Beiträge von petzi

    Ich leide trotzdem nicht und bin auch kein armer leidender Diabetiker. Schon schon gar kein Opfer.
    Wenn ihr das so empfindet ist das für euch schon richtig ,aber für mich sicher nicht.
    Ihr vertieft ein tolles Image.


    Ich habe die Beiträge hier so gelesen, dass wir uns dagegen wehren, "Leidende" zu sein bzw. als solche stigmatisiert zu werden. Zumindest gilt das für mich!

    Gebt mal bei OpenThesaurus das Wort "Leiden" ein. Da kommt dann die Kategorie "Medizin" und dann beim "Unterbegriff" als erstes die Krankheit "Diabetes"Bei mir ist es so, dass ich mich durch die vierteljährliche Einbestellung in die Praxis eher gegängelt fühle. Von anderen Diabetikern weiß ich aber, dass ihnen gerade die häufigen Arztbesuche beim Diabetologen Sicherheit geben. Natürlich weiß ich, dass es notwendig ist, den Hba1C zu prüfen usw. Aber dennoch fühle ich mich jedesmal "krank gemacht" wenn der Termin bevorsteht.

    In der Tat gibt es offenbar in BaWü keinen Impfstoff mehr - zumindest stand das vor einer Woche in der Zeitung. Ich habe mich dieses Jahr erstmals impfen lassen, weil ich im Januar 2018 eine schwere Influenza hatte. Allerdings war ich bereits Anfang November beim Arzt und da war es noch kein Problem.

    Selbstverständlich darf Journalismus tendenziell sein, dann ist es aber kein investigativer Journalismus und keine Dokumentation, sondern ein Kommentar.


    Ja, dennoch muss man aufpassen nichts falsches zu behaupten. Ich versuche immer, sehr akribisch zu recherchieren und - was z.B. Zahlen oder Namen betrifft -, lieber nochmals rückzufragen.

    wenn ich der Bösewicht war, dann tut es mir leid! Allerdings möchte ich auch klarstellen, dass die Bild für mich das unterste Niveau bedeutet - wenn sich aber verschiedene Medien auf ein ähnliches Niveau begeben....wird es kritisch!


    Dich hatte ich jetzt gar nicht im Blick :) Aber in einigen der anfänglichen Posts wurde schon teils heftige, so für mich nicht hinnehmbare pauschale Kritik an "den Journalisten" geübt.


    Es ist ja übrigens einfacher, nicht kritisch zu berichten, dann haben einen alle lieb...


    Arbyter: es gibt ja sozusagen vom Leser bzw. politisch interessierten Menschen auch eine "Holschuld", nichts alles so zu schlucken, wie es einem vorgesetzt gibt. Damit meine ich ganz speziell auch absurde Verschwörungstheorien.

    Als Journalist kann man die objektiv erkennbaren Fakten schildern. Sobald es in die Interpretation hinein geht wird es dann kritisch.


    Da gebe ich dir recht!
    Mich hat hier nur bei diversen Kommentaren gestört, dass ohne Differenzierung auf "DIE Presse" eingeschlagen wurde. Und es gibt ja schon noch einen Unterschied, was z.B. die Bild-Zeitung verbreitet oder die SZ bzw. der NDR.

    petzi - ihr macht beide ICT und seid keine Pumpenträger! Könnt ihr überhaupt ganz erahnen, welche Negativwirkung das auf die Pumpenträger haben kann

    Ich melde mich hier nur als Journalistin zu Wort, die ihren Berufsstand verteidigt. Natürlich gibt es viele schwarze Schafe im Mediengeschäft. Aber NDR, WDR und SZ machen doch eine professionelle Arbeit.

    Aber, auch bei bester Recherche wird aus dem Recherchierenden kein Fachmann, der jemandem das Wasser reichen kann, der das zum Beispiel beruflich macht. Deswegen kommt eben manchmal etwas dabei heraus, mit dem nicht jeder, der tief drin steckt, einverstanden ist.



    Meiner Meinung nach ist das aber das kleinere Übel, verglichen damit, wir hätten keine investigativen Journalisten! Viele, viele "Sauereien" wären dann nie ans Tageslicht gekommen.


    Genauso ist es!


    Dann bitte ich alle Kritiker hier, doch einfach Journalisten zu werden - dann könnt ihr akribisch und sachgerecht recherchieren sowie veröffentlichen. Der Zugang zu diesem Beruf steht jedem/jeder offen!


    Das Problem dabei ist aber, dass die Mehrzahl der Leser sich für diese detailreichen Spezialbeiträge gar nicht interessiert, weil sie ja nicht von Diabetes Typ 1 betroffen sind. Und Medienhäuser/Verlage sind eben auch Wirtschaftsunternehmen, die auf Umsatz angewiesen sind. Wenn die Artikel dann nur noch auf eine Minderheit fokussiert sind, ist die Zeitung/Zeitschrift schnell pleite. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk wird zwar über Gebühren finanziert, informiert aber ebenfalls eine breite Masse und nicht nur Klientel-Gruppen.

