Beiträge von Cindbar

    Dass die Insulinproduzierenden Zellen bei Typ-1-Diabetes (durch Antikörper(?)) kaputtgehen, ist für Typ-1-Diabetes etwas ganz normales. Das ist einfach gesagt "die Krankheit Typ-1-Diabetes".


    Die Antikörper, um die es in diesem Thread geht, sind ganz andere und nur ganz selten vorkommende Antikörper gegen Insulin. Das hat erstmal nichts mit der Entstehung von Typ-1-Diabetes zu tun, ist aber blöde, wenn man Diabetes hat, und dann noch diese Insulinantikörper zusätzlich kommen.

    Durch statistische Auswertung der Messung von Insulin-Antikörpern hat Dr. Teupe herausgefunden, dass bei Novorapid Nutzern etwas häufiger Antikörper im Blut gemessen werden können. In der Schulungsgruppe, in der ich damals war gab es auch Jemand, der Novorapid verwendete und bei dem es messbare Antikörper gab. Der hatte aber keine Insulin-Wirksamkeitsprobleme durch den erhöhten Messwert.


    Dr. Teupes Empfehlung war damals, keinesfalls von Novorapid zu einem anderen Insulin zu wechseln, sondern dabei zu bleiben. Der Verdacht, dass Insulinsorten-Hopping Antikörper verursacht, war nämlich größer.


    Vor den Insulin Antikörpern muss man keine Angst haben, wenn man Diabetes hat. Die Anzahl der Menschen, die davon richtige Schwierigkeiten haben, weil bei ihnen kein Insulin mehr wirkt, ist sehr klein.

    Wenn diabetesbedingt Ketone entstehen, dann geschieht das _nicht_ wegen hoher Blutzuckerwerte, sondern nur wegen Insulinmangel. Durch zehn Kugeln Eis bekommst du nur hohe Blutzuckerwerte, aber keine Ketone.


    Bei diabetesbedingten Ketonen brauchst du immer (mehr!) Insulin.

    kannst du zur Sicherheit etwas höhere Zielwerte nehmen

    Bestimmt liest du nur diesen einen Teilsatz meiner vorigen Antwort. Deshalb noch die Ergänzung:


    Wenn du vor hohen HbA1c Werten, abfaulenden Füßen und Blindheit geschützt sein möchtest, wählst du zur Sicherheit lieber niedrigere Zielwerte für die Nacht, und nimmst lieber ab und zu eine unangenehme, aber harmlose Hypo in Kauf.

    Zur Schlafenszeit strebst du den Nüchternwert an, den du beim Aufwachen dann haben wirst. Das Ziel ist also "Vor dem Essen". Nachtbereich 70 mg/dl bis 110 mg/dl, oder so ähnlich.


    Wenn du bei ICT Therapie nachts zu Hypos neigst, dann kannst du zur Sicherheit etwas höhere Zielwerte nehmen, aber nur dann.

    Ich habe aber bereits seit mehr als 2 Jahren keinen Diabetologen mehr. Da ich einfach keinen finde der meinen Ansprüchen genügt und mich vernünftig behandelt und ich es dementsprechend lieber selbst mache

    Darauf fällt mir nur die Frage ein, warum du dir nicht rechtzeitig selbst ein Insulinpumpenrezept geschrieben hast?


    Geht nicht? Deshalb brauchst du eben doch einen Diabetologen, nämlich um dir die nötigen Rezepte auszufüllen.


    In Zukunft bist du halt schlauer, als in den letzten zwei Jahren. Jetzt aktuell bleibt dir wie bereits gesagt wurde, nur schnellstmöglich ein Rezept für zwei Insulinsorten und für einen Karton Spritzen.

    Ich habe zur Zeit den Low-Alarm des Enlites ausgeschaltet, weil er mehr genervt als genützt hat, vor allem, weil viele Sensoren bei mir in der ersten Nacht nach dem Setzen erst mal für mehrere Stunden ohne niedrigen Blutzucker trotzdem auf ISIG Werte von 10 absinken, bevor sie dann wieder anfangen richtig zu messen. Den Low-Alarm brauche ich nicht wirklich, weil ich niedrige Werte meistens gut merke. Aber das ist nicht allgemeingültig, sondern gilt nur für mich.


    Den High-Alarm brauche ich auch nicht, weil das nicht schadet, wenn ich hohe Werte erst mit Verzögerung merke. Der hat mich aber noch nicht so genervt, dass ich ihn schon ausgeschaltet hätte.


    So gesehen könnte ich statt Enlite auch ein Libre verwenden.


    Auf Libre werde ich aber trotzdem nicht zurückgehen, weil die bei mir überwiegend falsch gemessen haben und sich nicht kalibrieren lassen.

    Schau mal über den hohen Rand deines Minitellers in dem du zu leben scheinst. Es gibt Menschen mit Diabetes nicht nur in Deutschland, sondern auch in Brasilien, Indonesien, Ägypten, Togo und so weiter. Wenn die mal Urlaub in Berlin machen würden, fragen die in ihren Foren nach, ob sie nicht besondere Warmhaltetaschen kaufen müssen, damit ihr Insulinpen im hohen Norden nicht einfriert.


    Gutes Wetter ist in Deutschland keine Katastrophenlage, in der die armen Menchen mit Diabetes nicht überleben können. genieß das Wetter einfach sorgenfrei.

    Die Quickset habe ich auch mehrere Jahre benutzt. Ich kann die Narben zwar an der Hautoberfläche nicht sehen, aber ich spüre an vielen Stellen am Bauch kleine Knubbel in/unter der Haut.


    Weil das Insulin an den entsprechenden Stellen nicht mehr richtig wirkt, wandern meine Setzstellen an den Hüften immer weiter über die Seite nach hinten. Heute verwende ich hauptsächlich Sure-T Stahlkatheter, in der Hoffnung, dass die die Setzstellen nicht so durch Narben kaputtmachen.

    Meinen 3-er Transmitter mit Sensoren habe ich diese Woche bekommen. Das Rezept war allerdings schon ein paar Wochen beim Versandhändler. Ich hatte aber telefonisch darum gebeten, mich nicht sofort zu beliefern, weil ich noch ein paar alte Sensoren habe, die ich erstmal aufbrauchen möchte.


    Bisher hatte ich mich immer direkt von Medtronic beliefern lassen, diesmal habe ich einen Versandhändler gewählt, wo ich auch anderes Zubehör, wie z. B. Spritzen, Cutasept und Pflaster bestellen kann.

    Gibt es einen Zeitunterschied zwischen Eversense und anderen CGMs, wie schnell Blutzuckeränderungen erkannt und angezeigt werden?


    Bei meinem CGM fällt der angezeigte Wert noch ca. 15 Minuten, nachdem ich Traubenzucker gegessen habe.

    Da die Firmen ja nicht wollen, dass das Zusammenspiel verschiedener Geräte funktioniert, werden diese Programme und Protokollentschlüsselungen und Auslesegeräte ja nur von freiwilligen und fähigen Freizeitbastlern gemacht.


    Die habe ihre Fähigkeit eben beim Programmieren und zahlen von ihrem Taschengeld natürlich keine PR-Abteilung.


    Es soll unter den Menschen, die xDrip+, AAPS u. s. w. nutzen aber auch einige geben, die sich mit PR oder mit dem Formulieren guter Anleitungen und Zusammenfassungen sehr gut auskennen. Schade nur, dass die ihre Fähigkeiten wohl nicht zum Wohl der Allgemeinheit einsetzen.