Wie bereitet ihr euch für eine Reise vor, die in die Tropen geht.

  • Mich würde mal interessieren, was ihr so alles erlebt habt bei einer Flugreise in Tropische Länder wie Thailand, Laos, Vietnam, Kambodscha, Bolivien, Chile, Argentinien, Panama. Auch was habt ihr erlebt bei Höhen über 5000 Meter wie Nepal oder Tibet oder auch Feuerland. Zoll, Hitze, Nässe, Floßfahrt, Elefanten reiten, Urwald, Sumpfland, Moskito, Krankheit, Essen KH ?, usw. :)8)||:urlaub natürlich unter der Brille als Diabetiker.

  • Also ich bin ja generell viel am Reisen und habe (bis auf Australien, hatte es nur bis NZ geschafft, und die Antarktis) alle Kontinente besucht.

    • Zoll: Probleme hatte ich noch nie, am MUC führte man einmal einen Sprengstofftest an einem FL2 Sensor durch, in Chile wurden die Glucagen Spritzen auf Drogen untersucht. In allen anderen Ländern der Welt (nicht mal im strengen China) hatte ich keine Probleme, keine genaueren Untersuchungen oder Nachfragen. 100 Nadeln und Insulin für mehrere Wochen im Handgepäck waren nie ein Problem.
    • Hitze: In der Wüste bei Temperaturen um die 50°C merke ich nur, dass der Körper viel schneller reagiert. Egal ob Insulin oder Zucker, beides wirkt gefühlt viel schneller und stärker. In solchen Umgebungen hab ich oft einen Zick Zack Kurs
    • Nässe (kombiniert mit Hitze), macht mich einfach generell fertig, In den VAE oder in Mexico City komme ich meist fast ohne Basis Insulin aus.
    • Höhe: 5000 Meter hatte ich zwar nicht in Nepal, aber in Peru. Die Höhe macht mir zum Glück nichts aus, der Zucker reagierte hier wie daheim. Sensoren funktionierten ohne Probleme, blutige Abweichung nicht mehr als zu Hause.
  • Leider nicht mehr ganz zeitgemäß, aber ich war 1985 in Argentinien und seehr

    erstaunt, was da alles für Diabetiker angeboten wurde. Zum Beispiel gab es in Glasvitrinen Riesenbruchstücke an Diät-Schokolade, die es so bei uns in Deutschland nicht gab.

    Das höchste, was wir als Berg erklommen hatten, war der Cerro Otto bei Bariloche, der war vielleicht 1400m hoch :rofl und es gab ein tolles Café, wo es in der Mitte des Gebäudes eine Schlittschuhbahn gab. Ich weiß heute noch, wie der Hotelbesitzer (Österreicher) uns mitteilte, ( wie wir fragten, wie können sich den die Argentinier auf dem Land solchen Luxus leisten), gehen sie denen mal nach....:rolleyes:..

    Die jungen Leute haben sehr arm gelebt, aber ziemlich teure Klamotten getragen.....nur um aufzufallen....

    Am Flughafen in Brasilien ging es mir dann soo schlecht, (Montezuma´s Rache?) . daß das damalige Bodenpersonal mich umsonst in ein Flugzeug verfrachtet hatte, ich muß k r e i d e b l e i c h :blerg: gewesen sein und die Cousine meines Mannes hatte fürchterliches über mich erzählt, ich wäre todkrank und müßte sofort nachhause nach Deutschland. Sie haben mich dann durchgewunken........

    Den Sinn des Lebens zu suchen ist legitim, doch sollte man damit nicht zu viel Zeit verbrauchen,
    sonst zieht das Leben an einem vorbei :urlaub

  • Da dies ein Roman würde, beschränke ich mich auf Höhe.

    Ich war am weltweit höchsten Bahnhof (Tanggula Railway Station), knapp über 5000m. Meine höchste Höhe waren 6200m am Gongga Mountain. Dieser liegt nicht in Tibet, nicht in Nepal - er befindet sich in Sichuan und hat ca. 7500m.

    Solche Extreme sind für mich jetzt Geschichte, ich habe es gesehen und gut ist. Die Kopfschmerzen waren entsprechend.

    Diabetes ist ein Türöffner an jedem Flughafen. Dies ist jedenfalls meine Erfahrung. Wenn sie anfangen rumzuzicken, dann fange ich an rumzuzittern und zu stottern. Das bewirkt Wunder.

    Bei mir ist es wie bei Franz11 Antarktis und Nordamerika sind unbesucht - weil ich das so will. Südamerika war Chile und Brasilien.


