Erfahrungen: YpsoPump

  • Ypso kocht looptechnisch ein eigenes Süppchen?

    Ursprünglich war das geplant, aber nachdem es sich so lange hingezogen hat (hüstel), haben sie sich wohl von dem in die Jahre gekommenen (um es gelinde zu formulieren) Type-Zero-Algo (den auch die TSlim verwendet) endgültig verabschiedet und machen lieber gleich etwas, was (zumindest im kommerziellen Bereich) state of the art ist, ergo Cam-APS.

    Seit Mai 2022 bin ich Mitarbeiter der Fa. Mediq Direkt GmbH, zuständig für Diabetestechnologie (insbesondere AID) im Raum Berlin/Brandenburg

  • Danke für die Info, Jörg! Ich habe inzwischen festgestellt, dass die Verstopfungen bisher nur bei selbst aufgezogenen Ampullen vorgekommen sind. Hat also vielleicht wirklich was zu tun mit der von Dir angesprochenen Gleitfilm-Thematik. Ich beobachte weiter.


    Eine weitere Unschönheit sind die häufigen Bluetooth-Alarme, die die Pumpe abgibt. Selbst wenn das Handy in Reichweite ist, geht öfter mal der Alarm los (bis mehrmals täglich), obwohl überhaupt keine Bluetooth-Anforderung da ist. Dafür braucht es u.U. auch mal bis zu einer Minute, wenn ich die App am Handy aufrufe, bis die Pumpe das aktive Insulin meldet. Hier gibt es, meiner Ansicht nach, noch reichlich Verbesserungsbedarf bei Ypsomed. Hat noch jemand das Problem?


    Schöne Grüße,

    Michael

  • Hallo zusammen,


    ich nutze die Ypsopump seit knapp vier Jahren mit Stahlkathetern. Hatte vorher die Minimed Paradigm 512 und war damit sehr glücklich. Die Ypsopump konnte mich leider nicht überzeugen und ich freue mich schon sehr, im Sommer für ein anderes Modell entscheiden zu dürfen.


    Ein Vorteil der Ypsopump ist natürlich die Größe und das Gewicht. Da ich relativ wenig Insulin benötige kam ich mit dem größeren Reservoir von 1,6 ml immer gut zurecht.


    Was mich stört, ist das teilweise verschachtelte Touch-Menü. Ich finde die Symbole sowie die Menüführung auch nicht unbedingt intuitiv. Probleme gibt es regelmäßig beim Füllen der Reservoirs (was an dem Gleitfilm liegen könnte - hab's gerade hier gelesen). Ich ziehe seit acht Jahren mein Insulin aus DSF auf und hier passiert es regelmäßig, dass ein Unterdruck (?) entsteht und das Reservoir in der Pumpe im Insulin schwimmt und ich mich über komische BZ-Werte wundere. Diese Woche hatte sich der Stempel verkantet. Die Pumpe gibt da allerdings keinen Alarm, da muss man schon selbst drauf kommen!


    Die Orbitkatheter sind eine schöne Variante, sofern man sie korrekt ansteckt. Ein paar Mal haben sie sich unbemerkt nachts gelöst. Das Resultat daraus ist sicher allgemein bekannt.


    Außerdem finde ich es nicht gut gelöst, Alarme tatsächlich nur über den Touchdisplay quittieren zu können. Diskret wegdrücken ist z.B. in Meetings oder anderen ungünstigen Situationen nicht möglich.


    Schade fand ich auch, dass mir bereits 2018 versichert wurde, dass mein Insulin bald auch in Patronen für die Pumpe verfügbar sein (Pustekuchen) und sie über App steuerbar wäre (damals m.E. noch nicht, hatte die App kurzzeitig dafür runtergeladen und wurde eines Besseren belehrt).


    Nun habe ich mich ehrlicherweise in den vergangenen Jahren mit der Ypsopump nicht in die Lösung meiner Probleme vertieft. Ich habe es so hingenommen, da die Pumpe für mich einfach laufen und meine Bedürfnisse erfüllen muss. Da bin ich mit der Minimed um Längen besser zurechtgekommen!


