Beiträge von mikewue

    hallo und mit aller vorsicht und zurückhaltung:

    ich denke, es ist reichlich naiv, zu glauben, daß eine einmal gefundene /passende basalrate für immer gut und richtig ist; der mensch ist nunmal keine maschine, alle einflüsse, seien sie körperlich, seelisch, klimatisch oder was auch immer, tragen zu einstellungsänderungen (auch im doppelten sinne) bei. das ist auch gut so.

    also freu dich, daß du die möglichkeit hast etwas zu ändern/auszuprobieren,

    du wirst dich schon damit abfinden müssen, einen begrenzt funktionierenden bereich deiner körperfunktionen mit anderweitigen hilfsmassnahmen in die hand nehmen zu müssen.

    positiv ausgedrückt: man /frau kann etwas tun.:)

    oder man/frau muss ständig etwas tun. das ist vielleicht lästig aber alternativlos.

    eine gute zeit wünsche ich

    michael

    ja also ich benutze fiasp schon sehr lange in der insulinpumpe. habe da schon die unterschiedlichsten erfahrungen sammel dürfen.

    kein tagesablauf ist wie der andere, es spielen viele faktoren eine entscheidende rolle. die insulinwirksamkeit ist eine von mehreren baustellen.

    für mich gesprochen: ich freue mich über ein sehr schnell ansprechendes insulin. wenn ich die selbstwahrnehmung und die bz-überwachungsmittel einsetzte, kann ich doch entsprechend damit umgehen.

    ein diabetologe wird höchstwahrscheinlich nichts wirklich weisheitsvolles dazu sagen können.

    aber vielleicht gibt es ja noch spannendere, neue erkenntnisse!

    bewundernswert, so diszipliniert mit sich umzugehen!

    ich selbst habe nahezu die ersten 20 jahre im blindflug zugebracht.

    heutzutage freue ich mich auf die medizintechnischen entwicklungen und genieße die möglichkeiten und freiräume. (leider sind nicht alle fortschritte so ganz ohne "nebenwirkungen".)

    es kann nie schaden sich ein verlässliches körpergefühl zu bewahren oder anzuerziehen.

    ansonsten allen: gutes gelingen beim lebenslänglichen experimentieren!

    hallo, und ganz praktisch läuft es bei mir so, dass ich schon ewig das gleiche gewicht mit mir rumtrage: 72 kg ( + / - 2 kg ).

    für mich ist es keine frage des diabetes.

    (bei der erstdiagnose mit 14 jahren war ich natürlich etwas leichter)

    aber seit ca. 40 jahren ist das gewicht unverändert, trotz gänderter essmengen und gewohnheiten.

    ist ja sicher natürlich, daß das bei jedem anders läuft.

    guten appetit!

    Hallo und schönen Tag !
    Habe eine Accu Chek Spirit Combo Pumpe und schon seit längerer Zeit das Insulin Fiasp.
    Zum Aufziehen aus den Originalampullen verwende ich das Accu Chek Spirit Cartridge System.


    Das klappt hervorragend und auch mit dem Insulin komme ich sehr gut zurecht.
    ( Schnelligkeit und Wirkdauer )


    Gruß Michael

    hallo, habe gerade zu diesem thema interressante infos gelesen ( Zeevi D et al. Personalized Nutrition by Prediction of Glycemic Responses. Cell 2015; 163: 1079-109 https://www.cell.com/cell/pdf/S0092-8674(15)01481-6.pdf ).
    darüber hinaus vermisse ich persönlich immer die aspekte (neben den kohlehydratangaben, die ja nur ein teil des gesamtzusammenhangs bilden), wie z.b. psychische situationen, körperliche befindlichkeiten.... u.s.w. alles das ist einem vielleicht gar nicht so bewusst. ausserdem kann ich mich immer nur wundern, wenn jemand bei werten ab 175 -200 mg/dl blutzucker panik bekommt. da hätte ich ja in fast 50 jahren diabeteszugehörigkeit schon mehrere herzinfarkte haben müssen. (nicht böse sein, jeder muss selber wissen, wie er sich am besten stresst.
    den obigen artikel habe ich über den accu-check newsletter empfangen.
    viel vergnügen weiterhin mit der lebensaufgabe : diabetes.


