Diabetes Typ 3e

  • Hallo zusammen,

    ich weiß, dieses Forum ist ein Typ 1 Forum aber dennoch versuch ich mal mein Glück mit einer bestimmten Frage.
    Bei meinem Mann wurde ja nun vor fast einem Monat Diabetes festgestellt. Kein Typ 1 und auch kein Typ 2, scheinbar ein Typ 3e. Die Einstellung erweist sich als sehr sehr schwierig. Seine Werte gehen rauf und runter, so wie sie wollen. Die Einheiten die er spritzen soll, wurden auch schon gut erhöht, sowie das Basal als auch das Bolus. Nun zu meiner Frage. Kennt sich jemand damit aus? Also speziell mit dem Typ 3e und weiß evtl. ob die Einstellung da immer so schwierig ist?:confused2

    Mein Mann ist recht frustriert, denn er spritzt so wie er es lt. Schema soll, aber es klappt nicht, wie es sollte. Dazu kommt, dass es besonders wichtig ist, dass seine Werte im guten Bereich sind, weil er durch seinen Morbus Crohn auch noch Probleme mit den Nieren hat.
    Seine Diabetesberaterin ist da mit dieser Form teilweise ein wenig überfordert hab ich das Gefühl, weil sie es so noch nicht wirklich erlebt hat, wie es bei ihm derzeit ist.


    LG Petra

  • Beitrag von Lilimaus ()

    Dieser Beitrag wurde vom Autor gelöscht ().
  • Bevor wir dich jetzt hier weiter mit Informationen zu Diabetes überfrachten, die dir als offenbar selbst langjährige Typ 1 Diabetikerin mit Pumpe vermutlich größtenteils schon bekannt sind, wäre es vielleicht sinnvoll, erstmal ein paar wesentliche Dinge zu klären, ohne die wir hier mit Sicherheit nicht wirklich weiterkommen werden.


    1. Diabetes 3e bedeutet ja nur, dass der Diabetes durch Medikamente verursacht wird. Es ist also eine relativ heterogene Gruppe. Wie kam der Diabetes bei deinem Mann zustande? Liegt es am Cortison, das wegen seines Morbus Crohn bekommt? Wenn ja: Bekommt er das zur Zeit auch? Muss er regelmäßig Cortison nehmen? Sind die BZ-Werte nur während der Cortisongabe so hoch oder auch, wenn er kein Cortison nimmt?


    2. Woher kommt die Niereninsuffizienz? Ich bin kein Gastroenterologe, aber Niereninsuffizienz ist mir nicht als ganz alltägliche Komplikation eines M. Crohn geläufig. Ist die auch medikamenteninduziert? Hat man eine Amyloidose festgestellt? Oder handelt es sich um ein chronisches prärenales Nierenversagen aufgrund eines ständigen hohen Flüssigkeitsverlustes über den Darm? Wie verhält sich denn überhaupt der Morbus Crohn zur Zeit? Wie du sicher weißt, können auch Entzündungsschübe extreme Auswirkungen auf den Blutzucker haben und müssen auf jeden Fall bei der Diabetes-Therapie berücksichtigt werden.


    3. Hat er eine Insulin-Restproduktion? Besteht eine Insulinresistenz? Vielleicht sogar nur eine Insulinresistenz durch das Cortison und keine verringerte Insulinausschüttung? Wurde ein C-Peptid Wert überhaupt bestimmt? Bekommt er neben dem Insulin auch noch Metformin o.ä.?


    4. Ist dein Mann bereit und in der Lage, an der Diabetes-Therapie aktiv mitzuwirken? Wie eingeschränkt ist er in der Ernährung durch den Crohn? Ist eine Ernährungsumstellung auf z.B. Low Carb, wie sie hier vorgeschlagen wurde, überhaupt eine Option?

  • Da hilft nur eins. Messen, messen und schauen zu welcher Tageszeit welche ISF / Faktor anliegt und entsprechend sich rantasten...


    Macht ihr ICT oder Pumpe?

