Welchen Zielbereich nutzt ihr für euer CGM? [Umfrage]

  • Wie sieht der Zielbereich (am Tag) aus? 44

    1. 65-140 mg/dl (3.6-7.8 mmol/l) (0) 0%
    2. 65-160/170 mg/dl (3.6-8.9/9.4 mmol/l) (1) 2%
    3. 65-180 mg/dl (3.6-10 mmol/l) (1) 2%
    4. 65-200 mg/dl (3.6-11 mmol/l) (0) 0%
    5. 70-140 mg/dl (3.8-7.8 mmol/l) (3) 7%
    6. 70-160/170 mg/dl (3.8-8.9/9.4 mmol/l) (8) 18%
    7. 70-180 mg/dl (3.8-10 mmol/l) (6) 14%
    8. 70-200 mg/dl (3.8-11 mmol/l) (1) 2%
    9. 80/90-140 mg/dl (4.4-7.8 mmol/l) (7) 16%
    10. 80/90-160/170 mg/dl (4.4-8.9/9.4 mmol/l) (6) 14%
    11. 80/90-180 mg/dl (4.4-10 mmol/l) (6) 14%
    12. 80/90-200 mg/dl (4.4-11 mmol/l) (3) 7%
    13. 100-140 mg/dl (5.6-7.8 mmol/l) (0) 0%
    14. 100-160/170 mg/dl (5.6-8.9/9.4 mmol/l) (1) 2%
    15. 100-180 mg/dl (5.6-10 mmol/l) (1) 2%
    16. 100-200 mg/dl (5.6-11 mmol/l) (0) 0%

    Da ich immer wieder verschiedene Zielbereiche sehe, die aus unterschiedlichen individuellen Gründen so gewählt sind, möchte ich euch einfach einmal fragen, wie euer Zielbereich für euer CGM aussieht. Es soll hier nicht um den Zielwert gehen, den ihr ansteuert, sondern allein um den Zielbereich für euer CGM, da darüber dann auch die Therapieauswertung stattfindet.


    Ich habe keine verschiedenen Zielbereiche für Tag und Nacht zur Auswahl gestellt, auch wenn es sicherlich Sinn macht, den Zielbereich für die Nacht hier und da etwas zu erhöhen um rechtzeitig auf einen möglich-niedrigen Wert zu reagieren.


    Wenn ihr möchtet, könnt ihr auch eure Gründe für den gewählten Zielbereich angeben,

    also warum ihr diesen so gewählt habt.


    Ein weiterer Grund für diese Umfrage ist der, dass in der Auswertung der CGM-Daten immer wieder Probleme auftreten, was die Therapie selbst betrifft, also wenn ich z.B. einen Zielbereich von 70-180 mg/dl (3.8-10 mmol/l) habe, würde dies dann nicht auch bedeuten, dass Werte von 170-180 mg/dl in Ordnung sind oder nur als 2h pp-Wert in Ordnung sind?


    Auf diese Fragen hoffe ich mir etwas Aufklärung, da mir noch niemand so recht erklären konnte, warum genau dieser Zielbereich der "richtige" ist.

    6 Mal editiert, zuletzt von Zuckerruebe ()

  • meine Grenzen sind hier nicht hinterlegt.

    Ich möchte nach Möglichkeit nicht ständig durch einen Alarm gestört werden, z.B. pp!

    Das setzt aber voraus, dass ich doch öfter mal auf den Wert sehe.

    Eine Überschreitung eines pp-Wertes ist für mich 200, da 180 eigentlich dann noch normal ist. Tagsüber lasse ich mich bei unter 70 warnen, nachts bei unter 65. Dazu kann man ja noch die Anstiegsraten einbeziehen...

    cd63

  • Habe deine Grenzen hinzugefügt. :)


    Ich verstehe was du meinst, da Nacht und Tag sicherlich nach unten verschieden definiert werden können/sollen.


    Interessant auch, dass du dich ab 200 nach oben warnen lässt, ich selbst mache es bereits bei 150 mg/dl und 99 nach unten am Tag und 80 mg/dl in der Nacht.

  • meine untere Grenze ist 90, weil ich noch ausreichend Zeit haben möchte, nicht zu tief zu landen und mit relativ wenig BEs korrigieren zu können. Würde ich sie nachts - wie cd63 - bei 65 setzen, könnte dann der wahre BZ bereits niedriger sein - das ist mir persönlich zu heikel, allerdings habe ich eine Hypowahrnehmungsstörung und muß da mehr aufpassen.

    Die obere Grenze ist 170 - wenn die dann auch noch steigend ist, korrigiere ich etwas - damit komme ich gut zurecht.


