Fitnessstudio Gym Typ1 und Insulin

  • Zeit und Fahrt solltest du in Kauf nehmen, du brauchst einen gescheiten Arzt. Da muss ich unseren mal loben, dauert zwar immer gefühlt ewig, aber der ist ab nachmittags telefonisch zu erreichen. Ohne Umwege über die Anmeldung.

    Der fragt auch mal genauer, wenn die Werte mal nicht passen.

  • Eigentlich ist die ganz in Ordnung.

    Aber plötzlich so Funkstille.

    Gerade die Veränderung der BSD in den letzten Wochen.

    Habe gar nichts gemerkt und immer wieder da ich sehr ähnlich Esse Mittags immer zwischen 6-8 Bolus gespritzt.

    Die Kurven so flach kein Anstieg fast

    Dann reduziert und mit der Zeit ohne Bolus.

    Dann steht man am Smartphone und traut den Augen nicht.

    Kein Anstieg kein gar nichts.

    Aber bis einem die Idee kommt auch das Basal zu reduzieren.

    Ich find das für einen Anfänger wie ich es bin unheimlich und fordernd.

    Wie Vana schon sagte du suchst und suchst...........

    Wie Dau auch sagt es wird sich wieder ändern irgendwann.

  • Finde ich toll mit eurem Arzt.

    Ich war seit Januar 2 Mal für paar Minuten und bin nicht schlau geworden.

    Sie sagt nur das ich sehr wenig Insulin brauche und ich das ganze genießen soll mit der Funktion der BSD.

    Vermutlich will sie nur die Kassenkarte pro Quartal.

    Wenn ich es schaffe mit dem ganzen und der Stress leichter wird möchte ich nach Ulm da ist eine DDG zertifizierte Praxis die gut sein soll.

  • Das MVZ in Ulm? Ich finde so ein Angebot super, vor allem mag ich Doctolib Termine. Die kann man einigermaßen mit der Arbeits/ Schulzeit anpassen;)

  • Also Gym, ich finde es echt gut, dass du sagst, du nimmst das einfach selbst in die Hand und dass du es selbst hinbekommen willst.

    Ich persönlich würde aber dennoch, einfach zu deiner gesundheitlichen Sicherheit, die Zeit und Fahrt in Kauf nehmen.

    Ich möchte dich nicht entmutigen oder Angst machen, im Gegenteil, ich finde es wirklich prima - aber dennoch bin ich der Meinung, dass die Einstellung des Diabetes bei einer Neu-Diagnose von einem Arzt erfolgt werden sollte. Einfach, weil das Wissen darüber am Anfang fehlt & das erwähnst du ja selbst auch. Dass du eigentlich kaum Ahnung hast, was und warum das passiert.

    Das Rumtesten und Probieren zu Hause muss man dann natürlich selbst machen, aber die Grundbasis der Einheiten und Faktoren sollte man erst in die eigene Hand nehmen, wenn man erfahrener ist. Gar nicht böse gemeint, ehrlich!

    Bei deinem jetzigen Arzt kommt ja gar nichts bei rum. Du hast das Problem ja schon seit mehreren Wochen, wenn nicht Monaten und ständig gegenfuttern und "es genießen" ist nicht die Lösung. Vor allem, wie kannst du es genießen, wenn es ein täglicher Kampf in Verbindung mit großer Sorge ist? Was eine schwache Aussage von der Ärztin, sorry.

    Zumal das einfach sehr fahrlässig ist, dass du dir einfach Basal spritzen sollst mit so und so vielen Einheiten, wenn es deutlich ist, dass da irgendwas nicht stimmen kann, wenn du ständig runtergezogen wirst vom BZ her. Und das bei so "kleinen" Einheiten.

    Ich würde also echt sagen, wechsle den Arzt. Lass mal checken, ob die Diagnose wirklich stimmt und lass dir helfen, was das Problem zurzeit angeht. Ich freß 'nen Besen, wenn ein anderer Arzt da nicht sofort die Augen aufmacht.
    Das ist nur meine Meinung natürlich..

    I drink diet coke, so I can eat the regular cake!

  • Hast du auch wieder Recht Vana.

    Der Umzug die Arbeit die Wiedereingliederung und das Einstellen.

    Ich muss mal schauen wann ich da nach Ulm komme.

    Zudem haben wir gerade nur 1 Auto und eine Vespa.

    Und meine Frau braucht das Auto auch.

    Vielleicht rufe ich am Montag in Ulm dort an.

  • Du musst ja eh erst mal einen Termin haben.

    Wenn du den hast, kannst du noch immer überlegen, wie du hin kommst.

    Diabetologen haben oft lange Wartezeiten, da kann man meist ohne Dringlichkeitsüberweisung nicht einfach mal so vorbeikommen.

    "A spoon full of sugar makes the medicine go down."

    "... not if you are a diabetic."

    (MTV's Daria)

  • Für mich hört sich das ebenfalls nach Honeymoon an. Und bei so wenig Basal würde ich das auch erst mal weglassen und nur mit Bolus bei anhaltend hohen Werten arbeiten. Vorsicht! - nicht gleich runterspritzen, denn auch Nichtdiabetiker können 2 Stunden nach dem Essen (je nachdem was sie gegessen haben) auf 180 - 200 gehen.


