Wie ist Euer HbA1c Wert vom 01.07. - 30.09.2019?

  • Ich habe aber das Gefühl das hier die meisten im Forum echt super Werte haben.

    Das dürfte auch daran liegen, dass diejenigen die zufrieden sind eher dazu neigen es hier zu posten also den mit höheren Werten, quasi ein gewisser Bias ;)

    Vielleicht liegt's auch einfach nur daran das viele einfach nicht mit ihren Werten "hausieren" gehen möchten? ;)



    @all

    Nun, wie auch immer das ein jeder mit dem HbA1c sehen mag,

    Fakt ist jedoch, das dieser zudem (mal abgesehen von vielen leichten Hypo- oder sehr hohen Hyperglykämien) auch immer dann unzuverlässig ist, wenn es um eine Anämie, Hämoglobinopathie geht oder wenn nur ein Eisenmangel vorliegt. Angeblich mit eine der häufigsten Mangelerkrankungen weltweit..., wobei besonders Frauen betroffen sind.

    Der Zynismus ist meine Rüstung, der Sarkasmus mein Schwert und die Ironie mein Schild.
    Und immer gerne respektlos :D


    Bayer Crop Science (Ex-Monsanto) sät und spritzt den Tod

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  • Diesen "Expertenrat" findet man aber nur im Artikel auf der Blood Sugar Lounge. In dem zugrunde liegenden und dort zitierten internationalen Konsenspapier ist davon meiner Meinung nach nichts geschrieben.

    Vielleicht mal die Augen auf machen? Was glaubst Du wem die 34 Namen am Anfang gehören?

    Und wenn so Deine Meinung ist, dann weiß ich nicht was ich davon halten soll ;)


    Für mich persönlich würde ich 70% TIR (70-180) nicht als Ziel definieren, obwohl ich gerne recht kohlenhydratreich esse.

    Moment, die Rede war nicht von 70%, sondern von mindestens 70%!! Kleiner entscheidener Unterschied!

    Ich strebe da in normalen Zeiten eher mindestens 95% an. Im Urlaub kann es dann auch mal 90% als Ziel sein. Und außerdem bedeutet für mich ein Ziel auch nur, dass ich anstrebe es zu erreichen und nicht, dass ich es immer erreichen muss. Falls das Ziel nicht erreicht wird, ist das auch kein Beinbruch aber der/ein Anstoß über die Behandlung nachzudenken.

    Die Zahlen sind zwar ehrgeizig, aber in meinen Augen schon fast wieder unrealistisch. Und ist ein Ziel nicht immer etwas was man zwar anstrebt, aber letztendlich nicht weiß ob man es auch erreicht?


    Hast Du jemals diese 90/95% erreicht und über einen Zeitraum auch gehalten (und ich meine jetzt nicht etwa durchschnittlich)? Da habe ich meine Zweifel. Also warum so etwas überhaupt erst setzen?


    Selbst mit einer Minimed Medtronic 670G Hybrid-Closed-Looped Pumpe dürften solche Ziele nicht ganz einfach sein, wie die Studien zeigen.

    Wie die ÄrzteZeitung Online schrieb, hat sich bei Erwachsenen/ Jugendlichen die tägliche Zeit im Zielbereich von 67 auf 72% erhöht. HbA1c initial von 7,4 auf 6,9%. (104 jugendliche und erwachsene Probanden, Zeitraum ~12.000 Nutzungtage, im Link stehen auch die Teilnahmekriterien)


    Da dies sicherlich nicht bei allen Probanden so war, muß man wohl wieder von einem Durchschnitt ausgehen.

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  • Vielleicht mal die Augen auf machen? Was glaubst Du wem die 34 Namen am Anfang gehören?

    Und wenn so Deine Meinung ist, dann weiß ich nicht was ich davon halten soll ;)

    Ich denke mal Rom bezog sich darauf, dass diese Empfehlung von 70% bzw. > 70% TIR gar nicht in dem Konsensuspaper erwähnt wird. Auch ich habe sie dort (trotz Suchfunktion) nicht gefunden. Der einzige Treffen für "70%" ist, dass mindestens 70% der CGM-Daten vorhanden sein sollen.


    Die Zahlen sind zwar ehrgeizig, aber in meinen Augen schon fast wieder unrealistisch. Und ist ein Ziel nicht immer etwas was man zwar anstrebt, aber letztendlich nicht weiß ob man es auch erreicht?