    Was ich mich aber schon länger frage: Es wird ja immer wieder der Hba1 als "Durchschnittswert" kritisiert, was er ja auch ist. Aber wie ist das bei "Time in Range"? Die Berechnung hängt doch eigentlich komplett von den eingestellten Grenzwerten ab, oder sehe ich das falsch?

    Hatte es erst gestern bei der Diaberaterin, die meine Time in Range lobte.... aber wenn doch die Grenzwerte noch weiter auseinanderliegen, müßte sich dieses Verhältnis ja auch ändern. Gibt es da einen "Normbereich? Sonst hätte man z.B. eine super Time in Range, aber einen sehr weiten Grenzbereich.... :pupillen:... mag mir da mal jemand von Euch auf die Sprünge helfen?

  • meine untere Grenze ist 90, weil ich noch ausreichend Zeit haben möchte, nicht zu tief zu landen und mit relativ wenig BEs korrigieren zu können. Würde ich sie nachts - wie cd63 - bei 65 setzen, könnte dann der wahre BZ bereits niedriger sein - das ist mir persönlich zu heikel, allerdings habe ich eine Hypowahrnehmungsstörung und muß da mehr aufpassen.

    Die obere Grenze ist 170 - wenn die dann auch noch steigend ist, korrigiere ich etwas - damit komme ich gut zurecht.


    Was ich mich aber schon länger frage: Es wird ja immer wieder der Hba1 als "Durchschnittswert" kritisiert, was er ja auch ist. Aber wie ist das bei "Time in Range"? Die Berechnung hängt doch eigentlich komplett von den eingestellten Grenzwerten ab, oder sehe ich das falsch?

    Hatte es erst gestern bei der Diaberaterin, die meine Time in Range lobte.... aber wenn doch die Grenzwerte noch weiter auseinanderliegen, müßte sich dieses Verhältnis ja auch ändern. Gibt es da einen "Normbereich? Sonst hätte man z.B. eine super Time in Range, aber einen sehr weiten Grenzbereich.... :pupillen:... mag mir da mal jemand von Euch auf die Sprünge helfen?

    Ich lebe seit dem closed loop mit 70-140 als Grenze und werde schon vorher in Abhängigkeit von der Tageszeit gewarnt.


    Der TIR-Wert vereinfacht die Bewertung der Qualität der Therapie mit der Berücksichtigung iindividueller Lebensumstände. Dexcom selbst hat vor 6 Jahren noch mehr Parameter zur Bewertung vorgeschlagen: den glykämische Variabilitätsondex (GVI), der die Schwankungen durch starke Anstiege und Abfälle und Glykämischen Status des Patienten (PGS), welcher genau die Zeit im Zielbereich (TIR) mit einbezieht. Damit und auch nur in Zusammenhang mit einem CGM lässt sich der Erfolg der Diabetes-Therapie auch patientenübergreifend bewerten, was der HbA1C schon lange nicht mehr liefern kann.

  • Dankeschön Gummihupe.

    Aber es doch richtig, daß der TIR von den voreingestellten Grenzwerten abhängt?

    Ich frage nur, weil die ja jeder anders einstellt und man somit den TIR nicht unbedingt vergleichen kann :/

    Immerhin zeigt er zumindest auch, z.B. wieviele UZ vorliegen, aber auch das hängt vom voreingestellten Wert ab?

  • Diaberaterin, die meine Time in Range lobte.... aber wenn doch die Grenzwerte noch weiter auseinanderliegen, müßte sich dieses Verhältnis ja auch ändern. Gibt es da einen "Normbereich? Sonst hätte man z.B. eine super Time in Range, aber einen sehr weiten Grenzbereich


    Exakt, genau das Problem habe ich auch mit der "Time in Range".


    Die von Gummihupe oben erwähnten von Dexcom eingeführten Werte haben auch nicht alle, müssen sie auch nicht, da langt TIR auch.


    Du hast genau das Problem beschrieben, das sich aus einem nicht vorhanden Normbereich ergibt, du kannst es dir individuell einstellen wie wie du willst und dementsprechend sieht dann auch die TIR aus, was allerdings - und das hast du erwähnt - auch eine Auswirkung auf den viel zu weiten Zielbereich hat.


    Aber einen wirklich standardisierten Normbereich für Grenzwerte, dass es dann z.B. heißt, "so darf maximal ein pp-Wert aussehen" usw. gibt es nicht, dafür gibt es die CGMs noch nicht lange genug.


    PS: Habe deine Grenzwerte hinzugefügt.

  • wenn ich mich nachts schon bei 70-80 "begrenzen" würde, würde die Basalrate ja abgestellt werden und ich würde unter Garantie morgens einen Basalmangel haben. Das schafft die 640G leider meistens. Es ist auch noch ein Unterschied, ob man sich warnen lässt oder ob die Pumpe abstellt....