    Er hätte gern eine Pumpe aber denke dafür ist es noch viel zu früh. Behandelt wird er derzeit mit ICT, wobei er (leider) feste Einheiten zu den Mahlzeiten hat.
    Beim nächsten Termin werden wir das nochmal ansprechen, dass es so nicht funktioniert.
    Dank dem Libre kann man ja den Verlauf seiner Werte sehr gut sehen. Es wäre zwar wieder viel neues zum lernen für ihn wenn er seine Mahlzeiten berechnen muss aber nunja. Da mussten wir alle durch

  • Hallo,

    es wird davon ausgegangen, dass es durch die hohe Einnahme von Cortison in den letzten 10 Jahren kommt. Derzeit ist sein Cröhnchen recht brav und bereitet keinen größeren Ärger, muss derzeit also glücklicherweise kein Cortison einnehmen. Dazu kam halt, dass er seit 3 Monaten Bluthochdruck hat und dafür Tabletten nehmen muss. Meine Theorie ist, dass es ne Kombi aus beiden ist, bzw. dass die Bluthochdrucktabletten nun der endgültige Auslöser dafür sind.


    Probleme mit den Nieren kommen durch zu wenig Urinausscheidungen bei ihm. Er neigt auch zu häufigen Nierensteinen. Durch Entnahme eines großen Teil seines Dickdarms, hat er keinen festen Stuhlgang. Die meiste Flüssigkeit die er zu sich genommen hat, schied er somit durch den Stuhlgang aus, obwohl er bis zu 4 l täglich getrunken hat. Welche Art der Probleme wurden ihm noch nicht mit geteilt, nur dass er ganz dringend zum Ultraschall muss. Welche Werte genau nicht o. k. waren "durfte" sie ihm am Telefon nicht sagen. Nun ja, die werden wir nochmal zusammen kacken. So nen Scheiss zum WE und man macht sich wie blöd Gedanken.


    Sein C-Peptid lag bei 7,6, also recht hoch und das machte einfach noch stutziger, weil er von seinen HI Werten am Anfang überhaupt nicht runter kam. Es dauerte ein paar Tage, bis er dann im 400er Bereich war. Der Antikörpertest war negativ. Demnach besteht laut DiaBeraterin eine Resistenz.


    Low Carb ist schwierig. Vollkornprodukte verträgt er z. B. überhaupt nicht. Geht gar nicht. Als Brot ging nur Weißbrot. Weder Graubrot noch ähnliches hat er vertragen. Haben es nun mit Eiweissbrot versucht und das verträgt er glücklicherweise sehr gut. Mahlzeiten mit viel KH meiden wir derzeit, was für ihn sehr schwierig ist. Er liebte Nudeln z. B. Essen wir derzeitig nicht. Es ist inzwischen sogar so, dass er teilweise hungert weil er Angst hat, dass der Wert trotz spritzen explodiert. Das ist wieder kontraproduktiv für seinen Crohn. Es ist derzeit nicht einfach.
    Eine Diätassistentin hat es mit ihm probiert, nein, falsch, er es mit ihr. Leider hat sie es nicht verstanden, dass er keine Vollkornprodukte verträgt. Denke sie kennt sich so super aus, bis Morbus Crohn im Spiel ist. Er hat dann auch darum gebeten mit ihr nicht weiter arbeiten zu müssen. Das harmonierte null. Er weiß nach knapp 30 Jahren welche Lebensmittel er verträgt und welche nicht und wie er auf bestimmtes reagiert.

    Er ist im Moment nur sehr frustriert, er arbeitet schon mit aber er ist nur genervt, weil er sich bemüht und es dennoch nicht so klappt wie erhofft. Leider hat die "gute" Diabetesberaterin jetzt auch noch Urlaub, wo er dann mit einer anderen Werte besprechen muss... Das wird nichts, egal wie gut sie ist. Dafür kenn ich ihn zu gut. Er versucht dann mit mir Werte zu besprechen, ich hör ihm ja auch gerne zu nur kann ich seine Einstellung nicht verändern.

  • Hallo Linoi,


    ich habe selbst Diabetes, nicht Typ1 und Typ2, sondern vermutlich Typ3c (durch Pankreatitis während Azathioprin ausgelöst) sowie auch Crohn. Wurde jetzt auch auf ICT eingestellt, was mal gut mal weniger klappt. Wegen Crohn auch klassisch Ernährungsprobleme. Kann deinen Mann also super verstehen.


    Meine Diabetesberaterin plus Diabetologin waren mit Typ3 und Crohn auch komplett überfordert, weil ich die erste bei ihnen bin.

