Ansätze zu entwickeln. Teilnehmen können Jugendliche (ab 14 Jahren) und Erwachsene. Die Studie erfolgt nach Einhaltung aktueller forschungswissenschaftlicher Standards, alle Antworten werden anonymisiert erhoben und an keiner Stelle können Rückschlüsse auf die eigene Person gezogen werden.


    Zugriff auf die Online-Studie ist über folgenden Link möglich: https://www.soscisurvey.de/MasterthesisDiabulimia/ (Befragungszeitraum: 11.03.18 bis (voraussichtlich) 11.05.18)


    Für Rückfragen stehe ich jederzeit zur Verfügung! Melden Sie sich bei Interesse gerne! Ich würde mich über Ihre Unterstützung freuen und verbleibe mit herzlichen Grüßen,


    Franziska Kemper

    Gruß


    Hans :family:


    Typ 1 seit 1967
    seit 12.07.2006 mit CSII

  • Im Fokus stehen dabei das Körperbild, der Selbstwert, das Selbstwirksamkeitserleben und das Essverhalten

    :arghs:
    Also ich fühle mich wegen meiner Diabetes so minderwertig und schlecht - mein Körper besteht nur noch aus Einstichlöchern daß ich mich nicht mehr unter andere Menschen traue und mich nur noch in der dunklen Nacht nach draußen traue ;( - und das Essverhalten, welches Essverhalten? Ich esse doch schon wegen meiner abscheulichen mich aus der Gesellschaft ausschließenden Krankheit seit Jahren nichts mehr... Ich bin soooo schlecht - mir kann kein Rehabilitationspsychologie mehr helfen!! :ugly:


    Oh man - manche glauben wohl tatsächlich daß wir alle Zombies oder arme Psycherl sind... :patsch:

  • Ich glaube das Problem ist zu ernst um es lächerlich zu machen. Purgin ist ein echtes Problem unter Jugendlichen.

  • Ich glaube das Problem ist zu ernst um es lächerlich zu machen. Purgin ist ein echtes Problem unter Jugendlichen.

    das hat dann aber nix mit DM zu tun:

    Zitat

    Als Purging (von engl. to purge: säubern, läutern) oder Inzuchterholung bezeichnet man in der Populationsgenetik das Phänomen, dass es in ingezüchteten Populationen unter gewissen Bedingungen trotz starker Inzucht zu einer Reduktion oder sogar Elimination der Inzuchtdepression kommen kann. Purging geschieht meist im Zusammenhang mit einem genetischen Flaschenhals und kann dann auftreten, wenn in einer Population starke Inzucht in Verbindung mit starkem Selektionsdruck auf Fitness vorkommt. Hierzu muss die Reproduktionsrate hoch genug sein, um unter der verstärkten Selektion zumindest die kleinste überlebensfähige Populationsgröße zu erhalten.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Purging

  • Man kann sich immer was passendes Googlen. Nicht wahr ?


    https://www.diabetesde.org/ueb…s_lexikon/insulin-purging

    Zitat

    An Bulimie leiden etwa zwei Prozent der 14- bis 20-jährigen Frauen. Sie
    essen in einem Anfall unkontrolliert und versuchen die überschüssigen
    Kalorien durch Diäten, Erbrechen oder exzessiven Sport loszuwerden.
    Typisch für essgestörte Patientinnen mit Diabetes ist zudem das
    sogenannte „Insulin-Purging“: Sie spritzen sich gezielt zu wenig vom Blutzuckersenker Insulin, um abzunehmen - eine gefährliche Kombination!

    Auch hier glaube ich daß den betroffenen mit dem Insulin (weglassen) ein Werkzeug zur Verfügung steht welches eine Person ohne DM halt nicht hat - das grundsätzliche Problem Essstörung ist aber auch unter "gesunden" verbreitet und m.M. nach psychisch nicht bei der Diabetes aufzuhängen - da sind andere Schräubchen zu justieren vermute ich mal - aber ist nur mal meine pers. Meinung.


    Mich käst es einfach an wenn Leute erfahren daß ich DM hab und dann den mitleidigen rauskramen - leider schon zu oft erlebt.

    Einmal editiert, zuletzt von Don Juan ()

  • Ich hab "Insulin-Purging" jetzt vorsichtshalber doch nochmal gegoogelt, konnte mir aber ungefähr schon denken was damit gemeint ist.