    Bei mir ist in der Regel kein Unterschied von BZ zu CGM.

    cd63

  • Hallo Zuckerrübe,

    danke fürs Hinzufügen :)

    Dann habe ich das System TIR doch nicht ganz falsch verstanden ;).... letztlich könnte jeder durch Einstellen eines weiten Grenzbereichs eine tolle TIR hinzaubern und seinen Diabetologen beeindrucken, wenn der NICHT nach den Grenzwerten fragt..... na super!

    Natürlich muß jeder selbst verantworten, was er so treibt, aber ich habe mich eben immer schon über das "Hochhalten" der TIR gewundert.... Danke für die Klarstellung :thumbup:

  • Bei GVI & PGS liege ich dann ja super :-)

  • wenn ich mich nachts schon bei 70-80 "begrenzen" würde, würde die Basalrate ja abgestellt werden und ich würde unter Garantie morgens einen Basalmangel haben. Das schafft die 640G leider meistens. Es ist auch noch ein Unterschied, ob man sich warnen lässt oder ob die Pumpe abstellt....


    Bei mir ist in der Regel kein Unterschied von BZ zu CGM.


    cd63

    Ok, dann sieht das bei der 640 etwas anders aus und darauf mußt Du natürlich Rücksicht nehmen.

    Aber der Unterschied zwischen gleichzeitigem BZ und CGM (Blut - Gewebezucker) besteht bei Dir nicht?

    Bei mir ist das schon so, daß bei einer Warnung bei 65 der BZ in dem Moment niedriger liegen kann..... daher habe ich die Warnung höher eingestellt....

  • Alarm Nacht bei 80 und 200

    Alarm Tag bei 85 und 170

    Durch AAPS gibts den niedrigen Alarm nur noch, wenn ich mich extrem mit den Kohlenhydraten verschätze. Auch gehe ich selten über 170 raus, da der Loop vorher Insulin zugibt

  • Nachts 70 bis 200. Tags 80 bis 230. Ich guck eh regelmäßig drauf, so werden die Alarme nicht nervig bzw kommen noch rechzeitig, bevor es kritisch wird.

    Tatsächlich liege ich aber IDR zwischen 90 und 140, mit kurzen Ausreißern. Zumindest, solange ich nicht das Basal wechsle und mir das alle Werte zerlegt...

  • Der PGS Wert setzt genau da an, um die Charakteristika mit unterschiedlichen Zielbereichen vergleichbar zu machen.

  • Aber es doch richtig, daß der TIR von den voreingestellten Grenzwerten abhängt?

    Ich frage nur, weil die ja jeder anders einstellt und man somit den TIR nicht unbedingt vergleichen kann :/

    Immerhin zeigt er zumindest auch, z.B. wieviele UZ vorliegen, aber auch das hängt vom voreingestellten Wert ab?

    Hallo,

    zur TIR: wenn die Auswertung mit dem "Ambulanten Glukuse-Profil" (AGP) gewünscht wird ist es hilfreich, den Zielbereich auf 3,9/70 bis 10/180 einzustellen - in der Software, da hier eine "standardisierte Auswertung" erfolgt. Was man auf seinem Lesegerät/Handy im Alltag einstellt ist davon unabhängig.

    Gruß

  • Ich habe meinen Zielbereich noch nicht angepasst. Zwischen 4,2 und 11,1 mmol/l. Nachts zwischen 4 und 10 mmol/l. Das G6 bietet mit der Funktion "Bald niedriger Wert" ja noch eine zusätzliche Schwelle, um reagieren zu können. Wenn mein erster Transmitter mal durch ist, werd ich mit meinem Diabetologen mal schauen, was ein sinnvoller Zielbereich sein könnte. Momentan nerven mich die Alarme schon, denn auch wenn ich nur kurze Zeit über oder unter dem Zielwert bin, vibrierts. Drum möcht ich die eigentlich nicht anpassen. Abgesehen vom unteren Wert, denn dafür hab ich ja das CGMS, da solls mich ja – vor allem nachts – warnen.

  • auf 3,9/70 bis 10/180 einzustellen - in der Software

    Du meinst sicher ... "70-180" ... den Bereich nutzen auch Looper als 'Standard' ;)


    Sehe gerade, Zahlendreher (3,9 - 10 bzw. 70-180)

    Seit 5/14: DANA Insulinpumpe (inkl. Android-App); seit 3/17: AndroidAPS/Closed Loop; seit 28.7.18 AAPS 2.0 mit SMB ; seit 5.12.18 G6 nativ in XDrip+ bzw. AAPS;
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