    Mir hat jetzt eine Reha in Bad Hersfeld in der Vitalisklinik super geholfen. Die sind dort hauptsächlich auf Crohn/Colitis Patienten eingestellt, behandeln aber zunehmend immer mehr Diabetiker aller Typen. Gibt vier Schulungsgruppen mit Typ1, Typ2 ohne Insulin, Typ2 mit Insulin und Typ3 mit Insulin (hauptsächlich Typ3c).

    Vielleicht wäre das auch etwas für deinen Mann. Insbesondere durch die Kombi. Würde ich euch echt ans Herz legen.


    Einige Tipps, die mir mit beiden Erkrankungen geholfen haben. Das allerwichtigste sind BE-Faktoren, damit ist man flexibler. Und was mir noch zusätzlich hilft, das Essen zeitlich getrennt abzuspritzen. Also nicht die ganze Portion auf einmal, sondern erstmal die Hälfte und sollte ich dann nochmal was essen, wieder. Mit Crohn weißt du nie wie viel du wirklich isst.

    Oft ist auch das Problem, dass man super seine BE abwiegst, nach Faktor spritzt und dann einfach der Darm sagt, ich mag jetzt nicht das Essen verdauen und prompt rutscht man in eine Unterzuckerung.. Deshalb reagiere ich zum Teil bei Bauchschmerzen etc. bei noch guten Werten mit zusätzlichen KEs. Laktosefreier Quark mit Honig oder Obstbabybrei gehen bei mir zumindest gut.


    Interessant wäre, welches Mahlzeiteninsulin dein Mann spritzt? Crohnler sollen in der Regel ja viele kleine Mahlzeiten essen. Was für Diabetes wieder weniger gut ist. Um Zwischenmahlzeiten essen zu können, eignet sich in der Regel Humaninsulin (ältere Sorte an Insulin) besser. Jedoch muss man dort in der Regel wirklich dann was essen, um nicht zu unterzuckern. Mit Crohn nicht so gut, weil man unter Umständen einfach mal nichts essen kann.

    Deshalb wurde ich auch auf Analoginsulin (neuere Sorte an Insulin) eingestellt. Dort sollte man bei meinen Insulin eigentlich drei Stunden warten, bis man wieder was spritzen und somit essen darf. Mit Zwischenmahlzeiten auch wieder ungünstig. Habe jetzt aber die offizielle Erlaubnis auch zu spritzen, wenn zwar die drei Stunden um sind, aber bis zur nächsten Hauptmahlzeit weniger als drei Stunden liegen. Dabei soll ich nur die Hälfte der IEs spritzen und vor der Hauptmahlzeit einen erhöhten Wert nicht korrigieren. Das funktioniert zumindest bei mir recht gut. Ist allerdings wie gesagt, keine normale Praxis sondern bei mir durch den Crohn geschuldet


    Ich drücke euch die Daumen, dass ihr zusammen beide Erkrankungen meistert. Bin auch oft verzweifelt, weil die Kombi echt schwierig ist und die meisten Ärzte leider auch noch komplett überfordert sind. Deshalb der Tipp mit der Reha. Für mich war das jetzt echt die Rettung. Da wird auch nicht rumdiskutiert, wegen Vollkorn nicht vertragen etc. Die verstehen was von Crohn.


    LG July

  • Vielen lieben Dank für deine Antwort.

    Habe grade mit meinem Mann geredet und ihm von deiner Antwort erzählt.

    Er ist von ner Reha zwar nicht sonderlich angetan, aber die Gewissheit, dass es in der wo du warst, mit Leuten zusammen arbeiten würde, die genau wissen was Typ 3 und Crohn bedeutet, nicht mehr ganz so abgeneigt. Natürlich möchte er es erst noch weiterhin hier vor Ort versuchen aber er behält sich die Option offen. Darüber bin ich auch sehr froh, möchte meinen Mann ja auch noch lange haben.


    Angefangen haben sie mit Actrapid zu den Mahlzeiten, da haben wir aber schnell gemerkt, dass das Mist ist. Haben dann drauf gedrängt, dass er anderes bekommt, naja eher ich hab da gedrängt. Er muss da noch lernen genau zu sagen was er will, was nicht klappt und womit er Probleme hat. Das übernehme "noch" ich meistens.
    Jetzt nimmt er NovoRapid zu den Mahlzeiten und es hat sich dadurch leicht gebessert. Problem nur noch, die festen Einheiten. Er hat dann ja auch versucht zu erklären, dass er mehrere kleine Mahlzeiten sonst zu sich nimmt. Da fingen sie an mit 1. und 2. Frühstück. Das haut null hin, weshalb er momentan nur 3 Mahlzeiten zu sich nimmt, um extrem miese Werte zu vermeiden. Bekommt ihm ansonsten aber nicht sonderlich gut.


