ILet von BetaBionics

  • Moin Leute,

    ich hoffe mal auf Euer Schwarmwissen.

    Weiß zufällig jemand was mit der ILet ist? Geht es dort voran?

    In der Presse ist nicht soo wahnsinnig viel neues dazu zu finden.

    Aber Ihr habt ja hin und wieder gute Quellen. ;)

    Ein spannendes Projekt, wie ich finde.

    Beta Bionics / ILet


    VG


    PS: sollte ich einen vorhandenen Beitrag überlesen haben... Liebe Admins und Mods - bitte verschieben o.ä.

    Danke schon mal.

    :loveyou:

    Denken hilft ! :/


    Glaub nicht alles was Du denkst. :party:


    "Wenn du tot bist, dann weißt du nicht, dass du tot bist.

    Es ist nur schwer für die anderen.


    Genauso ist es, wenn du blöd bist“.:rofl:thumbup:




    Wenn ich kann bin ich immer nett. Bin ich nicht nett, kann ich gerade nicht. 8o

  • Da habe ich nix neues mehr zu gefunden. Ich weiß noch nicht ob ich da wirklich mit 2 Kathetern und CGM rumlaufen möchte. Ich brauch mal so ein HUB im Bauch wo ich das einfach alles anschließen kann.

    Optimismus ist Mangel an Detailkenntnis

  • Ich weiß nicht, wenn ich dafür nichts mehr machen muss, das Ding alles regelt nachdem ich es mit Faktoren bestückt habe, würde ich einen zweiten "Katheter" akzeptieren können...


    Der Hub ist dann der nächste Schritt. 😉

    Denken hilft ! :/


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    Wenn ich kann bin ich immer nett. Bin ich nicht nett, kann ich gerade nicht. 8o

  • Ich finde den Ansatz sehr interessant und bin gespannt, wie sich das Dual-Hormonsystem in der Praxis schlägt.

    Was die zwei Katheter angeht, meine ich mal gehört zu haben, dass schon versucht wird einen doppellumigen Katheter herzustellen, so dass man nur einen Schlauch hat.


    Was ich mich allerdings bei dem System frage:

    Das Grundprinzip ist ja, dass bei BZ-Anstieg ein großzügiger Bolus abgegeben wird, der dann vom Glukagon wieder eingefangen wird, falls er zu groß war. Was passiert nun, wenn plötzlich die Glukagonleitung verstopft ist?

  • Ja, das wäre übel, wäre aber auch übel umgekehrt. 😉

    Ich bin gespannt, hatte wo gelesen, das es schon im Testverfahren in USA sein soll. 👀

    Denken hilft ! :/


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  • Ich finde den Ansatz sehr interessant und bin gespannt, wie sich das Dual-Hormonsystem in der Praxis schlägt.

    Was die zwei Katheter angeht, meine ich mal gehört zu haben, dass schon versucht wird einen doppellumigen Katheter herzustellen, so dass man nur einen Schlauch hat.


    Was ich mich allerdings bei dem System frage:

    Das Grundprinzip ist ja, dass bei BZ-Anstieg ein großzügiger Bolus abgegeben wird, der dann vom Glukagon wieder eingefangen wird, falls er zu groß war. Was passiert nun, wenn plötzlich die Glukagonleitung verstopft ist?

    Also ich habe als Laie immer noch meine Zweifel, ob man Systeme auf dieser Basis überhaupt so konstruieren kann, dass sie wirklich gut und zuverlässig funktionieren können.

    Denn je höher die Rückkopplungslatenzen sind, desto schwieriger ist es, so einen geschlossenen Regelkreis zu steuern. Und bei solchen Systemen sind die Latenzen aktuell schon noch extrem hoch und die äußeren Einflüsse wie Bewegung, Essen, etc. machen es noch viel komplizierter.


    Zum einen misst der Gewebezuckersensor schon extrem verzögert (und oft auch zu ungenau), da er dem Blutzucker 5-15 Minuten hinterher ist. Und wenn die Glukose schon im Blut ist, ist es für so einen Regelkreis eigentlich auch sowieso schon viel zu spät, um angemessen reagieren zu können.

    Dann kommt hinzu, dass die abgegebenen Hormone (Insulin/Glukagon) subkutan appliziert zusätzlich eine enorme zeitliche Verzögerung bis zur eigentlichen Wirkung haben. Damit einen echten Closed Loop zu bauen, der auch nur annähernd die Funktion einer voll funktionsfähigen Bauchspeicheldrüse ersetzt, halte ich für utopisch.


