Tresiba doppelt gespritzt

  • Moin, ich habe am Dienstag von Levimir auf Tresiba gewechselt. Bis jetzt läuft alles soweit gut. Heute allerdings, fragt nicht, habe ich mit 2 mal meine Dosis Tresiba verpasst. Kann mir jemand sagen was mich erwarten könnte. "Verläuft" sich das mehr oder weniger? Tresiba ist ja eher langsam, oder muss ich mich da wohl jetzt noch ein paar Tage auseinandersetzen?

    Wenn du ein Problem hast, versuche es zu lösen.
    Kannst du es nicht lösen, mache auch kein Problem daraus!

  • Ist mir zwar noch nie passiert, aber das wird wohl Auswirkungen auf den Zucker haben.

    Ich würde mehr messen, immer Notfallkohlenhydrate in der Nähe haben und vielleicht die nächste planmäßige Injektion weg lassen oder zumindest massiv verringern.


    Aber die genauen Auswirkungen muss man abwarten, die können bei jedem anders ausfallen.

  • Mehr Messen und mehr Essen 🍽️


    Spaß beiseite auf alle Fälle immer Kleinigkeiten essen und weniger Bolus spritzen oder gar nichts

    Zur Nacht lang wirksame Kohlenhydrate und Fett dann wird schon nichts passieren

    Man muss die Schuld auch mal bei den Anderen suchen :bigg

    Einmal editiert, zuletzt von molle0815 ()

  • Tresiba braucht etwa 3 Tage, bis es völlig durch ist. Die doppelte Dosis wirst du aber nur am ersten Tag deutlich spüren, die restlichen Tage kaum.


    Das Schöne an der langen Wirkdauer ist, wenn man es mal vergisst, kann man es problemlos lange später nachholen. Hab mal 8 Stunden später gespritzt und keinen Unterschied gemerkt.

  • Wenn Dir wirklich blümerant wird, würde ich in Deinem Fall die NovoNordisk Kundenhotline anrufen. Ich habe da früher kompetente Berater erlebt. Die kennen den Wirkverlauf natürlich gut.


    Ansonsten, wie schon geschrieben: Mehr messen, (viel) weniger Bolus spritzen. Es wirkt ja lange und gleichmäßig, also zumindest dürfte es nicht unerwartet steil abwärts gehen.


    Kappa: Wahrscheinlich würde Tresiba alle zwei Tage auch funktionieren. Hab mal einen Vortrag im www gesehen, bei dem zu ganz verschiedenen Zeiten gespritzt wurde und der Verlauf dennoch flach und gleichmäßig war. (also z. B. Montag morgens, Dienstag abends, Mittwoch abends - in dem Fall je nach Verfügbarkeit der Pflegeperson)


    Alles Gute! :)


    Wie hoch ist Deine normale Dosis denn? Ich würde wahrscheinlich dann morgen nichts spritzen, zumindest wenn es oberhalb der 10 IE liegt.

    Tresiba ist zurück! :thumbsup:

  • Ich spritze mein Tresiba immer wenn ich schlafen geh. Das ist mal um 22 Uhr und mal um 2 Uhr morgens oder auch schon mal um halb 4 gewesen.

    Ich merke eigentlich gar keinen Unterschied.

    Die Regel ist aber so 23:30 +- 1 Stunde


    I

  • Abends vor demSchlafengehen habe ich auch gemacht. Die Folge waren häufigere nächtlich Hypos so gegen 2:30 Uhr.


    Ich nehme es jetzt mit zum Abendbrot, gegen 19:00 Uhr oder füher und es funktioniert besser.

    :hechel:

  • So wild ist die Basaldosis in der Regel ja nicht (es sei denn, man betreibt Low Carb). Bei mir sind es 30% des Tagesbedarfs bzw. 20 IE. Nehmen wir mal großzügig an, dass 3/4 in 24 Stunden wirken, also 15 IE, dann ist das nur etwas mehr als 0,5 IE pro Stunde oder ca. 1% meines Tagesbedarfs. Da dürften etwas weniger Bolus oder ein paar Gummibärchen zwischendurch reichen.

  • Ja, das stimmt wohl, bei mir ist es 100% meines Insulinbedarfs. Ich lebe ketogen und hab den letzten Bolus vor 2-3 Monaten gespritzt bzgl. Aufstehsyndrom

    Nächtliche Hypos habe ich so nicht gemerkt. Vielleicht sollte ich es aber mal morgens zum Aufstehen spritzen und eventuell ist das Aufstehsyndrom dann nicht mehr so extrem...

  • Danke erst mal für eure Antworten. Wie schon geschrieben bin ich gerade erst mit Tresiba angefangen. Ich habe die ersten Tage als Tagesdosis 8 Einheiten gespritzt, jetzt dann also 16. Vielleicht passt es mit Tresiba auch noch nicht so ganz. Bisher läuft aber alles problemlos. Heute Nacht werde ich mir die Alarme vom Libre einschalten und dann wird wohl alles gut gehen. Aber man hat ja auch gerne noch mal einige andere Meinungen. Und hier gibt ja es doch schon so einige Tresiba Nutzer. Wo sollte man denn besser Fragen wie hier.:):bigg

    Wenn du ein Problem hast, versuche es zu lösen.
    Kannst du es nicht lösen, mache auch kein Problem daraus!