    schönensommernochundallzeitgutewerte


    michael

    Mein Tagebuch:
    Ich neige meinen Hut vor allen, welche mit so mit Rechnern und Programmen umgehen können! ( keine Ironie ).
    Meine Wenigkeit bevorzugt ein kleines (handschriftliches) Diabetes-Tagebuch. Es ist zwar wenig Raum für spezielle,aussergewöhnliche Vorkommnisse,aber für das Wesentliche reicht es allemal. Da es bei mir sowieso nur Ausnahmefälle und ständige Auf-und Ab`s gibt, beruht meine Therapie hauptsächlich auf Erfahrung und Versuch und Irrtum. Mir geht es damit seit vielen Jahrzehnten mehr oder weniger ausgezeichnet.
    Das soll natürlich keine allgemeingültige Anwendungsempfehlung darstellen!
    Ich freue mich immer über die interessanten Beiträge und danke allen Teilnehmern. Der Diabetes schlechthin ist schon eine sehr individuelle Angelegenheit!


    Michael

    Ich für meinen Teil habe schon mehrfach in Neuss am Profil -Institut an Studien teilgenommen. Befürchtungen bzgl. der Seriosität braucht man sicherlich nicht zu haben.Der ganze Ablauf und die gesamte Betreuung sind absolut professionell. Für mich war eher das Problem, daß man bei den sog. Clamps z.T. für viele Std. ziemlich ruhig im Bett liegen muss und zur Überwachung und Einstellung diverse Zugänge an den Venen angeschlossen bleiben müssen. Ist sicher nicht jedermanns Sache. Die Bezahlung ist je nach Aufwand gut bis sehr gut. Zu der Frage nach irgendwelchen Nebenwirkungen kann ich nichts Negatives berichten. Das Klinikpersonal ist sehr nett; die Räumlichkeiten sind absolut sauber und ordentlich. Die Mahlzeiten, sofern welche bei der Studie vorgesehen sind, sind halt nichts besonderes, wie im Krankenhaus eben.
    Wenn man Geld verdienen möchte und etwas für die Forschung an Diabetes-Spezifischen Medikamenten oder Equipment tun möchte, warum nicht!
    Grüße
    Michael

    zu lange zu hohe werte:
    kenne ich nur zu gut.( mein basalinsulinwert liegt ebenfalls bei 15.5.) du schreibst: im tagesablauf war nichts anders. was immer das auch beinhaltet? vielleicht solltest du überlegen, ob es evtl. mehr bewegung braucht. ist bei mir oft ein gutes mittel! (aber nicht immer). ansonsten scheinen die abläufe ja zu stimmen: katheterwechsel usw.
    am erfolgreichsten war allerdings bei mir die katheter an komplett neue/andere stellen zu setzen: rücken, po, wo man halt so grad noch hinkommt. und alle zwei tage ein neuer katheter! habe auch mit verschiedenen insulinen hantiert ( humalog und apidra). aber auch das ist nicht der renner. die psychischen faktoren spielen auch immer eine große rolle. aber all die schönen tips sind nur krücken, da man ja nicht die genauen abläufe bei anderen kennen kann.
    gerade deshalb wünsche ich frohes experimentieren.
    wenn erst der sommer wiederkommt, wird alles besser (vielleicht)
    gruß michael

    wie schon mehrfach geschrieben, gibt es keine allgemeingültigen ratschläge. meine ganz persönliche vorgehensweise, mit der ich als pumpenträger super klarkomme, ist die: vor dem laufen, radfahren o.ä. messen, je nach bz. kurzwirksame kohlehydrate, dann auf jeden fall langwirksame kh, zb. müsliriegel ( gibt es natürlich viele verschiedene) also auch da : rantasten. dann lege ich die pumpe ab. das kann auch schon mal für 2 std. sein ! evtl. für unterwegs traubenzucker! am ende sofort bz. bestimmen und in jedem fall pumpe anlegen, 1-2 insulineinheiten. und viel trinken . am besten wasser und oder apfelsaft. wenn ich unsicher bin, nehme ich zum laufen ein bz testgerät mit. ( accu chek mobile ist gut geeignet, da kann ich auch beim testen weiterlaufen)


    so geht das bei mir. bzw. läuft das bei mir sehr gut. zum start nehme ich auch schon mal lieber hohe werte in kauf ( bis etwa 250 mg/dl) ohne zusätzliches insulin. darüber vorsichtige insulingabe , aber max. 1 einheit.
    laufeinheiten immer 1 bis 1,5 std. radfahren mind. 2 std.


