Guckt mal was ich gelesen habe, Neues um die Diabetestherapie

  • Was haltet ihr von einer Pumpe mit echter KI, die endgültig entscheidet?

    Sehr viel. Die von dir angenommenen fehlenden Parameter fehlen bie der KI nicht, denn du musst sie vorab erfassen, damit die KI überhaupt arbeiten kann. Durch die Erfassung erhält die KI dochne erst die individuellen Vorgaben für die Therapie. Die khs müssen ebenfalls vor jeder Malzeit angegeben werden, dann kommt die KI dran. Khs + noch wirksames Insulin ergibt die Malzeitendosis (in etwa). KI ohne Parameter macht überhaupt keinen Sinn.

  • KI ohne Parameter ist Selbstmord. Außer du schaffst es ein Insulin zu entwickeln, was binnen 30 Minuten vollkommen "durch" ist. Dann kannst du diese Regelung mit vergleichsweise simplen Algorithmen in den Griff bekommen.


    KI ist grundsätzlich nett. Aber auch diese scheitert an angeborener Dummheit.

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    Nix Diabetes - das ist lediglich Glucose-Intoleranz.

  • Da hat sich dein Augenarzt aber etwas vertan. Die Urinteststreifen sind schon wesentlich länger her als 20 Jahre, genauso wie die ersten Bz-Teststreifen. Meine 1. Pumpe hab ich vor ca. 22 Jahren bekommen.

    Schau Dir den Text nochmal an. Da steht nicht drin, dass vor 20 Jahren noch mit Urinteststreifen kontrolliert wurde, sondern dass viele der Patienten, die der Augenarzt vor 20 Jahren sah schon viele Jahre hinter sich hatten mit Urinteststreifen und unregelmäßigen Kontrollen beim Hausarzt.

    Ich habe auch schon über 20 Jahre kekne Urinteststreifen mehr zur Zuckerkontrolle, aber ich habe viele Jahre mit diesen Strtifen und Clinitest gelebt.

  • Schau Dir den Text nochmal an. Da steht nicht drin, dass vor 20 Jahren noch mit Urinteststreifen kontrolliert wurde, sondern dass viele der Patienten, die der Augenarzt vor 20 Jahren sah schon viele Jahre hinter sich hatten mit Urinteststreifen und unregelmäßigen Kontrollen beim Hausarzt.

    Ich habe auch schon über 20 Jahre kekne Urinteststreifen mehr zur Zuckerkontrolle, aber ich habe viele Jahre mit diesen Strtifen und Clinitest gelebt.

    Genau so war's gemeint.

    Vor 20 Jahren hat er die Diabetiker behandelt, die nochmal 20, 30 Jahre vorher nur urinsticks zur Verfügung hatten.

    Ich bin auch schon über 35 Jahre dabei - aber von Anfang an mit BZ-Teststreifen (wenn auch anfangs streng rationiert)

  • Sehr viel. Die von dir angenommenen fehlenden Parameter fehlen bie der KI nicht, denn du musst sie vorab erfassen, damit die KI überhaupt arbeiten kann. Durch die Erfassung erhält die KI dochne erst die individuellen Vorgaben für die Therapie. Die khs müssen ebenfalls vor jeder Malzeit angegeben werden, dann kommt die KI dran. Khs + noch wirksames Insulin ergibt die Malzeitendosis (in etwa). KI ohne Parameter macht überhaupt keinen Sinn.

    Ja, aber das haben die nicht so dargestellt und offensichtlich auch nicht so gemeint.

    Dass man die Parameter vorher eingeben muss, war dem Teilnehmerkreis fremd und meine Aussage dazu war ja wohl auch dem Arzt "neu".


    Dafür kam die Aussage. "Die KI entscheidet endgültig über die Insulinabgabe".

    In einigen Pumpen haben wir ja jetzt schon eine "KI", wenn alles richtig eingegeben wird und auch die prognostiziert Bewegung und der geplante Mittagschlaf so erfolgen.


    Ich wüsste auch nicht, wie eine KI in einer Pumpe ohne Eingabe von Parametren (auch kurz vor der Insulingabe) funktionieren könnte. Und dann kommen erst noch die technischen Anforderungen mit der BZ-Erfassung usw.