    Kann mir nicht vorstellen, dass es da viele Betroffene gibt (hoffentlich). Abgesehen davon, dass das Auftreten von Folgeschäden ja vorprogrammiert ist, bewegt man sich ja andauernd an der Grenze zum diabetischen Koma... gruselig! :pupillen:


    Jaaa, Insulin ist ein anaboles Hormon, aber ehrlich: habt ihr dadurch extrem an Gewicht zugelegt? Ich persönlich wenn dann eher durch das Verputzen vieler vieler Süßigkeiten:rolleyes: ...also ein bisschen zugenommen :rolleyes: :rolleyes:


    Allerdings sehe ich auf den ersten Blick auch nicht wirklich den Zusammenhang zwischen Diabetes und einer verschobenen Selbstwahrnehmung. Jedoch hört man ja doch ab und zu von Menschen, die durch die Diagnose in eine Depression geraten. Kommt wahrscheinlich auch auf die äußeren Umstände (ich denke v.a. das Alter?!) an...

  • Es gibt viele Betroffene,besonders Jugendliche,im Besonderen Mädchen betreiben Purging.
    Dieses Thema ins lächerliche zu ziehen ist nicht ok.
    Mit Mitleid oder so hat das nix zu tun.

    Der Weg ist das Ziel

  • ...


    Du musst an der Studie nicht teilnehmen, und du kannst nicht damit rechnen, dass deine Einstellung allgemeingültig ist.


    Wenn du aus dem Alter raus bist, in dem man Abschlussarbeiten einer Berufsausbildung schreiben oder anfertigen muss, solltest du dich, anstatt zu lästern, eher freuen, dass andere sich darauf vorbereiten dich bald betreuen zu können.

  • :arghs:
    Also ich fühle mich wegen meiner Diabetes so minderwertig und schlecht - mein Körper besteht nur noch aus Einstichlöchern daß ich mich nicht mehr unter andere Menschen traue und mich nur noch in der dunklen Nacht nach draußen traue ;( - und das Essverhalten, welches Essverhalten? Ich esse doch schon wegen meiner abscheulichen mich aus der Gesellschaft ausschließenden Krankheit seit Jahren nichts mehr... Ich bin soooo schlecht - mir kann kein Rehabilitationspsychologie mehr helfen!! :ugly:


    Oh man - manche glauben wohl tatsächlich daß wir alle Zombies oder arme Psycherl sind... :patsch:

    Statt rumzunölen, kannst du doch gerade wegen deiner positiven Grundeinstellung zum Diabetes an der Studie teilnehmen und damit beweisen, dass Diabetes das Selbstwertgefühl nicht zwangsläufig negativ beeinflusst. Es dürfen ja nicht ausschließlich Leute mit einer Eßstörung mitmachen.


    LG
    zuckerstück

    „Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr merken, dass man Geld nicht essen kann.“

    Zitat stammt aus dem Jahr 1972 von der kanadischen Autorin und Filmemacherin Alanis Obomsawin

  • Etwas komisch, dass man seinen Hba in % und mmol angeben muss. Ich kannte nur "%", musste aber per WEB-Rechner erst umrechnen.

    --
    Nix Diabetes - das ist lediglich Glucose-Intoleranz.

  • Wer lesen kann ist klar im Vorteil.
    Wenn du beim HbA1c nur einen Wert eingibst, wirst du nach dem anderen gefragt, kannst aber auch auf den Button drücken, dass du ohne den zweiten Wert einzugeben weitermachen willst.

  • habe die Fragen nach bestem Wissen und Unwissen behandelt - nun müsste mich mal einer aufklären, was das Insulin-purging ist. Sicher habe ich schon jugendliche DM 1er kennengelernt, die in einer extremen Lage waren, nicht spritzten, gegessen haben etc., aber das ist es doch nicht, oder??
    Bin zu normal für so ne Umfrage, denke, das sollte speziell an Betroffene gerichtet werden und nicht unbedingt an die Allgemeinheit!
    Fr. Kemper interessiert besonders, welche Rolle das Insulin-Purging im Alltag der Typ 1er spielt - man sollte das anders formulieren, da mit Sicherheit nicht jeder der DM 1 er betroffen ist. Das klingt mir viel zu allgemein und betrifft sicher eine gesonderte Gruppe der 1er! Also ich schließe mich davon aus, habe halt brav mitgemacht! ;( Und mein BMI ist vielleicht verdächtig, aber ich bin der Klassiker - groß und schlank, wie er im Diabetikerbuch steht!
    cd63

