Beiträge von DerWurstkuchen


    Ich brauche mangels Insulinresistenz kein Metformin, vielen Dank. Und wenn ich es bräuchte, könnte ich es mir auch einfach selbst verschreiben.

    Die Pauschalität, mit der du Metformin beurteilst, zeigt ohne Zweifel, dass du nicht den Hauch einer Ahnung hast, wovon du redest. Und daran ändert sich auch nichts, wenn du unreflektiert 5 Artikel im Internet liest. Ebenso bezweifle ich, dass du in der Mehrzahl der Fälle einschätzen kannst, ob die Aussagen deiner Ärzte klug oder dumm sind.

    Ich "propagiere" hier nicht Metformin, schon gar nicht in einem konkreten Fall. Ich weise nur darauf hin, dass es in vielen Fällen ein sinnvolles Medikament ist, und dass die Sinnhaftigkeit der Einnahme in aller Regel der behandelnde Arzt besser einschätzen kann als ein Supermarktverkäufer per Ferndiagnose im Internet, der sich "viel Wissen selbst angeeignet hat".

    Mir ist bewusst, dass dich das nicht davon abhalten wird, dich weiterhin für klüger zu halten als die gesamte Ärzteschaft. Nur wollte ich deine Aussagen für Linoi und ihren Mann etwas in Perspektive rücken.




    Durchfall ist eine weitverbreitete Nebenwirkung von Metformin... natürlich betrifft es nicht jeden, aber wenn bereits ein Crohn mit genau diesem Symptom besteht, wäre ich auch sehr skeptisch.

    Ich würde auch keine Statine nehmen, wenn bereits Muskelschmerzen bestehen.... ist aber natürlich nur meine Meinung, allerdings gestützt von meinem Diabetologen!


    Beides im Kern sinnvolle Überlegungen, aber so pauschal eben trotzdem nicht richtig und ich bezweifle, dass dein Diabetologe das in dieser Form unterschreiben würde. Nicht jeder bekommt Durchfall von Metformin und nicht bei jedem der vorher schon Durchfall hatte, verschlimmert sich dieser durch Metformin. Ebenso können bestehende Muskelschmerzen einen völlig anderen Mechanismus haben als den, über den Statine Muskelschmerzen verursachen können, sodass dann Statine nicht unbedingt kontraindiziert sein müssen. Deshalb von vorne rein Statine komplett auszuschließen und dadurch in vielen Konstellationen erwiesenermaßen ein höheres Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle einzugehen ist nicht unbedingt sinnvoll. Wie bei so vielem handelt es sich oft um Einzelfallabwägungen. Es sind natürlich aber Themen, die man mit dem Arzt besprechen kann und sollte.


    Glaubt ihr ernsthaft, ein Arzt, der 6 1/2 Jahre Medizin studiert hat, mindestens 5 Jahre Facharztausbildung gemacht hat und jetzt als Diabetologe arbeitet, weiß nicht, dass Durchfall eine mögliche Nebenwirkung von dem Medikament ist, mit dem er in seinem Berufsalltag jeden Tag am meisten zu tun hat? Und er verschreibt es dann versehentlich einem Crohn Patienten, ohne das zu bedenken? Und dann bedarf es dem Laien, der im Internet gelesen hat, dass Metformin böse ist, um den Patienten vor diesem "Teufelszeug" zu bewahren?


    Natürlich ist das Forum dazu da, Erfahrungen auszutauschen. Aber jemandem Anhand ein paar lückenhafter Informationen auf Basis eines laienhaften Halbwissens klar davon abzuraten, ein vom Arzt verschriebenes Medikament einzunehmen ist einfach absolut daneben. Man kann dazu anregen, etwas zu hinterfragen, auf mögliche Probleme hinweisen, etc. Aber mit dem selbst Arzt spielen sollte man ein bisschen vorsichtig sein.

    Ich würde mir sehr genau überlegen, ob du bezüglich metformin auf eine dir unbekannte, medizinisch ungebildete supermarktverkäuferin hören willst oder vielleicht doch lieber auf den behandelnden arzt, der den fall in gänze kennt inklusive der genauen nierenwerte etc.


    Wenn du danach suchst, findest du im internet zu jedem medikament zahllose negative stimmen. Tatsache ist aber, dass metformin in vielen konstellationen ein sehr gut wirksames und verträgliches medikament ist, das bei deutlicher insulinresistenz, wie sie offenbar bei deinem mann besteht, immer noch der medizinische goldstandard ist.


