Beiträge von Wildrose

    Mein Schwager ist mal grad 40, hat drei Kinder. Der jüngste wurde gerade 4. Ich finde schon das er ziemlich leichtfertig mit dem Diabetes umgeht, aber......nicht mein Bier. Ich denke aber trotzdem das wir unseren Kindern gegenüber in der Verantwortung stehen vernünftig mit unserer Gesundheit umzugehen.

    Das ist ein schwieriges Thema, als ich Diabetes bekam habe ich alle Raucher "gehaßt" - weil die ihre Gesundheit ruinieren, während ich nicht zurück kann zur Gesundheit. Aber diese Sichtweise bringt einen selbst nicht weiter. Meinen Ex-mann habe ich u.a. wegen übermäßigem Alkoholkonsums verlassen, da ich seinen Vater als schreckliches Vorbild meiner (unserer Zukunft) gesehen habe und nicht wollte das er auch so wird und das Leben meiner Kinder und mir ruiniert. Im Nachhinein die beste Entscheidung für mich. Inzwischen machen sich die wohl auch die ersten Folgen bei ihm bemerkbar und ich bin froh das meine Kinder erwachsen sind und nicht mehr auf ihn angewiesen. Jemanden den man gern hat zuzusehen, wie er sich ruiniert und man nichts tun kann ist grausam. Meine Gesundheit ist seitdem deutlich besser geworden. Das ist wohl dann auch diese Co-Abhängigkeit von der man los muß.

    Daher um zum o.g. Punkt zu kommen, jeder ist in erster Linie für mich selbst verantwortlich (und seine Kinder) aber das man andere "retten" kann ist ein Irrglaube.

    Finde nach wie vor, dass "Low & Slow Carb" fast jedem Diabetiker hilft, gerade am Anfang. Du verringerst die Amplitude der Störgröße (KH in der Mahlzeit) auf deinen Blutzucker, also kannst du dir eher die aktuell passenden Faktoren erarbeiten. Wenn du dann auch mal die KH langsam hochfährst und schaust wie der BZ reagiert, wann man ggf. auch "unterwegs" korrigiert - alles gut. Aber gerade am Anfang ist ein McD Besuch oder ein Teller Spaghetti vielleicht nicht die beste Idee. Dönerteller mit doppelt Fleisch und ohne Brot/Pommes wird sich als deutlich "einfacher" herausstellen.

    Ja, ich habe mir sowas in den letzten 10 Jahren beigebracht - allerdings hätte ich das gern vor 20 Jahren gewußt, da wäre mir die teilweise Dauerunterzuckerung der ersten Schwangerschaft erspart geblieben....

    Vor etwa 10 Jahren begannen wir hier im Forum über FPE zu diskutieren und dann kam vegetarisch und dann Low Carb. Bei solchen Themen ist die Standardpraxis raus. Mein Doc ist einer von denen, die sich noch weiterbilden und immer interessiert, wie und was ich so mache. Ich denke, er notiert es sich und holt es bei Gelegenheit raus. Beim Thema "Frauenherzen schlagen anders" war er sehr informiert, so daß wir da eben auch kardiologische Sachen abklären können. Ich hoffe, daß ich geheilt bin, bis er in Rente geht.


    Bei mir gibt es Döner nur noch als Box (Gemüse, Fleisch und schaffe sosse), den BZ kann man trotzdem ganz schön hochtreiben, wenn man nicht aufpaßt. Daher kann man das auch nicht ohne "Fachkenntnisse" empfehlen und anwenden. Ich vermute aber, das es beim Typ2 mit Restfunktion einfacher zu händeln ist als beim Typ1.

    Für mich ist der relevante Vorteil halt "Blutzucker wandert nicht weit aus". Was bei einem Gesunden eher wenig Probleme macht.


    Was ich mich frage: Stell dir vor, du würdest angehende Typ-2 auf "LC" setzen statt "Pillen mit der Ansage 'beweg dich'". Was macht dann LC? Ich hab ne Theorie.

    Na das ist ja der Ansatz der Ernährungsdocs

    Fasten (bei einigen)

    Ernährungsumstellung

    Bewegung

    Pillen reduzieren


    Der Haken: jeder Patient braucht Betreuung, Beratung usw. - da reichen die Kapazitäten der Praxen nicht aus, das für jeden umzusetzen - Pillen verteilen ist da halt einfacher. Es braucht schon informierte Patienten (wie uns:saint:) umd mehr zu machen. Die meisten Diabetologen freuen sich darüber...

