Beiträge von YPOC

    bierernst In der ersten Nacht kann man gut erkennen wie Autosense funktioniert, auch wenn es dort nicht expliziert vermerkt ist. Du startest in die Nacht schon nahe deinem Zielwert , sinkst dann aber ab 2 Uhr ganz leicht aber kontinuierlich bis 5 Uhr immer weiter unter den Zielwert, obwohl der Loop dein Basal schon immer weiter reduziert. Der Loop möchte dich eigentlich am liebsten wieder schnellstmöglich auf ein IOB=0 bringen, aber weil Autosense dich über die vergangenen Stunden als empfindlicher eingestuft hat kann es den Loop noch einfangen, bewahrt dich damit vor einem sicheren UZ.

    --> Basalrate von 2 bis ca. 8 Uhr zu hoch


    Anders in der zweiten Nacht: Der Loop ist schon ab 22 Uhr dabei gegenzusteuern, schafft es aber nicht von selbst dich sauber auf deinen Zielwert zu bringen. Dein IOB erreicht um 1:45 Uhr wieder 0, aber dein BZ ist etwas über dem Zielwert und steigt auch wieder von selbst -> Leichte Resistenz oder nicht erfasste Carbs/eCarbs an Bord. Der Loop baut bis 2:30 langsam IOB auf weil der leicht erhöhte BZ anhält, dann fällt er aber und wird dann mit deutlichen IOB-Schwankungen um 0 herum etwas unter dem Zielwert gehalten. Autosense hat wegen den schwankenden Werten zunächst keine Möglichkeit zu regulieren, kann den Verlauf erst ab ca. 6 Uhr glätten.

    --> Dein ISF ist zwischen 3 und 8 Uhr zu niedrig. Möglicherweise ist auch die Insulinwirkdauer zu kurz eingestellt.


    Zu der Berg-und Talfahrt nach dem Sensorwechsel kann ich nur mutmaßen, dass sich der Sensor noch eingrooven musste. Ich deaktiviere oft den Loop direkt nach dem Sensorwechsel weil einfach noch zuviel Schmarrn angezeigt wird.

    Beim Essensbolus um 14 Uhr scheint entweder der IC zu hoch zu sein oder DEA zu klein gewählt. Schwierig hier etwas raus abzuleiten.


    Nach der Spitze um 19:30 fällt der BZ ab bis Gegenfuttern angesagt ist.

    --> Der ISF ist zu niedrig oder die Basalrate zu hoch oder es kam Bewegung bei aktivem IOB dazu. Vieles was sich gegenseitig kaschieren kann.


    Insgesamt fällt auf, dass du oft mit negativem IOB unterwegs bist, was auf eine zu hohe Basalrate schließen lässt. Dein ISF ist möglicherweise auch zu niedrig. Das sind beides die typischen Stellschrauben an denen gedreht werden muss wenn man von CSII auf Loop umstellt. Und wenn du deine Faktoren angepasst hast und deine Werte stabiler werden, damit auch ohne Risiko der Zielwert nach unten verlegt werden kann musst deine Faktoren schon wieder anpassen, weil dann dein Körper Insulinsensitiver wird. Die Krux des Loopens :bigg


    Bin gespannt, was der Looper dazu sagt. 8o

    Der Looper sagt, dass das doch garnicht so wild aussieht. Viele Kurven die man so sieht sind halt die Ausnahme-Bilderbuch-Kurven. Auch mit Loop gibt es solche und solche Tage, aber die Schlechten werden weniger und die Guten mehr :urlaub

    Ich habe einen Zielwert in der Nacht von 126, den hat der Loop locker unterlaufen, bis zu 71BZ hat er das laufen lassen und mir fleißig Boli gegeben. Dann habe ich in der Nacht einen Zielwert von 150BZ eingegeben - egal unter 100 BZ war für den Loop okay.

    Dann habe ich gegen Morgen ~5.30h gesagt - ich hab gleich Aktivitat, bitte für 2 Stunden auf 150BZ.

    Nö, nach ner Stunde 82.