    Ich war vor 2,5 Jahren in Mölln, da sind sie auch auf Diabetes und Crohn spezialisiert, weiss jedoch nicht, ob die sich mit Typ3 auskennen, bezweifel ich aber.


    Nochmals vielen Dank für deine Antwort, hat uns gut weitergeholfen :)

  • Er hat dann ja auch versucht zu erklären, dass er mehrere kleine Mahlzeiten sonst zu sich nimmt. Da fingen sie an mit 1. und 2. Frühstück. Das haut null hin,

    Was genau davon haut nicht hin? Kommt er nicht runter? Dann liegt das ja nicht unbedingt am Aufteilen der Mahlzeiten als eher an zu wenig Insulin, das wirkt bzw. wirken kann (Resistenz),

    Bei "uns 1ern" gibt es sicherlich auch genug, die das so machen. Und man muss halt seinen Weg finden. Du bist ja auch schon länger dabei und hast sicher auch viel ausprobiert - die Frage ist immer, wie selbstsicher man sich selbst ist, auch Dinge auszuprobieren.

    Ich könnte mir vorstellen, dass es für dich jetzt auch schwer ist, da du eben das ja schon durch hast für dich. Und es ist immer schwierig, wenn einem selbst was total logisch ist, die Geduld aufzubringen, bis auch der andere das versteht.

    Ich würde an der Stelle meines Mannes (T2) auch etwas anders mit dem Insulin umgehen als er, aber er kommt so klar. Er hat auch keine Faktoren, hat sich so an "seine" Menge herangetastet.


    Wenn ich das jetzt richtig rauslese, bekommt er kein weiteres Medikament "für" seinen DM außer dem Insulin?

    Ist wahrscheinlich auch wegen der Nieren nicht ganz so einfach... Aber da gäbe es sicherlich auch das ein oder andere, das ihn unterstützen könnte.


    Fühl dich einfach mal gedrückt - es ist nicht einfach, wenn man im Kopf für den Mann mitdenkt und sich Sorgen macht. Vor allem, wenn es sich auch auf seine Stimmung auswirkt. Da müssen wir wieder beweisen, dass wir das starke Geschlecht sind.


    Nun ja, die werden wir nochmal zusammen kacken.

    Das sollte bestimmt "kucken" heißen, aber ist in dem Zusammenhang ein bisschen witzig ;)

  • Habe mit viel Interesse auch Deinen Blog gelesen.

    Ich sollte auch zu allen Mahlzeiten das selbe spritzen, hab mich aber von Anfang an nicht daran gehalten.

    Erstens esse ich nicht immer das selbe, und zweitens schwankt der Insulin Bedarf zu verschiedenen Tageszeiten.

    Ich arbeite auch nicht nur mit Faktoren, hab ja irgendwann die Eckdaten im Kopf.

    Aber für ein Knäckebrot oder zwei Brötchen das selbe zu spritzen ist völliger Quatsch.

    Mit Novorapid bin ich ganz zufrieden, wenns schnell wirken soll wird die Dosis gesplittet, bei der Notwendigkeit größerer Dosen verlängert sich die Wirkung.

    Könnte ja für Deinen Mann auch nützlich sein...

    Zitat

    Nun ja, die werden wir nochmal zusammen kacken

    Haha um die freie Zeit mit sinnvolleren Dingen zu verbringen würde ich dringend vom Konsum von Metformin abraten, wenn man eh schon eine chronische Darmerkrankung hat und darüber hinaus eine Nieren Schwäche verbietet sich das sowieso von selbst.

    Auf alle Fälle wünsche ich Euch alles Gute, mir geht es übrigens genauso meine Liebste hat auch Diabetes

    Man muss die Schuld auch mal bei den Anderen suchen :bigg

  • Habe mit viel Interesse a

    Zitat

    Haha um die freie Zeit mit sinnvolleren Dingen zu verbringen würde ich dringend vom Konsum von Metformin abraten, wenn man eh schon eine chronische Darmerkrankung hat und darüber hinaus eine Nieren Schwäche verbietet sich das sowieso von selbst.

