CGM Neuling mit Guardian 3 mit Fragen

  • Hallo in die Runde,


    ich stelle mich mal kurz vor: bin mit dem 1er seit 1994 liiert, habe seit 2001 eine Pumpe (immer Medtronic) und seit Donnerstag den passenden Guardian 3 Sensor dazu. Die ersten Tage liefen entspannt, die blutig gemessenen Gegenwerte haben mich begeistert und zu sehen, wie mich die Pizza nach 4 Stunden in die Höhe schießt, fand ich sehr interessant. Überhaupt zu sehen, wie der Tag / die Nacht verläuft und wann und wie die Mahlezeiten ankommen, finde ich super!


    Gestern nachmittag, nach gut 4 Tagen, kam die Meldung auf der Pumpe „Sensor wird aktualisiert, kann bis zu 3 Stunden dauern“. Ich habe dann mal flux das Handbuch gewälzt und hier quer gelesen, dann aber doch die Hotline angerufen. Alle Infos angegeben, wie LOT Nummer und ISIG etc. und dann von der sehr netten Mitarbeiterin erfahren, dass das schon mal vorkommen kann. Und tatsächlich, nach 2 Stunden war der Spuk vorbei und der Sensor lief wieder, die Werte waren plausibel. Stutzig gemacht hat mich nur, dass in der Nacht eine außerplanmäßige Messung anstand. Na ja, nicht wirklich schlimm für mich. Ich habe mir die letzten Jahre eh nachts immer den Wecker gestellt und mal kurz gemessen.


    Leider hat dann der Sensor heute vormittag doch die Flügel gestreckt mit der Nachricht, der Sensor funktioniert nicht korrekt. Ich habe den dann bei der Hotline endgültig reklamiert und noch ein paar weitere Fragen, die sich so die letzten Tage ergeben haben, geklärt.


    Hoffe, dass die nächsten Sensoren länger laufen.


    Bei dem heute von mir zum ersten Mal selbst gesetzten Sensor (Bauch) war die Verpflasterung ein graus, aber das wird bestimmt mit der Übung noch besser. An den Oberarm mag ich im Moment noch gar nicht denken, aber da ich da reichlich Speck habe, wäre das schon ein guter Platz für den Sensor.


    Wie macht Ihr das denn mit der „Therapieentscheidung“. Also eigentlich müsste man ja vor jeder Mahlzeit blutig messen, um den Bolus richtig zu bestimmen. Aber dann brauche ich ja letztendlich so ein CGM auf Dauer auch nicht. Denn hohe / tiefe Werte müssten ja auch gegengemessen werden... Und dann bin ich ja fast schon bei dem Teststreifenverbrauch, den ich sonst so hatte.


    Wenn ich weitere Probleme mit den Sensoren habe, schreibe ich das wahrscheinlich am besten in den Thread „Guardian Sensor 3 und Link 3 Transmitter für 640G“ aber im Moment interessiert mich sehr, wie Ihr das mit dem Bolus / SG-Werten handhabt.


    Vielen Dank Euch!

  • Hallo und herzlich willkommen


    ich handhabe es mit meinem Libre so, dass ich tatsächlich rein nach den Sensorwerten spritze und nur bei "seltsamen" Werte blutig nachgemessen wird. Zusätzlich messe ich am ersten Tag sowie sporadisch zwischendrin und am Ende mal blutig nach um zu sehen wie genau der Sensor gerade ist. Bei dir gibt es ja eh die regelmäßigen Kalibrierungen, die dazu dienen den Sensor auf Kurs zu halten.


    Aber selbst wenn man alle therapierelevanten Werte blutig nachmisst, hat man finde ich dennoch einen großen Nutzen durch ein CGM. Das Ziel ist es ja nicht Teststreifen einzusparen, sondern den Diabetes und den Zuckerverlauf besser kennen zu lernen als bei einer punktuellen Messung möglich wäre. Viele Spitzen oder Hypos werden oft gar bemerkt und damit auch nicht erfasst. Du schreibst ja selbst, dass du schon einige Erkentnisse aus den Kurven gewinnen konntest.


    Der zweite wichtige Vorteil (und auch der auf dem die Indikation beruht) ist, dass du bei hohen und tiefen Werten gewarnt werden kannst. Das dient nicht nur der Sicherheit sondern erlaubt mir z.B. auch eine schärfere Einstellung. Wenn ich mir mit den KHs unsicher bin, kann ich auch etwas großzügiger Spritzen und einen konservativen Niedrig-Alarm einstellen und esse dann halt noch etwas nach wenn ich tiefer falle als erwartet.

