Würdet ihr mir eine Pumpe empfehlen ?

  • Unrealswebmaster:


    Ich war unter der ICT superschlank. Mit der Pumpe habe ich lange aktiv Wettkampfsport betrieben und war dadurch schlank, aber nicht mehr ganz so schlank. Derzeit betreibe ich bis aufs Radfahren keinen Sport und habe seit einigen Jahren sehr gute Werte. Ich muss auch mit der Pumpe sehr auf das Gewicht achten. Eine weitere Gewichtszunahme gab es trotzdem. Ich habe bei einigen Leuten beobachtet,dass sie mit der Pumpe stark zunahmen. Ein Freund von mir ist aus diesem Grund mit Erfolg zurück zur ICT gegangen. Ich habe schon mal überlegt ob man durch Verzögerungsinsuline weniger schnell zunimmt?:confused2


    Sport(auch größere Radtouren ) ist für mich allerdings ein gewichtiges Argument pro Pumpe. :baum

  • Ich habe schon mal überlegt ob man durch Verzögerungsinsuline weniger schnell zunimmt?

    Grundsätzlich sind alle Insuline erstmal quasi kalorienfrei ;).


    Wenn man also nach einer Therapieumstellung zunimmt, hat das meist einen der folgenden Gründe:

    1. Man ist mit der neuen Therapie besser eingestellt, in dem Sinne, dass man weniger hohe Spitzen hat. Damit wird dann weniger Glukose ausgepinkelt und man behält bei gleicher Ernährung mehr Kalorien im Körper.

    2. Man ist mit der neuen Therapie schlechter eingestellt, in dem Sinne, dass man mehr Hypos hat. Damit muss man dann mehr Glukose zuführen und entsprechend auch mehr Kalorien.

    3. Man ist mit der neuen Therapie flexibler als vorher, in dem Sinne, dass man eher mal zwischendruch was snacken kann. Damit nimmt man oft unbewusst deutlich mehr Nahrung und damit auch Kalorien zu sich.


    Gerade den Punkt 3 habe ich in den letzten Monaten selbst gut gemerkt. Wenn man sich für jeden Griff in der Süßigkeitentüte auf der Arbeit extra die Nadel setzen muss, dann verkeift man sich das doch öfter. Wenn man aber einfach so essen kann (oder nur kurz zwei Klicks auf der Pumpe machen muss), dann greift man doch öfter man zu. Wenn ich grob überschlage, hab ich sicher 500kcal mehr gegessen als normalerweise (aber konnte das immerhin dank Jardiance auch wieder ausscheiden).


    Insofern (auch @Unrealswebmaster) würde ich mit ner Pumpentherapie sicher auch erstmal an Gewicht zunehmen, aber hab tatsächlich (vor allem aufgrund des Loops) am Ende letzten Jahres schon öfter damit geliebäugelt.

  • Insulin ist auch ein Masthormon!


    Besagter Freund von mir hatte unter beiden Therapieformen ähnlich sehr gute HBa1c Werte bei hoher Insulinempfindlichkeit und hat in seinem Verhalten wenig geändert. Er hat im Grunde sein relativ regelmäßiges Essverhalten aus den 70 zigern beibehalten. Er ist unter ICT sehr schlank. Unter der Insulintherapie hatte er begonnen zuzunehmen. Da das für ihn ein Drama war ( was ich verstehen kann! ) , hat er die Therapie wieder umgestellt.

  • dann ist es für mich ja von Vorteil, dass ich nie wirklich schlank war :rofl (außer kurz vor der Diagnosestellung mit 37 kg bei 1,52 m 8))

    Blutzucker ist die Autobahn, Gewebszucker ne Nebenstraße!

  • Mal so ne frage einschmei?.

    gibt es die Omnipod auch für Diabetiker Typ 2?


    Hintergrund:

    spritze 7x am Tag, 2x lang und 5x kurz wirkendes Insulin und da ich Peritonealdialyse mach, an den Oberschenkeln.

    Mittlerweile bin ich schon im Bereich der Scham angelangt (OK, kurz vor, aber bereits innerhalb der Unterhose).


    Da die Spritzstellen bei mir schnell Blutergüsse hervorrufen (nehme Blutverdünner wegen Bypass-OP) als auch verhärten, sind bereits beide oberschenkeln fast "unbrauchbar" zum Spritzen geworden.


    Sicherlich kann man mal ausweichen auf noch andere Stellen, oder auch auf den (reichlich vorhandenen, aber auch prallen) Bauch, nur bei 7x täglich?


    Zudem ist meine Menge beachtlich: Langzeit abends 50 EI, morgens 75 EI, kurzzeit jeweils nach BZ-Wert, morgens vor Frühstück, mittags vor dem Essen, abends vor dem Essen, vor dem Schlafengehen und meist bzw. mind. einaml am Tag muss ich nachspritzen (kommt immer auf die tätigkeit an, welche ich ausübe: bin ich agil, kein nachspritzen, sitze ich am PC im Büro muss ich oft korrigieren).