  • Ich würd dir Bohnen(!) empfehlen. Die wirken bei mir jedenfalls recht lange. Vor allem vor dem "pennen".... Aber gut lüften ;)

    --
    Nix Diabetes - das ist lediglich Glucose-Intoleranz.

    Einmal editiert, zuletzt von Grounded ()

  • Moin Leute! Alles im grünen Bereich bei mir. Heute Nacht so um Mitternacht ist der BZ bis auf 106 runter und dann fast schnurgerade bis heute morgen durch. Nach dem aufstehen ist die ganze Angelegenheit auf 126 hoch und fertig.

    Vielleicht sollte ich das öfter so machen ;)

    Wenn du ein Problem hast, versuche es zu lösen.
    Kannst du es nicht lösen, mache auch kein Problem daraus!

  • Ja, solche unfreiwilligen Experimente erbringen manchmal erstaunliche Erkenntnisse. Ich habe durch Zufall festgestellt, dass wenn ich abends Tresiba und Toujeo gleichzeitig zu 50/50 spritze, ist mein morgendlicher Anstieg gegen 5 Uhr (Dawn-Syndrom) weg.


    Vielleicht ist deine übliche Basaldosis zu gering?

  • Moin Leute! Alles im grünen Bereich bei mir. Heute Nacht so um Mitternacht ist der BZ bis auf 106 runter und dann fast schnurgerade bis heute morgen durch. Nach dem aufstehen ist die ganze Angelegenheit auf 126 hoch und fertig.

    Vielleicht sollte ich das öfter so machen ;)

    Danke für die Rückmeldung. :)


    Du hast gerade erst von Levemir auf Tresiba umgestellt, nicht wahr? Der Spiegel von Tresiba baut sich erst langsam auf, daher bitte jetzt nicht vorschnell die Dosis erhöhen. Üblicherweise wartet man mit Änderungen bei Tresiba gut eine Woche oder 10 Tage. Die nächtliche Linie schafft Tresiba so gut wie kein anderes Insulin, das finde ich immer wieder erstaunlich. :) (klappt nicht immer, okay, aber oft)

    Tresiba ist zurück! :thumbsup:

  • Da Tresiba das einzige Insulin ist, was über eine "Doppelverzögerung" verfügt (agglomeriert an der Einspritzstelle quasi wie Toujeo UND das Freigesetzte bindet reversibel ans Albumin wie bei Levemir) ist dieser "Strich" kein Wunder.


    Was es halt dadurch nicht kann - du kannst nicht einem "Buckelbedarf" dadurch begegnen, dass du X Stunden vorher spritzt und diesen Buckel ins Wirkmaximum legst. Oder eben ein Wirkminimum ausnutzt wenn du z.B. nachts nur sehr wenig hast bzw. brauchst.


    Edit: Ich würde vermutlich durch meinen sehr geringen Nachtbedarf reines Tresiba eher nicht "vertragen". Aber eine 40/60 Mischung Tesiba und Levemir wäre IMHO einen Versuch wert.

    --
    Nix Diabetes - das ist lediglich Glucose-Intoleranz.

    Einmal editiert, zuletzt von Grounded ()

  • Nein, ich werde erst mal nicht groß dran drehen. Das mit dem langsam aufbauen ist mir schon bewusst. Ich lasse es jetzt erst mal so laufen und sehe mal wie sich das alles so verhält. Selbst bei Levimir habe ich mir Änderungen erst mal ne Woche angeschaut bevor ich wieder geändert habe. Alles andere hat meist keinen Sinn. Bei mir zumindest.

    Wenn du ein Problem hast, versuche es zu lösen.
    Kannst du es nicht lösen, mache auch kein Problem daraus!

  • Tresiba ist für mich eine Art Rundum-sorglos-Paket. Ob ich jetzt mal zu müde bin am Abend und erst morgens spritz, ob ich jetzt mal nur noch 15 Einheiten im Pen hab statt 20 und nicht mehr zum Kühlschrank laufen mag ... es kümmert sich um alles und verzeiht vieles.

    Gut, mein unerklärlich toleranter Diabetes hilft sicher auch. Aber bei Tresiba kann ich persönlich alle Gedanken zur Basalversorgung aufs Insulin abschieben und mich lediglich um die Bolus-Versorgung kümmern.

  • Ich benutze auch Tresiba und bin in Summe durchaus zufrieden damit. Zwei Nachteile fallen mir aber doch immer mehr auf:


    • bei körperlicher Aktivität kann man mit weniger Basal überhaupt nichts ausrichten (bis sich das eingependelt hat, dauert viel zu lang). Es bleibt also nur: mehr KH futtern. Das ist nicht gerade ideal!
    • Tresiba liefert eine nahezu perfekt gleichmäßige Basalversorgung. Aber das ist, zumindest bei mir, auch nicht unbedingt das gelbe vom Ei. Je länger ich mich selber beobachte, umso mehr erkenne ich, daß der tatsächliche Basalbedarf im Verlauf des Tages durchaus schwankt. Wenn ich es wählen könnte, müsste ich abends mehr Basal haben und in der ersten Nachthälfte weniger. Ich liebäugle, unter anderem deswegen, immer mehr mit einer Insulinpumpe.