Beiträge von Kochloeffel

    Kleiner Exkurs zum Thema "Cafe Crema":

    Bei uns in der Schweiz bestellt man in der Regel einen "Café Crème", das ist halt Kaffee mit so einem kleinen Kaffeerahmbecherchen. Als Starbucks ins Land kam und uns mit Tripleshotmoccacinos in Venti oder für die weniger durstigen in Grande offerierte, führte das zu Problemen. Weil der Schweizer einfach seinen gewohnten Café Crème wollte. Und was kriegt man heute, wenn man in Zürich, Bern oder Basel zum amerikanischen Kaffeeröster geht? Café Crème. Geht doch.

    Alles schien gut zu sein, bis bei euch im Norden oben dieses "Cafe Crema" aufgekommen ist. Mein Highlight in Deutschland war stets, Filterkaffee zu trinken. Gibts bei uns kaum mehr ausserhalb von Hipsterläden, alles verdrängt von den Maschinen von Nespresso, Jura und was weiss ich. Und nun auch bei euch. Mein Filterkaffeeherz blutet. Zumal der kommune Schweizer dieses Gebräu gerne mit seinem guthelvetischen "Café Crème" verwechselt. Klingt halt zu ähnlich. Aber die Crema in ihrer Funktion als Schäumchen mag keinen Kaffeerahm ersetzen.


    Aber Anstieg hab ich noch nie einen bemerkt vom Kaffee.


    PS. Filterkaffee hab ich auch bei der amerikanischen Kaffeekette gefunden mittlerweile. Aber da bestell ich Americano. Man hats ja.

    Die Remissionsphase ist eine tolle Sache, wenn man die Krankheit wie einen Faustschlag ins Gesicht gepfeffert bekommt. Am besten noch mit Ketoazidose und all den Spässen. Sie ermöglicht den sanften Übergang von vermeintlich gesund bis ... nun ja, Diabetes. Man kann sich langsam rantasten, mal etwas lernen, der Körper verzeiht vieles und kann noch aktiv selbst mitarbeiten. Aber sie verkompliziert halt auch die Einstellung, weil man nicht weiss, ob, wann, wie viel die Drüse selbst noch ausschüttet. Drum wird dann, wenn sie mal vorbei ist, auch einiges einfacher im Sinne der Planbarkeit. Wenn das überhaupt möglich ist beim Diabetes. Denn auch ohne Remission können Faktoren ändern. Aber man weiss dann immerhin, dass man ohne die Hilfe der Drüse arbeitet.


    Einen Wechsel auf Protaphane würd ich jetzt persönlich nicht aufgrund dubioser Ängste anstreben. Ich hab damit jahrelang meine Basalversorgung erledigt, ging gut, keine Frage. Aber es war mehr so wie ein grobes Klebeband, das man durchaus auch dazu verwenden kann, sein Haus zu flicken. Tut seine Arbeit. Aber wenns noch einige Jahrzehnte halten soll, nimmt man besser Nägel und Schrauben. Also etwas Moderneres.

    Haben wir heute gemacht. Ok, nicht ohne Ziel. Aber ohne bestimmte Dauer. Und obwohl einige (für mich als konditionsbefreites Stück Karamellfilet) anstrengende Abschnitte dabei waren, hat der Zucker kaum einen Wank gemacht.


    Aber wehe, ich geh mal ohne Traubenzucker nur kurz in die Stadt zu Fuss. Gerade Strecke, jederzeit Tram oder Bus in Reichweite ... das Dexcom kommt nicht aus dem Piepen raus.

    Bei mir gibts seit Jahren, auch vor der Diagnose, im Grunde nur Mittag- und Abendessen. Intervallfasten betreib ich also seit Jahren, ohne dass ichs gemerkt hab.


    Natürlich kanns mal sein, dass im Büro jemand Geburtstag hat und drum einen Kuchen mitbringt. Dann nehm ich mir das Stück aber in der Regel und ess es am Mittag als Dessert.


    Wenn zwischendurch, dann eigentlich nur bedingt durch zu tiefen Zucker. Oder halt was ohne Kohlenhydrate. Oder mit ganz wenigen, zB. mal einen Apfel.


    Diese ganze Zwischenmahlzeitenkultur ist seit je total an mir vorbeigegangen, das kenn ich gar nicht.

    Habe momentan eine relativ gemässigte Phase, der DM benimmt sich. Den Ausreisser vorne kann ich mit schwedischen Zimtbrötchen erklären, die ich völlig falsch eingeschätzt hab. Der Hagelzucker hat mich wohl verwirrt, habe zu viel gespritzt und dann zu viel gegengegessen.

    Untenrum hab ich dafür kaum Abstürze. Nach dem setzen des neuen Sensors am 10. Juli gabs vermeintliche Hypos, die aber allesamt mit der „Gewöhnungsphase“ des Sensors zu erklären sind. TIR von 95%, bin sehr zufrieden.

