Vom Krankenhausbett in Okinawa zur eigenen App – warum ich Glev baue (und was ihr mir sagen solltet)

    • Offizieller Beitrag

    Guten Morgen, ich möchte Euch heute Lucas mit seiner spannenden Geschichte und einer tollen App vorstellen.
    Sehr gern unterstützen wir Ihn.


    Viele Grüße

    Dirk


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    Moin zusammen,

    kurz zu mir: Anfang April diesen Jahres saß ich in Okinawa, Japan, und wusste noch nicht mal, dass es sowas wie einen Blutzuckerwert über 500 gibt.



    Extreme Müdigkeit, Durst ohne Ende, Gewicht purzelte – klassisches Bild, nur hab ich's nicht erkannt, bis der Arzt vor Ort gesagt hat: Krankenhaus, jetzt. Typ-1-Diabetes, aus dem Nichts, mitten im Urlaub, in einem Land dessen Sprache ich nicht spreche.

    90 Tage später wusste ich, wie man Insulin spritzt. Heute, gut drei Monate weiter, baue ich Glev – eine App, die aus genau dieser Erfahrung entstanden ist. Nicht weil ich "eine App für Diabetiker" bauen wollte, sondern weil ich als Betroffener selbst gemerkt habe, wie viel im Alltag zwischen CGM-Wert, Spritze und Kopf verloren geht, und keins der bestehenden Tools das für mich gelöst hat.


    Falls euch der Name gerade am Rand über den Weg läuft: ja, das Banner daneben ist von mir. Aber ich wollte nicht nur Werbung schalten und verschwinden – deshalb dieser Post.


    Ich bin kein Firmengründer, der einen Markt entdeckt hat. Ich bin Nutzer Nummer eins. Alles, was in Glev landet, teste ich zuerst an mir selbst – als jemand, der spritzt, misst und dokumentiert wie ihr.


    Seit dem 1. Juli ist Glev offiziell im App Store verfügbar, ist also kein Prototyp mehr, sondern etwas, das ihr direkt ausprobieren könnt.


    Was Glev aktuell macht:


    Direkt angebunden sind Freestyle Libre, Dexcom und Apple Health. Alles andere (z. B. Omnipod, CamAPS FX und weitere Systeme) läuft über Nightscout-Anbindung. Glev berechnet aus deinen Mahlzeiten die Makros und rechnet dir daraus – über einen adaptiven Faktor, der sich an dein Verhalten anpasst – einen Insulin-Dosis-Vorschlag aus. Die letzte Entscheidung, ob und wie viel du spritzt, bleibt aber immer bei dir. Glev schlägt vor, du entscheidest.


    Und ehrlich: Glev ist ein laufendes Projekt, ich baue kontinuierlich weiter aus. Genau deshalb hab ich garantiert noch nicht alles im Blick, was für euch als Pen-Spritzer, CGM-Nutzer, egal ob Typ 1 oder Typ 2, im Alltag entscheidend ist.


    Deshalb bin ich hier: Ich will von euch hören.



    Was nutzt ihr aktuell, und was nervt euch daran am meisten? Was müsste eine App können, damit sie sich nicht wie noch ein Tool anfühlt, sondern wie eine echte Erleichterung? Und wenn ihr Glev schon ausprobiert habt oder ausprobiert – schießt mit Kritik, ich lese und antworte hier persönlich, kein Support-Team, kein Marketing-Filter.


    Wer's genauer und ausführlicher hören will: War kürzlich beim Zuckerjunkies-Podcast zu Gast, Folge 466 – da erzähl ich die ganze Geschichte und wie Glev konkret funktioniert: https://zuckerjunkies.com/466-…ag-mit-typ-1-erleichtern/


    Freu mich auf den Austausch.


    Lucas

    Viele Grüße
    Dirk


    typ1sch leben

  • Moin Lucas

    Glev berechnet aus deinen Mahlzeiten die Makros

    Was für Makros? Ich steh auf dem Schlauch ;)

    Also ist Glev eine "KI" für die ICT? Oder eine Alternative zu AAPS? Mir ist der Unterschied noch nicht klar, zu z.B. xDrip.

    Wird es auch was für Android geben? Und offline-Nutzung und Smartwatch-Anbindung?


    Mein Traum: egal welche Pumpe, egal welcher Sensor, fast egal welche Smartwatch und alles läuft mit nur einer App, damit man nur an einer Stelle Fehler suchen muss.

    Da ist AAPS schon recht nah dran, aber noch nicht perfekt *imho*


    Auf jeden Fall DANKE! Jede neue Idee hilft

    Blutzucker ist die Autobahn, Gewebszucker ne Nebenstraße!

  • Also, irgendwie bin ich verwirrt. Klingt für mich wie ein Werkzeug für die ICT. Gleichzeitig wird CamAPS und Omnipod sowie weitere Systeme erwähnt. Ob Lucas klar ist das CamAPS, Omnipod und weitere Systeme Pumpensysteme sind, die heute meist im Loop laufen? Und gerade für CamAPS und andere Loop-Systeme gibt es schon Data-Loger. Wie Gloocko, bei denen die die Pumpen nutzen kostenfreien Zugang haben. Klar wir zahlen mit Daten. Wie gut jeder einzelne Loger ist, ist erst einmal dahin gestellt. Und wenn die Programmierung eines Diabetes-Data-Logers hilft das ganze im Auge zu behalten und für einem selber hilft erst einmal den Durchblick zu bekommen, umso besser.

    Frei nach Loriot, ein leben als T1 ohne CGM und mit begrenzter Anzahl an Teststreifen ist möglich, aber nicht erstrebenswert.

  • Auf den ersten Blick schauts hübsch aus, ich probiers gerne mal aus. Hab allerdings schon einen Bug entdeckt. Wenn ich die Glukose-Masseinheit von mg/dl auf mmol/l ändern will, kommt das Menü zur Einstellung der Kohlenhydrat-Einheiten.

  • Also Quasi eine App, die Mahlzeiten per Sprache oder Texteingabe erfasst, daraus die Kohlenhydrate berechnet, CGM-Daten und ggf. Pumpendaten einbezieht und einen individuellen Insulin-Dosisvorschlag erstellt.


    So wie AAPS Bolus-Rechner aber mit KI.