    Auf alle Fälle wünsche ich Euch alles Gute, mir geht es übrigens genauso meine Liebste hat auch Diabetes

    Also ist Metformin Kontraproduktiv für ihn? Das wusste ich bis jetzt nicht, wurde auch nicht erwähnt. Weder von der Dia Beraterin noch von seinem Gastroenterologen. Na Glückwunsch...

  • Hehe, nee, kacken war da schon richtig, oder auch zusammen scheissen. Grins


    Das mit den aufteilen der Mahlzeiten ist eher für seinen Morbus Crohn ein Problem. Er schafft es nie, viel auf einmal zu essen, eher immer kleinere Portionen. Ansonsten gehen die Werte nicht wirklich runter und wenn ja, dauert es nicht lang und sie gehen wieder hoch. Da muss er nicht mal was gegessen haben. Die Insulindosen wurden schon stetig erhöht. Er hat das ganze ja nu auch erst nen knappen Monat, da ist man ja auch noch bisschen vorsichtig. Ich für meinen Teil bin da zwar mutiger aber es ist in dem Falle sein Körper und er entscheidet, ob er mal bisschen was riskiert indem er mal ein wenig mehr spritzt als es auf dem Plan steht.


    Oh ja, für mich ist es derzeit auch nicht leicht. Sein Diabetes steht derzeit im Vordergrund, ist soweit ja auch ok. Nur lässt er sich da auch oft wenig sagen. Hab ihn die ersten Tage z. B. daran erinnert Basal zu spritzen. Da hieß es ich wäre nen Schlaumeier. Inzwischen sag ich soweit nichts mehr. Er wird 50 und da sollte er in der Lage sein, selbst dran zu denken. Er verlässt sich auf einer Seite noch zu sehr auf mich. Auch mit seinen ganzen anderen Medis die er nimmt. Ich weiß wie die heißen, wieviel er nehmen muss, stelle ihm die Tabletten immer für 2 Wochen, erinner an Rezepte. Er vergisst dann auch sein kleinen Beutel, wo alles drin ist. Er weiß ja, ich bring ihm den. Er ist da noch sehr nachlässig und so hart es klingt, ich werde ihn da irgendwann auflaufen lassen. Was hat er an mir rum gemeckert wenn mal was war oder ich einfach keinen Bock hatte. Es wäre doch nicht so schlimm mal zu messen usw. Tja,... Er motzt jetzt schon, dass er mit Pen spritzen muss, dass wäre so lästig. Muss er sich dran gewöhnen. Ne leichte Zeit ist es definitiv derzeit nicht. Ich werde auch drauf drängen, dass er ne Schulung bekommt. Bücher hab ich ja genügend, schaut er sich nur nicht an. Verlässt sich da zu sehr auf seine DiaBeraterin und noch mehr auf mich. Er muss lernen, dass es SEIN Diabetes ist. Ich hab meinen eigenen und das reicht mir auch oft.


    Alles wird gut....


    ...nur nicht heute.


    Linois Blog

    Einmal editiert, zuletzt von Linoi ()

  • Habe mit viel Interesse a

    Zitat

    Haha um die freie Zeit mit sinnvolleren Dingen zu verbringen würde ich dringend vom Konsum von Metformin abraten, wenn man eh schon eine chronische Darmerkrankung hat und darüber hinaus eine Nieren Schwäche verbietet sich das sowieso von selbst.

    Auf alle Fälle wünsche ich Euch alles Gute, mir geht es übrigens genauso meine Liebste hat auch Diabetes

    Also ist Metformin Kontraproduktiv für ihn? Das wusste ich bis jetzt nicht, wurde auch nicht erwähnt. Weder von der Dia Beraterin noch von seinem Gastroenterologen. Na Glückwunsch...

    Danke.

    Ja das denke ich, eine vernünftige Einstellung mit Insulin ist auf jeden Fall unumgänglich, auch wenn sie schwierig ist.