    Dann hat der Loop entweder noch KH an Bord gesehen, die nicht gewirkt haben, Autosense war vorher hochgedreht, oder die Faktoren stimmen einfach nicht. Stell doch mal ein Bild von der Nacht rein, mit IOB, COB und so, dann können wir das besser beurteilen.


    Das Temporary Target Essen ist eigentlich dazu gedacht vor dem Essen den Blutzucker schonmal ein bisschen zu senken und ein wenig IOB an Bord zu haben, dadurch fallen die BZ-Spitzen nicht ganz so hoch aus.

    Wenn du mit eCarbs anfängst musst du wahrscheinlich deinen Carb-Faktor nach unten anpassen, weil du vorher bestimmt einige eCarbs mit dem normalen Bolus abgedeckt hast (was aber nicht unbedingt verkehrt ist, wenn man z.B. immer das gleiche Frühstückt).


    Die Frage - wenn der Loop mir sagt, seit xx Minuten keine Basal, ich aber mitbekomme, wie ich immer wieder Boli bekomme...an welcher Schraube muß ich stellen, damit der Loop mich in meinem gewünschten Zielbereich hält?

    Wie gesagt, mit einem Beispielbild oder Loopberechnung zu diesem Zeitpunkt wäre das einfacher nachzuvollziehen. Als erster möglicher Punkt fällt mir ein, dass wenn du SMB erhälst, Carbs aktiv sind --> Wenn SMB dir zuviel Insulin geben obwohl dein BZ nicht steigt denkt der Loop es sind noch jede Menge COB da. Damit er das nicht denkt musst du ihm sagen, dass schon mehr Carbs mit dem Insulin verstoffwechselt wurden --> IC hoch stellen (mehr Carbs pro Insulin).

    bierernst Nein, aber es gibt schon einige Release Candidates, die schon alle neuen Features beinhalten und nur noch die letzten Fehler ausmerzen.


    Mein persönlicher Tipp, ohne Ahnung zu haben: So. der 16.2. Gegenwetten werden angenommen :bigg

    kann ich das nicht mit dem FPE-Rechner machen oder bringt AAPS da quasi einen mit?

    AAPS bringt von Haus aus da keinen Rechner mit. Wie das mit FPE-Rechnern geht kann ich leider nicht beurteilen, das mache ich immer händisch.



    Danke für eure Antworten. Wenn ich jetzt mein Frühstück mit 46 KH eingebe und davon dann 1FPE über 3 Stunden, wie genau mache ich das? Oder muss ich die KH gesplittet eingeben und danach den Bolus berechnen? Oder nur die FPE als eCarb und den Rest über den Bolusrechner?

    Die 46g KH im Bolus-Rechner eingeben und den Bolus-Vorschlag bestätigen. Dann, wie mrks schon sagt, noch direkt daneben auf Kohlenhydrate gehen und da die 12g KH (=1 FPE) mit einer Dauer von 3 Stunden eingeben. AAPS erledigt dann den Rest mit SMB oder Basalraten selbst. Für eine einzelne FPE würde ich mir den Aufwand aber nicht machen und einfach dem Bolus-Rechner ein paar mehr g KH angeben.


    Falls du SMB nutzt hier noch ein kleiner Tipp, den ich selbst letztens erst erfahren habe und seitdem mit großem Erfolg verwende: Wenn du beim Bolus-Rechner nur 60-70% des Vorschlags abgibst füllt AAPS den Rest von selbst mit SMB auf. Das fängt bei entsprechendem DEA den ersten Anstieg ab, lässt aber noch etwas Spielraum falls man sich etwas verschätzt hat oder noch etwas Bewegung mit reinkommt. Mit AAPS 2.6 wird das dann auch als Funktion direkt in den Bolus-Rechner eingebaut, so dass man einen gewissen abzugebenden Prozentsatz voreinstellen kann.

    Dein Ziel ist ja die FPE irgendwie in Insulin umzurechnen. AAPS hilft dir dabei, indem es eCarbs in Insulin umrechnet, nun musst du nur noch die FPE in eCarbs umrechnen.


