FDA erteilt Zulassung für Glukagon-Nasenspray

  • Die amerikanische Gesundheitsbehörde FDA hat die Zulassung für ein neues Glukagon-Nasenspray erteilt. Damit wird der Weg frei für die Markteinführung in den USA. Ob und wann das Nasenspray als Alternative zur Glukagon-Injektion in Europa kommen wird, ist noch offen.


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  • Die Glukagon-Injektion ist ja ein mittlerer Albtraum für "Fremdhelfer" , da wäre eine Line ziehen eine deutliche Verbesserung :) .

    Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man Schönes bauen.

  • Ist der richtige Weg aber warum immer nur diese Notfallkids? Anstatt man einen Pumpzerstäuber nimmt, bei dem man die U in 0,1erSchritten einstellen kann. So könnte man einem drohenden UZ recht schnell entgegenwirken.

  • Ist der richtige Weg aber warum immer nur diese Notfallkids? Anstatt man einen Pumpzerstäuber nimmt, bei dem man die U in 0,1erSchritten einstellen kann. So könnte man einem drohenden UZ recht schnell entgegenwirken.

    Ich bezweifle stark, dass sich die Abgabe und die Resorption mit dem Zerstäuber so gut steuern lässt, dass eine genaue Dosierung möglich ist. Im Notfall ist es ja egal ob da 50% mehr oder weniger ankommen aber für ein Feintuning ist es relevant.

  • Nun ja, dann halt als Lösung in nem Pen. Flüssig scheint es ja stabil zu bleiben... Das war ja in der Vergangenheit das Problem, bzw. hat sich nie einer wirklich ernsthaft damit auseinander gesetzt...

  • Nun ja, dann halt als Lösung in nem Pen. Flüssig scheint es ja stabil zu bleiben...

    Wenn ich es richtig verstanden habe, handelt es sich beim 'Nasenglukagon' um ein Pulver, dass in die Nase zerstäubt wird.


    Liebe Grüße vom Arbyter

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  • Hat denn mal hier schonmal jemand probiert das normale Glukagon feinfühliger zu dosieren?

    Man kann die hergestellte Lösung ja auch in einer einmal-Insulinspritze aufziehen und dann fein dosieren. Insbesondere die Dauer bis zum Wirkeintritt würde mich mal interessieren, ich vermute nämlich, dass diese bei s.c.-Injektion gar nicht so viel schneller ist als wenn ich Traubenzucker esse.

  • Wenn ich es richtig verstanden habe, handelt es sich beim 'Nasenglukagon' um ein Pulver, dass in die Nase zerstäubt wird.

    Ob flüssig oder als Pulver kann ich dem Bericht nicht entnehmen. Da steht lediglich das man bisher Pulver vor der Injektion anmischen mußte.


    Da ein weiterführender Link besagt das es gebrauchsfertig vorliegt, behaupte ich mal das es flüssig ist.

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  • ich vermute nämlich, dass diese bei s.c.-Injektion gar nicht so viel schneller ist als wenn ich Traubenzucker esse.

    Darum geht es bei einer schweren Hypo, und für die ist das Hypokit gedacht, auch gar nicht.


    Bei einer schweren Hypo ist der Schluckreflex gleich null. Wenn Dir da einer Traubenzucker in

    den Mund schiebt erstickst Du.

    iyi günler (noch einen schönen Tag)


    Talat

  • ich vermute nämlich, dass diese bei s.c.-Injektion gar nicht so viel schneller ist als wenn ich Traubenzucker esse.

    Darum geht es bei einer schweren Hypo, und für die ist das Hypokit gedacht, auch gar nicht.


    Bei einer schweren Hypo ist der Schluckreflex gleich null. Wenn Dir da einer Traubenzucker in

    den Mund schiebt erstickst Du.

    Das ist mir schon klar, nur so wie ich mirage81 verstanden habe ist ja die Frage, warum man nicht auch Glukagon in "normaler" Dosierung als Alternative für einen Hyposnack anbietet.

  • Ist der richtige Weg aber warum immer nur diese Notfallkids? Anstatt man einen Pumpzerstäuber nimmt, bei dem man die U in 0,1erSchritten einstellen kann. So könnte man einem drohenden UZ recht schnell entgegenwirken.


    Glukagon ist ja nur ein "Signal" für den Körper Zuckerreserven aus Speichern wie Leber usw freizusetzen. Die Spritze/Spray selbst enthält keinen Zucker.

    Vielleicht ist dann das Problem dass die Speicher nach abklingen der Glukagonwirkung den Zucker wieder "zurück ziehen", dann hätte man die UZ nur verschoben.

  • ich vermute nämlich, dass diese bei s.c.-Injektion gar nicht so viel schneller ist als wenn ich Traubenzucker esse.

    Darum geht es bei einer schweren Hypo, und für die ist das Hypokit gedacht, auch gar nicht.