    Hier noch was für ebenso Unwissende:
    https://www.diabetes-ratgeber.…e-Verknappung-513915.html

    2 Mal editiert, zuletzt von nest ()

  • Es kann ja auch als Ergebnis rauskommen dass Insulinpurging für die meisten nicht relevant ist. Oder man kann herausfinden welche Faktoren eine Rolle spielen dass jemand in so ein Verhalten abrutscht.
    Dass es weit verbreitet ist kann ich mir eigentlich auch nicht vorstellen, da jeder halbwegs aufmerksame Diabetologe es erkennen sollte.


    Naja, ich denke ein etwas gestörtes Verhältnis zu Essen hat jeder Mensch der sich zwangsweise so ausführlich damit beschäftigen muss. Ich behaupte mal jeder T1 hat irgendwelche selbstgemachten Regeln wie "low carb" oder "keine BE nach 18:00."
    Oder hat mal trotz Appetit Mahlzeiten ausfallen lassen. Oder etwas anderes gegessen als man eigentlich wollte. Oder hektisch Sport gemacht um einen hohen pp-Wert zu senken/vermeiden. Alles nicht so krass wie das weglassen von Insulin um abzunehmen, aber normal ist das alles auch nicht. Manches ist ja irgendwie vernünftig, aber die Grenze zwischen Vernunft und Irrsinn ist bekanntlich oft verschwommen.


    Zitat

    Was ist eigentlich "Selbstwirksamkeitserleben"?

    Der Glaube etwas durch eigene Fähigkeiten erreichen zu können.
    Jemand mit hoher Selbstwirksamkeitserwartung denkt zB "Ich habe eine Diabetes-Schulung besucht und so Bücher gelesen, so werde ich eine gute Einstellung schaffen."
    Niedrige Selbstwirksamkeitserwartung wäre zB "Das hat alles keinen Sinn denn die BZ-Werte sind eh total zufällig."

  • Aua aua aua - na jetzt aber :pinch:


    Ok, wie und wo fange ich da an - denn klar ist daß wohl eine Stellungnahme fällig ist...


    du kannst nicht damit rechnen, dass deine Einstellung allgemeingültig ist.

    Das mal mit einem für mich ungewohnten Ernst vorweg: Ich habe niemals in diesem Forum - und somit auch in diesem Thread - behauptet daß ich meine Einstellung als eine allgemeingültige betrachte, im Gegenteil, ich achte meist darauf daß ich mich mit Begriffen wie "nach meiner Meinung, meines Erachtens (auch im Kürzel) etc. äußere.
    Wäre meine Einstellung eine andere so wäre ich nicht in einem Forum unterwegs. Ich betrachte ein Forum als einen Raum der Diskussion, der Kritik und des Gedankenaustausch, dieses bedingt jedoch auch Meinung vertreten zu dürfen, gerne kann andere Meinung dagegen gehalten werden. Es ist ja ok wenn Du eine andere Meinung vertrittst, das gehört selbstverständlich in eine solche Gedankenrunde - jemanden jedoch aufgrund anderer Meinung, mit Bemerkungen wie oben zitiert, zu unterstellen daß jener nicht gesprächsfähig sei weil sich der Kommentator ja über die gesamte Forumsgemeinde erheben würde um damit eigenen Beifall zu erheischen ist ein höchst perfider rhetorischer Zug. Ich bitte, um einen Gedankenaustausch nicht unter ein gewisses Niveau sinken zu lassen, das zu unterlassen!!


    Es gibt viele Betroffene,besonders Jugendliche,im Besonderen Mädchen betreiben Purging.


    Ich ziehe es nicht im geringsten ins lächerliche wenn (meist) junge Menschen ein Problem mit sich und Ihrem Selbstbewusstsein haben. Keineswegs!! Das betrifft das Thema Essstörung ganz genau so wie Suizidtendenzen, Selbstverletzung und viele viele andere psych. Entgleisungen die in dieser Altersgruppe oft ein grausam brisantes Thema sind.