    Und das hier war mein 'Starbucks' in Bangladesh:


    Das Leben ist kein Zuckerschlecken! :S

  • Australien und Neuseeland und Japan fehlen mir noch, aber sonst war alles dabei. Ich habe eine Wanderung von Macho Pichu nach dem Titicacasee gemacht. War die Wucht. Chile, Argentinien und Feuerland Berge verlangen schon von einem was ab, aber eine gute Höhen Acclimation ist halt Pflicht. Nach Tibet gings mit der neuen Bahn von Kalkutta rauf bis nach Lhasa und zurück mit einer kleinen Machine durch die Täler des Himalayas. Papua-Neuguinea Urwald Trip hat schon, was von der Ausrüstung verlangt. Strom über Solarbatterie hat gelangt um Pumpe und Messgerät zu versorgen. Der größere Brocken war die Filmkamera. Hinten auf dem Rucksack hatte ich eine Solarpaneel die tagsüber die Akkus im Rucksack luden. Tagsüber habe ich fast kaum Insulin gebraucht und in der Nacht ab ca. 24:00 habe ich die Pumpe laufen lassen. Bis heute noch nie Probleme mit dem Insulin gehabt, auch wenn der Urwald dampfte wie in der Waschküche. Da ich einige Sprachen beherrsche habe ich nie am Zoll ein Problem bis jetzt gehabt. Meist durfte ich auch mehr Getränke mit reinnehmen als normal erlaubt war. Das Gewicht vom Handgepäck war meist viel zu hoch, aber es hat sich immer eine Lösung gefunden. Ich bin derzeit eine Reise nach Java am planen zu den dortigen Weltkulturerben und Ersteigung eines tätigen Vulkans. Danach nach Malaysia zur Besichtigung des neuen Tower in Kuala Lumpur und weiter zu den Langhäusern in Indonesien und in den Urwald zu den Einheimischen. Die Antarktis bereist man am besten von Feuerland aus, aber da sollte man schon sich Gedanken machen wie und wo halte ich meine Geräte warm. Auf dem Schiff gehts noch aber dann auf der Antarktis kommen die Probleme wie Kälte, Schneesturm, Iglu, Schneeschuhe, Kraft, Ausdauer. Bis jetzt habe ich alles meistern können und hoffe noch einige Länder auf der Liste abhacken zu können. Wer einmal die richtige Ferne erlebt hat und an sein Grenzen gestoßen ist wird nie mehr davonlassen. Oder ?? Macht weiter so und zeigt das Diabetes kein Hindernis ist.

  • Sonemuolak wow, einfach nur wow, was auch immer Du machst, (positiver) Neid und Bewunderung von mir :D

    Bei längeren Wanderungen haben wir halt meist die A*-Karte gezogen, Powerbank und ein haufen Zucker für mehrere Tage müssen halt mit... Mit meiner Fotoausrüstung war ich bei einer mehrtägigen Wanderung in Peru eindeutig die Person mit dem schwersten Rucksack (über 25kg). Aber gut, wer 5 Objekitve mitnehmen will, darf über die paar Packungen Haribos nicht jammern :D

  • Ja wenn man wie ich auch des Fotografieren frönt und dann noch 4K filmt da wird der Rucksack verdammt schwer. Mit meiner Frau zusammen bringen wir es auf so 60 Kg. Durch viele Flugmeilen Gutschrift können wir mehr Gepäck mitnehmen und auch die Freigrenze beim Handgepäck ist da bei einigen Fluggesellschaften höher. (Emmeriates z.B.)) Ich bin 74 Jahre und Rentner und habe natürlich viel Zeit zu reisen. Planen - Reisen - Bild und Film Nachbearbeitung - Vorträge halten. Manch mal nehmen wir auch Sachen für Kinder mit, die irgendwo abseits im Urwald oder sonst wo ihre Schule haben. Nur Mut mal einfach das Insulin ganz weglassen. Man glaubt nicht, was man zu viel Insulin im Körper hat. Man sollte natürlich wissen wo ist mein Punkt nach oben über den ich nicht darf. Keton Streifen sollte man immer dabeihaben. Notfallbesteck auch immer. Es gibt für extreme Situationen spezielles Geel das schnell viele Kohlehydrate bringt. Das minimiert das Gewicht im Rucksack. In Peru hatte ich ein Lama, das mir schön brav das Gepäck getragen hat. Es lohnt immer sich einen Lastenträger zu suchen aber nicht zu fürstlich bezahlen. Lieber jemanden das Geld zukommen lassen der es nötig hat. Auch in den fremden Ländern möglichst sich den Einheimischen Kleidungen anpassen. Wenn nötig auch des Gesichts, Bein, Arm Haut einfärben. Auch mal den Mund halten, um nicht an der Sprache erkannt zu werden. Seine wichtigsten Wertsachen immer am Körper behalten. Man kann auch Schließfächer in Banken nutzen, wenn man weiß, hier bleibe ich länger und mache nur Kurztrips in die Gegend. Wenn man sich zutraut kochen zu können dann kann man sich Geld verdienen von Afrika nach Brasilien auf einem Bananen-Biegerschiff als Koch sich anstellen zu lassen. Ruhig mit dem Zug fahren, wo das Volk mitfährt, wenn du was sehen und erleben willst. In Indien sind wir zum Teil auf dem Dach vom Zug mitgereist. Deine Notdurft solltest du vorher noch mal entrichten :-)). Zusätzlich eine kleine Kamera mitnehmen, wo man schnell unbemerkt Schnappschüsse machen kann. Ich habe meine Kamera auf RAW-Format stehen und Serien Aufnahmen. Ein Stativ sollte möglichst immer dabei sein für Aufnahmen von überfüllten Plätzen machen zu können mit vielen Aufnahmen die man zu Hause so bearbeiten kann das keine Menschen mehr drauf sind. Gibt spezielle Programme, die das können. So nun aber Schluss und immer daran denken eine gute Planung ist schon fast gut gereist.