    Hast Du jemals diese 90/95% erreicht und über einen Zeitraum auch gehalten (und ich meine jetzt nicht etwa durchschnittlich)? Da habe ich meine Zweifel. Also warum so etwas überhaupt erst setzen?

    Selbst mit einer Minimed Medtronic 670G Hybrid-Closed-Looped Pumpe dürften solche Ziele nicht ganz einfach sein, wie die Studien zeigen.

    Ich selbst bin ja noch nicht lange dabei und werde sicher noch von Restfunktion unterstützt aber die >90% schaffe ich im Quartalsdurchschnitt schon relativ locker. Einige Vorposter schaffen auch mit längerer Diabetesdauer noch deutliche engere Bereiche.


    Von den DIY-Loopern mit deutlich über 90% in einer 70-160er Range ganz zu schweigen. Und z.b. Grounded mit Low-carb schafft bestimmt auch >90% in 70-140.

    Insofern "machbar" sind diese Ziele schon. Es hängt eben, wie ich oben schon geschrieben habe, davon ab, was man dafür "opfern" möchte.


    Das die Ergebnisse der Zulassungsstudien anders aussehen, liegt vor allem daran, dass hier im Forum natürlich ein hochselektiertes Kollektiv unterwegs ist. "Draußen" in der Welt sieht das ganze nochmal anders aus. Allerdings ist es teilweise schockierend, wie schlecht doch auch viele langjährige Diabtetiker geschult sind und wie wenig manche doch über die eigene Erkrankung wissen.

  • wie schlecht doch auch viele langjährige Diabtetiker geschult sind und wie wenig manche doch über die eigene Erkrankung wissen.

    bei manchen bringen Schulungen auch "nichts" - aber die sind ja in deinem zweiten Satz abgedeckt ;)

  • Mit ICT ohne Low Carb, denn ich lebe mein Leben

    Range ist 70 bis 180

    Sind 95% im Zielbereich von 7 Tagen und

    Mit so etwas bin ich zufrieden nach 41 Jahren Dia.


    Im Schnitt von den letzten 3 Monaten 84% bei einen HBA1 von 6.5 im letzten Quartal.

  • Vielleicht mal die Augen auf machen? Was glaubst Du wem die 34 Namen am Anfang gehören?

    Und wenn so Deine Meinung ist, dann weiß ich nicht was ich davon halten soll ;)

    Ich denke mal Rom bezog sich darauf, dass diese Empfehlung von 70% bzw. > 70% TIR gar nicht in dem Konsensuspaper erwähnt wird. Auch ich habe sie dort (trotz Suchfunktion) nicht gefunden. Der einzige Treffen für "70%" ist, dass mindestens 70% der CGM-Daten vorhanden sein sollen.

    Ich sprach aber, in dem oben genanten Zitatabschnitt, nicht von den

    70%. Sondern da ging es rein um den Expertenrat, wie auch in dem von mir zitierten Abschnitt von Rom... Kannst ja nochmal nachlesen...

    Deswegen, in diesem Punkt Falschinterpretation ;)


    Insofern "machbar" sind diese Ziele schon. Es hängt eben, wie ich oben schon geschrieben habe, davon ab, was man dafür "opfern" möchte.

    Und wo ist dann die besagte Lebensqualität, wenn man sein Leben ganz (oder zumindest doch einen verdammt großen Teil, mal ganz zu schweigen von den Arztbesuchen und von der Selbsttherapie) nach dem Diabetes ausrichtet um diese Ziele zu erreichen? Und zur Selbsttherapie gehört sicher nicht, das man sein Leben nach dem Diabetes ausrichtet...

    Zumal man z.B. unregelmäßige Arbeitszeiten oder gar Schicharbeit nicht mal eben so ändern kann...


    Ich meine mein Hba1c bzw. TIR könnte auch noch auch ein klein wenig besser sein, aber ich bin nicht bereit meinen Sport oder mein Essen danach auszurichten. Ich denke aber, nun mit dem CGM auf einem guten Weg zu sein. Und meinem nächsten Wert bekomm ich sowieso erst Anfang Oktober, aber mir ist der TIR auch wichtiger geworden...

    Hoffentlich kommt nächstes Jahr die 670G!


    haku

    Übrigens, der Zeitraum für den Wert (bis 30.9.) geht über das Ende der Umfrage (27.09.) hinaus ;)

    Was ist eigentlich mit Leuten die ihren Wert (für 3/2019) erst Anfang Oktober bestimmen lassen? Die können den dann noch nicht einmal eintragen.