    ansonsten : testen , in jeder hinsicht. und nicht jeder tag ist gleich!


    viel erfolg
    michael

    zunächst mal alles gute für das baby!!
    in hinsicht auf den diabetes kann ich in meinem fall entwarnung geben. meine wenigkeit ist schon ewig typ 1, meine frau ist gesund und unsere 3 erwachsenen kinder sind alle top fit und es haben sich keinerlei anzeichen eines drohenden diabetes bislang gezeigt.
    man muss sicherlich den untersuchungsradius des kleinen kindes ausweiten. es gibt ja sehr viele möglichkeiten und lebensmittelunverträglichkeiten und allergien sind ja allerorten auf dem vormarsch (leider). vielleicht sind ja einfache, alte hausmittelchen immer noch eine möglichkeit!?
    vieles von den modernen arzneimitteln ist oft unkalkulierbar gefährlich.


    gruß michael

    zu humalog und apidra, welche ich set längerer zeit in gebrauch in der pumpe habe, kann ich nur berichten, daß apidra zu beginn sehr schnell wirksam war.
    also wirklich seeehr schnell!! mittlerweile ist für mich kein unterschied mehr spürbar. muss allerdings dazusagen, daß die insulinwirksamkeit sowieso nachgelassen hat.
    (leider) muss daher den kompletten bauchbereich meiden. bin auf seitliche hüften oder gesäß umgestiegen. geht auch ...
    gruss an alle langzeitnutzer.
    an alle anderen sowieso

    zur abwechslung mal eine etwas andere "erscheinungsform". man stelle sich vor, es war 1969 und ich war ein kerngesunder lausbub von gerade 14 jahren.
    mein vater nahm mich mit zu einer "routinekontrolle" beim hausarzt. dort wurde kurz darauf die diagnose: diabetes typ I, gestellt. ich hatte keinerlei symptome. landete daraufhin in einer kinderklinik, in der ich 4 wochen lang "eingestellt" wurde. das heißt: strenger diätplan, keine süßigkeiten, zwei insulinnspritzen täglich. (damals noch ein gemisch aus schweine- und rinderinsulin). die injektionsnadeln waren etwa so lang und so dick wie meine finger, aber ein indianer kennt keinen schmerz. damals gab es noch keine bz. testgeräte und ich musste zwei mal im jahr zum hausarzt. der nüchtern- bz. war jedesmal grottenschlecht und die insulindosis wurde erhöht. sonst gab es keinerlei therapie. aber das war mir damals auch gerade recht. so ging es etwa fast z w a n z i g jahre weiter. alles andere ist eine andere geschichte. so ihr lieben kinder und nun schlaft schön!
    gruß michael
    ( es gibt mich immer noch, mit insulin pumpe und div bz. testgeräten. aber halt auch mit klitzekleinen problemchen; die heutigen therapiemöglichkeiten
    sind aber 1 a )

    zum diaport möchte ich folgendes beitragen: das an sich hervorragend funktionierende verfahren stellt eine ausnahme dar, wenn nichts anderes mehr wirkt( keine funktionierenden s.c. stellen mehr). es wird meines wissens nach nur in der fachklinik in bad heilbrunn angewendet; ist eine teure op, welche nur in begründeten ausnahmefällen von der krankenkasse übernommen wird.
    über kurz oder lang stellen sich aber abstoßungs-entzündungs und andere hygiene- probleme ein.
    bin vor kurzem deswegen da vorstellig gewesen. setze momentan die katheter im oberen gesäßbereich und am rücken.
    aber immerhin, gut zu wissen, daß es alternativen gäbe.


