Lipodystrophien an Insulininjectionsstellen

  • Interessant, dass es dafür nun auch endlich ein Ultraschallverfahren gibt, aber wo hat wer diese schon mal nutzen können, um genau zu erkennen, welche Hautpartien noch geeignet sind für Inuslininjektionen?


    Meine Spritzstellen aus DDR-Zeiten , die Ich seit 30 Jahren nicht mehr benutzt habe, haben vor 3 Jahren angefangen zu schmerzen. Wer hat noch Probleme damit und wie seit ihr derartige Altlasten wieder los geworden?


    Und warum messen wir nicht überall aus, welche Hautpartien noch bzw. nicht geeignete sind für Insulininjektionen?


    https://www.researchgate.net/p…iagnostics_and_prevention


  • Ich hab nur die Zusammenfassung gelesen, die Volltext-PDF lädt er mir leider nur in Russisch runter.X/

    "Ultrasound" hat nichts mit Sonden zu tun, sondern ist das englische Wort für Ultraschall, also das mit dem Glibber und dem Schallkopf und den grisseligen Bildern, auf denen nur der Arzt was erkennt.

    Eigentlich ist die Untersuchung der Injektionsstellen im DMP vorgeschrieben. Bei mir ist es leider auch erst zu spät gemacht worden. Deshalb habe ich auch eine kleine Wampe, in der das Insulin nicht mehr so gut wirkt. Obwohl ich jahrelang diese Stellen ausgespart habe, haben sie sich nie wieder zurückgebildet. Auch oberhalb des Bauchnabels habe ich leichte Hubel.:blush:

    Nicht schön, aber auch nicht mehr zu ändern.

    Die verfügbaren Flächen werden durch solche Veränderungen halt kleiner und dadurch steigt natürlich das Risiko auch die Restflächen zu schädigen.


    LG

    zuckerstück

    „Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr merken, dass man Geld nicht essen kann.“

    Zitat stammt aus dem Jahr 1972 von der kanadischen Autorin und Filmemacherin Alanis Obomsawin

  • Das kann ein Riesenproblem werden. Nach ca. 18 Jahren Pumpe, davor Novopens, davor Einwegspritzen und davor den alten Glaskolbenspritzen sind meine Oberschenken und die Bauchdecke kaputt. Ich bin deshalb vor einigen Monaten auf Hintern und etwas oberhalb umgestiegen. Mal schauen, wie lange das gut geht. Was dann? Vielleicht noch die Oberarme? Dann gehen mir aber die Ideen aus. Ich glaube, ich muss einmal meine Diabetologin auf das Problem ansprechen. Vielleicht weiß sie Rat. Ich weiß nur, dass viele von uns und zwangsläufig die, die schon einige Jahrzehnte den Diabetes an der Backe haben, davon betroffen sind.

    Gruß Heiner

  • Eigentlich ist die Untersuchung der Injektionsstellen im DMP vorgeschrieben.

    das wird zb bei mir auch jedesmal brav gemacht. Ich weiß nur nicht, ob das gut gemacht ist? ein Blick über meinen Bauch und die Frage "irgendwo was verhärtet?" Reicht das?

  • Eigentlich ist die Untersuchung der Injektionsstellen im DMP vorgeschrieben.

    das wird zb bei mir auch jedesmal brav gemacht. Ich weiß nur nicht, ob das gut gemacht ist? ein Blick über meinen Bauch und die Frage "irgendwo was verhärtet?" Reicht das?

    Wenn das in die Kategorie "ausreichend" gehört, ich würde das eher in die Kategorie Frechheit eingruppieren. Bei mir wurde das in über 50 Jahren Typ I nicht ein einziges Mal untersucht. Meine Diabetologin hat es auch noch nie gemacht und könnte das wohl auch gar nicht, außer sie hätte übersinnliche Fähigkeiten. Es ist ein bescheidenes Gefühl wenn man nicht mehr weiß wo man demnächst alternativ Injektionen unterbringen soll.

    Gruß Heiner

  • Nein, durch Darübergucken sieht man die Veränderungen erst, wenn es ganz schlimm ist.