    Genauso kann ich abends auch mit Werten um oder unter 100 ins Bett gehen selbst wenn noch das Abendbrot und der Bolus wirksam ist, weil ich weiß, wenn ich zu tief falle dann bekomme ich einen Alarm und kann noch rechtzeitig ausgleichen. Früher wurde in solchen Fällen ja immer empfohlen vor dem Schlafen noch einen Puffer "anzufressen" auch wenn es meist gar nicht nötig war.

  • Ich war im April in Reha und habe dort den Libre kennengelernt. Der hat mich mit der Genauigkeit nicht überzeugt und deshalb habe ích mich auch für das CGM zur Pumpe entschieden - und letztendlich auch wegen der Abschaltung der Pumpe bei tiefen Werten. Das teste ich dann die nächsten Wochen aus. Der Libre hat mal 338 angezeigt und der gemessene Werte war bei 208 - damit hätte ich mich in's Nirvana gespritzt, wenn ich nach dem Libre gegangen wäre.

  • Man muss natürlich die Zeitverzögerung und die eigenarten der Sensoren mit berücksichtigen. Beim Libre z.b. weiß ich das er spitzen gerne übertreibt, so dass ich bei solchen Werten auch blutig kontrollieren würde (und ich auch ne blutige 300 sowieso nur sehr vorsichtig korrigieren würde weil mir meine Restfunktion sonst einen Strich durch die Rechnung macht).


    Letztendlich muss man eben das System finden mit dem der eigene Körper am besten zurecht kommt und dessen Werten man trauen kann.

  • Ich messe nur zum Kalbrieren und wenn mir der Wert mal zu spanisch vorkommt. Ansonsten sollte man auch mal in seinen Körper reinhören. Früher (ehe es überhaupt Blutzuckermessungen für zu Hause gab) musste man immer seine Werte selber abschätzen. Da wurde alle 2 Wochen mal im Labor der BZ bestimmt.


    Einfach gelassen bleiben und nicht unsicher machen lassen.

  • Hallo,


    ich habe vor einem guten Jahr mit dem CGM angefangen (Enlite 2) und mir ging es damals ähnlich wie Dir. Die Begeisterung war groß über den viele detailierteren Einblick.


    Vor dem CGM lag ich immer bei einem HbA1c von ca. 7% und bin pendle mittlerweile zwischen 6 - 6,4%.

    Man hat viele Möglichkeiten mit dieser Flut an Werten zu arbeiten und seine Ess- und sonsitgen Gewohnheiten, welchen den BZ beeinflussen zu optimieren.


    Ich kann nur für mich persönlich sprechen, hatte aber während der gesamten Verwendung mit dem 2er Enlite nur 2, 3 defekte Sensoren. Wenn die Pumpe den Sensor aus einer Laune heraus als defekt deklariert hat und ich anderer Meinung war / bin ziehe ich einfach den Transmitter ab, warte kurz, steck ihn wieder an und klicke auf Sensor fortfahren (sinngemäß) - oft funktioniert er dann wieder, wenn nicht wird er reklamiert.


    Den Enlite 3 Sensor / Transmitter verwende ich erst seit ca. zwei Wochen und bin erst noch am Erfahrungen sammeln.


    ---

    Bei mir war es so, dass ich mir anfangs auch gedacht habe, dass das ja Irsinn ist, wenn ich immer noch 4-5x täglich, vor den Mahlzeiten und zum zu Bett gehen messen muss.

    Mit der Zeit habe ich jedoch ein gutes Gefühl für das System entwickelt und immer mehr Vertrauen hierzu aufgebaut.

    Positiv hinzu kommt, dass ich Unterzuckerungen deutlich wahrnehme. Meist greife ich in so einer Situation in die Hosentasche nach der Pumpe und sehe das einige Minuten vorher die Unterbrechung aktiviert wurde.

    Insofern messe ich dann auch nicht blutig sondern sehe die Pumpe und mein "Bauchgefühl" als ausreichende 2-Faktor-Bestätigung an.


    Lange Rede, mit der Zeit habe ich nur noch 2x täglich den BZ gemessen, jeweils zu den 12h Kalibrationen.

  • ich kann mich den vorherigen Kommentaren nur anschließen.

    Mit der Zeit, kommt das genauere Wissen um das genutzte System und damit auch wird auch der Umgang sicherer.

    Beim Libre hab ich wegen der Messungenauigkeit auch mindestens so oft nachgemessen wie beim Enlite mit Kalibrieren.

    Ich fand dennoch, der Libre war ein guter Einstieg und ich habe das nicht Kalibrieren genauso genossen wie gehasst ;)


    Ich hab beim Libre auch nach Sensorwerten gespritzt.

    Wenn du dich grad besser fühlst, blutig gegenzumessen vorm Essen, dann mach das. Mit der Zeit kommt die Sicherheit und nach und nach wirds weniger werden.