    Der Zynismus ist meine Rüstung, der Sarkasmus mein Schwert und die Ironie mein Schild.
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  • Vielleicht mal die Augen auf machen? Was glaubst Du wem die 34 Namen am Anfang gehören?

    Und wenn so Deine Meinung ist, dann weiß ich nicht was ich davon halten soll ;)

    Lieber House,

    ich habe die 34 Namen auch gelesen. Allerdings habe ich danach nicht aufgehört zu lesen, sondern das gesamte Konsenspapier durchgelesen.


    Du hattest geschrieben:

    Der Expertenrat ist derzeit mindestens 70% der Zeit im Zielbereich von 70-180mg/dl (3,9-10,0 mmol/l)

    Meine ganz persönliche Meinung, die jetzt wieder jede Menge Kontras bekommen wird! :P

    Lest das Mal dazu:


    "Zeit im Zielbereich“ statt HbA1c-Wert: Was internationale Experten raten

    Ich habe nur angemerkt, dass dieser Expertenrat nur auf der blood sugar lounge und nicht im darin zitierten Konsenspapier zu finden ist. Genau dies wird in dem Artikel aber suggeriert.


    Wie Gendra auch festgestellt hat, ist im Konsenspapier nirgends die Rede von 70% TIR! Nur der Bereich 70-180 ist definiert. Nicht mehr und nicht weniger habe ich geschrieben.


    Die Zahlen sind zwar ehrgeizig, aber in meinen Augen schon fast wieder unrealistisch. Und ist ein Ziel nicht immer etwas was man zwar anstrebt, aber letztendlich nicht weiß ob man es auch erreicht?

    Hast Du jemals diese 90/95% erreicht und über einen Zeitraum auch gehalten (und ich meine jetzt nicht etwa durchschnittlich)? Da habe ich meine Zweifel. Also warum so etwas überhaupt erst setzen?

    Bitte schön, z.B die letzten 90 Tage. Und glaube mir, ich ordne sicher nicht alles dem Diabetes unter. Ich treibe durchaus Sport, esse recht gerne kohlenhydratreich und auch sehr oft auswärts, wobei dann schätzen angesagt ist. HbA1c beim Arzt war dann übrigens 5,4 (ohne Pumpe und ohne Loop, allerdings mit CGM).

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  • Und wo ist dann die besagte Lebensqualität, wenn man sein Leben ganz (oder zumindest doch einen verdammt großen Teil, mal ganz zu schweigen von den Arztbesuchen und von der Selbsttherapie) nach dem Diabetes ausrichtet um diese Ziele zu erreichen? Und zur Selbsttherapie gehört sicher nicht, das man sein Leben nach dem Diabetes ausrichtet...


    Zumal man z.B. unregelmäßige Arbeitszeiten oder gar Schicharbeit nicht mal eben so ändern kann...


    Wie erwartet habe ich ja eine größere Diskussion angezettelt. Du hast sicher recht, dass man die Lebensqualität nicht zu kurz kommen lassen darf, aber was tatsächlich eine Einschränkung ist und was nicht, ist eben individuell sehr verschieden.

    Ich (persöhnlich) bin überzeugt, dass jemand mit einem A1C von 6,5 besser fährt als mit 7,5, mit ner 6 besser als 6,5 und mit ner 5,5 besser als mit ner 6 usw. Gleiches gilt auch für die TIR, je höher bzw. je kleiner die Spitzen desto geringeres Risiko für Folgeschäden. Das ist meine Meinung und davon lasse ich mich auch nicht abbringen. Und mich interessiert nicht wie es in 30 Jahren aussieht (da muss ich ja immernoch arbeiten) sondern wies in 60+ Jahren aussieht.


    Trotzdem will ich natürlich meine Lebensqualität erhalten und habe z.b. meinen (westeuropäisch ungesunden) Ernährungsstil auch nicht geändert. Wenn ich Bock auf Pizza und Eis habe, dann gibts das auch.

    Andererseits muss ich fürs Essen ja sowieso spritzen, also gebe ich mir da besondere Mühe, rechne (und wiege) mein Essen gut ab und versuche auch meine Faktoren genau auszutesten. Gleiches gilt für den Spritz-Ess-Abstand, da ich meist selbst frisch koche weiß ich ja wanns essen gibt und kann dann entsprechend vorher spritzen.