    Ich hoffe auf eine bessere Entscheidung in diesem Jahr. Nutze seit geraumer Zeit das Dexcom, was ich super finde!

  • Im großen und ganzen bin ich mit der Ypsopump zufrieden.


    Aber die häufigen Alarme wegen fehlender Bluetooth-Verbindung kann ich bestätigen MichaelBe


    In Kombi mit folgendem ist das echt nervig

    Außerdem finde ich es nicht gut gelöst, Alarme tatsächlich nur über den Touchdisplay quittieren zu können. Diskret wegdrücken ist z.B. in Meetings oder anderen ungünstigen Situationen nicht möglich.

    Blöd ist auch, dass ein nicht bestätigter Alarm beim zweiten Mal auch mit einem akustischen Alarm ausgegeben wird. Das Piepsen kann man leider nicht deaktivieren :( Nur der Vibrationsalarm würde mir vollkommen reichen.


    Die Lösung dieser Probleme erhoffe ich mir, wenn man die Pumpe über das Handy bedienen kann. Irgendwann kommt das vielleicht noch. Ich gebe die Hoffnung nicht auf. (Laut Homepage angeblich im Frühjahr 2022 :rofl Edit: Im Frühjahr 2022 soll nur die Bolus-Abgabe über das Handy möglich sein. Die Pumpensteuerung soll erst später kommen.)

    Einmal editiert, zuletzt von Goldkatze ()

  • Gibt es eine Möglichkeit, die mylife-App auf einem Smartphone anzuwenden, das nicht von Dexcom freigegeben ist?

    Das Schwierige am Diskutieren ist nicht, den eigenen Standpunkt zu verteidigen, sondern ihn zu kennen.

  • Gibt es eine Möglichkeit, die mylife-App auf einem Smartphone anzuwenden, das nicht von Dexcom freigegeben ist?

    Die App sollte ohne Probleme laufen. Was aber nicht geht ist die Anzeige der Dexcomwerte in der App.

    Quidquid agis prudenter agas et respice finem.
    Was auch immer du tust, tue es klug und bedenke das Ende.

  • Deswegen frage ich nach. Die App kann ich starten und einrichten, auch ohne Pumpe. Beim G6 kommt aber sofort die Meldung, dass mein Smartphone nicht kompatibel ist, trotz der nicht original Dexcom-App. Damit scheidet für mich die Ysopump aus.

    Das Schwierige am Diskutieren ist nicht, den eigenen Standpunkt zu verteidigen, sondern ihn zu kennen.

  • Deswegen frage ich nach. Die App kann ich starten und einrichten, auch ohne Pumpe. Beim G6 kommt aber sofort die Meldung, dass mein Smartphone nicht kompatibel ist, trotz der nicht original Dexcom-App. Damit scheidet für mich die Ysopump aus.

    Für mich dieses Jahr auch noch. Dann sind endlich die 4 Jahre rum. Die App ist ein "Wunderwerk" der Programmierkunst ... für das banale Anzeigen des G6 in der App haben die immerhin 1 Jahr zum Ursprungstermin überzogen um dann die Beschränkungen der G6 App gleich noch mit zu übernehmen. Zum Loop laufen ja gerade große Ankündigungen ... schaun wir mal.

    Quidquid agis prudenter agas et respice finem.
    Was auch immer du tust, tue es klug und bedenke das Ende.

  • Hallo. Geht jemand mit der Ypsopump ins Wasser schwimmen? Bin grad dabei eine neue Pumpe zu wählen.

    MIt der Medtronic 640g war ich immer schwimmen etc. Ohne Probleme (Ausser sie hatte ein Haarriss und wasser kam rein^^).

    Mir ist bekannt das man nicht tief tauchen soll, aber mal kurz abkühlen oder 1-2 Bahnen schwimmen, dafür brauch man sie nicht ablegen odre ist sie so sensibel?


    Hier drauf gibt der Hersteller Garantie:


    • Wasserschutz-Klassifikation: IPX8 nach EN 60529 (Untertauchen 1 m bis zu 60 Minuten)


    IPX8 gibt aber vor Schutz vor Schäden nach Untertauchen auf unbestimmte Zeit (max. Tiefe variiert) auch bis 2 Meter.