  • Ja wenn man wie ich auch des Fotografieren frönt und dann noch 4K filmt da wird der Rucksack verdammt schwer. Mit meiner Frau zusammen bringen wir es auf so 60 Kg. Durch viele Flugmeilen Gutschrift können wir mehr Gepäck mitnehmen und auch die Freigrenze beim Handgepäck ist da bei einigen Fluggesellschaften höher. (Emmeriates z.B.)) Ich bin 74 Jahre und Rentner und habe natürlich viel Zeit zu reisen. Planen - Reisen - Bild und Film Nachbearbeitung - Vorträge halten. Manch mal nehmen wir auch Sachen für Kinder mit, die irgendwo abseits im Urwald oder sonst wo ihre Schule haben. Nur Mut mal einfach das Insulin ganz weglassen. Man glaubt nicht, was man zu viel Insulin im Körper hat. Man sollte natürlich wissen wo ist mein Punkt nach oben über den ich nicht darf. Keton Streifen sollte man immer dabeihaben. Notfallbesteck auch immer. Es gibt für extreme Situationen spezielles Geel das schnell viele Kohlehydrate bringt. Das minimiert das Gewicht im Rucksack. In Peru hatte ich ein Lama, das mir schön brav das Gepäck getragen hat. Es lohnt immer sich einen Lastenträger zu suchen aber nicht zu fürstlich bezahlen. Lieber jemanden das Geld zukommen lassen der es nötig hat. Auch in den fremden Ländern möglichst sich den Einheimischen Kleidungen anpassen. Wenn nötig auch des Gesichts, Bein, Arm Haut einfärben. Auch mal den Mund halten, um nicht an der Sprache erkannt zu werden. Seine wichtigsten Wertsachen immer am Körper behalten. Man kann auch Schließfächer in Banken nutzen, wenn man weiß, hier bleibe ich länger und mache nur Kurztrips in die Gegend. Wenn man sich zutraut kochen zu können dann kann man sich Geld verdienen von Afrika nach Brasilien auf einem Bananen-Biegerschiff als Koch sich anstellen zu lassen. Ruhig mit dem Zug fahren, wo das Volk mitfährt, wenn du was sehen und erleben willst. In Indien sind wir zum Teil auf dem Dach vom Zug mitgereist. Deine Notdurft solltest du vorher noch mal entrichten :-)). Zusätzlich eine kleine Kamera mitnehmen, wo man schnell unbemerkt Schnappschüsse machen kann. Ich habe meine Kamera auf RAW-Format stehen und Serien Aufnahmen. Ein Stativ sollte möglichst immer dabei sein für Aufnahmen von überfüllten Plätzen machen zu können mit vielen Aufnahmen die man zu Hause so bearbeiten kann das keine Menschen mehr drauf sind. Gibt spezielle Programme, die das können. So nun aber Schluss und immer daran denken eine gute Planung ist schon fast gut gereist.

    Du scheinst ja viel zu reisen.


    Aber einige Punkte finde ich bedenklich bzw. merkwürdig.


    Insulin weglassen halte ich für gefährlich. Gerade in Ländern, in denen eine Gesundheitsversorgung nicht so einfach ist und das nächste Krankenhaus meilenweit entfernt.