    Bei einer schweren Hypo ist der Schluckreflex gleich null. Wenn Dir da einer Traubenzucker in

    den Mund schiebt erstickst Du.

    ob das dann mit nem Nasenspray funktioniert?

  • Ist der richtige Weg aber warum immer nur diese Notfallkids? Anstatt man einen Pumpzerstäuber nimmt, bei dem man die U in 0,1erSchritten einstellen kann. So könnte man einem drohenden UZ recht schnell entgegenwirken.


    Glukagon ist ja nur ein "Signal" für den Körper Zuckerreserven aus Speichern wie Leber usw freizusetzen. Die Spritze/Spray selbst enthält keinen Zucker.

    Vielleicht ist dann das Problem dass die Speicher nach abklingen der Glukagonwirkung den Zucker wieder "zurück ziehen", dann hätte man die UZ nur verschoben.


    Das sollte eigentlich weniger ein Problem sein, denn der Körper nutzt ja selbst auch den gleichen Mechanismus um den Zucker zu regulieren. Außnahme natürlich wenn noch ein (zu hoher) Bolus wirksam ist. Deshalb auch die Empfehlung auch nach einer Glukagonspritze noch etwas zu essen.


    Prinzipiell soll ja auch das Glukagon in den Dual-Hormone-Closed-Loop-Systemen genau diese Funktion übernehmen. Deshalb auch meine Frage nach der Schnelligkeit der Wirkung, denn ich vermute (oder befürchte) das es sich dabei nicht viel vom Insulin unterscheiden wird und auch ne ganze Weile bis zum Effekt braucht.

  • Nochmal,

    Ich finde, wenn man selber den Traubernzucker noch findet, dann kann man auch schlucken. Wenn ein Fremdhelfer aber merkt, da ist kein Schluckreflex (eine Hypo) mehr, dann muß man rein mit der Spritze. Punkt.

    Aber bei einer schweren Hypo kannst Du als Diabetiker sowieso keine Spritze mehr richtig bedienen. Insofern ist das mit dem Glucagon-Spray eine bessere Lösung.

    Ist ja keine Insulinspritze, die irgendwie geladen ist. Wenn ich mir die lange Nadel vom Glucagon-Set anschaue, das reinste Grauen:pupillen:, ob das ein Fremdhelfer immer hinbekommt, grübel...


    Ich benutze schon bestimmt seit 10 Jahren keine solche Glucagon-Spritze mehr, habe sie aber immer wieder im Kühlschrank. Man soll nie nie sagen, aber nachts kann so eine Hypo schon eher vorkommen, z.B. aus Versehen zweimal gespritzt und so......

    Den Sinn des Lebens zu suchen ist legitim, doch sollte man damit nicht zu viel Zeit verbrauchen,
    sonst zieht das Leben an einem vorbei :urlaub

  • ein Fremdhelfer kann doch leichter ne Spritze reinrammen als ein Nasenspray in die Nase oder seh ich da was falsch?

    Der Fremdhelfer, der zum ersten Mal mit der Situation konfrontiert ist, findet in der Packung keine gebrauchsfertige Spritze vor, muß also sich erst die Gebrauchsanleitung durchlesen, denn bei der Spritze muß erst das Pulver mit dem Wasser vermischt werden...

    Für den geübten Fremdhelfer ist das natürlich kein Problem

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  • Ob flüssig oder als Pulver kann ich dem Bericht nicht entnehmen. Da steht lediglich das man bisher Pulver vor der Injektion anmischen mußte.

    Da ein weiterführender Link besagt das es gebrauchsfertig vorliegt, behaupte ich mal das es flüssig ist.

    Das bleibt dir unbenommen. Allerdings führt der erste Link unterhalb des eigentlichen Berichts zu einem PDF, überschrieben mit " Effects of common cold and concomitant administration ofnasal decongestant on the pharmacokinetics andpharmacodynamics of nasal glucagon in otherwise healthyparticipants: A randomized clinical trial".


    Und dort heißt es gleich zu Beginn:

    "Nasal glucagon (NG) is a nasally-administered glucagon powder [...]"

    Ich kann mich täuschen, aber das klingt für mich zunächst mal nicht sehr flüssig.


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  • ein Fremdhelfer kann doch leichter ne Spritze reinrammen als ein Nasenspray in die Nase oder seh ich da was falsch?

    Das Problem dürfte neben dem anmischen auch die Hemmung sein einer anderen Person eine Spritze zu verpassen.

    Da ist die Hemmschwelle mit einem Nasenspray deutlich geringer.

    Gab ja auch schon Berichte hier wo z. B. Trainer im Fitnessstudio sich die Spritze gar nicht erst erklären lassen wollten.

  • Ich kann mich täuschen, aber das klingt für mich zunächst mal nicht sehr flüssig.

    Ja, Du hast Recht. Es wird als Einmal-Spray von 3 mg erscheinen. So schreibt die Pharmazeutische Zeitung.

    Weiterer Vorteil gegenüber den Spritzen, es kann bis 30° C gelagert werden.

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