Beiträge von Kochloeffel

    Ein Gefühl für Hypos ist sehr wichtig, auch wenn man mit Hilfsmitteln ausgestattet ist, die warnen. Auch wenn man sich "nur" im Alltag bewegt und Bergkämme oder Ladeflächen meidet. Drum find ich diesen Test sehr spannend. Würde ich mich nur aufs CGM verlassen, hätt ich einige Hyper- und Hyposituationen eigenhändig provoziert.

    Mit UPS und FedEx hab ich im Grunde gute Erfahrungen gemacht, aber DPD hats mal geschafft, mir morgens um irgendwann zwischen 7 und 8 per Mail mitzuteilen, dass ich heute ein Paket erhalte, das ich persönlich in Empfang zu nehmen habe. Falls ich eine Hinterlegung wünschte, solle ich angehängtes PDF in den Briefkasten legen.

    Abgesehen davon, dass ich nicht sicher bin, ob mein Drucker an dem Tag grad einsatzbereit gewesen wär, war ich dann leider schon auf dem Weg zur Arbeit. Musste der arme Kurier halt das Paket einige Treppen hochschleppen, ums danach wieder mitzunehmen. Er hatte unnötigen Aufwand, ich ebenso. Nur, weil die Dispo geschlafen hat. Schade.


    Ich bin froh, dass meine Dexcom-Sensoren mit der normalen Post geliefert werden, da hab ich keine Probleme. Und weil ich jetzt immer Dreimonatspackungen bekomm, ist die Schachtel zu gross für den Briefkasten, man muss es mir also vor die Tür legen. Da ists schattig. Der Briefkastenofen ist prall in der Sonne.

    Der Sensor und ich werden keine Freunde mehr. Heut Nacht hat er mich wieder auf Trab gehalten. Ist wohl echt ein Montagsmodell. Am besten find ich, wenn er Kalibrierungen nicht akzeptiert und man nach 15 Minuten nochmals kalibrieren soll. Hab ja sonst nichts zu tun um 2.40 Uhr.


    Jetzt tut er grad anständig. Und wenn ich mal ne Kontrollmessung mach, deckt sich das blutige mit dem Sensorergebnis. Mal schaun.

    Gestern Abend nen neuen Sensor gesetzt, dass der mich nachts mal weckt, war mir klar. Normalerweise fängt der sich dann aber. Nun hat er vorhin in der Kantine aber gemeint, er müsse lautstark mein baldiges hypobedingtes Ableben verkünden. Natürlich hab ich in dem Moment kein Messgerät dabei. Nun verlangt er eine Kalibrierung, also fahr ich rasch heim. Was tut man nicht alles, dass das G6 zufrieden ist ...

    Ich hab den Diabetes in jungen (<26) Jahren ja nicht erlebt, aber vielleicht neige ich zum Überkompensieren. Ich achte im Alltag sehr auf die Ernährung. Brav lowcarb und möglichst ausgewogen, lieber Salat als anderes. Aber wenns dann mal was Rechtes gibt, dann auch mit Nachschlag. :regen

    Ich war nie rank und schlank, dank der Ketoazidose hab ich anfangs erfreulich viel abgenommen ... aber eben. Heute achte ich halt auch wegen des Diabetes auf die Ernährung. Aber mit zunehmendem Alter wird das Drängen der Ärzteschaft, mal abzunehmen, weniger laut. Vielleicht, weil Typ Einser eher zunehmen :P


    Pan Bagnat, das Streetfood von der Côte d'Azur. Ein Brotlaib gefüllt mit Tomaten, Gurken, Salat, Radieschen, Thunfisch – und Oliven. Letztere sind nicht meins, aber was solls. Insgesamt ein gutes Gericht. Am besten schmeckts natürlich vor Ort, dazu "ein Glas" Rosé. Aber auch daheim und ohne den vergorenen Saft ists ein gutes Abendessen.