    Und ich versuche die technischen Möglichkeiten (CGM) zu nutzen und erlaube mir (zum Unmut meines Diabetologen) auch eine straffe Einstellung. Korrigiert wird auf 100 oder tiefer und wenn ich mit den KEs unsicher bin wird lieber zuviel gespritzt und rechtzeitig nochmal was nachgegessen. Abends vorm schlafen z.b. was zu Essen um nicht unter 100 ins Bett zu gehen würde mir nicht in den Sinn kommen, dann lasse ich mich lieber nachts vom Libre wecken.


    Ich meine mein Hba1c bzw. TIR könnte auch noch auch ein klein wenig besser sein, aber ich bin nicht bereit meinen Sport oder mein Essen danach auszurichten. Ich denke aber, nun mit dem CGM auf einem guten Weg zu sein. Und meinem nächsten Wert bekomm ich sowieso erst Anfang Oktober, aber mir ist der TIR auch wichtiger geworden...


    Hoffentlich kommt nächstes Jahr die 670G!

    Ich wollte mit meine Beitrag auch keinesfalls irgendwelche Werte kritisieren oder jemanden auffordern sich anders einzustellen. Ich möchte nur dazu aufrufen sich für sich selbst zu überlegen was man erreichen möchte, was man erreichen kann und was man bereit ist dafür zu investieren.


    Das Wichtigste ist, dass man selbst mit seinen Werten zufrieden ist, egal obs für den Diabetologen zu hoch oder zu tief ist oder was auch immer ist.

    Wir alle hier müssen den Aufwand der Therapie selbst leisten, müssen mit den Einschränkungen die wir uns selbst auferlegen zurecht kommen und wir sind auch diejenigen, die am Ende evtl. die Komplikationen ertragen müssen.

    Deshalb finde ich, dass letzendlich nur wir selbst auch wirklich die Entscheidung treffen können, was unsere Zielwerte sind und wie wir die erreichen können. Der Diabetologe oder irgendeine Expertenkommision mag uns beraten, mag uns Tipps oder Informationen geben, aber die Entscheidung abnehmen kann sie uns nicht.

  • ich habe die 34 Namen auch gelesen.

    Ja, alles klar, für mich war der Expertenrat eine zeitlang diese 34 Leute ;)

    Ich hätte ja auch anstelle der Autorin geschrieben "Rat der Experten:"


    Gendra

    Ja, Du das hattest recht mit deiner Interpretation.Sorry!


    Nun, selbst wenn die Autorin das mit den mind, 70% letztendlich falsch übernommen hat und ich somit falsch wiedergegeben habe, kann ein mind. 70% TIR nicht verkehrt sein. ;)

    Und im Grunde kann ich hinter ihren Aussagen nur voll stehen, unabhängig davon wie mein HbA1c ist.


    HbA1c beim Arzt war dann übrigens 5,4 (ohne Pumpe und ohne Loop, allerdings mit CGM).

    Boah wie geil! Wie geht das denn, wenn der Normalwert bei <5,7% liegt?

    Und Du bist ganz sicher das Du Diabetes hast? Denn danach dürftest Du ja eigentlich gar kein Diabetes haben. :rofl:rofl:rofl Wer weiß vielleicht bist Du sogar nur ein Simulant???

    Sorry, aber da kann ich einfach nur noch sarkastisch sein.


    Damit hast Du dann selbst den Beweis erbracht,daß der HbA1c nichts taugt.


    Naja wie auch immer, sei stolz und klopf Dir auf die Schulter! Für mich weiterhin nichts erstrebenswertes oder gar beneidenswertes.

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  • Boah wie geil! Wie geht das denn, wenn der Normalwert bei <5,7% liegt?

    Und Du bist ganz sicher das Du Diabetes hast? Denn danach dürftest Du ja eigentlich gar kein Diabetes haben. :rofl:rofl:rofl Wer weiß vielleicht bist Du sogar nur ein Simulant???

    Sorry, aber da kann ich einfach nur noch sarkastisch sein.

    Klar, ich hau mir das Insulin so 4 - 5 mal am Tag nur zum Spaß rein :patsch:


    ... aber damit ist von meiner Seite aus die Diskussion auch beendet, da ich einsehe, dass wir wohl sehr unterschiedliche Ansichten und Einstellungen haben und jedes weitere Wort nur Zeitverschwendung wäre.

  • Boah wie geil! Wie geht das denn, wenn der Normalwert bei <5,7% liegt?

