Blutwerte

  • Hallo,
    ich habe heue abend den Horror erlebt. Der Sensor vom Dexcom war ausgefallen. Ich messe blutig und es kommen 354 raus. Ich spritze Korrektur und setze einen neuen Sensor. Der fällt wieder aus. Ich messe wieder blutig. Wert: 459. Ich will Korrektur spritzen und bemerke, der Pen ist hin, da kommt nichts mehr raus. Vermutlich war das schon vor einer Stunde so, als ich Korrektur spritzte, da ist also auch schon kein Insulin rausgekommen.
    Beim erneuten Korrektur spritzen in den Bauch tritt ein Blutstropfen aus und ich messe damit den Wert: es sind 225. Ich messe ein zweites Mal. Wieder 225. Meine Frage auch Euch Experten: ist es möglich dass die Werte des Blutes zwischen Finger und Bauch so differieren?
    Danke im Voraus fürs Lesen.

  • Hast du den Wert gemessen mit dem Tropfen der nach dem Setzen des Insulins ausgetreten ist? Falls ja kann es sein dass dieser Tropfen (sogar relativ wahrscheinlich) Insulin enthalten hat, das Blut somit verdünnt war und die Ergebnisse deswegen so niedrig. Klar gibt es mal Schwankungen zwischen 2 Werten und messstellen, aber um die 200 Unterschied ist glaube ich nicht drin.

    Liebe ist, wenn beide vom Waldspaziergang zurück kommen.

  • @ mocca: danke für den Hinweis. Das ist eine plausible Erklärung. Mich hat zusätzlich schockiert, so einen hohen Wert zu messen. Ich lebe und esse diszipliniert und kann im Allgemeinen einschätzen, wie die Werte sich entwickeln. Keine Ahnung, wie dieser hohe Wert zustande kam. Vielleicht war der Pen schon den ganzen Tag, unbemerkt von mir, defekt und ich habe im Grunde nicht korrigiert.
    Logo, dass ich nicht mit Essensresten an den Fingern steche. Das ist doch klar: Händewaschen vor dem Pieksen.
    Schönen Abend!

  • Vielleicht war der Pen schon den ganzen Tag, unbemerkt von mir, defekt und ich habe im Grunde nicht korrigiert.

    das halte ich für sehr wahrscheinlich.
    mir wurde beim pennen gelehrt, 1-2 Einheiten in die Luft zu spritzen und die Funktion zu überprüfen dadurch.

  • das halte ich für sehr wahrscheinlich.
    mir wurde beim pennen gelehrt, 1-2 Einheiten in die Luft zu spritzen und die Funktion zu überprüfen dadurch.

    So mache ich das auch konsequent und ich finde das ist auch unverzichtbar. Ich stelle dabei oft fest, dass wenn ich die erste einheit in die luft spritze, noch gar kein insulin austritt, sondern erst ab der zweiten. Egal ob neue nadel oder nicht. Wenn man das nicht macht, hat man schon mal immer einen zusätzlichen unsicherheitsfaktor in der gesprotzten insulinmenge. Und tatsächlich scheint es auch ab und an (vielleicht in jeder 20ten 100er Packung) eine nadel zu geben, die gar nicht durchgängig ist.

  • Und tatsächlich scheint es auch ab und an (vielleicht in jeder 20ten 100er Packung) eine nadel zu geben, die gar nicht durchgängig ist.

    Das passiert mir regelmäßig, wenn ich zu faul war, die Nadel zu wechseln. (Nicht nachmachen, Kinder! ;) )
    Aber der gewohnheitsgemäße Testspritzer in die Luft spült die Nadel normalerweise wieder frei.

    Diabetes ist kein Zuckerschlecken ;-)

  • Danke für den Tipp. Ich werde das übernehmen, erst einmal in die Luft zu spritzen. Doch: wie macht Ihr das unterwegs? Ich spritze öfter kleine Mengen, ich esse halt unregelmäßig, häufiger und dafür weniger. Deshalb spritze ich "heimlich", weil ich nicht immer den Raum verlassen will.

  • Wenn ich nicht in die Luft spritzen kann, dann spritz ich in den Deckel und schau mir anschliessend die Nadel an. Wenn da Tropfen dran sind, dann heisst das für mich dass das Insulien fliesst.


    Natürlich gibts auch die Fraktion derer, die sagen, man soll den Diabetes nicht verheimlichen und immer offensiv spritzen, am besten mit halb entblösstem Oberkörper und dem Imperial March im Hintergrund, wenn man sich die Nadel in hohem Bogen reinrammt. Aber ich bin da auch eher diskret unterwegs. Ich spritz zwar am Tisch, aber grossartig in die Luft spritzen, wenn andere zugegen sind, vermeid ich.

  • Ich bin noch gar nicht auf die Idee gekommen, dass das ein Problem sein könnte. Meist sitzt man ja am Tisch, dann nehme ich den Pen mit Nadel nach oben in die Hand, klopfe kurz dagegen wg. Luftblasen und gebe 0,5 IE ab. Das klappt meistens auf Tischkantenhöhe. Wer genau hinsieht, kann trotzdem zusehen, aber meiner Erfahrung nach ist das diskret genug und interessiert ohnehin kaum jemanden.
    Zwischen Dramaqueen und Versteckspiel gibt's eine Menge Spielraum.


    Interessanterweise bin ich schon häufiger auf den Sensor angesprochen worden als auf den Pen.


    Lg Hubi

    "What I tell you three times is true!"

    (Lewis Carroll, The Hunting of the Snark)

  • Moin,
    es sind doch Pens auf dem Markt, die ohne Entlüftung kein Insulin abgeben.
    Also eine Zwangsentlüftung enthalten.
    Einer dieser Pens hat sogar ein beleuchtetes Display und wenn ich im Restaurant esse dann bestelle ich ein flambiertes Gericht bei dem die Beleuchtung gedimmt wird um mit Hilfe der Display Beleuchtung nicht verkehrt zu insulieren.


    MlG


    Hinerki


    Ist doch ein denkbarer Ansatz, oder.

    2 Mal editiert, zuletzt von hinerki ()

  • 0,5er fiasp Tropfen spritze ich einfach so in die Luft. Das ist nicht viel und "spitzt" auch nicht richtig. 1er IEs Levemir spritze ich in den Nadeldeckel. Die ersten IEs nach Patronenwechsel gehen immer in den Nadeldeckel.

  • 0,5er fiasp Tropfen spritze ich einfach so in die Luft. Das ist nicht viel und "spitzt" auch nicht richtig.


    Dabei fällt mir ein...das muss ich hier jetzt kurz noch loswerden.
    Als ich so ganz frisch mit dem DM war, sind wir mit einem Freund zur Pizzeria, ganz rustikal draußen auf Bierbänken. Ich brauchte eine neue Patrone und musste halt (wie immer nach dem Patronenwechsel) erst x-mal in die Luft spritzen, damit endlich Insulin kam. Es war recht dunkel und ich noch ziemlich ungeschickt damit....am Ende hatte unser Kumpel eine Portion Insulin im Auge. :D Gott, war mir das peinlich... :wacko:


    Schöne Woche!
    Hubi


    PS: Damit will ich sagen, es gibt schlimmeres, als das es jemand sieht... ;)

    "What I tell you three times is true!"

    (Lewis Carroll, The Hunting of the Snark)