    Denke, das es für mich dann ohne diese Blutergüsse und Verhärtungen laufen würde.


    danke für eure Antworten,


    lg

    Flüstermann alias Harald

    lg
    Harald alias Flüstermann (nomen est omen)

  • gibt es die Omnipod auch für Diabetiker Typ 2?

    Prinzipiell kann auch ein Typ 2 Diabetiker eine Pumpe bekommen, wenn die Indikation dafür erfüllt ist.


    Du solltest aber bedenken, dass auch ein Pumpenkatheter (insb. Teflon wie beim Omnipod) Narben und Verhärtungen verursachen kann.

    Außerdem fasst der Omnipod (der eigentlich für 3 Tage ausgelegt ist) insgesamt maximal 200 IE. Wenn deine Bolusmenge ähnlich ist wie dein Basalbedarf, wirste vermutlich Probleme haben, damit überhaupt über 24h zu kommen.

  • Flüstermann


    Wie wäre es denn mit einer schlauchgebundenen Pumpe? Die kann man mit Stahlnadelkatheter tragen. Die machen viel weniger Verhärtungen und Narben als Teflon und du bekommst 300 IE in das Reservoir. 😉

    Denken hilft ! :/


    Glaub nicht alles was Du denkst. :party:


    "Wenn du tot bist, dann weißt du nicht, dass du tot bist.

    Es ist nur schwer für die anderen.


    Genauso ist es, wenn du blöd bist“.:rofl:thumbup:




    Wenn ich kann bin ich immer nett. Bin ich nicht nett, kann ich gerade nicht. 8o

  • Hm, schlauchgebunden?

    Habe bereits einen Schlauch im Bauch (Peritonealdialyse),

    Somit darf mein Bauchfell nicht gelöchert werden!

    Wie wird ein schlauchgebundenes System denn eingesetzt?

    Weiß darüber zu wenig.


    Bezüglich Menge, habe gelesen, das das Omnipod-System 300 Einheiheiten im Resorvoir hat!


    Und was mir noch nicht klar ist: das Omnipod wird dann stets gewechselt?

    Heißt ablösen und ein Neues setzen?

    Hm, logisch, Abbott will ja Geld machen!


    Denke, muss mich doch nach nen Schlauchgebundenen mal umsehen.

    Habe da nur noch keine Ahnung von.


    Bim Omnipod war für mich eben interessant: ein gerät auf der Haut, eines am Körper, bzw. max. 1,5m weg, welches den omnipod steuert und auch den BZ-Wert misst und widergibt.


    wie machens denn die Pumpen?


    lg

    Flüstermann alias Harald

    P.S.; danke kann man nicht vergeben, oder? Aber zumindest danke schreiben!

    lg
    Harald alias Flüstermann (nomen est omen)

  • Flüstermann


    Beim Omnipod gehen, so ich weiß (bitte korregiert mich wenn es falsch ist) nur 200 IE rein. Und du musst ihn komplett wechseln, wenn du neues Insulin benötigst. Und den BZ mißt der auch nicht. Das wäre neu. Dabei dann funktioniert wieder ein CGM zum Blutzuckermessen, wie bei fast allen Pumpen. Du hättest dann den Katheter mit Schlauch zur Pumpe und das CGM noch separat. Die einzigen Pumpen mit Schlauch, wo das CGM integriert ist, allerdings nur in die Auslesefunktion, sind die von Minimed. Ein extra Sensor hast du aber trotzdem. Das wird sich wohl auch noch ändern, einige der Pumpenhersteller sind mit dem Dexcom geplant.


    Falls jemand neuere Informationen hat, bitte berichtigt mich. 😉


    Schlauchgebundenen Pumpe ist z. B. die Combo von Roche, die 640G oder 670G von Minimed oder die Dana von IME - D

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  • was ich beim Omnipod wohl als Nachteil empfinden würde ist, dass falls der PDM ausfällt, man nichts direkt eingeben kann. An jeder anderen Pumpe hab ich Tasten, um sie zu bedienen, sollte deren Fernsteuerung oder das Smartphone ausfallen

    Blutzucker ist die Autobahn, Gewebszucker ne Nebenstraße!

  • Wie die anderen bereits geschrieben haben: Bei deinen Insulinmengen müsstest du den Omnipod jeden Tag wechseln. Das wäre nicht nur finanziell, sondern auch unter dem Umweltaspekt nicht zu vertreten.


    Soweit ich weiß, wird bei Typ 2ern nur in absoluten Ausnahmesituationen eine Pumpe genehmigt. Wichtige Voraussetzung ist wohl, dass dein Diabetologe dabei voll hinter dir steht. Ich würde also zuerst mal mit ihm über deine Chancen sprechen.