    Und Du bist ganz sicher das Du Diabetes hast? Denn danach dürftest Du ja eigentlich gar kein Diabetes haben. :rofl:rofl:rofl Wer weiß vielleicht bist Du sogar nur ein Simulant???

    Sorry, aber da kann ich einfach nur noch sarkastisch sein.


    Damit hast Du dann selbst den Beweis erbracht,daß der HbA1c nichts taugt.

    Naja wie auch immer, sei stolz und klopf Dir auf die Schulter! Für mich weiterhin nichts erstrebenswertes oder gar beneidenswertes.

    Man könnte ja im Gegenzug auch provokativ fragen, ob du dich, deinen Körper, deinen DM und das dir zugeführte Essen, die entsprechende Bewegung etc. sooo schlecht kennst, dass du dich so am HbA1c aufhängst und einen guten Wert sarkastisch umschreiben musst.


    Aber das könnte man tun. mir liegt es fern, das auch wirklich zu tun.


    Jeder wie er will und klar kommt.

    Gendra hat das sehr schön zusammengefasst. Auch wenn ich mich beispielsweise ungern nachts wecken lassen will und ruhiger schlaf, wenn ich weiß, mein BZ ist in sicheren Bahnen und dann lieber noch was kleines nasche (was ohnehin selten vorkommt), so muss jeder für sich seinen Weg finden.


    Dass der HbA1c mittlerweile nicht mehr DEN Stellenwert wie früher hat, wissen hier im Forum die meisten. Dennoch kann man aus einem HbA1c von z.B, 8 ablesen, dass man im Durchschnitt bei ca. 180 liegt. Und ob sich der Wert nun aus Werten von 80-300 oder von 160-200 mittelt, würde für mich da keine Rolle spielen, weil ich keine der beiden Einstellungen anstrebe.

  • Ich zitiere ungern aus dem Diabetes Ratgeber , jetzt mache ich es mal:

    Wenn der HbA1c schlecht ist , ist auf alle Fälle alles schlecht, wenn er gut ist heisst es noch lange nicht das alles in Ordnung ist.

    Für einem Pessimisten wie mich eine passende Aussage.

    Israny hat völlig Recht , hab auch vor einiger Zeit HbA1c mit ner 5 vorne also 5.7- 5.9

    aber öfter zu niedrige Werte und nach dem Essen öfter über 300.

    Jetzt überschreite ich kaum die 200 und Unterzucker -Werte hatte ich schon lange nicht mehr.

    Das ist mir dann wirklich lieber, dann stört mich die 6 vorne nicht.

    Man muss die Schuld auch mal bei den Anderen suchen 😷

  • Genau für solche Bewertungen gibt es seit einigen Jahren im Zuge der Etablierung der CGM-Systeme auch andere Messwerte, die solches widerspiegeln können.

  • Nun, wie auch immer das ein jeder mit dem HbA1c sehen mag,

    Fakt ist jedoch, das dieser zudem (mal abgesehen von vielen leichten Hypo- oder sehr hohen Hyperglykämien) auch immer dann unzuverlässig ist, wenn es um eine Anämie, Hämoglobinopathie geht oder wenn nur ein Eisenmangel vorliegt.

    Ich darf hier mal zwischengrätschen? Mein Hausarzt hat vor nem Monat anämische Werte im kleinen Blutbild bemerkt. Sollte ich also den DiaDoc beim nächsten 1c darauf hinweisen, daß er die Blutwerte auch nochmal kontrollieren sollte?

    Die Zahlen sind zwar ehrgeizig, aber in meinen Augen schon fast wieder unrealistisch. Und ist ein Ziel nicht immer etwas was man zwar anstrebt, aber letztendlich nicht weiß ob man es auch erreicht?

    Hast Du jemals diese 90/95% erreicht und über einen Zeitraum auch gehalten (und ich meine jetzt nicht etwa durchschnittlich)? Da habe ich meine Zweifel. Also warum so etwas überhaupt erst setzen?

    TIR für 70-180? 94% in den letzten 90 Tagen. Und selbst für 70-160 noch 86%


    Normalerweise arbeite ich mit einem TIR von 75-135. Und da habe ich 60% aktuell, strebe aber so 70% an.


    Und das alles, obwohl ich tendenziell eher ungesund esse. Um die 35 BE und 60 IE pro Tag sind bei mir nichts ungewöhnliches. Kann auch mal nur 17 BE / 30 IE sein. Aber eher selten.0


    Allerdings muß ich einschränken: Typ 2.

