Beiträge von Hubi

    Übrigens kommt der Standard "Basal abends spritzen" daher: die meisten haben frühmorgens den höchsten Bedarf und bei Levemir (und etwas weniger auch Lantus) kann man es erreichen, dass der Wirkgipfel genau dann eintritt. Reicht aber dann eben nicht über den Rest des Tages.

    Ich experimentiere gerade mit abendlichem Levemir und morgendlichem Tresiba. Den häßlichen Anstieg auf 150 im Laufe des Vormittags muss ich doch irgendwie wegbekommen... wenn es geht, ohne anderswo Löcher zu reißen.

    Eine brauchbare Basalrate(nverteilung) als Penner hinzubekommen reizt mich schon... Und wann, wenn nicht im Homeoffice?

    Bist du mit dem Levemir schon am Anschlag? Vielleicht hilft noch ein Fingerhütchen mehr davon. Mein BZ hat eine ähnliche Tendenz, wenn die Basalrate nur etwas zu knapp ist morgens. Da loope ich mich langsam ran, weil das leider nicht immer gleich ist.

    Aber wenn ich meinen Bedarf mit Basalinsulin vernünftig abdecken könnte, würde ich vermutlich mit ICT weitermachen.


    Lg Hubi

    Das Feintuning im Tagesverlauf mit Basalinsulin ist ja dank der Ultralangzeitinsuline etwas aus der Mode gekommen. Der Vollständigkeit halber: alternativ Levemir in mehreren Dosen kann man ähnliches auch mit Lantus probieren. Das wirkt ein bisschen länger, allerdings ist das Wirkmaximum nicht ganz so zuverlässig wie bei Levemir. Es gibt auch im Buch von Kinga Howorka einen Ansatz, wo Levemir mit Lantus kombiniert wird, um die Wirkmaxima bestmöglich auf den 24h-Bedarf zu tunen.


    Übrigens kommt der Standard "Basal abends spritzen" daher: die meisten haben frühmorgens den höchsten Bedarf und bei Levemir (und etwas weniger auch Lantus) kann man es erreichen, dass der Wirkgipfel genau dann eintritt. Reicht aber dann eben nicht über den Rest des Tages.


    Lg Hubi

    Das mit ICT scheint so eine Sache zu sein. Ich bin vor 10 Jahren auch mit so einem halbgaren Spritzplan aus dem KH entlassen worden. Anhand eines Schulungsbuches und viel Ausprobieren habe ich mir die Bolusfaktoren selber ausgewürfelt und fortan danach gespritzt. Die ICT-Schulung war dann erst 2,5 Monate später. Allerdings wurde ich am Anfang auch von meiner Hausärztin betreut, die hat mich einfach machen lassen. Das war sicherlich nicht ideal.


    Aber im ernst: bei ca. 250 mg/dl eine Spätmahlzeit mit 40g KH? Das ist schon eher der Expertenmodus. ;) Kleiner Tipp: wenn du den BZ schneller runterbringen willst, kannst du deine Insulinmenge auf zwei Dosen aufteilen und diese an zwei verschiedene Stellen spritzen. Dann tritt die Wirkung schneller ein. Aber bitte nur bei sehr hohen Werten machen und zurückhaltend dosieren...


    Lg Hubi

    Ich habe eine xdrip+ Version mit dem Patch, der die Datenfilterung ändert (Savitzky-Golay Filter). Im Log von xdrip+ sehe ich zu den typischen Zeiten (morgendliche Aufsteh-/Duschphase) manchmal einen Eintrag, dass der BZ-Wert aufgrund von zu hohem Noiselevel nicht an AAPS geschickt wurde. Wenn das ein paarmal hintereinander passiert, fängt AAPS logischerweise an zu "zicken", im Sinne von bricht TBR ab und geht auf Default-BR, weil zu lange kein aktueller BZ-Wert mehr ankam.

    Das finde ich (zumindest bislang im oref0 Modus mit TRB-only) ein sinnvolles Verhalten und könnte m.E. mit SMBs genauso funktionieren.


    Wenn ich irgendwann das ellenlange objective 9 durch habe, gucke ich mir an, wie sich diese xdrip+ Version zusammen mit SMBs verhält. Dauert aber noch, bis ich hier empirisch schlauer bin.


    Lg Hubi

    Ich wechsele einen Katheter möglichst vor einer Mahlzeit und gebe nur die passende Menge Insulin für das Füllen des Katheterfußes ab (bei den Orbits die 0,3 IE). Wenn der Bolus für die Mahlzeit nicht ankommt, merke ich das garantiert an den Werten. Das ist bisher in knapp einem Jahr Pumpenzeit aber noch nie passiert und ich wüßte auch nicht, was man da spülen wollte? :/

    Wenn ich aber unbedingt "Testinsulin" abgeben muss, koppele ich ab und nutze die Schlauch-Füllfunktion der Pumpe. Das verbucht der Loop nicht als wirksames Insulin.


    Lg Hubi

    Solange man heutzutage eine App bedienen kann, ist nach meiner Wahrnehmung die Anforderung ans "Rumrechnen" doch sehr viel geringer geworden. Stichwort Bolusrechner...?


    Lg Hubi

    Kennt sich hier jemand mit GitHub und Modifikationen von AAPS aus? Ich möchte für mich eine Anpassung machen und weiß nicht wie genau ich da vorgehen muss, damit ich auf git nichts überschreiben und auch nur ich diese Anpassung habe.

    Du müsstest dir einen lokalen branch anlegen, wahlweise bei dir auf dem Rechner oder in einem eigenen GitHub Repository. Dort kannst du ändern und per git Kommandos Updates vom Master auf deine lokale Version machen.

