Und heute aus der Serie "Mein Zucker ist ein A*loch"... Sport.

  • Und mal ganz ehrlich, wir kochen fantastisch, den Kram in ne Tupperdose zu rammen und dann in einer Mikrowelle zu schänden ist Blasphemie.


    Mir bleibt so effektiv nur, den Sport aufs WE zu begrenzen.

    <3 love it . stell deine eigene Mikrowelle auf, 50+ Mitarbeiter würden mich nicht daran hindern .

    Wobei das nicht an dem Grundproblem ändert, dass es Mikrowellenessen bleibt.


    Ich kann den Punkt von Arakon schon gut nachvollziehen und bin auch der Meinung, dass als Berufstätiger, der nicht gerade im Home-Office arbeitet, ein kulinarisch hochwertiges Essen nur abends möglich ist.

    Mach mal nen Wiener Schnitzel oder eine mit Ei abgebundene Sauce in der Mikrowelle warm. Das mag zwar irgendwie essbar sein, aber keinesfalls vergleichbar mit einem frisch gekochten Essen. Oder nen medium gebratenes Steak, das ist danach ne Schuhsohle.


    Arakon: Mein Vorschlag wäre immernoch, den Sport abends vor dem Essen zu machen. Klar muss dann die Mitbewohnerin sich daran anpassen, aber ne Stunde später essen wird den Lebensrhythmus nicht völlig zerstören.

  • Ja, ich werde mal mit ihr reden.. dann landet das Essen halt leider schon wieder bei 20 Uhr, was auch nicht toll ist.

    Nicht reden ,Morgens bereits das Mittagessen mit Ihr vorbereiten ^^

    Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man Schönes bauen.

  • manches willst du sicher auch nicht verändern - naja, dann wirds schwierig mit der Bewegung...........hast du den Basalratentest schon auf dem Schirm - besser wäre natürlich unter Normalbedingungen und nicht im Urlaub!??

    cd63

  • Unter Normalbedingungen muss der noch 2 Wochen warten.

    Und ja, manche Sachen will und kann ich nicht verändern. Ich schlafe sowieso nur extrem schlecht und wenig, es ist mir absolut unmöglich, das noch weiter zu reduzieren.

    Umgekehrt kann und will ich Abends nicht noch mehr Zeit einschränken, denn sonst lebe ich ausschließlich für Arbeit und Diabetes, und dann kann ich es auch gleich komplett lassen.

    Einmal editiert, zuletzt von Arakon ()

  • ich muss um 8:30 auf der Arbeit sein, hab aber auch fast ne Stunde auf der Autobahn vor mir, plus Puffer für potentielle Staus

    Puh, das sind ungünstige Rahmenbedingungen. - Ich habe die letzten Tage schon über Umzug und/oder Arbeitsplatzwechsel nachgedacht, weil mich mein 35-Minuten-Arbeitsweg ankotzt.

    φ macht auch Mist.

  • Es ist schwer immer das Richtige zu haben. Ich wohne nah zur Arbeit, habe aber entweder ganz früh oder bis ganz spät oder jedes 2. Wochenende Dienst.

    Am sichersten wäre natürlich, wenn du auf Arbeit übernachtest!!

    cd63

  • Um hier nochmal weiter zu experimentieren. Habe deinen Vorschlag getestet, Faktor verringert (1.8->1.2, also ein Drittel weniger), 30 (statt 20) Minuten SEA.

    Ergebnis: Nach 25 Minuten stürzte mein Zucker rasant ab (125->86 in 15 Mins). Nach 40 Minuten, noch während des Essens, war ich bereits an der Grenze zu einer UZ (~75).

    Danach fing sich der Zucker langsam und blieb einige Zeit langsam steigend, aber im Rahmen. Eine Stunde nach dem Essen schoß er dann senkrecht hoch auf gut 200, und blieb dann die nächsten 3 Stunden da, mit einem kurzen Dip nach unten nach 2h nach Injektion (wie üblich bei Fiasp), bis ich korrigiert habe. Ohne die Korrektur hätte ich die gesamte Nacht bei ~200 verbracht.


    D.h. für mich, dass ich die Dosis schlicht nicht verringern KANN, weil sonst nach der initialen Wirkung einfach kein Absenken mehr geschieht. Wenn ich einmal eine gewisse Grenze nach oben durchbrochen habe, kommt das Insulin nicht mehr durch. Das hab ich auch schon in anderen Situationen beobachtet, außerhalb von diesem Test, liegt also auch nicht zwangsweise an einer Gegenreaktion auf eine drohende UZ nach der Injektion.

  • Wenn du so abstürzt, weil es zu stark wirkt und dafür nicht lang genug wirkt, würde ich über einen Insulinwechsel nachdenken.

    Jemand der sehr fettreich oder eiweißreich isst, oder Schwierigkeiten mit der Magenentleerung hat, wäre wahrscheinlich mit einem normalen Kurzzeitinsulin besser aufgestellt.

    Aber danke für den Versuch.