  • Sollte ich also den DiaDoc beim nächsten 1c darauf hinweisen, daß er die Blutwerte auch nochmal kontrollieren sollte?

    Wäre sicher sinnvoll.

    Ich hatte zuletzt 4,9 - das kann nicht sein bei meinen Verläufen . Dexi hatte 6,2 berechnet. Lösung: Ich hatte zuwenige Erys und mein Diabetologe hat das sofort so eingeordnet.

  • 5,9 - Ganz entspannt. Müsste aber mal wieder die Einstellungen meines Loops finetunen. Das letzte Mal ist ein wenig her und ich habe das Gefühl, dass es nicht mehr 100% passt.

    TIR aktuell bei 88% (70-180). Find ich noch OK (für mich). Ich strebe da eigentlich >90% an.


    Es ist einfach verrückt wie grundlegend sich die persönlichen Ziele in den letzten 3 Jahren verändert haben. Erst mit CGM und nun seit fast einem Jahr mit Loop. Es ist nicht so, dass es ohne Loop vom Ergebnis deutlich schlechter gelaufen wäre, es hat nur ein vielfaches mehr an Energie gekostet... (Mit viel mehr Alarmen und Regulierungscarbs)

  • Ich darf hier mal zwischengrätschen? Mein Hausarzt hat vor nem Monat anämische Werte im kleinen Blutbild bemerkt. Sollte ich also den DiaDoc beim nächsten 1c darauf hinweisen, daß er die Blutwerte auch nochmal kontrollieren sollte?

    Auf jeden Fall!

    Wenn aber eine Anämie nachgewiesen ist, sollte eigentlich direkt im Anschluß festgestellt werden, woran es liegt.

    Ob es an irgendwelche Blutverlusten, innere Blutungen z.B. am Darm, oder einfach nur an einem Eisenmangel liegt...


    zu Diab Typ2:

    Vergleiche nie zwei Dinge einer Sache, wie z.B. Apfel und Birnen oder gar Bananen ;)

    Ich hatte zuletzt 4,9 - das kann nicht sein bei meinen Verläufen . Dexi hatte 6,2 berechnet. Lösung: Ich hatte zuwenige Erys und mein Diabetologe hat das sofort so eingeordnet.

    Und Hämoglobin war Ordnung?


    Wer im Zuge von HbA1c nicht auch den Erythrozyten, Hämoglobin und oder Hämatokrit Wert nimmt, sollte sich ernsthaft überlegen ob er sich überhaupt Diabetologe nennen sollte. :P


    Bei meinen letzten Laborwerten, waren diese alle unter dem Normwert. Und letztendlich auch der FE Wert :( Jetzt heißt es Eisenkapseln schlucken und sich mit einem harten Stuhlgang rumplagen...

    Der Zynismus ist meine Rüstung, der Sarkasmus mein Schwert und die Ironie mein Schild.
    Und immer gerne respektlos :D


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  • Und Hämoglobin war Ordnung?

    War alles an der unteren Norm oder ganz leicht drunter, Eisen war ok.

    Ich hab es etwas "natürlich" behandelt mit Rote-Beete-Saft, Lebensmittel mit hohem Eisengehalt und Spirulina... jetzt sind die Erys wieder angestiegen, aber immer noch etwas zu niedrig... Hba1 ist auch gestiegen, insofern passt es.

    Den niedrigen Erys muß ich aber noch auf den Grund gehen... habe den Darm im Verdacht, weil ich da zu Entzündungen neige....

  • Moin,

    der hier im Forum stattfindende Meinungsaustausch, auch gestützt durch Studien, über TIR, 1c und andere uns als Diabetiker helfende „Eckwerte“ , die uns einen Überblick über unsere persönliche Situation innerhalb der an DM erkrankten mitleidende Patienten gibt.


    Z. Z. Ist es mein Nahziel etwa 5,5 anzustreben (80-120), pp < 160.

    Es darf aber keinerlei Einschränkungen in der Auswahl der bzw. der Zusammenstellung der Mahlzeiten geben.

    Meine Steuerungselemente sind ausschließlich Bolus IE, Uhrzeit und SEA.

    Letzter 1c 6,0

    Heute gibts Dampfnudeln mit echter Blaubeerensoße.

    Um ehrlich zu sein, 5,5 ist für mich auch eine gewisse sportliche Herausforderung.


    MlG


    Hinerki