    Aber egal bei welchem System, ob CGM oder FGM - es ist immer sinnvoll, gegenzumessen, wenn man sich unsicher ist, man dem Wert des Gewebezuckers keinen Glauben schenken kann oder der gleichen.

  • SuTe


    Du hast verglichen. 🤯


    Damals wahren andere spritzeiten,andere Insulin in verbraucht.😖

    Andere Insulin Therapie. 😯


    Damals wahren mehr amputationen vorhanden .😥

    Damals wahr gegessen nach Essplan usw.

    Hast du recht fasst alle DIABETIKER haben überlebt. 🙄

    Aber ...?

    Wie die Diabetiker gelebt haben mit Nachfolger Erkrankungen ,daß ist derPunkt ,wo die Geschichte endet.


    Preislich und Gesundheitlich nicht zu vergleichen.🤑 😇


    In Steinzeit Menchen haben keine 30/40 jahre überlebt .😥

    40 Jahre wahren höhste Lebens Alter ,die heute 80 Jahre sind.😎


    Ps.

    BZ.Messgerät wahren die Hypo's

    die ständig und jeden Tag Diabetiker begleiten. 🤨

    Die Diabetiker wissen nur,

    durch Hypo's , wann die essen brauchen bzw.müssen,

    obwohl die keine Hunger haben..😟

    Gruß

    Markus

  • Stutzig gemacht hat mich nur, dassin der Nacht eine außerplanmäßige Messung anstand.


    Willkommen im Club, das will mein Guardian 3 regelmäßig zumindest in den ersten 24h. Ich such noch nach einer Lösung, ihm das abzugewöhnen (und das ganz ohne vorherigen Sensoralarm, sondern einfach weil er völlig normale Werte "merkwürdig" findet)


    Ich verlasse mich auch zu 95% auf die Sensorwerte, nachgemessen wird nur, wenn der angezeigte Wert nicht zum Empfinden passt.


    Obwohl ich (bei mir) den Enlite genauer fand als den Guardian...

  • Danke schonmal👍 Ich stehe ja noch ganz am Anfang und lerne das System neu kennen, war bei meiner ersten Pumpe ja nicht anders.


    Nutzt Ihr den Bolus Expert? Ich nehme an, Ihr gebt dann den aktuellen Sensor Wert ein (wenn er plausibel erscheint)?

  • Danke schonmal👍 Ich stehe ja noch ganz am Anfang und lerne das System neu kennen, war bei meiner ersten Pumpe ja nicht anders.


    Nutzt Ihr den Bolus Expert? Ich nehme an, Ihr gebt dann den aktuellen Sensor Wert ein (wenn er plausibel erscheint)?

    Bolus Acckucheck Expert

    meinst du..?!

    Ich habe die in Krankenhaus bekommen. Meine Mutter wahr verzweifelt und sofort gefragt nach Messgerät die bolus rechner hat..

    Sie wüsste nicht ,wie die ohne diese Messgerät zurecht bekommen hätte.


    Ich finde diese Messgerät auch für sehr gut.Die kann man sehr fein Einstellen..👍

  • Ich nutze ihn auch :)

    Ob ich nun selbst umrechne von KE zu IE oder das System ist mir egal - und die Korrektur wird ja auch direkt berücksichtigt - so gut könnte ich das im Kopf eh nie, da würde ich mehr ab- oder aufrunden vermutlich ;)

  • klar benutze ich ihn, allerdings gebe ich die Kohlenhydrate ein - dazu auf KH stellen und 12 durch den Bolusfaktor teilen. Diese Zahl zur entsprechenden Zeit hinterlegen.

    Das ist derart praktisch, wenn ich auf Lebensmitteln die KH´s lese und lediglich nach Gewicht rechnen muss und die KH eingeben kann. BE´s sind für mich schon lange vorbei!

    cd63

  • Ich nutze fast immer den Bolus Expert und der BZ-Wert vom Sensor kommt bei mir Automatisch in die Pumpe. Das passende Messgerät von Bayer macht das.

    Gruß Hans :hihi:


    Pumpe seit über 35 Jahren und es ist erst die sechste.....

  • BZ-Wert vom Sensor kommt bei mir Automatisch in die Pumpe


    wie geht denn das? Ich muss den immer manuell eingeben - klar, der vom Messgerät wird automatisch im Bolus-Expert eingetragen, aber der vom Sensor?

  • Nachdem ich Blutig gemessen habe wird der BZ-Wert automatisch an die Pumpe weiter gegeben. Dann ich ich Entscheiden was damit gemacht wird.

    Das geht aber nur mit dem Bayer Messgerät "Contour next Link.24"

    Gruß Hans :hihi:


    Pumpe seit über 35 Jahren und es ist erst die sechste.....