    Jetzt fehlt nur noch der Basaltest.;)


    LG

    zuckerstück

    „Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr merken, dass man Geld nicht essen kann.“

    Zitat stammt aus dem Jahr 1972 von der kanadischen Autorin und Filmemacherin Alanis Obomsawin

  • Um hier nochmal weiter zu experimentieren. Habe deinen Vorschlag getestet, Faktor verringert (1.8->1.2, also ein Drittel weniger), 30 (statt 20) Minuten SEA.

    Ergebnis: Nach 25 Minuten stürzte mein Zucker rasant ab (125->86 in 15 Mins). Nach 40 Minuten, noch während des Essens, war ich bereits an der Grenz


    D.h. für mich, dass ich die Dosis schlicht nicht verringern KANN, weil sonst nach der initialen Wirkung einfach kein Absenken mehr geschieht. Wenn ich einmal eine gewisse Grenze nach oben durchbrochen habe, kommt das Insulin nicht mehr durch. Das hab ich auch schon in anderen Situationen beobachtet, außerhalb von diesem Test, liegt also auch nicht zwangsweise an einer Gegenreaktion auf eine drohende UZ nach der Injektion.

    Bei deutlich erhöhten Werten , ich meine über 200, kann man leider Insulin spritzen ohne Ende.Die Erfahrung habe ich auch gemacht.

    Vielleicht macht es Sinn auf Novorapid zu wechseln.

    Vor allem bei höheren Dosen wirkt das noch lange nach.

    Und ein Spritz Ess Abstand scheint ja eher nicht nötig zu sein.

    Man muss die Schuld auch mal bei den Anderen suchen 😷

  • Den mach ich heute abend, wenn der Zucker über den Tag mitspielt.


    Fast identische Ergebnisse hab ich übrigens mit Novorapid, das hab ich ja zwischenzeitlich auch mal experimentell wieder benutzt. Da dauert es halt 5 Minuten länger, bis es anschlägt.

  • Ergebnis: Nach 25 Minuten stürzte mein Zucker rasant ab (125->86 in 15 Mins). Nach 40 Minuten, noch während des Essens, war ich bereits an der Grenze zu einer UZ (~75).

    Danach fing sich der Zucker langsam und blieb einige Zeit langsam steigend, aber im Rahmen. Eine Stunde nach dem Essen schoß er dann senkrecht hoch auf gut 200, und blieb dann die nächsten 3 Stunden da, mit einem kurzen Dip nach unten nach 2h nach Injektion (wie üblich bei Fiasp), bis ich korrigiert habe. Ohne die Korrektur hätte ich die gesamte Nacht bei ~200 verbracht.

    Den gleichen Effekt habe ich abends mit Fiasp auch, wenn ich eine größere Mahlzeit esse. Das Problem bei mir ist, dass der notwendige Bolus den Zucker gnadenlos runter drückt, aber die große (und oft reichhaltigere) Mahlzeit dann zu langsam verdaut wird. Dementsprechend stürze ich erstmal ab, muss teilweise auch gegenessen und später, wenn der Rest des Abendbrotes ankommt, ist das Fiasp schon durch und ich schieße nach oben.

    Eine Lösung dafür wäre den Abendbolus zeitlich zu splitten (ein Teil zum Essen, ein Teil 1-2h später).

    Alternativ, so mache ich es, man spritzt abends z.B. Actrapid statt Fiasp. Das wirkt langsamer aber dafür auch deutlich länger und gemächlicher. Allerdings muss ich damit dann nen längeren SEA einhalten, aber wenn man selbst kocht lässt sich ja meist abschätzen, wann das Essen auf dem Tisch steht.

  • So.. seit 10 Uhr kein Insulin gespritzt (um 10 war es Frühstücksbolus + Basal), um 13 Uhr zuletzt 10g KH gegessen um über Hausputz zu kommen.



    Denke, Basalrate passt. Jetzt ess ich meinen Salat ohne Zucker und schau mal, was passiert. Ohne Insulin, sofern sich nicht rausstellt, dass die Packung Salat einen Eimer KH hat.

  • Alternativ, so mache ich es, man spritzt abends z.B. Actrapid statt Fiasp. Das wirkt langsamer aber dafür auch deutlich länger und gemächlicher. Allerdings muss ich damit dann nen längeren SEA

    Gendra, ich staune immer wieder über deine Beiträge. Du bist ja relativer Neuling im DM-Geschäft, wenn ich das mal so nennen darf und schreibst wie ein Oldie.......mit jahrelanger Erfahrung, die auf mich durchaus stichhaltig wirkt - da liest man keinen Unfug!