    Wogegen ich mich mit meinem hier beprügelten Beitrag wehre ist die Tatsache daß diese Studie sich hier ganz explizit an Dia1-Leute wendet. Ich betrachte mich nicht als ein psychologisch betreuungspflichtiges unverstandenes und zu erforschendes Wesen weil ich Diabetes habe.


    Wenn die anfragende Dame hier im Forum mal ein wenig quer gelesen hätte, dann hätte sie als Akademikerin sicherlich feststellen können daß hier jüngere und ältere, Frauen und Männer, clevere und etwas weniger helle User im Forum bewegen. Es gibt User mit großen Sorgen und welche die gut klar kommen, es gibt Leute die traurig und lustig sind, ernste und Spaßvögel, suchende und beratende, passive und aktive - wie überall in unserer Gesellschaft! Diabetes erkrankte Menschen haben genau so wenig oder viel psychische Probleme wie alle anderen ohne DM auch. Ich persönlich bin der Meinung diese Studie an DM T1 festzumachen einfach dämlich - wenn andere das anders sehen ist das ja ok.


    Ich vermute mal sehr stark daß der größte Teil der hier aktiven User, der größte Teil der DMler keine Essstörung hat.
    Ich vermute weiter sehr stark daß die Zielgruppe "junge Frauen mit Essstörung" auch in der nicht an Diabetes erkrankten Bevölkerungsschicht zu finden ist.


    Statt rumzunölen...

    wenn Du es so siehst...


    Wer Aussagen aus der Umfrage wie: "Ich kümmere mich nicht um meinen Diabetes, weil es mich daran erinnert, dass ich Diabetes habe." zustimmt, der wird vermutlich nicht in einem Forum zum Thema Diabetes aktiv sein :rolleyes:


    :thumbsup:

    Bin zu normal für so ne Umfrage, denke, das sollte speziell an Betroffene gerichtet werden und nicht unbedingt an die Allgemeinheit!
    Fr. Kemper interessiert besonders, welche Rolle das Insulin-Purging im Alltag der Typ 1er spielt - man sollte das anders formulieren, da mit Sicherheit nicht jeder der DM 1 er betroffen ist. Das klingt mir viel zu allgemein und betrifft sicher eine gesonderte Gruppe der 1er! Also ich schließe mich davon aus


    im Prinzip entspricht das ja meiner Aussage - mit dem Unterschied daß ich, wie bereits schon gepostet, das Insulin-Purging nur als ein halt zur Verfügung stehendes Werkzeug betrachte - nicht aber als eigenständige Störung, das Problem liegt woanders, ohne Insulin ist es halt das beabsichtigte Kotzen... und das ist halt auch der Fehler der Frau Kemper denke ich mal so für mich und nicht für andere


    Ei ei - bin ich böse und politisch unkorrekt :arghs:

  • Wer lesen kann ist klar im Vorteil.
    Wenn du beim HbA1c nur einen Wert eingibst, wirst du nach dem anderen gefragt, kannst aber auch auf den Button drücken, dass du ohne den zweiten Wert einzugeben weitermachen willst.

    Das hat bei mir nicht funktioniert, ich musste beide Werte eingeben, sonst hab ich eine Fehlermeldung erhalten und es ging nicht weiter.
    Auch an einer anderen Stelle musste ich Text eingeben, obwohl das auf mich überhaupt nicht zugetroffen hatte. Zum Beispiel "Bitte nenne Deine persönlichen Motive, aus denen du Insulin-Purging anwendest oder in der Vergangenheit angewendet hast.", da musste man was hinschreiben, auch wenn man es nicht angewandt hat.
    Ich fand die Fragen teilweise ungeschickt formuliert. Zum Beispiel "Ich habe Gedanken und Gefühle dazu, dass ich Diabetes habe, die mich belasten", hätte man auch so ausdrücken können "Mich belastet der Diabetes."


    LG
    zuckerstück
    P.S.
    Ich habs jetzt nochmal gemacht, und hab abgebrochen, damit die Statistik nicht verfälscht wird. Ich hab echt beim HbA1c Wert nicht sorgfältig gelesen. :blush:

    „Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr merken, dass man Geld nicht essen kann.“

    Zitat stammt aus dem Jahr 1972 von der kanadischen Autorin und Filmemacherin Alanis Obomsawin

    2 Mal editiert, zuletzt von Zuckerstück ()