    Noch aus vor-Loop-Zeiten hat sich für mich dabei bewährt 1 FPE mit 1 BE = 12g KH umzurechnen, und dann den ganz normalen Carb-Faktor dafür zu benutzen. Nun gebe ich einfach für eine FPE 12g eCarbs mit entsprechender Verzögerung an und AAPS erledigt den Rest.


    Wichtig ist dabei natürlich, dass die Faktoren stimmen, und du keine pauschalen FPE mit deinem normalen Carb-Faktor abdeckst.

    Der einzig wahre Nachteil für mich ist die Laufzeit von 10 Tagen, somit ist der Sensorwechsel immer an einem anderen Wochentag.

    Kleinere Nichtigkeiten: Nur am Bauch zugelassen, trotzdem kann man ihn natürlich an vielen anderen Stellen tragen. Aufwärmzeit von 2h in der man den viel geliebten Loop nicht nutzen kann und öfters mal für die ersten paar Stunden recht wild schwankende Werte. Der Setter ist ein vergleichsweise riesiges Stück Plastikmüll.

    Zu Transmitter, Pflaster, Größe und Genauigkeit kann ich kein einziges negatives Wort verlieren. Das Verlängern ist natürlich off-label-use und von der Transmitter-Generation abhängig.

    Ich bin mir nach wie vor etwas unsicher, ob es wirklich die DANA wird. Meine Bedenken sind nach wie vor der Service von IME-DC. Ich möchte eigentlich nicht die Pumpe über Diaexpert o.ä. beziehen, da ich über die technische Einweisung von denen nicht immer gutes höre. Und ich kenne mich nicht aus, Pumpeneinweiser hat selbst nur die Infos kurz vor Einweisung einmal durchgelesen und kennt sich dementsprechend auch wenig aus, DiaPraxis kennt sich nicht aus. Nein, das Risiko ist mir zu groß. Deshalb wird, wenn DANA, dann nur über IME-DC bezogen werden. Wirklich brauchen tut man sie halt nur im Ernstfall "Pumpenausfall". Wobei der anscheinend echt selten ist. Das beruhigt schonmal.

    Die Dana habe ich auch direkt über IME-DC bekommen, dort war auch die Einweisung gut. Allerdings hatte ich schon vorher eine Pumpe und musste somit nur in die technischen Details eingewiesen werden. Zubehör beziehe ich über einen anderen Versandhändler, wie sich IME-DC diesbezüglich schlägt kann ich nicht beurteilen. Aber der schon oft erwähnte Herr K. von der Hotline ist bei technischen Problemen wirklich außerordentlich kompetent.

    Ich hab die Dana nun seit rund 6 Monaten im Einsatz. Es gibt zwar Sachen die mir nicht gefallen, aber das war auch früher bei der Veo schon so. Eine perfekte Pumpe gibt es leider nicht. Aber der Hauptgrund um mich für die Dana zu entscheiden war AAPS, und das macht jedwede Macken der Dana dicke wieder wett. Stünde ich vor der Wahl würde ich mich derzeit wieder für die Dana entscheiden.

    Aus dem Kopf heraus: Wenn dein Transmitter die 90 Tage überschritten hat kannst du noch einen letzten neuen Sensor setzen. Die App sagt dir dann dies sei die letzte Sitzung mit dem Transmitter.

    Ich hab grade mal bei AAPS nachgeschaut, das hat sich rund 300MB pro Monat genehmigt, allerdings ausschließlich über WLAN. Bin erstaunt, dass für ein paar Zahlen soviele Daten zusammen kommen.

    Wieviel Dexcom alleine braucht kann ich nicht sagen, da ich Clarity nicht nutze.

    Nach nun 42 Tagen ist die Batterie plötzlich während eines Bolus ohne Vorwarnung leergewesen, also Dauerpiepsen und keine Aktion mehr möglich. Ursprünglich hatte sie direkt beim Einsetzen nur wenige Stunden lang 3/4 Balken angezeigt, seitdem die ganze Zeit bis zum Ausfall 2 Balken. Die neue Batterie zeigt auch schon wieder nur 3/4 Balken an.