    Fladenbrot, kurz getoastet, mit Hummus bestrichen, dann mit Rotkohl und Karottenstreifen belegt, etwas Hühnchen drauf und zum Schluss mit einer rasch zusammengerührten Cocktailsauce gewürzt. Geschmeckt hats toll. Bilder gibts keine. Und der BZ spielt verrückt. Aber was solls, kann eh nicht schlafen bei der Hitze, genug Zeit, das CGM zu beobachten.

    Durfte ich auch schon über mich ergehen lassen. Fettleber ausschliessen und wenn man grad mal dabei ist, bisschen rumschallen, was da so rumfliegt. Fand es unangenehm, aber solange alles gut ist danach, sollte es halt sein.

    Meiner damaligen Ärztin ist letztes Jahr aufgefallen, dass ich bei den Masern auch eine Lücke hab. Die zweite Impfung fehlte. Also haben wir das fix nachgeholt. Plus grad noch FSME gemacht. Also die erste von dreien, mittlerweile bin ich durch und hab paar Jahre Ruhe. Ists mir wert.

    Kleiner Exkurs zum Thema "Cafe Crema":

    Bei uns in der Schweiz bestellt man in der Regel einen "Café Crème", das ist halt Kaffee mit so einem kleinen Kaffeerahmbecherchen. Als Starbucks ins Land kam und uns mit Tripleshotmoccacinos in Venti oder für die weniger durstigen in Grande offerierte, führte das zu Problemen. Weil der Schweizer einfach seinen gewohnten Café Crème wollte. Und was kriegt man heute, wenn man in Zürich, Bern oder Basel zum amerikanischen Kaffeeröster geht? Café Crème. Geht doch.

    Alles schien gut zu sein, bis bei euch im Norden oben dieses "Cafe Crema" aufgekommen ist. Mein Highlight in Deutschland war stets, Filterkaffee zu trinken. Gibts bei uns kaum mehr ausserhalb von Hipsterläden, alles verdrängt von den Maschinen von Nespresso, Jura und was weiss ich. Und nun auch bei euch. Mein Filterkaffeeherz blutet. Zumal der kommune Schweizer dieses Gebräu gerne mit seinem guthelvetischen "Café Crème" verwechselt. Klingt halt zu ähnlich. Aber die Crema in ihrer Funktion als Schäumchen mag keinen Kaffeerahm ersetzen.


    Aber Anstieg hab ich noch nie einen bemerkt vom Kaffee.


    PS. Filterkaffee hab ich auch bei der amerikanischen Kaffeekette gefunden mittlerweile. Aber da bestell ich Americano. Man hats ja.

    Die Remissionsphase ist eine tolle Sache, wenn man die Krankheit wie einen Faustschlag ins Gesicht gepfeffert bekommt. Am besten noch mit Ketoazidose und all den Spässen. Sie ermöglicht den sanften Übergang von vermeintlich gesund bis ... nun ja, Diabetes. Man kann sich langsam rantasten, mal etwas lernen, der Körper verzeiht vieles und kann noch aktiv selbst mitarbeiten. Aber sie verkompliziert halt auch die Einstellung, weil man nicht weiss, ob, wann, wie viel die Drüse selbst noch ausschüttet. Drum wird dann, wenn sie mal vorbei ist, auch einiges einfacher im Sinne der Planbarkeit. Wenn das überhaupt möglich ist beim Diabetes. Denn auch ohne Remission können Faktoren ändern. Aber man weiss dann immerhin, dass man ohne die Hilfe der Drüse arbeitet.


    Einen Wechsel auf Protaphane würd ich jetzt persönlich nicht aufgrund dubioser Ängste anstreben. Ich hab damit jahrelang meine Basalversorgung erledigt, ging gut, keine Frage. Aber es war mehr so wie ein grobes Klebeband, das man durchaus auch dazu verwenden kann, sein Haus zu flicken. Tut seine Arbeit. Aber wenns noch einige Jahrzehnte halten soll, nimmt man besser Nägel und Schrauben. Also etwas Moderneres.