    grüße
    michael

    hallo, möchte gerne meine diesbezüglichen erfahrungen mitteilen. hatte lange zeit massive probleme nach dem katheterwechsel (nutze ausschließlich rapid d-link von accu chek mit humalog in der pumpe). die bz. werte tendierten schnell über 500 mg/dl. habe zunächst alle 2 tage gewechselt. nachdem sich die werte nach teilweise massiver insulingabe wieder eingependelt hatten, habe ich den katheter immer mind. eine woche liegen gehabt, bis auch dann der bz. entgleiste. daraufhin hat man mich an die fachklinik nach bad heilbrunn geschickt, um zu prüfen, ob ich ein kandidat für einen dia-port sein könne. nach verschiedenen tests mit anderem insulin (apidra), mit teflon kathetern, stellte sich heraus, daß lediglich die setzstelle der katheter der entscheidende faktor war. seitdem nutze ich ausschließlich den oberen gesäßbereich und den hinteren hüftbereich--alles wieder bestens!-- die thematik mit insulin re-importen wurde auch dort ausgiebig diskutiert. aber ich kann diesbezüglich nichts negatives berichten. darüber hinaus gibt es sicher viele stellschrauben, die jeder im einzelfall genauestens prüfen sollte. oft ist ja die jahrelange routine nicht unproblematisch!
    gruß michael

    bin seit 45 jahren dran, mein momentaner insulinverbrauch unter pumpentherapie : 15,8 E basal, je nach bedarf zwischen 12 und 18 E bolus.
    schwankt natürlich in abhängigkeit von den üblichen faktoren. sagen wir mal , weil es so schön glatt geht 30 E gesamt.(ist ganz praktisch, da so ein pumpenreservoir etwa 10 tage hält).
    grüße m.

    wer kennt sie nicht, diese probleme? wohl doch jede/r in mehr oder weniger ausgeprägter form.
    sämtliche antworten/beiträge sind ja allesamt sehr zutreffend.
    (an dieser stelle könnte ich auch über rekorde im umgang mit extrem niedrigen werten prahlen, tue ich aber nicht.)
    nach vielem z.t. leidvollem experimentieren habe ich es hinbekommen, die hypowahrnehmung wieder auf ein vernünftiges niveau zu schrauben. dazu gehört neben dem unbedingten willen auch ein gehöriges maß an ehrlicher selbstbeobachtung.
    wer die zahlreichen diskussionen mit familienangehörigen bzgl. der hypo-wahrnehmung kennt, weiß ja auch in etwa eine der möglichen richtungen. denn woher wissen die denn eigentlich , daß ich unterzuckert bin? nur ich selber nicht?! ein weiteres betätigungsfeld/übungsfeld ist die "falsch verstandene loyalität" , ganz gleich
    wem gegenüber. (z.b.: nur noch eben die arbeit fertig machen, obwohl bei ehrlicher selbstbetrachtung der zeitpunkt für traubenzucker&co. schon längst gekommen ist.)
    so weit erstmal, viel erfolg bei der selbserkenntnis.
    michael

    hallo xsapheli,
    du hast ja schon einige antworten/anregungen erhalten. die ganze sache ist oft kompliziert und individuell anzugehen. ein patentrezept weiß ich nicht. sieh es doch mal so, du hast ja immerhin die möglichkeit die diabeteseinstellung als einen entscheidenden faktor anzugehen und im rahmen der möglichkeiten damit "zu experimentieren" (achtung!).
    auch "mein" zucker spielt verrückt. und nicht nur ,wenn ich krank bin.( krankheit bedeutet immer streß für körper und seele).ich spiele nun schon seit 44 jahren mit dieser gesundheitsabnorm herum.


    gruß und gute erfahrungen
    michael

    hallo,
    ja ich kenne das institut und habe auch schon an einigen studien teilgenommen, die einrichtung ist wie eine klinik aufgebaut und alles ist sehr professionell.
    kann bisher nichts negatives berichten. die studien selber sind (subjektiv) ziemlich anstrengend ( z.teil 18 std. liegen mit diversen schläuchen in den armen ist nicht sehr schön).
    das essen ist auch nicht gerade first class.
    aber ich gehe davon aus, daß es einen positiven einfluss auf die entwicklung neuer insuline und das testen deren wirkung hat.
    letzendlich macht man das ja auch nicht umsonst.


    gruß
    mikewue