    Die Insulinempfindlichkeit ist bei jedem anders. Einige reagieren schon bei kleinen Einheiten, andere benötigen dafür wesentlich mehr und auch das kann sich im Laufe der Zeit mehrmals änderen.


    Eine gute Dia-Praxis ist wertvoll, gerade am Anfang, aber leider nicht immer und überall verfügbar. Gib die Hoffnung nicht auf und vielleicht können sie dir in Ulm ja helfen!


    Fühl dich gedrückt! :blume:strauss<3

  • Für mich hört sich das ebenfalls nach Honeymoon an.

    Stimmt, daran habe ich gar nicht gedacht! (Ich hatte nie eine Honeymoon-Phase, zumindest bisher, daher wäre es mir nicht in den Sinn gekommen).

    GymSport was Eidechse sagt, kann sehr gut bei dir zutreffen - falls dir der Begriff hier noch nicht untergekommen ist; bei Diabetikern kann es nach der Diagnose eine Phase geben, wo weniger Insulin benötigt wird, so dass es auch zu gänzlichem Abfall von Basal oder Bolus kommen kann. Das liegt daran, dass sich die Bauchspeicheldrüse etwas "erholt" durch die anfängliche Unterstützung des Insulins und dann mehr Kraft hat, es, wie bei einem Gesunden, komplett selbst zu machen für eine gewisse Zeit (in Abhängigkeit von Restfunktion). Diese ist aber individuell und bei jedem unterschiedlich vorkommend. Gibt wohl auch Fälle, wo das sogar Jahre später nach Diagnose noch kommen kann.

    Ich vermute daher nach der Aussage von Eidechse und deinen Beschreibungen hier, dass es gut sein kann, dass du noch 'ne ziemliche Restfunktion hast und/oder sich der "kaputte" Teil eben zeitweilig erholt hat durch das Insulin.

    [an die anderen: korrigiert mich bitte gerne, wenn ich's falsch erklärt habe]

    I drink diet coke, so I can eat the regular cake!

  • Nö, ist schon richtig erklärt.

    Bei mir war das glaub ne Woche oder ... hab gar keine Erinnerungen mehr dran.

    Aber bei sehr früher Diagnose kann diese Phase ein halbes Jahr oder länger sein, so meinte ich. Weil die Bauchspeicheldrüsenfunktion dann noch nicht so "Kaputt" ist, ums mal salopp zu sagen, als wie wenn der Diabetes später entdeckt wurde.

    "A spoon full of sugar makes the medicine go down."

    "... not if you are a diabetic."

    (MTV's Daria)

  • Guck mal in Beitrag #442. Da war das schon meine Vermutung.

    Frei nach Loriot, ein leben als T1 ohne CGM und mit begrenzter Anzahl an Teststreifen ist möglich, aber nicht erstrebenswert.

  • Es gibt einen YouTube Kanal von einem Jugendlichen, der nach seiner Typ1 Diagnose längere Zeit in seiner Honeymoon-Phase komplett ohne Insulin, dafür mit ketogener Ernährung, viel Sport und Intervallfasten gelebt hat.


    Am Ende wurde es dann zu extrem und er hat fast zu spät, wegen dem massiven Aufwand, dann doch wieder mit Insulin angefangen.


    Der Kanal ist sehr interessant für Anregungen, man sollte das ganze aber nicht unreflektiert einfach eins zu eins für sich selbst übernehmen.


    https://youtube.com/@diabetestogo7262?feature=shared

  • Das mit der Steuerung durch Ernährung und Bewegung kann ich bestätigen. Mein Honey-Moon hielt zwei Jahre ohne Insulin mit extrem viel Sport und Bewegung sowie "very Low-Carb" . Dann kamen zwei schwere OP´s dazwischen , mit absoluter Schonung danach und dann begann mein Spaß mit dem Jonglieren von Insulin und Ernährung. Immer noch low Carb und nur kleine Mengen Insulin als Bolus. Aber es hat auch da noch eine ganze Weile recht gut funktioniert. Bis dann irgend wann auch Basal dazu kam :D. Und schon war ich "echt" als Typ1 :bigg

    GymSport - ich finde es gut, dass Du Dich nun traust Dein Management selber in die Hand zu nehmen.

    Hast Du schon die Sport-Fibel? Da stehen sicher eine Menge Tipps drin.

    Versuche es ohne Basal, korrigiere vorsichtig mit Bolus .

    Auch wenn es Old-School rüberkommt: führe ein händisches Tagebuch.

    Mache dir Deine Notizen "wann, wie, was und wo " gelungen ist oder ein Griff ins Klo. war.

    Verlaß Dich nicht zu sehr auf den Sensor etc. , lerne Dein Körpergefühl kennen und danach zu entscheiden.

    Ich wünsche Dir ein gutes Gelingen und viel Erfolg auf Deinen weiteren Weg.

    Das schaffst Du, wie so viele vor uns, die weniger Equipment hatten als wir heutzutage.


    Lieben Gruß Julmond


    ps. such`Dir ein paar Diabetes-Paten. Ich hatte damals in einem anderen Forum welche und deren Unterstützung hat mir sehr geholfen, denen bin ich heute noch sehr dankbar.

    und wenn du nicht weißt was du tust, dann tu es wenigstens elegant:bigg