    Wenn du das ernsthaft vorhast, würde ich empfehlen, dich in git grundsätzlich einzuarbeiten, damit du jederzeit weiß, woran du bist.


    Lg Hubi

    Die Insulinempfindlichkeit ist genetisch vorgegeben und durch bestimmte bekannte Faktoren beeinflussbar.


    Ich habe bei einer schwankenden Insulinempfindlichkeit beispelsweise eine bestimmte KH Grenze pro Essen um Chaos zu vermeiden. Die Grenze hat mit Extremen in beide Richtungen nichts zu tun. Und das hat mir ein kluger Arzt bereits vor fast 30 Jahren so empfohlen.

    Ja, das geht mir auch so. Grundsätzlich hätte ich nichts dagegen, etwas weniger insulinempfindlich zu sein, aber dann müsste ich mir Mengen an KH/d reinschrauben, die alles völlig instabil machen würden. Bei um die 10-12 BE/Tag habe ich so mein persönliches Optimum.


    Lg Hubi

    Ich bin ja auch erst so ein "80%-Looper" (immerhin schon objective 9 :king:), habe aber die anyDana App nicht mehr benutzt, seitdem ich die Pumpe das erste Mal mit AAPS gekoppelt habe. Selbst als Pumpeninterface im "Handbetrieb" ist AAPS deutlich schneller.


    Die anyDana App wird vermutlich wie bei bierernst nur noch als Backup in der Sammlung bleiben; analog zur original Libre Link App.


    Lg Hubi

    Danke, das hilft meiner Vorstellungskraft weiter! :bigg

    Bis Freitag werde ich hoffentlich die Inset II für den Selbsttest haben. Wird auch Zeit, bis dahin bin ich bis auf 2 Katheter Restvorrat runter und müsste notfalls auf diese ewig langen Fleischerhaken aus dem Dana-Startset zurückgreifen. :pupillen:


    Lg Hubi

    Da muss man schon präzise lesen: da steht was von "maximal" und "deutlich länger". ;) Dieser Detailgrad war so beabsichtigt; es geht mir darum, zu sehen, ob das Wechseln der Katheter ähnlich "sloppy" gehandhabt wird wie der Pen-Nadel Tausch bei ICT. Bis dato scheint mir das nicht so zu sein - eine allgemeingültige Statistik können wir hier ja sowieso nicht erzeugen.


    Lg Hubi

    Ich muss mal blöd nachfragen: was für Verschlusskappen? Vermutlich beim Abkoppeln auf den Katheterfuß zu stecken, beim Duschen etc.? Braucht man das wirklich?


    Bei den Orbits gibt's das gar nicht. Weiß jemand warum das bei Mios anders ist?


    Lg Hubi

    Und wenn man das als System (inkl. App, am besten noch mit kompatiblem BZ-Messgerät) nutzt, rufen sie stolze 49.90 EUR pro Monat auf.

    Ich habe das Gefühl, der Gesundheitsminister hat mit seiner spinnerten Idee von verschreibungspflichtigen Apps einen Goldrausch ausgelöst.


    Lg Hubi

    Soweit ich weiß ist Sheldor auf ios unterwegs und dann müsste man ein zweites Gerät mit Android anschaffen. Ich schleppe ungern 2 Geräte mit mir rum.

    Das ist genau, was ich gerade mache; mein Loop ist so ca. 80% fertig. In der Tat nervt es etwas, noch ein Phone rumzuschleppen und zwar möglichst ständig (Bluetoothreichweite). Mein erhoffter Mehrwert davon ist, den DM möglichst automatisch nebenher laufen zu lassen.


    Man kann nicht alles haben. Aber mein Privatleben wird ganz sicher auf iOS bleiben. Allerdings ist die anyDana-i App wirklich auch nervig langsam. Die baut offenbar bei jedem Klick erstmal eine Verbindung zur Pumpe auf, selbst wenn's nur ein Zwischenschritt ist. Das macht sie bei Android auch, aber immerhin ein wenig schneller. Ich glaube weiterhin, dass die ganzen Bluetooth-Änderungen wegen Corona dieser App nicht gut getan haben.


    Lg Hubi

    Vermutlich hat da mal ein BWLer scharf gerechnet und überlegt, dass die Leute die Dinger nicht kaufen wegen der Desinfektionstücher. Insbesondere, wenn's die schärfste Konkurrenz auch nicht dazu legt. Ergo hat man mehr Erlös oder kann die Preise stabil halten.

    So sind'se halt, sagt sich Don Quichotte.


    Lg Hubi

    Und ganz wichtig, solltest du Toujeo oder Tresiba als Basalinsulin haben, musst du nach Pumpeneinstellung auch min. die nächsten zwei Tage die Basalrate in der Pumpe extrem reduzieren, da das noch nachwirkt.


    Bei mir Mi abend letzte Toujeo Dosis, Pumpe Do Mittag abgelegt, TBR auf 20%. Niedriger ging wegen Mindestabgabemenge nicht. Niedrig den Nachmittag.

    Ab Abend dann normale Basalrate und ich kam mit Essen nicht mehr hinterher. Eben weil initiale Basalrate zu hoch und noch zusätzlich das Toujeo nachgewirkt hat.

    Erst am So war es anscheinend komplett aus dem Körper raus.

    Das ist Plan A. Ich hatte Plan B; vorher schon das Basal absetzen. Allerdings hat man dann alle Hände voll zu tun, den BZ zu überwachen und passende Korrekturen zu spritzen (war ne Wochenendaktion).

    Lohnt sich aber, bei vermutlich vorhandenem Eigeninsulin(?) vorher gründlich drüber nachzudenken.


    Lg Hubi