Wer von Euch arbeitet in der Pflege

  • Hallo Ihr Lieben,

    wer von Euch arbeitet in der Pflege?

    Ich habe jahrelang ambulant gearbeitet. Seit 2,5 Jahren arbeite ich in einer stationären Einrichtung als Nachtwache.

    Jetzt stehe ich allerdings vor dem Entschluss wieder in den Tagdienst zu gehen.

    Meine Diabetologin hat mir dazu geraten. Ich arbeite nur in Teilzeit (20 Std. Woche) und so soll es auch bleiben, da ich gesundheitlich nicht mehr Stunden leisten kann.

    Der Grund zum Wechsel ist, dass ich das mit meinen BZ Werten nicht hinbekomme. Extreme Schwankungen trotz Pumpe. Ist ja klar, der Biorythmus ist ja komplett durcheinander. Da nützt es mir auch nichts, dass ich verschiedene Basalratenprofil in der Pumpe (Tslim x2) einstellen kann.

    Ich mache 2 bis 3 Nächte die Woche und so schnell stellt der Körper sich ja nicht um.

    Nun stehe ich halt vor der Entscheidung ob ambulant oder stationär.

    Was ist einfacher, bzw. nicht ganz so stressig?

    Wo stehe ich mir besser, auch wegen Diabetes?

    Ambulant habe ich zwischen den Fahrten besser die Möglichkeit auf meinen BZ zu achten und gegebenenfalls dagegen zu steuern. Stationär vielleicht schwieriger.

    Wie sind Eure Erfahrungen?


    Lieben Dank für Eure Antworten.

    Liebe Grüße, Doris :laub

  • Ich habe bis vor meinem Totalausfall 2014 ca. 20 Jahre in der ambulanten Pflege gearbeitet.

    Stress hast du auf beiden Schienen mehr als genug. Ambulant bist du im Prinzip Einzelkämpfer. Stationär ist teamplay gut möglich, insofern das Personal dazu in der Lage ist. Ist auch nicht überall gegeben.

    In der ambulanten gibt es häufig keine Teilzeitstellen. Dort fährt man dann weniger Tage eine Vollzeittour. Da müßtest du gezielt darauf achten, dass man eine Teilzeittour einrichtet.

  • Ich hab beides gemacht, stationär und ambulant. Stressig war es auf beiden Seiten: stationär, weil man da extremes Multitasking leisten musste und ambulant, wenn die Tourenpläne eng getaktet waren. Trotzdem konnte ich ambulant besser auf meinen DM aufpassen (und die Basalraten um 80 % reduzieren).

    Ambulant könnte ich mir vorstellen es mit heutigen Mitteln besser hinzukriegen: Sensor nutzen und die Werte auf eine Smartwatch übertragen, wo man zwischendurch immer mal einen Blick darauf werfen kann, bzw. sich von der Smartwatch daran erinnern lassen es zu tun.

    Mit Pumpe und Sensor kann man den BZ jedenfalls deutlich präziser steuern als nur mit gelegentlichen BZ-Messungen.


    Aktuell arbeite ich jetzt aber seit 15 Jahren im Homeoffice und das passt für mich am besten. Ich hab meistens nur noch den Stress, den ich mir selber mache, hab jedes WE frei und muss kein mieses Gefühl mehr haben, wenn das Telefon klingelt (weil da keiner mehr fragen wird, ob ich am WE einspringen kann).


    Viele Grüße
    Jörg

  • Entscheidend sollte vor allem die Fahrtauglichkeit sein. Präziser steuern bedeutet ja nicht, dass man z.B. von Hypos sicher verschont bleibt.

    In vielen ambulanten Pflegediensten fährst du locker deine 30 Kandidaten in einer Schicht an.

  • Bin Intensivkrankenpfleger seit 30 Jahren.

    Im 3 Schichtsystem.

    Und immer noch ohne Pumpe. Denke ohne Pumpe doch nicht so angebunden zu sein.

    Eine gute Abdeckung beim Essen und BZ korrigieren macht eine Pumpe eigentlich überflüssig.

    Den kleinen Picks mehrmals am Tag ? 💩 Drauf😊😊

  • Bin Intensivkrankenpfleger seit 30 Jahren.

    Im 3 Schichtsystem.

    Und immer noch ohne Pumpe. Denke ohne Pumpe doch nicht so angebunden zu sein.

    Eine gute Abdeckung beim Essen und BZ korrigieren macht eine Pumpe eigentlich überflüssig.

    Den kleinen Picks mehrmals am Tag ? 💩 Drauf😊😊


    Ich glaube nicht, dass hier eine Pumpe vs. Pen Diskussion sein muss. Hat mit dem Thema nicht wirklich was zu tun.

  • bin auch Intensiv- und Anä...krankenschwester seit mehr als 3 Jahrzehnten. Habe bis 2009 sehr gerne Nachtdienst gemacht, dann wurde der Dienst so geändert, dass man einen Ausschlaftag hatte und dann ging es u. U. schon am nächsten Tag weiter...........das habe ich dann nicht mehr mitgemacht. Die Pumpe ist bei Schichtwechsel und natürlich mal frei das Beste für mich - könnte mir ICT nicht mehr vorstellen.

    Stressig ist es eigentlich immer, wir haben schlichtweg zu wenig Leute, die Pflegeuntergrenze wird umgangen - naja das ist so ein Aushängeschild des Hr. Spahn.......von wegen nur 2 Pat.! Das ist i.d.R. nicht so und kaum zu schaffen, wenn man entsprechende Pat. hat!

    Körperlich sehr anstrengende Arbeit, die mir inzwischen auf die Schultern, manchmal auch auf die Nerven geht...

    Wenn ich 7 Nächte machen könnte und entsprechend frei hätte, würde ich das lieber arbeiten - wie ist das bei dir
    Doris 48 ?? Bei Teilzeit müsste das doch möglich sein!? Da hat man doch längere Zeit dazwischen frei!! Ich arbeite 100%, da ist es bei ein paar Nächten nicht so!

    nest