    „Soll ich den Notarzt rufen?“ – „Nein, das ist ein Fall für Spezialisten, rufen Sie die Gummibärenbande!“ (diabetes-leben.com)


  • Also prinzipiell können auch Typ 2er eine Pumpe bekommen, wenn die entsprechenden Indikationen vorliegen.


    Ich weiß jetzt nicht sicher, ob der OmniPod 200 oder 300 IE umfasst, aber bei deinen Mengen - Basal sind ja schon 125 IE pro Tag - kommst du nie 3 Tage mit dem OmniPod aus. Aber beim OmniPod musst du jeden Pod drei Tage tragen, weil die Krankenkasse nur genau ausgerechnet für ein Jahr die Menge erstattet plus ein 10er Packung als Ersatz, wenn mal ein Pod ausfällt. Du kannst auch nicht den Pod nochmal nachfüllen.

    Die Laufzeit ist auch strikt auf 3 Tage und 8 Std. beschränkt. Länger geht nicht. Darum gibt es eine Mindesttagesmenge und eine Maximaltagesmenge, damit man überhaupt einen OmniPod bekommen kann.


    Zudem solltest du bei bedenken, bei einer Pumpe kommt die komplette Menge an Insulin für 2-3 Tage in genau eine Stelle. Wenn du schon jetzt merkst, dass die bisherigen Mengen verteilt deine Spritzstellen strapazieren, weiß ich ehrlicherweise nicht, ob dann die komplette Menge von 2-3 Tagen an der gleichen Stelle wirklich so gut sind..


    Hast du mal alternative Spritzstellen ausprobiert? Z.B. Po, unterer Rücken, seitlicher Hüftbereich, Oberarm, Wade?

  • Aber vielleicht wird mit Pumpe auch die Menge des benötigten Insulin weniger als mit Pen. Das war eigentlich bei allen, die ich kenne so, die auf Pumpe gewechselt haben.

    Und wenn man sich 7x am Tag spritzt, kann man sich auch zwei Katheter legen und die Dosen aufteilen. 😉

    Denken hilft ! :/


    Glaub nicht alles was Du denkst. :party:


    "Wenn du tot bist, dann weißt du nicht, dass du tot bist.

    Es ist nur schwer für die anderen.


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  • Also erst mal zu einer kompetenten Beratungsstelle wegen meines Insulinverbrauches und wie dies mit Pumpe funktionieren kann - meine Dabetologin!.


    Muss mir ernsthaft was überlegen, da ich nicht mehr weiß, wo ich noch stechen soll.

    Eine gewisse Reserve habe ich noch mit den angesprochenen stellen am Po bzw. daneben.

    Sonst ist alles schon duchprobiert mit den gewissen Eeffekten Blau oder verhärtet.


    Werde hier mal die verschiedenen Pumpen durchlesen ud dann meine Diabetologin fragen.


    Danke auf jeden Fall für eure Infos.


    lg

    Flüstermann alias Harald

    lg
    Harald alias Flüstermann (nomen est omen)

  • Ich wünsche dir ganz viel Glück und Erfolg bei deiner Ärztin!

    toitoitoi :)

    Denken hilft ! :/


    Glaub nicht alles was Du denkst. :party:


    "Wenn du tot bist, dann weißt du nicht, dass du tot bist.

    Es ist nur schwer für die anderen.


    Genauso ist es, wenn du blöd bist“.:rofl:thumbup:




    Wenn ich kann bin ich immer nett. Bin ich nicht nett, kann ich gerade nicht. 8o

  • Rückseite Oberarm wäre auch noch ein mögliche Spritzstelle, die mir ad hoc noch einfällt.


    Lg Hubi


    PS: Bei mir sind die Insulinmengen ICT->Pumpe ungefähr gleich geblieben, nur passender verteilt... ;)

    "What I tell you three times is true!"

    (Lewis Carroll, The Hunting of the Snark)

  • Ich habe mal einen interessanten Artikel gelesen, da gibt einen ein % von Diabetikern die die neuen Insuline nicht "vertragen" und der Insulinbedarf exorbitant steigt, wenn ich das so lese, könntest Du so ein Fall sein. Also dringend mal am Insulinbedarf ansetzen, der muß runter sonst wird es mit Pumpe nicht wirklich erfolgreicher...

    Mind ---- the -----gap !:thumbup::baum

  • Meinst du, dass Teupe herausgefunden hat, dass manche Patienten Insulin Antikörper bilden aufgrund bei Verwendung von Analoginsulins. Und wegen den Antikörpern dann enorme Summen Insulin brauchen?


    Wurde u.a. hier auch schon mal diskutiert.

    https://insulinclub.de/index.php?thread/31667-dr-teupe-studie-analog-insulin-bildet-antikörper-bei-typ-1/