    Ich hätte gedacht, dass Kriege gegen Jäger und Sammler ziemlich nutzlos sind, denn sie besitzen eher wenig: Zelte Jagdwaffen, Kleidung. Erst Viehzüchter und Ackerbauer haben größere Besitztümer wie Viehherden, Äcker, Getreidevorräte, Gerätschaften usw. für die sich ein Krieg schon eher lohnt.

    Na eher um Jagdgebiete als um materielles. Und natürlich um die schönste Urfrau, zur Aufmischung der Familie.

    Ich "vermute" wenn man sein Land zu bestellen hat, rennt man nicht so oft zur Nachbarweide um dort Kühe zu klauen. Generell führt Nahrung im Überfluß wahrscheinlich eher zur Friedfertigkeit als Hunger.


    Bei Kriegen mit Ackerbauern geht es ja dann schon eher darum sich möglichst viel fruchtbares Land unter den Nagel zu reissen und dort Pacht zu verlangen (... und schon sind wir in der Gegenwart...)

    Würde sich USA auch einmischen, wenn es nicht um Bodenschätze gehen würde?

    Da vegan eher KH-lastig ist - fuktioniert das für die breite Bevölkerung oder gehen die dann eher in die Breite? Wir haben als T1D eher andere Probleme... Ich denk, dass regelmässige Fastenkuren gar nicht mal so schädlich sind.

    Das was als vegan verkauft wird - also ich meine extra hergestelltes - ist fast immer ein Gemisch seltsamer Zutaten, die man einzeln nicht essen würde - reine Geldmacherei und zum Teil gesundheitsschädlich.


    Fasten ist auch auf die Urmenschen bezogen etwas natürliches, wenn es mal kein Mammut gab mußte man sich bis zur nächsten Jagd mit Pilzen, Beeren und Wurzeln über Wasser halten, was im Winter ernsthaft eine Herausforderung ist. Der menschliche Körper ist für das Speichern von Energie für schlechte Zeiten ausgelegt.


    Für mich steht nur die Frage, ob der Körper nach einer Fastenkur nicht erst wirklich richtig mit "speichern" anfängt? Wenn er nie Not hatte, sind die Fettzellen vielleicht garnicht darauf angelegt und werden vielleicht "geweckt"? Weiß man dazu was?

    Ich hätte eher gefragt, ob "täglich 3 mal Kohlehydrate" dem Neandertaler geholfen hätten. .

    Da der vom Homos Warius;) (der Kriegerische Mensch) ausgerottet wurde, können wir ihn nicht fragen. Generell gab es "damals" natürlich den meisten Streit um Nahrung und Nahrungsvorkommen. Der Übergang vom Jäger und Sammler zu Viehzucht und Ackerbau hat die große Verbreitung der Menschen überhaupt erst möglich gemacht und Kriege vermindert. Allerdings wurde dadurch auch die Verbreitung von Seuchen usw. möglich. Durch Ackerbau wurde die natürlich Auslese durch Nahrungsknappheit beendet. Die wahre Verlängerung des Lebens auf jetzt 80 Jahre ist aber eher der Hygiene und Medizin zu verdanken.


    Gut fürs Überleben waren und sind Kohlenhydrate auf jeden Fall (siehe Reis in Indien und China), aber für die Langlebigkeit schaue man sich eher die Nahrung uralter Japaner an.

    Ja was denn nun? Isses belegt, oder besteht ein Verdacht?

    ich denke das ist der falsche Ansatz, aus meiner Sicht sollte man "verdächtig für" möglichst weglassen oder minimieren - ich habe gerade auf netflix die Doku zu Three miles island (Atomunfall in den USA) angesehen, damals waren die Gefahren auch für die langfristige Gesundheit noch nicht richtig erforscht - die Frage ob "belegt" oder "Verdacht" hätte man nicht abschließend beantworten können.


    Genauso sehe ich es mit Ernährnungsempfehlungen, auch wenn der Vergleich vielleicht hinkt. Da sollte man jeden Verdacht der Schädlichkeit ernst nehmen, um nicht zum Versuchskaninchen zu werden. Viele Empfehlungen der Vergangenheit oder einseitige Diäten haben sich als schädlich oder mindestens unnütz erwiesen.

    z.B. KH-lastigkeit der Ernährungspyramide, Fett soll fett machen, viel Milch ist gesund, Smooties (= Fettleberakopalypse), ....


    vieles ist selten genossen gesund, aber im Übermaß genossen sogar toxisch


    Wenn ich nochmal neu starten (könnte oder müßte) würde ich mich auf Ernährungsberatung spezialisieren und erforschen, welche Nahrung in welcher Menge welchen Menschen guttut. Hier meine ich nicht nur medizinisch, sondern auch im wahrsten Sinne als Soulfood.