    Das kann doch nicht so schwer sein eine funktionierende Batterieanzeige zu bauen. Meine olle Veo konnte das doch auch zuverlässig. Dann hätte ich lieber ein paar Tage weniger Laufzeit und dafür eine zuverlässige Vorwarnung und ganz normale, überall erhältliche AAA-Batterien.

    An der Unterstützung des Omnipods in AAPS wird derzeit gearbeitet. Bestimmte Features von AAPS erfordern Daten von einem besonders zuverlässigen CGM, wie beispielsweise dem Dexcom G6. Ob das Libre2 dazu zählt weiß ich grade nicht, das Libre1 tut es jedenfalls nicht. Aber grundsätzlich funktioniert jede Kombination aus Pumpe und CGM.

    Nightscout brauchst du nur für den Anfang mit AAPS, um die Kennenlernziele abzuschließen. Danach kannst du die Daten von xDrip direkt zu AAPS übertragen (nennt sich lokale Broadcasts, in den Einstellungen von AAPS).

    Nightscout ist also nicht unbedingt nötig, damit auch keine stetige Onlineverbindung, aber es bietet eine exzellente Tagebuchfunktion mit allen möglichen und unmöglichen Auswertungs- und Analysefunktionen.

    Danke schonmal für die Diskussion und die Hinweise. Dass ein Arzt den Patienten nicht von sich aus auf einen Closed Loop hinweisen oder Hilfe beim Software-Erstellen anbieten darf war mir bewusst, dass er jedoch keine Therapieempfehlungen dazu geben darf ist mir neu. Finde ich auch vollkommen unsinnig. Wo wäre denn dann die Grenze? Ein Patient mit CGM und Pumpe geht in Ordnung, ein Patient mit CGM und Pumpe und ein bisschen Softwarelogik aber nicht? Was ist dann mit den Leuten im Open Loop? Und wie verhält sich das überhaupt mit der Medtronic 670G, die wird doch sicherlich auch in die Therapie mit einbezogen werden.


    Mir ist schon bewusst, dass der Arzt niemals die selbe Einsicht in meinen Diabetes haben wird, und dass Diabetes bereits seit ICT-Zeiten hauptsächlich vom Patienten gemanaged wird. Aber es kann doch durchaus nützlich sein mal von einem "außenstehenden" einen Hinweis zu bekommen. Der Arzt hat dabei den Vorteil, dass er eben einen besseren Blick über die Gesamtheit hat und die typisch auftretenden Probleme anderer kennt. Ist er fähig weiß er z.B. auch die Ergebnisse von Autotune richtig zu interpretieren, kann den Patienten davor bewahren sich blind auf die Technik zu verlassen.

    Hallo zusammen,


    hier in meiner Gegend habe ich nun mehrere Diabetologien abgeklappert um jemand zu finden der nicht vollkommen überfordert von den vielen Daten und der neuen Therapieform ist. Nach viel Ablehnung und Unverständnis ist das beste was ich gefunden habe eine Diabetologie, die immerhin interessiert ist, aber auch nicht wirklich Ahnung hat.


    Darum suche ich nun für den Raum Aachen, Köln, Düsseldorf, (Maastricht) nach einer Diabetologie, welche sich dem Closed Loop öffnet und auch fähig ist Therapieempfehlungen zu geben. Falls jemand einen Tipp für mich hat immer gerne her damit.



    Vielleicht ist es auch ganz nützlich für alle Looper diesen Thread zu kapern und Deutschlandweit fähige Diabetologien zu empfehlen.

    Schnelltest beim Doc hat 4,9% ergeben. Kann ich nicht so recht glauben, das wären umgerechnet 77 mg/dl.

    Dexcom bzw. Nightscout berechnet einen HbA1C von 5,8% (107 mg/dl) bzw. durchschnittlich 118 mg/dl über den letzten Monat. TIR von 70-180 ist 94,3%, nur 5,1% der Werte unter 80.