    Man muss die Schuld auch mal bei den Anderen suchen :bigg

  • Das Metformin hat er ja eigentlich bekommen, damit die Resistenz schneller durchbrochen wird. Funzt nur nicht ganz so wie erhofft. Hab mal eben etwas gegoogelt und Metformin ist echt nicht der Bringer. Nu ist er noch angepisster, weil man ihm den "Mist" angedreht hat. Ich glaub, die Diaberaterin wird beim nächsten Termin leiden müssen wenn er sich sie zur Brust nimmt.

  • Naja, Metformin hat schon seine Daseinsberechtigung.

    Die abführende Nebenwirkung kommt ja nun auch nicht bei jedem vor.

    Und es beeinflusst ja auch die Leber an der Zuckerproduktion etc.


    Aber wie bei jedem Medikament, kann das eine bei dem einen super helfen, und bei dem anderen tuts nichts.

    Das findet man aber halt leider nur raus, wenn mans nimmt.

    Deshalb mag ich das "Schimpfen" auf ein Medikament nicht so, weil es auch genügend Personen gibt, denen es hilft.


    Im T2-Repertoir gibt es ja auch noch andere Sachen, aber da hab ich etwas Bedenken wegen seiner Nieren.


    Kopf hoch - ich glaub, die "Diskussionen" mit dem Partner kennen hier sicher viele.

    Nach meiner Diagnose war ich selber ja sehr dahinter, deshalb musste meiner da nichts unternehmen und hat sich ja auch so ganz gut zurückgehalten, weil er mich ja auch schon ne Weile kennt. Aber ich hab die Krankheit sofort akzeptiert - und ich vermute fast, dass dein Mann da noch etwas Probleme damit hat, jetzt auch noch den "Scheiß" bekommen zu haben...


    Auch wenn der Vergleich jetzt etwas krass ist und man selber das ja auch so nicht will, aber einen Alkoholiker sollte man auch in seiner Kotze liegen lassen, damit er es mal rafft.

    Dann hast du sein Täschchen halt mal nicht dabei. und nen Blister kann man sich auch so mal in die Handtasche packen, wenn er seine Panik überwunden hat.

  • Ich würde mir sehr genau überlegen, ob du bezüglich metformin auf eine dir unbekannte, medizinisch ungebildete supermarktverkäuferin hören willst oder vielleicht doch lieber auf den behandelnden arzt, der den fall in gänze kennt inklusive der genauen nierenwerte etc.


    Wenn du danach suchst, findest du im internet zu jedem medikament zahllose negative stimmen. Tatsache ist aber, dass metformin in vielen konstellationen ein sehr gut wirksames und verträgliches medikament ist, das bei deutlicher insulinresistenz, wie sie offenbar bei deinem mann besteht, immer noch der medizinische goldstandard ist.


    Bei allem Respekt, aber das ist nicht das einzige mal hier im Forum, dass besagte Benutzerin ihre medizinische kompetenz bei weitem überschätzt.

  • DerWurstkuchen


    Hi also erstens Verkäufer und nicht Verkäuferin.

    Klar findet man im Internet das was man sucht,

    aber es gibt eben Fakten, und eigene Erfahrungen.

    Hab mir viel Wissen selbst angeeignet und versuche meine Erfahrungen weiter zu geben.

    Blöd bin ich jedenfalls nicht, und was mir von Ärzten erzählt wurde schrie oft vor Dummheit.

    Daraus zieht man Konsequenzen, aber wie man sieht eckt man auch hier und da an.

    Mein medizinisches Fachwissen reicht um zu beurteilen daß Metformin Sch... ist

    Vitamin B12 Mangel ergibt eine sich verschlechternde Neuropatie falls schon vorhanden, die Nieren werden belastet, Dünnpfiff ohne Ende.

    Sind halt meine Erfahrungen.

    Aber ohnehin verstehe ich nicht warum jemand in einem Insulin Forum Metformin propagiert, hab

    noch ne Packung da, kann ich Dir schicken

    Man muss die Schuld auch mal bei den Anderen suchen :bigg

  • Durchfall ist eine weitverbreitete Nebenwirkung von Metformin... natürlich betrifft es nicht jeden, aber wenn bereits ein Crohn mit genau diesem Symptom besteht, wäre ich auch sehr skeptisch.

    Ich würde auch keine Statine nehmen, wenn bereits Muskelschmerzen bestehen.... ist aber natürlich nur meine Meinung, allerdings gestützt von meinem Diabetologen!