    Außerdem die Variation mit den Jahreszeiten. Wer kennst das nicht im Winter eine warme pürrierte Kartoffelsuppe zu genießen, während man im Sommer lieber einen Pellkartoffelsalat genießt.


    Daher kann meiner Meinung nach keine "Diät" langfristig zum abnehmen und Wohlgefühl führen, da es nur zu einer temperorären Abweichung vom normalen Stoffwechsel führt und hinterher sich der Körper wiederholt was gefehlt hat.


    Ich kann nur jedem empfehlen, jeden Heißhunger auf etwas zu hinterfragen (salziges und süsses), denn da steht ein echter Bedarf dahinter - leider nicht auf Zucker oder Salz sondern bestimmte Nährstoffe. Kleine Teller zum Essen, gut kauen und aufhören wenn man satt ist. Reste einfrieren fürs Büro. Viel verschiedene Lebensmittel (insbesondere Gemüse, Hülsenfrüchte ... usw) variieren, schauen wie satt man wird, wie zufrieden und wie gut man schläft und verdaut.


    Nicht zu streng sein, bewußt ein Stück Lieblingskuchen beim Bäcker holen. Aber nur eins, das anstelle vom Frühstück und nicht zusätzlich. So kleine Sachen nach und nach umstellen: Kaffee schwarz, keine Margerine kaufen, nur soviel Brot wie man braucht, Tiefkühlgemüse verschiedene Sorten, selbstgemachtes fürs Büro ... Bier nur am Wochenende;)

    P.S. das Wunder beim Wunderbrod ist aus meiner Sicht, das kaum herkömmliche Backzutaten drin sind und man trotzdem hinterher das Brot schneiden kann, was bei manchen "Vollkornbroten" nicht funktioniert.

    Das:

    ich habe von Bauck schon mehrere Brote gemacht, die sind so gut vorbereitet, das nichts schief gehen kann. Ich habe jeweils die Gehzeit etwas verlängert (mache ich seit ich den Beitrag über Fodmaps gesehen haben, bei allen Brotteigen).

    Will nur sagen, das der etwas höhere Preis der Mischung gerechtfertigt ist.

    Hervorzuheben beim Wunderbrod ist der hohe Balaststoffgehalt! Guten Appetit.

    Hast Du dazu eine Studie die das belegt?

    :bigg.... Todesursache Übergewicht versus Typ1 ??? Es sind sicher mehr Nichtdiabetiker die Statine nehmen? Die Todeskombi Typ2, Übergewicht und Bluthochdruck wäre auch zu nennen. Da nützt kein schöner BZ mehr;) - im Gegenteil, zuviel Insulin dreht hier gewaltig an der Gewichtsschraube...


    Ansonsten habe ich neulich eine Analyse zu Fettsorten und ihre Auswirkung gelesen. Leider auf englisch. Hier ist auch das erhitzen von guten Ölen ein Thema. Aus dieser Erkenntnis geben wir jetzt beim Olivenölbraten einen Klecks Butter dazu, das wirkt sich nicht nur auf die Fettsäuren gut aus, sondern auf den Geschmack.

    Bei Diabetikern ist übrigens immer noch der Hba1c der wichtigste Wert, wenn es um die Bestimmung des Risiko von Folgeschäden wie Herzkrankheiten etc. geht.

    würde ich wiedersprechen, KHK und Schlaganfallrisiko (große Gefäße) sind enger mit Blutfetten und Blutdruck verknüpft als mit Blutzucker


    Da kann Dein Hba1c noch so schick sein, wenn die Artierien zu sind , machst Du auch die Flatter früher als gedacht

    Kochst du diese oder werden die geraucht bzw. zu Keksen verarbeitet?

    ich weiß ja Du scherz-kekst gerade, aber vielleicht ja doch für den einen oder anderen interessant


    https://www.hanfare.de/hanf-le…f-nudeln-emervollkorn-bio

    (wahrscheinlich nicht gerade low-carb ?)


    ( ich habe sie z.B. mal in die Hühnersuppe geworfen...)


    Das Huhn ist dann leider wieder losgeflogen, bei mir konnte ich aber nicht diese Wirkung erzielen. ;):saint:

    Bei mir auch mit wenig Sport;) (ich mach nichts exexsives nur Garten, Rad und Wandern).