    Für ein solches System bräuchte man ein Implantat, das anstelle der Bauchspeicheldrüse die "Eingangswerte" prüft, mit der aktuellen Stoffwechsellage abgleicht (COB, IOB, etc.) und dann direkt und unmittelbar die benötigten Hormone über die Pfortader direkt an die Leber ausschüttet. Erst dann hat man aus meiner Sicht einen Loop, den man "künstliche Bauchspeicheldrüse" nennen kann. Technisch wäre das dann schon ein "Bauchspeicheldrüsenschrittmacher" wie man es bisher schon von Herzschrittmachern kennt.


    Das Hauptproblem dabei ist, dass solche Implantate extrem schwierig zu konstruieren sind und das noch größere Problem ist, dass man die Implantate von außen permanent mit den Hormonen versorgen können muss. Denn im Gegensatz zu Herzschrittmachern würde eine echte künstliche Bauchspeicheldrüse eine permanente Zufuhr der unterstützen Hormone von außen erfordern. Man muss so ein System quasi ständig von außen mit Verbrauchsmaterialien betanken. Das macht es im Unterschied zu Herzschrittmachern so kompliziert.

  • Ich bin auch skeptisch.

    Vor allem verkörpert sich darin die Obsession doch alles Essen zu können, und das System übernimmt dann den Rest der Arbeit.

    Nein, auch mit einer gesunden Bauchspeicheldrüse ist 'alles essen' keine gute Idee.

  • Das klingt mal wieder nach der Eier legenden Wollmilchsau. Solche und ähnliche Ansätze gab es schon mehr in den letzten 25 Jahren, genauso wie bei neuartigen Pumpen. Meistens waren es Ansätze kleinerer Firmen oder Kooperationen solcher, die einen Fuss in die Tür der großen Anbieter bekommen wollten. Bevor die großen das zuließen, haben sie den kleinen für gute Ansätze soviel Geld für ihre Ideen geboten, dass sie verkauft haben und die Ansätze in den Schubladen oder im Reißwolf der großen verschwanden. Also konnten die großen mit ihre Entwicklungsgrundsätzen der kleinen Schritte gemächlich fortfahren. Allen anderen, die nicht mit Palastrevolutionen aufwarteten, wurde das Überleben gewährt. Es ist ein hart umkämpfter Markt mit großen Gewinnmargen, wofür sich ein entsprechender Einsatz lohnt, der sich selbstverständlich immer im Rahmen der Legalität bewegt.:whistling:

    Auch dies sind Aspekte, die es sich durchaus lohnt genauer unter die Lupe zu nehmen, bevor man sich für eine konkrete Pumpe entscheidet.

    Gruß Heiner

  • Zumindest die Firma ist eine nicht auf Gewinn ausgerichtete, gemeinnützige Vereinigung. Hintergrund ist, dass der Sohn des Firmengründers Diabetes hat und es Probleme gab als er noch Kind war. Und da auf dem Markt nix vergleichbares gab hat er halt an dem Gerät geforscht/gebaut.


    Es gibt vom Gründer einen Videovortrag bei TedX von 2015 als die Firma gegründet wurde.


    Was passiert nun, wenn plötzlich die Glukagonleitung verstopft ist?

    Das gleiche wie jetzt auch schon bei den Insulinkathetern. Es gibt einen Alarm. Außerdem sollte man ja eh ein Ersatz mithaben, hier also Pen und Traubenzucker o.ä.

    auch mit einer gesunden Bauchspeicheldrüse ist 'alles essen' keine gute Idee.

    Versteh ich nicht. Ich esse immer alles und lass mich von nichts einschränken. Es wird doch immer erzählt, dass man mit Diabetes super Leben kann? Ja, wirklich? Na dann kann ich ja auch alles Essen!

    Und wenn ich das schon kann, dann wohl auch jeder Gesunde.


    DerArno

    Ich würde das System genauso nutzen wie jetzt als hybrides Loopsystem das nur den Vorteil hat direkt dem Insulin entgegenzuwirken. Das stelle ich mir in manchen Situationen einfacher vor. Für einen Bauchspeicheldrüsenersatz ist wie du schon sagtest alles noch viel zu träge. Aber nur dafür würde ich mir keine 2 Katheter setzen, daher wäre ein Art Doppelkatheter schon was zum drüber nachdenken.

    Optimismus ist Mangel an Detailkenntnis

  • Interessantes System und in dem Fall würde ich auch zum Schlauch tendieren. Die Latenzen stören mich nicht. Die habe ich jetzt im Loop auch. Es müsste aber mit optimalen Faktoren funktionieren und wie bei AAPS anhand von eingegeben KH auch entsprechend Insulin abgeben, wenn dann der BZ unter einer kritischen Grenze fällt, weil man sich z.B. verschätzt hat oder die KH nur langsam abgebaut werden, dann schießt die Pumpe Glukagon nach. Ich stelle mir da jetzt so etwas vor, wie BZ vor dem Essen 120 und wenn der Wert dann unter 100 sinkt, wird etwas Glukagon nachgeführt...jetzt mal ganz einfach gedacht.