    Bei allem Respekt, aber das ist nicht das einzige mal hier im Forum, dass besagte Benutzerin ihre medizinische kompetenz bei weitem überschätzt.

    Bevor wir dich jetzt hier weiter mit Informationen zu Diabetes überfrachten, die dir als offenbar selbst langjährige Typ 1 Diabetikerin mit Pumpe vermutlich größtenteils schon bekannt sind, wäre es vielleicht sinnvoll, erstmal ein paar wesentliche Dinge zu klären, ohne die wir hier mit Sicherheit nicht wirklich weiterkommen werden.


    1. Diabetes 3e bedeutet ja nur, dass der Diabetes durch Medikamente verursacht wird. Es ist also eine relativ heterogene Gruppe. Wie kam der Diabetes bei deinem Mann zustande? Liegt es am Cortison, das wegen seines Morbus Crohn bekommt? Wenn ja: Bekommt er das zur Zeit auch? Muss er regelmäßig Cortison nehmen? Sind die BZ-Werte nur während der Cortisongabe so hoch oder auch, wenn er kein Cortison nimmt?


    2. Woher kommt die Niereninsuffizienz? Ich bin kein Gastroenterologe, aber Niereninsuffizienz ist mir nicht als ganz alltägliche Komplikation eines M. Crohn geläufig. Ist die auch medikamenteninduziert? Hat man eine Amyloidose festgestellt? Oder handelt es sich um ein chronisches prärenales Nierenversagen aufgrund eines ständigen hohen Flüssigkeitsverlustes über den Darm? Wie verhält sich denn überhaupt der Morbus Crohn zur Zeit? Wie du sicher weißt, können auch Entzündungsschübe extreme Auswirkungen auf den Blutzucker haben und müssen auf jeden Fall bei der Diabetes-Therapie berücksichtigt werden.


    3. Hat er eine Insulin-Restproduktion? Besteht eine Insulinresistenz? Vielleicht sogar nur eine Insulinresistenz durch das Cortison und keine verringerte Insulinausschüttung? Wurde ein C-Peptid Wert überhaupt bestimmt? Bekommt er neben dem Insulin auch noch Metformin o.ä.?


    4. Ist dein Mann bereit und in der Lage, an der Diabetes-Therapie aktiv mitzuwirken? Wie eingeschränkt ist er in der Ernährung durch den Crohn? Ist eine Ernährungsumstellung auf z.B. Low Carb, wie sie hier vorgeschlagen wurde, überhaupt eine Option?

    Ich habe mit mein Papa darüber diskutiert.Was meine Tante möchte damit sagen ..

    Ständige ausschüttung der Insulin macht schädlich, weil er zu resistens der Insulin bringen soll.Sowie bei Typ2.

    Kohlenhydrate auch schädlich, weil die leisere Entzündung die über die Jahre sich entwickelte zu Darmlöcher und Krebst führt.

    Dazu in der Buch(ich habe doch nicht ganze Buch gescennt)soll dar nicht nur Insulin schädlich ist aber die Insulin plus Kohlenhydrate macht eine entzündete Bombe in unsere Körper.

    Naja dann irgendwann explodieren wir alle unter Industrie Lebensmittel. :rolleyes:


    Jo, jetzt hast du verstanden, was der autor des buches versucht zu vermitteln. Der nächste schritt wäre jetzt, zu überprüfen, ob es dafür eine wissenschaftliche grundlage gibt (spoiler: gibt es nicht).

    Lass es doch einfach gut sein, markus. Warum musst du deiner tante etwas beweisen? Letztlich macht sie doch für sich wahrscheinlich alles richtig. Sie hat mit einer ernährungsumstellung ihren 1c deutlich verbessert. Auf den wert eines gesunden. Letztlich lebt sie so höchstwahrscheinlich insgesamt gesünder als vorher. Der Nutzen eines guten hba1c ist vielfach bewiesen. Ob sie das jetzt macht, weil sie denkt insulin wäre per se schädlich oder ob sie versteht, dass diese aussage so pauschal unsinnig ist, ist doch letztlich egal. Lass ihr doch ihre überzeugung.


    Das ist wie z.B. bei der homöopathie. Man kann sich den Mund fusselig reden, um jemandem klarzumachen, dass sich seine schmerzen nicht durch das magische gedächtnis des wassers in den globuli gebessert haben, sondern durch den placeboeffekt. oder man freut sich für ihn, dass die schmerzen besser sind und lässt die sache damit auf sich beruhen.