  • würde - dem etwas aufkommenden Streitgespräch entgegen - den Arzt auf jeden Fall fragen, wie sinnvoll des Metformin in der Situation deines Mannes ist - vor allem wegen dem Crohn und den Nieren. Der hat sämtliche Werte etc. und muss euch das auch erklären.

    Metformin ist nicht ohne und ich habe bei niereninsuff. Pat auch schon einiges erlebt, was ich hier jetzt auch nicht schreiben möchte..........also nachfragen, auch Ärzte übersehen mal was!

    nest


  • Ich brauche mangels Insulinresistenz kein Metformin, vielen Dank. Und wenn ich es bräuchte, könnte ich es mir auch einfach selbst verschreiben.

    Die Pauschalität, mit der du Metformin beurteilst, zeigt ohne Zweifel, dass du nicht den Hauch einer Ahnung hast, wovon du redest. Und daran ändert sich auch nichts, wenn du unreflektiert 5 Artikel im Internet liest. Ebenso bezweifle ich, dass du in der Mehrzahl der Fälle einschätzen kannst, ob die Aussagen deiner Ärzte klug oder dumm sind.

    Ich "propagiere" hier nicht Metformin, schon gar nicht in einem konkreten Fall. Ich weise nur darauf hin, dass es in vielen Fällen ein sinnvolles Medikament ist, und dass die Sinnhaftigkeit der Einnahme in aller Regel der behandelnde Arzt besser einschätzen kann als ein Supermarktverkäufer per Ferndiagnose im Internet, der sich "viel Wissen selbst angeeignet hat".

    Mir ist bewusst, dass dich das nicht davon abhalten wird, dich weiterhin für klüger zu halten als die gesamte Ärzteschaft. Nur wollte ich deine Aussagen für Linoi und ihren Mann etwas in Perspektive rücken.




    Durchfall ist eine weitverbreitete Nebenwirkung von Metformin... natürlich betrifft es nicht jeden, aber wenn bereits ein Crohn mit genau diesem Symptom besteht, wäre ich auch sehr skeptisch.

    Ich würde auch keine Statine nehmen, wenn bereits Muskelschmerzen bestehen.... ist aber natürlich nur meine Meinung, allerdings gestützt von meinem Diabetologen!


    Beides im Kern sinnvolle Überlegungen, aber so pauschal eben trotzdem nicht richtig und ich bezweifle, dass dein Diabetologe das in dieser Form unterschreiben würde. Nicht jeder bekommt Durchfall von Metformin und nicht bei jedem der vorher schon Durchfall hatte, verschlimmert sich dieser durch Metformin. Ebenso können bestehende Muskelschmerzen einen völlig anderen Mechanismus haben als den, über den Statine Muskelschmerzen verursachen können, sodass dann Statine nicht unbedingt kontraindiziert sein müssen. Deshalb von vorne rein Statine komplett auszuschließen und dadurch in vielen Konstellationen erwiesenermaßen ein höheres Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle einzugehen ist nicht unbedingt sinnvoll. Wie bei so vielem handelt es sich oft um Einzelfallabwägungen. Es sind natürlich aber Themen, die man mit dem Arzt besprechen kann und sollte.


    Glaubt ihr ernsthaft, ein Arzt, der 6 1/2 Jahre Medizin studiert hat, mindestens 5 Jahre Facharztausbildung gemacht hat und jetzt als Diabetologe arbeitet, weiß nicht, dass Durchfall eine mögliche Nebenwirkung von dem Medikament ist, mit dem er in seinem Berufsalltag jeden Tag am meisten zu tun hat? Und er verschreibt es dann versehentlich einem Crohn Patienten, ohne das zu bedenken? Und dann bedarf es dem Laien, der im Internet gelesen hat, dass Metformin böse ist, um den Patienten vor diesem "Teufelszeug" zu bewahren?


    Natürlich ist das Forum dazu da, Erfahrungen auszutauschen. Aber jemandem Anhand ein paar lückenhafter Informationen auf Basis eines laienhaften Halbwissens klar davon abzuraten, ein vom Arzt verschriebenes Medikament einzunehmen ist einfach absolut daneben. Man kann dazu anregen, etwas zu hinterfragen, auf mögliche Probleme hinweisen, etc. Aber mit dem selbst Arzt spielen sollte man ein bisschen vorsichtig sein.