    Kann man normal beruhigt ins Wasser oder wie sieht ihr das?

    Meine Medtronic is leider 2 mal kaputt gegangen (Garantiefall aber) bedingt weil sie ein Haariss hatte und Wasser rein kam. Ansonsten nie Probleme gehabt. Die ist halt leider sehr wuchtig die Pumpe und man stößt sich gerne mal daran.

  • Ich fand die Pumpe selten interessant, aber die Möglichkeit mit Dexcom und CamAsp klingt gut, zumal Ypsomed die Kosten für das CamAsp trägt.

    Menschen lügen aus vielerlei Gründen, aber niemals ohne Grund.

  • Kann man normal beruhigt ins Wasser oder wie sieht ihr das?

    Ich lege meine Pumpe grundsätzlich ab, wenn ich ins Wasser gehe. Mir ist es viel zu heikel, wenn die Pumpe danach defekt wäre und ich mich mit der KK wegen der Garantie abstreiten müsste. Und so einen Haarriss kann ich einfach nicht ausschließen.

  • Ich lege meine Pumpe grundsätzlich ab, wenn ich ins Wasser gehe.

    Gute Entscheidung! Auch wenn das in den meisten Fällen von der Garantie abgedeckt ist, so lange man nicht stundenlang über den Ärmelkanal schwimmt, lässt sich eine Unterbrechung und Ablegen der Pumpe sicher leichter managen als ein Garantiefall (auch z.B. wenn man irgendwo außer Landes im Urlaub ist).

    Seit Mai 2022 bin ich Mitarbeiter der Fa. Mediq Direkt GmbH, zuständig für Diabetestechnologie (insbesondere AID) im Raum Berlin/Brandenburg

  • Meine Disetronic D-Tron habe ich noch mit gutem Gefühl ins Wasser mitgenommen. Die war wirklich ein undurchdringlicher Klotz. 😁


    Seitdem aber auch keine Pumpe mehr, aus schon genannten Gründen.

  • Größtenteils bin ich mit der Ypsopump zufrieden. Aber was mich wirklich nervt: Sie gibt keinen Voralarm, dass die Batterie bald leer ist. Stattdessen schlägt sie gleich vollen Alarm (Vibration & lautes Piepsen), dass die Batterie sofort gewechselt werden muss. Sowas kann man gut gebrauchen, wenn man gerade in einer Besprechung ist (Achtung Ironie).

    Das Modell wird definitiv getauscht, sobald ein Wechsel wieder möglich ist.


    Oder sie ändern, dass die akustischen Alarme deaktiviert werden können.

  • Sie gibt keinen Voralarm, dass die Batterie bald leer ist.

    Wie wäre es, vorher rechtzeitig zu wechseln? Sicher hast du doch Erfahrung, wie lange so eine Batterie hält. Einfach in diesem Zeitraum vorher wechseln. Müssen wir doch mit Kanülen und Reservoiren auchmachen. :)

    Seit Mai 2022 bin ich Mitarbeiter der Fa. Mediq Direkt GmbH, zuständig für Diabetestechnologie (insbesondere AID) im Raum Berlin/Brandenburg

  • Wie wäre es, vorher rechtzeitig zu wechseln?

    Naja, beim Batteriesymbol wurden von 5 Balken noch 2 angezeigt. Da gehe ich nicht davon aus, dass von jetzt auf gleich die Batterie gewechselt werden muss und ein penetranter Alarm kommt. Und tatsächlich habe ich noch nie darauf geachtet wie lange eine Batterie läuft - 2 Wochen, 3 Wochen, 4 Wochen? Keine Ahnung.

    Kanüle und Resevoir finde ich da übersichtlicher und eindeutiger. Kanüle alle zwei Tage. Beim Reservoir wird die Restmenge ja angezeigt und es gibt einen Hinweis, dass es bald leer ist.

  • Ich fand die Batterie-Vorwarnung auch immer sehr wichtig und nützlich. Konnte ja sogar schon die D-Tron. Bin ein bisschen erstaunt, dass die Ypsopump das offensichtlich nicht kann.