    Oder auch bei der aktuell modernen „übersäuerungs“-theorie, die wissenschaftlich jeglicher grundlage entbehrt. Von zu vielen süßigkeiten ist noch kein sonst gesunder mensch jemals „übersäuert“. Aber wenn die theorie dazu führt, dass die leute aus angst vor der übersäuerung stattdessen mehr gemüse essen, dann ist das doch in ordnung.


    Was deine ursprüngliche frage angeht: es gibt nicht auf alles eine „ja“ oder „nein“-antwort. Manchmal muss man versuchen, den eigenen gesunden menschenverstand zu gebrauchen, um eine differenziertere antwort zu finden. Gar kein Insulin ist definitiv nicht gesund, denn daran stirbt man innerhalb kurzer zeit. 100 IE am tag und dazu 10 liter cola trinken ist auch nicht gesund. Ich denke bei beidem sind wir uns einig? Nun gilt es also, für dich den passenden punkt auf dem spektrum dazwischen zu finden. Das kannst nur du selbst. Der kann für dich woanders liegen als bei deiner tante.

    Vorsicht, der Kasse ist es völlig egal wer das Rezept ausstellt, wenn die mitkriegen dass ihr von 2 Ärzten Teststreifen bekommt, wenden die sich wieder mit einem Regress an die entsprechenden Ärzte!! Ich hab das vor ein paar Jahren versucht und mein Hausarzt hat klipp und klar gesagt, dass das für ihn nur Ärger bedeutet und deshalb nicht drin ist.


    Wenn die Ärzte insgesamt im Budget bleiben, gibt es auch keinen Regress. Ein Arzt ist nicht verpflichtet bzw. es ist ihm gar nicht möglich zu prüfen, was seinem patienten schon von anderen ärzten verschrieben wurde. In dem Fall war es wohl einfach eine Ausrede von Hausarzt.

    Das Budget wird jedoch von Jahr zu Jahr nicht unbedingt mehr und die Therapiekosten steigen. Der Arzt prüft auch nicht ob ähnliches schon verschrieben wurde, die Kasse kann dies in der Abrechnung jedoch nachvollziehen.


    Richtig. Aber die Kasse verlangt nicht, dass der Arzt das berücksichtigt, denn das kann er ja gar nicht. Ich wüsste daher nicht, welche Konsequenz es haben sollte, wenn die Kasse das nachvollzieht, was sie natürlich prinzipiell problemlos kann.


    Der Regress kommt nur bei Budget-Überschreitung des jeweiligen Arztes, nicht weil die Kasse irgendwelche Querverbindungen zwischen den Verschreibungen verschiedener Ärzte zieht, darum ging es mir. Damit wollte ich keine Aussage darüber treffen, wie schwer es generell für einen Hausarzt oder Diabetologen ist, im Budget zu bleiben.

    Vorsicht, der Kasse ist es völlig egal wer das Rezept ausstellt, wenn die mitkriegen dass ihr von 2 Ärzten Teststreifen bekommt, wenden die sich wieder mit einem Regress an die entsprechenden Ärzte!! Ich hab das vor ein paar Jahren versucht und mein Hausarzt hat klipp und klar gesagt, dass das für ihn nur Ärger bedeutet und deshalb nicht drin ist.


    Wenn die Ärzte insgesamt im Budget bleiben, gibt es auch keinen Regress. Ein Arzt ist nicht verpflichtet bzw. es ist ihm gar nicht möglich zu prüfen, was seinem patienten schon von anderen ärzten verschrieben wurde. In dem Fall war es wohl einfach eine Ausrede von Hausarzt.

    Ich möchte es gar nicht kennenlernen. Wenn ich schon Leaky gut syndrom lese ist schon klar, was das für eine Art von Buch ist...


    Wobei ich allerdings schon der Meinung bin, dass es sinnvoll ist, als Diabetiker die Insulinmenge nicht zu sehr ausufern zu lassen. Natürlich nicht indem man hohe Werte riskiert, sondern indem man halt nicht jeden tag einen riesen teller nudeln und einen halben laib brot frisst :ohno:

    Inwiefern spielt denn der Preis für Insulin für euch eine Rolle? Kann mir nicht vorstellen, dass hier jemand sein Insulin selber kauft!? Und eine Rechnung a la „jetzt ist das Insulin ja billiger, dann sind wir jetzt großzügiger mit den Teststreifen“ würde es auch nicht geben.