    Beim Abtasten müsste jemand mit viel Übung stärkere Verhärtungen spüren durch den Vergleich mit dem gesunden Gewebe. Aber das können die Ärzte natürlich nur, wenn sie Übung haben, und Übung bekommen sie nicht durchs Darüberschauen, da schließt sich dann der Kreis wieder.:rolleyes:


    Solche Ausmaße kann eine Hypertrophie annehmen.  =O


    LG

    zuckerstück

    „Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr merken, dass man Geld nicht essen kann.“

    Zitat stammt aus dem Jahr 1972 von der kanadischen Autorin und Filmemacherin Alanis Obomsawin

  • Beim Abtasten müsste jemand mit viel Übung stärkere Verhärtungen spüren durch den Vergleich mit dem gesunden Gewebe. Aber das können die Ärzte natürlich nur, wenn sie Übung haben,

    hm, Ärzte? Das macht bei mir nicht der Arzt sondern wer von den anderen, Dia-Schwester, Dia-Beraterin, keine Ahnung. Halt die, die mich wiegt, Fußkontrolle macht und so.

  • Körperliche Untersuchungen und Medikamentenplan macht bei mir der Dia-Doc und wenn einer von uns beiden das Bedürfnis hat, besprechen wir die Therapie und andere 5hemen. Ansonsten wird das sog. Diabetes-Profil (Blutzucker, hba1c, wiegen, Blutdruck und Puls) durch die Arzthelferin gemacht und bei Fragen zur Pumpe und bezüglich der Therapie wende ich mich meist an meine Diabetesberaterin.

    Die Begutachtung und das Abtasten der Spritzstellen kenne ich seit den 90ern und es wird regelmäßig 1x jährlich gemacht. Wie es scheint bin ich an eine Praxis geraten, die gut organisiert ist.

    Ich habe ein einfaches Rezept, um fit zu bleiben - Ich laufe jeden Tag Amok.

    Hildegard Knef

  • Ja, also ich sehe schon, das Problem habe etliche und es stimmt einfach nicht für jeden, dass sich die Spritzstellen bei Nichtbenutzung regenerieren. Ein zerstörtes Unterhautfettgewebe bleibt zerstört. Bei mir trifft es die Oberarme, Oberschenkel, die Hüften, und nun auch die Bauchdecke. Die Diabetologen haben keine Ideen, wie man das wieder regenerieren kann und ich weiss auch nicht, wo ich die nächsten 20 Jahre noch hinspritzen soll. Zumal ich auch im Bauchraum nicht mehr genau sagen kann, welche Stellen noch gehen und welche nicht mehr .......

    Würde mir schon ein zuverlässigeres Verfahren zur Untersuchung der Spritzstellen wünschen - noch mal spritzen, wenn das Insulin nicht ankommt, ist weniger erquicklich...

    BB:(

  • Oberhalb der Hüften vielleicht, in die Flanken, weiter zum Rücken?


    Ich leg mir die Pumpenkanüle manchmal eine Handbreit unter der Brust, etwas seitlich oder mittig. Aber sich in der Öffentlichkeit dort spritzen, na, ja...:wacko:

    Aber zuhause könntest du solche Bereiche nutzen.:)


    LG

    zuckerstück

    *Ich komm mir vor wie Drogenabhängig bei der Beschreibung, Gibt es da nicht welche, die sich zwischen die Fußzehen spritzen, weil alles andere vernarbt ist?:/

    „Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr merken, dass man Geld nicht essen kann.“

    Zitat stammt aus dem Jahr 1972 von der kanadischen Autorin und Filmemacherin Alanis Obomsawin

  • Mir geht es ähnlich.... an den Oberschenkeln ist beidseitig ein großes Areal unbrauchbar, weil sich dort das Fettgewebe komplett zurückgebildet hat, d.h. es ist verschwunden und an den Stellen ist eine große Delle... in meiner Kindheit gab es noch das nicht hochgereinigte Schweineinsulin, das das leider ausgelöst hat :pinch:... daneben klappt es noch ab und zu, aber nicht zuverlässig, weshalb ich da jetzt den Sensor setze... der läuft dort ;)

    Oberschenkel fiel also aus, dann jahrelang mit Spritze in den oberen Hüftbereich, danach 20 Jahre Bauch mit Pumpenkanülen - aus Unwissenheit leider Teflon und daher dort gefühlte millionen Mininarben, aber keine Verhärtung. Jetzt seit 3 Jahren Stahlkanülen, was aus meiner Sicht schonender ist.

    Dann habe ich 4 Monate auf ICT umgestellt in der stillen Hoffnung, das Gewebe würde sich erholen. Und das hat es, zumindest teilweise.

    Gerade experimentiere ich mit den ultrafeinen Orbit micro mit 8,5 mm (vorher immer 6 mm) am Bauch, um eine andere Gewebetiefe zu erreichen.... bisher ganz gute Erfahrungen, allerdings meide ich noch die früheren Lieblingssetzstellen.....


