Beiträge von Kochloeffel

    Aber die vorausschauende Funktion "Bald niedriger Wert" hat nur Dexcom, dachte ich, oder? Klar sehe ich die Kurve bei anderen Systemen auch und kann mir meinen Reim darauf machen. Und wenn ich den Warnwert entsprechend einstelle, werde ich auch gewarnt. Aber der rasante Abfall (oder Anstieg) des Zuckers wird mir damit nicht angezeigt.

    Ich denke, eine Verbesserung des HbA1c im guten Sinne ist mit dem CGM gut möglich. Man erkennt Werte ausserhalb des Zielbereichs schneller und kann ggf. gegensteuern. Welches CGM das jetzt ist, muss man für sich herausfinden.

    Mein G6 warnt mich frühzeitig, dass mein Wert bald zu tief sein wird. Das ist für mich ein wichtiger Vorteil gegenüber dem Eversense.

    Das Eversense hat mich so lange interessiert, bis ich gelesen hab, dass das nur von bestimmten Ärzten gesetzt werden darf. Klar ists nicht viel, alle sechs Monate mal durch die halbe Stadt zu fahren, um den Sensor eingepflanzt zu bekommen. Aber in der Summe mit Augenarzt, Diabetologe, Zahnarzt etc. wirds dann eben doch viel. Hätte mein Diabetologe das machen dürfen, wer weiss, vielleicht hätt ich mich dann nicht fürs G6 entschieden. So aber hab ich mich gar nicht gross mit Alternativen beschäftigt.

    Nach Schema spritzen ist, wie hier schon einige geschrieben haben, am Anfang ganz ok. Aber irgendwann stimmts halt nicht mehr. Das merkst du, wenn du korrigieren musst. Aber lass dir Zeit und gewöhn dich erstmal an die Krankheit.

    Hatte mit dem Libre auch ewig Probleme. Auch zusätzlich fixieren war für mich keine Lösung. Ob mit Stoffbändern mit Klettverschluss oder mit Klebebändern.

    Der Kleber beim G6 hält bei mir dafür bombenfest. Und den kleb ich ohne grosse Vorbereitung auf die Haut.

    Früher bin ich viel Rad gefahren. Zur Schule im Nachbarort, an den Bahnhof während der Ausbildung und danach. Seit ich aber in der Stadt wohne, hab ich aufgehört. Ich hab schlicht Schiss, in Zürich Rad zu fahren. Ich weiss, dass das übertrieben ist, viele meiner KollegInnen kommen mit dem Rad ins Büro. Aber irgendwie hab ich Mühe mit Stadtverkehr. Zu viele Verkehrsteilnehmer. Da ich aber zu Fuss nur 30 Minuten ins Büro hab, wenn ich gemütlich lauf, mach ich das. Oder eine Teilstrecke. Den Bus nehm ich eigentlich nur, wenns regnet, schneit oder am Feierabend, weil ich dann noch Einkäufe mit mir rumtrag.


    Da wir aber grad etwas auf Immobiliensuche sind, wird das Rad sicher wieder ein Thema. Denn nah an einem Bahnhof ist aus Budgetgründen wohl nicht so realistisch.

    Happy. Habe per Mail darauf hingewiesen, dass der Schnaps Spuren von Kuchen enthalten kann und dass man nach dem Genuss eine Stunde lang keine schweren Maschinen bedienen soll.

    Ist schon eine ziemliche Menge Zucker, die ich nicht verwendet hab. Der Guss besteht aus 200 Gramm Puderzucker. Ist aber für zwei Kuchen, heisst, pro Kuchen etwa 100 Gramm. Und dann aufs Stück runtergebrochen ... etwas Mehl ... ganz ohne spritzen gehts wohl nicht, aber man braucht schon weniger Insulin. ;)

    Zuerst hab ich einen Teig gemacht aus Butter, Zucker (hab Xylit genommen), Eiern, Vanillezucker, Mehl, Limettensaft und -abrieb sowie etwas Gin. Den Teig hab ich dann gebacken. Anschliessend gabs einen Sirup aus Rohrzucker, Limettensaft, Gin und Tonic. Diesen hab ich nach dem Aufkochen über den noch warmen Kuchen geschüttet, damit er schön aufsaugen kann. Am Schluss kam ein Guss aus Puderzucker, Gin und Limettensaft drüber. Die genauen Mengen kann man googlen, ich würds ja verlinken, aber bei der unklaren Situation, was man noch verlinken darf und was nicht, belass ichs beim Hinweis, dass mans bei Google unter "Gin & Tonic? Bist du nicht ganz gebacken?" findet. ;)