    Schnitzel ist wirklich schwierig. Freitags gehen wir jeweils in eine nahe Kantine essen. Da gibts immer abwechselnd Schnitzel oder Cordon-bleu. Das Cordon-bleu hinterlässt beim G6 eine kleine Kurve, nichts Böses. Das Schnitzel hingegen sorgt für die Manifestation eines Alpenmassivs. Klar, das zusätzliche Fett im Cordon-bleu wird den Anstieg bremsen. Ohne den Typ 1, resp. ohne das G6, hätt ich wohl nicht geahnt, dass das Schnitzel "weniger gesund" sein könnte ... ;)

    Ohne das Libre hätt ich heute kein CGMS. Allein der Gedanke, ständig so etwas an mir zu tragen, hat mir so widerstrebt, dass ich das (bei uns) komplizierte Bewilligungsverfahren fürs CGMS nie hätte auf mich nehmen wollen. Als das Libre auf den Markt kam, hab ichs dennoch ausprobiert. Und war begeistert. Das mühsame Stechen fiel weg, ich hatte einen kompletten Überblick über meinen BZ ... und im ersten Jahr lief auch alles problemlos. Dafür bin ich Abbott dankbar. Danach, als die Probleme mit der Haut angefangen haben, sind auch die Werte unbrauchbar geworden. Und ich musste wechseln zum G6. Aber ich wusste, dass ich keine Probleme habe, diesen Sensor an mir zu wissen. Diese Erkenntnis hätte ich ohne das Libre nicht gewinnen können. Drum halte ich ein pauschales Bashing auch nicht für richtig.

    Ich denke, dem Thema „Gammelfuss“ wird teilweise eine etwas zu grosse Bedeutung beigemessen. Jetzt unabhängig von diesem Messgerät.

    Das für mich im Übrigen nach einer Idee klingt, die morgens um 3 zwischen der vermeintlichen Absackerbar und „nnnur nnnnoheeinz dadrübn“ in sich schlüssig und absolut brillant geklungen haben mag, am nächsten Morgen aber besser im Dunste des Katers langsam verblasst wäre.


    Den Blutzucker messen im Schuh ... also ehrlich. Böhmermann, s reicht!

    Als Gesunder hatte ich auch Mühe mit Tropennächten. Aber wenn ich mal schlafen konnte, wars gut.

    Heute als Diabetiker setz ich mir natürlich genau vor so einer Nacht einen neuen Sensor vom G6 und werd um kurz vor 5 mit einem falsch-niedrigen Wert geweckt. 2.2 mmol/l, drum piepte es energisch. Natürlich lag der Wert höher bei der Kontrollmessung. Dafür darf ich jetzt wieder versuchen, einzuschlafen.


    Ich schlief besser ohne Diabetes.

    Meine Freundin ist soeben in Richtung Stockholm abgehoben. Und der Diabetiker kommt nicht weiter als ins Büro. Das empfinde ich als fies. Gerade bei den momentanen Temperaturen.

    Vielleicht reichts mir dann im November auch wieder für ein paar freie Tage.

    Meine Freundin mag diese dunkle Schokolade, bei mir ist die Grenze so um 60% rum. Dann ists mir zu viel. Aber im Wissen um ihre Vorliebe hab ich ihr vom Städtetrip nach Dresden in diesem Frühling Schokolade mit 100% Kakao mitgebracht. Sie fand auch, das sei nun zu viel des Guten. Werden die Tafeln dann mal zum Backen verwenden.

    Absolut einverstanden. Aber wenn ich les, dass Leute mehrfach defekte Sensoren reklamiert haben, egal ob Libre oder G6, dann frag ich mich, ob ich als Kunde immer wieder denselben Tanz aufführen muss. Am Ende muss ich ja den defekten Sensor einschicken. Dafür geb ich also Stunden meiner Freizeit hin? Ich habe mich mal per Mail bei Abbott gemeldet. Das Problem war bekannt, ein Austausch hätte stattfinden können, nur hat man dann als Antwort darauf hingewiesen, dass ich mich telefonisch melden sollte. Sowas find ich unnötig. Onlineformular bereitstellen, gerne mit vorgängiger Eingabe der Seriennummer, damit dann unkompliziert retourniert werden kann. Das macht auch wieder etwas Platz in der Warteschleife. Und ich kanns machen, wenn ich Zeit hab. Und nicht zwischen 8 und 17 Uhr, blöd gesagt.

    Dexcom Schweiz erreicht man auch Samstags und Sonntags von 9.30 bis 17.30 Uhr. Aber wenn ich von zwei bis sechs Stunden Warteschleife les, scheint mir das trotzdem keine Lösung zu sein. Unter der Woche schon gar nicht. Selbst wenn man nicht arbeitet, ich gehe davon aus, dass auch Mütter viel Besseres zu tun haben ;)