    Aber vielleicht ist die Novo Nordisk Aktie ja wirklich einen Kauf wert...

    Dann bringe ich mal einen neuen Aspekt : mein BZ steigt beim Autofahren. Bei kurzen Strecken ist das irrelevant, bei längeren Strecken steigt er locker um 40 bis 60 je Stunde.


    Ich habe auch schon immer das gefühl, das mein bz beim fahren ansteigt oder zumindest bolusinsulin wesentlich langsamer wirkt als sonst. Kann es mir aber nicht wirklich erklären. An stress kann es kaum liegen, bin in meinem leben schätze ich schon etwa eine halbe mio km gefahren und bin beim fahren vollkommen entspannt. Vielleicht ist es einfach die fast komplett fehlende bewegung und/oder eine schlechtere durchblutung des bauchspecks durch das lange ruhige sitzen...

    Wir waren im Kino, da gab's Nachos mit Käsesoße und danach Fajitas beim Spanier.

    BZ technisch das absolute Chaos und direkt mal ne Herausforderung für den neuen Sensor von heute morgen, dafür bin ich jetzt satt und glücklich. Und morgen geht's wieder mit mehr Disziplin zu, aber einmal alle Paar Monate sind mir ehrlich gesagt die BZ Werte auch mal zweitrangig :bigg

    Pfffff. Schau mal den BZ-Verlauf eines "Gesunden" bei diesen Gerichten an...


    Beim Gesunden mit guter Insulinsensitivität wäre er denke ich nicht über 130 gestiegen. Der BZ meiner Freundin lässt sich auch mit einem Glas Cola und dazu ner halben Tüte Gummibärchen nicht über 120 bringen. Aber das Spektrum zwischen „gesund“, „gestörter Glukosetoleranz“ und „Typ 2 Diabetes“ ist natürlich fließend und viele formal Gesunde haben auch keinen optimalen Metabolismus. Schlimm oder chaotisch finde ich die werte auch nicht.

    Also in Deutschland wäre das mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht passiert. Als ich damals als Lehrkraft tätig war, mussten alle Eltern einen Fragebogen Gesundheit ausfüllen. Damals hatte ich noch keinen T1, aber einen T2 Dia in der Klasse. Als ihm schlecht wurde, alarmierte man sofort den Notarzt. Dummerweise gab der Schulleiter dem Jungen Traubenzucker ohne vorher zu messen und schickte ihn damit über 500 (vermutlich war er schon bei 400).

    Also als ich noch zur Schule ging, musste zum Glück niemand einen "Fragebogen Gesundheit" ausfüllen :pupillen:

    Meiner lag im Juli bei 7,2 % glaube ich.

    Mein diabetologe ist der Meinung, das ist für einen sonst fitten, jungen Menschen vollkommen in Ordnung. Ich probiere jetzt mit dexcom dauerhaft < 7 zu bleiben.

    Ich habe durch Sport (min jeden 2 Tag) für 2-4 Stunden werte > 200 sodass ein deutlich geringerer hba1c nur mit uz erkauft werden kann.


    Dein Diabetologe findet es vermutlich auch in Ordnung, dass der größte Teil der vormals fitten jungen Diabetiker irgendwann eine ausgeprägte Nephro- und Retinopathie haben.

    < 7 ist ein gutes (erstes) ziel. Und der vorsatz nichts mit hypos zu erkaufen auch :thumbup:

    Hi Hamburger 1 ,


    wenn der Sensor noch nicht so lange sitzt, nehme ich nur den Transmitter vorm CT ab, klipse ihn anschließend wieder drauf und starte neu. Dem Sensor macht ein CT nix aus.

    Dem Transmitter macht ein CT auch nichts aus. Er kann aber lokale Bildartefakte verursachen. Entscheidend ist, wo der Sensor sitzt und was untersucht werden soll. Wenn der Sensor am Bauch sitzt und Kopf oder Thorax untersucht werden, kann auch der Transmitter dranbleiben. Ebenso wenn der Sensor am Oberarm sitzt und eine CT vom Bauch erfolgt.

    Wird unmittelbar das Gebiet, wo der Sensor liegt untersucht, sollte der Transmitter abgemacht werden. Es kann dir in dem Fall auch passieren, dass der Radiologe oder die MTA den Sensor ganz weghaben will, auch wenn die Artefakte durch den reinen Sensor sehr gering sein dürften.