  • Ja, aber das haben die nicht so dargestellt und offensichtlich auch nicht so gemeint.

    Ich habe das DBLG1 zu meiner Spirit-Pumpe und dem Descom G6. KI für sich ist genauso dumm und blöd wie ein einzelnes Byte. Sie lebt von den einzelnen auf deine Person bezogenen Vorgaben (Basalraten, IE pro 10 gr. kh in welchem Zeitfenster. Das sind die Grundvorgaben. (ich hoffe, ich hab nichts grundsätzliches vergessen.) Dazu benötogt die KI natürlich die aktuelle Uhrzeit aus dem Netz oder durch den User eingegeben. Im Grunde kann man dann starten. Wenn du jetzt zur Malzeit sagst, ich möchte 30 gr. kh essen, gibt die KI eine Empfehlung aus, wieviel Insulin du dafür nach deinen Vorgaben benötigst. Du kannst an der Stelle noch Änderungen an der Insulinmenge vornehmen, solltest es aber nicht tun. Warum: die KI ist lernfähig. Man rechnet ein Zeitfenster von ca. 4 Wochen, dann sollte das System gut funktionieren (zumindest war es bei mir so). Man sollte in dieser Phase auch einmal hohe Bz-Werte hinnehmen, denn daraus lernt die KI und stellt sich mehr und mehr auf deine Verhältnisse und Gewohnheiten ein. Das bedeutet natürlich, dass man während dieser Phase die Füsse stillhalten muss und man der KI und ihrer Lernfähigkeit vertrauen muss.

    Das als kurzer Abriss, was die KI u.a. macht und was du noch machen bzw. beeinflussen kannst. Ich hab es so gemacht, hab einen hBA1 C 5,4, und komme mit meinem System gut klar.

    Es kann Situationen geben, die weder du noch die KI voraussehen können, wie z.B. eine Grippe oder auch Corona mit Fieber usw. Dafür gibt es bei mir die sogenannte "Aggressivität", die ich einstellen kann für bestimmte Situationen wie z.B. Hypo usw. Sie hängt natürlich unmittelbar mit meinen Vorgaben zu meinem als Zielwert (optimaler Bz) vorgegeben Bz nach einer Malzeit. Die kann in solchen Sondersituationen aber auch zu den normalen Malzeiten prozentual eingestellt werden. Grundeinstellung sind immer 100 % entsprechend deiner Grundeinstellungen IE/kh/Malzeit. Ist mein Bz nach einer Malzeit regelmäßig außerhalb des Zielbereichs, passe ich die % entsprechend +/- an.

    Das kann und macht die KI und ich alles im Zusammenspiel.

  • Heiner
    Ja, so würde es wohl funktionieren, ist aber nicht die "KI", die gemeint wurde.


    Auch du beschreibst nicht, dass die KI endgültig über die Insulinabgabe entscheidet - ist meines Erachtens auch nicht möglich. Es ist eben keine wirkliche KI in den Pumpen, allerdings ein oft brauchbarer Algorithmus.


    Ich erwarte allerdings von einem Institut einer Uni mehr Hintergrundwissen. Schade, dass Fragen nach der Akzeptanz von KI mit solchen Bespielen (KI kann alles) untermauert wurden.

  • Brander-Diab

    Einer KI, die im medizinischen Bereich zum Einsatz käme, würde ich nie ganz trauen. Die abschließende Kontrolle sollte immer beim Betroffenen bleiben.

    Ich würde sagen, so wie du es beschreibst, das ist die finale KI, ohne jedweden Zugriff oder Kontrolle durch den Nutzer. Ich denke, das wird lange Zeit Phantasie bleiben. Ich möchte mein/unser Leben auch nicht abschließend von einer KI gesteuert wissen. Stell dir einmal vor, du möctest als diabetiker ein -Stückchen Schokolade essen und die KI klopft dir sprichwörtlich dabei auf die Finger. Das ist ein harmloses Beispiel. Es ginge auch krasser. Denk an George Orwell.