    Darf ich mal fragen, wo du deine Schulung gemacht hast - das wäre für andere ne gute Empfehlung?!

    cd63

  • So.. seit 10 Uhr kein Insulin gespritzt (um 10 war es Frühstücksbolus + Basal), um 13 Uhr zuletzt 10g KH gegessen um über Hausputz zu kommen.

    sieht doch ganz ordentlich aus - bei den Pumpis ist ein Basalratentest etwas anders. Man verzichtet bei stabiler Stoffwechsellage auf eine Mahlzeit und bewegt sich nicht übermäßig, um den Verlauf nicht durch Bewegung zu beeinflussen........würde jetzt auf jeden Fall mal was essen............und in deiner Problemphase den nächsten BR-Test demnächst machen, also am Abend! Denke, dass es bei ICT´lern ja nicht unbedingt einen solchen BR-Test gibt, aber in deinem Fall sieht man auf jeden Fall auch, wo der Haken ist

    Finde ich super, dass du das hinbekommen hast!

    cd63

  • Alternativ, so mache ich es, man spritzt abends z.B. Actrapid statt Fiasp. Das wirkt langsamer aber dafür auch deutlich länger und gemächlicher. Allerdings muss ich damit dann nen längeren SEA

    Gendra, ich staune immer wieder über deine Beiträge. Du bist ja relativer Neuling im DM-Geschäft, wenn ich das mal so nennen darf und schreibst wie ein Oldie.......mit jahrelanger Erfahrung, die auf mich durchaus stichhaltig wirkt - da liest man keinen Unfug!

    Darf ich mal fragen, wo du deine Schulung gemacht hast - das wäre für andere ne gute Empfehlung?!

    cd63

    Danke :blush:


    Um ehrlich zu sein: Vor allem hier im Forum und auch durch sehr viel (eher sogar zu viel) Selbststudium (Leitlinie, Publikationen etc.)

    Schulungen hatte ich bisher nur Einzelschulungen mit meiner Diaberaterin aber doch eher oberflächlich.

    Was ich tatsächlich am lehrreichsten finde, sind die Hintergrundinfos zum Loopen. Gar nicht so sehr wegen den technischen Möglichkeiten, sondern weil es da auch sehr wissenschaftlich und analytisch um den Einfluss von Insulin und Kohlenhydraten geht, denn die Software muss ja mit diesen Modellen eine Vorhersage errechnen Vieles davon hilft mir auch schon bei der einfachen ICT.


    Muss allerdings auch dazu sagen, dass ich aus dem medizinischen Bereich komme und dementsprechend schon "vorgebildet" war. Zum anderen bin ich jemand der sich gerne in ein Thema verbeißt und damit dann durchaus pathologisch viel Zeit verbringt.

  • So.. seit 10 Uhr kein Insulin gespritzt (um 10 war es Frühstücksbolus + Basal), um 13 Uhr zuletzt 10g KH gegessen um über Hausputz zu kommen.

    sieht doch ganz ordentlich aus - bei den Pumpis ist ein Basalratentest etwas anders. Man verzichtet bei stabiler Stoffwechsellage auf eine Mahlzeit und bewegt sich nicht übermäßig, um den Verlauf nicht durch Bewegung zu beeinflussen........würde jetzt auf jeden Fall mal was essen............und in deiner Problemphase den nächsten BR-Test demnächst machen, also am Abend! Denke, dass es bei ICT´lern ja nicht unbedingt einen solchen BR-Test gibt, aber in deinem Fall sieht man auf jeden Fall auch, wo der Haken ist

    Finde ich super, dass du das hinbekommen hast!

    cd63

    Über die Zeitphase, in der der Zucker spinnt, bin ich ja bereits raus jetzt. Das war immer zwischen 16:30 und 20 Uhr rum.


    Normal ess ich mittags 14g KH mit Insulin, diesmal halt 10g und kein Insulin, dafür leichte Bewegung.

    Länger durchlaufen lassen wollte ich nicht, weil ich auch meine, mal was gelesen zu haben, dass ab 8h der Körper anfängt anderes Zeug zu verstoffwechseln und dann die Ergebnisse verfälscht.

    Ach so.. weil es aus dem Screenshot nicht ersichtlich ist: Werte waren bei höchstens 120 (nach dem Essen mittags) und tiefstens 90.

  • Muss allerdings auch dazu sagen, dass ich aus dem medizinischen Bereich komme und dementsprechend schon "vorgebildet" war. Zum anderen bin ich jemand der sich gerne in ein Thema verbeißt und damit dann durchaus pathologisch viel Zeit verbringt.

    bin ich ja auch - o.k., aber die "Ahnung" hatte ich 1985 zum DM nicht im Übermaß, das hatte man damals sowieso nicht - aber ich habe sie mir auch erkämpft ohne Forum, aber durch vieles Lesen und Ausprobieren. Wollte nie die Spätschäden, die ich um mich herum immer wieder sehen musste - und habe sie wohl auch noch nicht!

    du hast heute die Möglichkeiten - finde ich klasse, dass du sie nutzt - das wird sich lohnen!

    cd63

  • diesmal halt 10g und kein Insulin, dafür leichte Bewegung.

    Wahrscheinlich bin ich jetzt der Spielverderber, aber du weißt jetzt immer noch nicht, ob deine Basaldosis ohne Einflussfaktoren auch passt.


    LG

    zuckerstück

    „Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr merken, dass man Geld nicht essen kann.“

    Zitat stammt aus dem Jahr 1972 von der kanadischen Autorin und Filmemacherin Alanis Obomsawin