    Sich den Körper färben und den Mund halten, damit man möglichst nicht als Tourist erkannt wird, finde ich ziemlich merkwürdig.

    Ich könnte mir vorstellen, dass trotz dieser "Verkleidung " jeder Einheimische mitbekommt, das man Tourist ist.

    Denn zum ersten kann man das europäische Aussehen nicht verändern und das Benehmen wird sich auch immer von den Einheimischen unterscheiden.


    Einzig bei der Kleidung stimme ich dir zu, weil diese, gerade in tropischen Ländern, optimal ans Klima angepasst ist. Aber nur solange, solange die Einheimischen keine Kleidung tragen, die irgendwann aus dem Westen zu ihnen geschwappt ist.

  • Ich finde es super, dass du erwähnst, dass jede Art von Reisen auch für Diabetiker möglich ist.


    Ich verstehe aber nicht, dass du uns hier Reisegeschichten auftischst, die nie stattgefunden haben. Du verbindest deine Geschichten mit Ratschlägen zur Diabetes-Therapie, die natürlich nicht stimmig sind, da beschriebenen Situationen jeder Realität entbehren.


    Wir freuen uns, wenn du uns von Reiseabenteuern erzählst, die du wirklich erlebt hast, und auch darüber, wie du dabei mit deinem Diabetes umgegangen bist. Münchhausen-Geschichten sind manchmal recht unterhaltsam, in einem Diabetiker-Forum aber nicht wirklich hilfreich.


    Liebe Grüße

    Geri

  • War zwar noch vor meiner Diagnose, aber mal meine Anmerkungen zum Thema "Anpassen an Land & Leute".


    In arabischen Ländern sollte man als Frau (als Mann auch nicht :rofl) nicht gerade mit Minirock und Top durch die Moscheen tigern. Voll vermummen muss man sich nicht. Knie und Schultern bedecken reicht vollkommen aus.


    In subtropischen Ländern haben wir uns immer entsprechende Funktionskleidung besorgt, die für das Klima gut funktionierte, musste keine landestypische Kleidung sein. Anpinseln muss m.E. auch nicht sein. Selbst bei unserer selbst organisierten Endurotour durch Afrika (diverse Länder mit mehr oder wenigen Krisengebieten, keine Touristengebiete) mit entsprechenden Risiken (Entführung etc.) war das nicht notwendig. Die wissen das auch so, dass man da nicht hingehört.


    Einzig in Peru haben wir mal entsprechende traditionell gewebte Ponchos getragen, dass war allerdings ein Gastgeschenk vom Dorfhäuptling. Er hat sich sehr gefreut, dass wir sein Geschenk angenommen und getragen haben. Von uns gab es im Gegenzug ein paar neue Sportschuhe, die er so toll fand, als Tausch. Er hatte dieselbe Größe wie mein Partner. Was macht man nicht alles im Sinne der Völkerverständigung.


    In vielen Gebieten haben wir die Erfahrung gemacht, mit entsprechender Vorbereitung, ggf. Netzwerken vorab und respektvollem Umgang mit Land und Leuten muss man sich vor seiner Herkunft nicht verstecken.


    Meine persönlich gefährlichste Erfahrung hatte ich übrigens in Frankfurt/Main :rofl Da ging mal ein drogenabhängiger mit dem Messer Nähe Bahnhof auf uns los.

    Wenn man Knäckebrot isst, hört man nicht was die anderen Menschen um einen herum sagen. Ich esse jetzt sehr oft Knäckebrot! Knäckebrot ist super! :S

  • Vielleicht ist dieser Hinweis für die Allgemeinheit nochmal wichtig: zu finden unter


    insulinclub.de - Sonstiges - Off Topic - Haftung bei Auskünften

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    Zitat von Niederrheiner

    "Durch ein Forum bin ich auf diesen Link gestossen: http://www.diabetes-und-recht.…abetes-selbsthilfegruppe/


    Ganz interessant sind bei den hier versammelten Koniferen die Absätze eins bis drei, die ich gerne kopiere. Quellverweis s. o.


    Gem. § 675 Abs. 2 BGB besteht regelmäßig keine Haftung für die Richtigkeit erteilter Auskünfte im privaten Rahmen. Das Gesetz stellt klar, dass „wer einem anderen einen Rat oder eine Empfehlung erteilt, […] zum Ersatz des aus der Befolgung des Rates oder der Empfehlung entstehenden Schadens nicht verpflichtet“ ist.

    ....."

    ----------------------------------------------


    N.b. Es ist aus deiner Aussage, Geri, nicht ersichtlich, wer Münchhausen sein soll (allgemeine Unterstellung).