    Aus eigener Erfahrung weiß ich jedoch, dass es immer noch Glückssache ist, richtig diagnostiziert zu werden, wenn man als Erwachsener in höherem Alter an einem Autoimmundiabetes erkrankt. Zumindest bei meiner Diagnosestellung vor mehr als 10 Jahren war das so. Für sehr viele Ärzte ist das Alter des Patienten und nicht ein wichtiger Antikörper-Test, ausschlaggebend. Dieser sollte meiner Meinung nach eigentlich obligatorisch sein, wird jedoch leider nicht grundsätzlich bei JEDER Diabetesdiagnose von der Krankenkasse übernommen.

    Und dann gibts ja noch die paar Leute, bei denen ein Antikörpertest negativ ausfällt, die aber dennoch als Typ 1, halt Typ 1b, durchgehen. Man lebt ganz gut damit. Spritzt sich Insulin, misst den Blutzucker ... wie eigentlich alle anderen hier drin auch. Mehr oder weniger. Zum Glück gibts den Typ 1b, sonst wär ich wohl auch falsch.


    Ich würd mich hier aber wohl auch zugehörig fühlen, wenn mein Diabetes Karlheinz heissen würde statt 1, denn Insulin spritzen müsste ich auch in diesem Fall.


    Just my two cents.

    Bei sowas spritz ich mal eine gewisse Menge voraus und dann später wieder etwas nach, je nachdem, was so reinkommt ... und ich lebe nicht im Glauben, dass ich so einen Abend mit durchwegs zufriedenstellenden Werten übersteh. ;)

    Ich kann nur für mich sprechen, aber egal ob mit dem Libre damals oder jetzt mit dem G6 lag mein persönliches Interesse darauf, dass ich meinen BZ in möglichst geordneten Bahnen halten kann. Andere bekämpfen mit diesen Hilfsmitteln ihre Hypos, wieder andere möchten nicht zu hoch steigen. Das ist individuell.

    Für mich aber, wie erwähnt, gings darum, mit meinen Werten möglichst in einem vertretbaren Bereich zu liegen. Währenddem ich einen möglichst normalen Alltag lebe. Daher hab ich in den Bereichen, in denen das ein Problem war, Korrekturen vorgenommen. Die dann auf lange Sicht funktionieren sollten. Was zur Folge hatte, dass ich mich, sobald ich mich dementsprechend angepasst habe, im Alltag nicht mehr gross habe darum kümmern müssen. Es steckt also nicht zwingend eine tägliche Fronarbeit dahinter, wenn man zu einem grossen Teil in einem guten Bereich liegt im Schnitt. Man hat sich zB. einfach so angepasst, dass die Werte so liegen.

    Es ist klar, dass es Lebensgestaltungen gibt, in denen dieses einfacher umzusetzen ist als in anderen. Dies aber nur so als mögliche Erklärung, warum man auch mit normalem Alltag sowas umsetzen kann.

    Mein HbA1c ist ja eigentlich auch viel zu gut. Mein Diabetologe hat im Gespräch damals gemeint, natürlich könne er mir nun raten, einfach alles schleifen zu lassen, damit die Bedingungen geschaffen werden. Aber das sei ja in mehrfacher Hinsicht nicht wirklich klug. Nächtliche Hypos waren dann auch bei mir die Lösung. Das Libre hat dabei sehr gut geholfen, da es zeitweise ganze Nächte hindurch "LO" angezeigt hat. Auch wenn das nachweislich falsch war.

    Aber wie erkennt man denn nächtliche Hypos, wenn man sich nicht jede Nacht zu Kontrollmessungen weckt? Wie sich der gestörte Schlaf dann auf die Psyche und die Physis auswirkt, kann man sich ausrechnen.

    Klar, man kann die Gefahr solcher Hypos reduzieren, wenn man allgemein den BZ etwas höher hält. Aber wegen einiger potentieller Hypos die gesamte Einstellung künstlich "verschlechtern", halte ich auch nicht für das Mittel der Wahl, wenn mit dem G6 ein Hilfsmittel zur Verfügung stünde, das einen im Bedarfsfall rechtzeitig warnt.


    Ich drücke auch die Daumen, dass sich das noch zum Guten wendet.