    Der Wechsel auf Stahl ist für Bettina Berger beim Pod natürlich nicht möglich :(


    Mein Doc guckt nicht danach, d.h. er fragt selten mal, ob was verhärtet ist, aber wie ich bei mir erleben mußte, reichen schon die Narben, um das Insulin nicht vernünftig zu transportieren.... mal gucken, wie die nächsten Jahr so laufen ;)

  • in meiner Kindheit gab es noch das nicht hochgereinigte Schweineinsulin, das das leider ausgelöst hat

    Unterschreib ich dir.

    Die Stellen habe ich auch verhärtet und dellig.

    danach 20 Jahre Bauch mit Pumpenkanülen - aus Unwissenheit leider Teflon und daher dort gefühlte millionen Mininarben

    unterschreib ich auch, item.

    Durch die Teflon, hab ich Stellen am Bauch, die zwar nicht schmerzen, beim Setzen, der Jetzt Stahlkanülen, aber da kommt kein Insulin irgend wo an...:hechel:

    Stahlkanülen, was aus meiner Sicht schonender ist.

    Da bin ich ganz bei dir.

    Die sind viel schonender, vorausgesetzt, sie sitzen gut und nicht auf schrägen Muskelgewebe... das ist auch übel.


    Übrigens hat das letzte mal vor ca. 25 Jahren bei mir jemand die Spritzstellen untersucht.

    Bei mir wird es sehr selten mal abgefragt...mit so Sätzen wie "Und sonst irgend welche Probleme".

    Das scheint ja tatsächlich nicht so gängig zu sein. :/

    Denken hilft ! :/


    Glaub nicht alles was Du denkst. :party:


    "Wenn du tot bist, dann weißt du nicht, dass du tot bist.

    Es ist nur schwer für die anderen.


    Genauso ist es, wenn du blöd bist“.:rofl:thumbup:




    Wenn ich kann bin ich immer nett. Bin ich nicht nett, kann ich gerade nicht. 8o

    2 Mal editiert, zuletzt von bierernst ()

  • Ja , das Schweine- und Rinderinsulin hat diese "Löcher" gemacht, die heutigen Insuline machen stattdessen "Beulen".

    Schwere Entscheidung, hättest du lieber Beulen oder Löcher? :rolleyes:


    Ich benutze konsequent nur Stahlkanülen und habe auch jedem Überredungsversuch von seiten der Diabetesberaterin widerstanden (abzüglich einem Jahr mit dem Omnipod, da bin ich durch die Werbung schwach geworden:blush:).

    "Aber wieso nehmen sie denn Stahlkanülen, Teflon ist doch viel angenehmer...Nein, die machen keine Narben..."

    Die Narben vom Omnipod sieht man am Oberarm nach vier Jahren immer noch.:pinch:


    LG

    zuckerstück

    „Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr merken, dass man Geld nicht essen kann.“

    Zitat stammt aus dem Jahr 1972 von der kanadischen Autorin und Filmemacherin Alanis Obomsawin

  • Übrigens hat das letzte mal vor ca. 25 Jahren bei mir jemand die Spritzstellen untersucht.

    Bei mir wird es sehr selten mal abgefragt...mit so Sätzen wie "Und sonst irgend welche Probleme".

    Das scheint ja tatsächlich nicht so gängig zu sein. :/

    Hm, bei mir machen die das tatsächlich alle 3 Monate, inklusive Abtasten. Aber die machen auch alle 3 Monate die Fusskontrolle, scheinbar hab ich da welche erwischt die sehr gründlich sind :thumbup:



    Ja , das Schweine- und Rinderinsulin hat diese "Löcher" gemacht, die heutigen Insuline machen stattdessen "Beulen".

    Schwere Entscheidung, hättest du lieber Beulen oder Löcher? :rolleyes:

    Spritz das heutige Insulin in die Löcher von damals, das gleicht sich aus :bigg

    "Gibt das Leben dir Zitronen, frag nach Salz und Tequila..." SDP

  • BD-9-Fragen-zum-Thema-Lipohypertrophien.pdf


    Auf Seite 4 und 5 wird beschrieben, wie man Lipodystrophien durch Abtasten erkennen kann.

    Wenn ich nach der Faltendicke meiner Haut gehe, darf ich am Bauch aber fast nirgendwo mehr spritzen.:pinch:

    Vielleicht doch zwischen die Fußzehen oder ins Schulterblatt?:S


    LG

    zuckerstück

    „Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr merken, dass man Geld nicht essen kann.“

    Zitat stammt aus dem Jahr 1972 von der kanadischen Autorin und Filmemacherin Alanis Obomsawin

    3 Mal editiert, zuletzt von Zuckerstück ()