    Ich nenne solche Aussagen kuschen, sich klein machen, duckmäuserische agieren. Hey, Leute, genau das ist es, was mich nervt. Nicht die Wahrheit sagen sonst, könnte etwas schlimmes geschehen.


    Absolute Zustimmung! Mir geht es genauso, wenn ich die Kommentare hier lese. Fast könnte man denken, wir leben hier in China oder einer anderen Diktatur, wo Aufbegehren bestraft wird.


    Nein, im Gegenteil - nur wenn man sich gegen solche Missstände wehrt, reagieren die Hersteller!

    Ich hatte mal in einem Artikel was Kritisches über Audi geschrieben (ist aber schon in den 90er Jahren gewesen, nicht heute ;) ). Diese Passagen wurden mir vom Chefredakteur sofort herausgestrichen.Ich finde deshalb, dass - jedenfalls in Tageszeitungen - eher pro Unternehmen berichtet wird! Da gäbe es viele Missstände, über die der Journalist schweigen muss...Wir leben eben im Kapitalismus.

    Ich denke es wird hier einiges von den Medien popularisiert.

    Ich finde den Bericht schlüssig und glaubhaft. Wenn ein Reporter Falschaussagen in die Welt setzt, ist er schnell seinen Job los - jedenfalls bei seriös arbeitenden Medien, wozu ich NDR, WDR und Süddeutsche auf jeden Fall zähle. Die Recherchen werden doch vorab auch rechtlich geprüft, gerade bei solchen Aussagen die Unternehmen betreffen. Ich bin selbst Wirtschaftsjournalistin und kann das recht gut beurteilen. Die Beiträge werden ja auch nochmals von der Chefredaktion gelesen - und besonders hier, bei dem brisanten Thema "Insulinpumpe" und Todesfälle.

    Zitat von »Sheldor«
    Ich bezweifle die „mehr als 100 Tote“ durch Insulinumpen allein in den USA stark, nur weils jemand sagt muss es nicht stimmen.

    Nun ja, rechne das doch mal auf die Einwohnerzahl der USA mit 328 Mio.Einwohnern hoch. Und auch die Zeitphase spielt ja auch eine Rolle. Da könnte ich mir 100 Tote durch Insulinpumpen durchaus vorstellen.

    Ist es wichtig, dass der Herr mit Joachim Fuchsberger bekannt ist?


    Ich kenne den Artikel nicht, den du anführst. Aber der Sohn von Joachim Fuchsberger hatte Diabetes Typ 1 und ist - mutmaßlich wegen einer Hypo - in einem Gebirgsbach ertrunken.


    Joachim "Blacky" Fuchsberger lebt ja auch schon seit 2014 nicht mehr. ;)

    Da geht sie wieder los die Hexenjagd, der Diesel ist abgegrast da muss man sich auf den nächsten Skandal stürzen.


    Anstatt froh zu sein, dass Medien / investigative Reporter solche eklatanten Missstände aufdecken, werden sie niedergemacht - und die wirklichen Verursacher - die Hersteller von Medizinprodukten in Schutz genommen. Das erinnert mich fatal an Zeiten, als der Überbringer der schlechten Nachricht - also der Bote - hingerichtet wurde.


    Wer gestern Hart aber Fair gesehen hat, konnte sich vom Sachverhalt ein Bild machen. Da war ein Geschädigter da, der eine Hüft-Op mit einem defekten Teil hinter sich hatte.Übrigens sagte ein befreundeter Ingenieur mit DM Typ 1 erst vor ein paar Tagen zu mir, dass er keine Insulinpumpe will, weil ihm das zu gefährlich sei, d.h. er vertraut der Technik nicht.... Er ist seit über 25 Jahren Diabetiker, also kein Neuling.

    80 ist das neue 70. :)


    Meine Schwiegermutter ist 92 Jahre alt und noch topfit! Mein Vater mit 88 Jahren ebenso, wie auch meine Mutter mit 84. Ich denke, man sollte sich heute vom alten Tattergreis-Image lösen...

    dass dieser mehr Verständnis für politische Themen links der Mitte aufbringen


    Allerdings denke ich, dass das Thema Organspende nicht unbedingt ein Thema "links der Mitte" ist. Denn gerade hiermit lässt sich doch auch Geld machen - wie etwa die Organspende-Affäre vor ein paar Jahren in Göttingen gezeigt hat.


    Gerade unter den Grünen-Wählern gibt es auch viele gläubige Menschen (Schöpfungs-Gedanke, Hospizbewegung), die einer Organspende vermutlich zwiespältig gegenüberstehen.