    Aber das entscheidende ist das Bauchwohlgefühl, wenn einem die Verdauung nicht den Tag vermiesen kann. Genauso wichtig guter Schlaf. Meistens klappt es dann auch mit dem BZ. Viele Erkenntnisse habe ich gewonnen, seit ich auf das Thema Histamin gestoßen bin. Hier hilft bei mir weglassen oder nach Tagesform minimieren (manchmal geht der Camembert und manchmal gibt es sogar Herzrasen)


    Diese Vorteile erkennt man aber erst nach langem (mehrwöchigen) Umstellen der Ernährung, daher finde ich, muß Ernährung sehr individuell ausfallen. Was dem einen guttut kann dem anderen schaden.


    Der Austausch darüber ist wichtig, aber ohne eine Richtung zu bashen. Vor 10 Jahrem im Forum wurden Vegetarier heftigt gemobt und aufgezogen, das sind jetzt inzwischen aber normale Ernährungsweisen. Gut das wir viele Infos haben, um uns eine eigene Meinung zu bilden.

    So ähnlich ist das mit meinem Cholesterin auch - allerdings habe ich (bei gleichartiger Ernährung) beobachtet, dass es in den zwei Corona-Jahren gestiegen ist. Daher setze ich lieber auf konsequente Bewegung, da fehlte einfach die Radfahrt ins Büro.

    Das man mit Bewegung alles überflüssige verheizen kann, erscheint mir plausibel. Allerdings wäre auch zu Bedenken, das das Abnehmen des Östrogenspiegels wohl auch das Cholesterin beeinflußt (vielleicht erklärt das Deinen Fall?) - daher nähert sich das Herzinfarktrisiko bei Frauen nach WJ dem der Männer an.


    Die Verknüpfungen sind so komplex, das man sollte ein Parameter nicht mehr hinhauen, wohl endlos an Stellschrauben drehen kann;(

    t.

    Also ich ernähre mich seit ungefähr drei Monaten fast komplett ohne Carbs, dabei habe ich jetzt 10kg abgenommen und mein Blutzucker ist perfekt. Ok, an meinen Cholesterin will ich jetzt nicht denken.

    Das Cholesterin ist auch ein "produkt" aus zuviel Carbs, außerdem Veranlagung. Es ist ein Irrglaube das es an zuviel Fett liegt.


    Das Cholesterin hat im Körper wichtige funktionen , ähnlich dem Blutzucker - daher geht es nicht darum dieses zu eliminieren - sondern im Rahmen zu halten.

    Balaststoffe senken Cholesterin, weil diese wohl gebunden werden.


    Schlimm sind Triglyzeride für den Körper, da sollte man konsequent vermeiden diese zu sich zu nehmen. Aber wenn man kein Brot ißt, braucht man keine Margerine drauftun.

    Einfach mit guten Ölen kochen und braten.


    Mein Cholesterin ist an der Obergrenze, aber mit einem hohen HDL Anteil. Tatsächlich ist das LDL durch das weglassen von Brot gesunken.

    Ich behaupte jetzt mal ganz frech: Bei den meisten hiesigen Forumsteilnehmern steht, wenn sie sich denn überhaupt low carb ernähren, die BZ-Stabilisierung im Vordergrund und nicht das Abnehmen.

    Insulinabhängige Diabetiker sind halt eine besondere Teilpopulation und nicht Deckungsgleich mit den Studien-Zielgruppen.


    "Do what works for you" scheint mir insgesamt ein sinnvolles Motto in Bezug auf Ernährung und Diäten.

    Ich bin kein Lowcarber, da ich zum Frühstück dafür eindeutig zuviel Obst und Hafer esse. Allerdings würde ich gern ca. 5kg abnehmen, was mit mehr Carbs vermutlich nicht geht. Daher ist mein Ziel nur noch Gewicht halten.

    Inzwischen finde ich wirklich mehr den von Dir benannten Ansatz, der für sich passenden Ernährung plausibel.

    Das jeder Stoffwechsel ein bisschen anders läuft und Unverträglichkeiten auch eine Rolle spielen, sollte man wohl schauen, wie es dem Darm damit geht.


    Ich habe mir gerade ein neues Kochbuch mit dem Ayuveda Ansatz gekauft (Co Autor ist der Grönemeyer Bruder) und werde mal schauen, wenn zusätzlichen Erkenntnisse da kommen.


    Die von Euch beschriebenen Ersatznudeln werde ich nicht mehr kaufen, die machen BZ technisch bei mir nur Unsinn ... habe noch eine Packung Hanfnudeln da, die werden noch alle gemacht und dann ist gut.