Beiträge von heikeov

    ja, bei den kommerziellen Systemen muss man das . In AAPS (besondere Version) geht es komplett automatisiert, aber das sollte man erst ausprobieren, wenn man ein bisschen Erfahrung gesammelt hat.

    - selbstbefüllte Reservoirs, sind normal Einmalartikel. Nehme aber an, man kann diese auch öfters befüllen...? Technisch möglich? Glaube, das ist so wie bei den Pennadeln.... Benutze ich auch für 10 oder mehr mal..... oder liege ich da falsch?

    Geht, aber spätestens beim dritten Mal, habe ich die Erfahrung gemacht, dass die dann schwergängiger werden, was zu nervigen Okklusionsalarmen führen kann.


    - Selbstbefüllung: ich stelle mir das so vor, z.B. Novorapid mit 10ml/100iE zu in Österreich kaufen/verschreiben lassen + mitnehmen und dann einige gekaufte leere selbstbefüllbare Reservoirs zu befüllen. Ich denke da vor allem an lange Reisen (Nicaragua, Laos, Madagascar... usw). Vor allem kriege ich dort kaum Insulin (höchstens Novorapid), muß also entsprechend mitnehmen. Ist das machbar/realistisch?

    Die Reservoirs gibt es bestimmt auch in Österreich auf Rezept...

    Mit einer Pumpe hat man schon ne Menge Geraffel dabei... aber machbar ist das bestimmt.

    - Spritz/Ess-Abstand: wie handelt man das? Durch verzögerte Abgabe von Insulin?

    mach ich nur selten, aber du kannst das Insulin abgeben und mit dem Essen warten. Ich bräuchte da dann eine Erinnerung, damit ich das nicht verdaddel... Wenn du das Insulin nach dem Essen abgeben willst, wäre eine verzögerte Abgabe eine Möglichkeit. Ob die Ypso-/CamAPS sowas kann, weiß ich aber nicht...

    - Sport/Tennis/Schwimmen (ca. 2-3h): koppelt man da die Pumpe ab und danach wieder an? d.h. der Schlauch bleibt an der Pumpe?

    Beim Schwimmen würde ich sie abnehmen und je nach Wert zwischendrin mal wieder ankoppeln, um ein bisschen Insulin nachzugeben. Der Schlauch bleibt an der Pumpe. Sport, dazu zähle ich jetzt auch mal den Dschungel im Garten in seine Schranken zu verweisen, mach ich über einen höheren Zielwert. Bei mir schaltet das AID (AAPS) dann automatisch ab. In CamAPS gibt es - glaube ich - einen Sportmodus.

    - was ist denn das für ein Volumen?

    Bei der Ypso sind es 160IE...

    Wahrscheinlich ist es am Besten, das einfach einmal auszuprobieren... wenn nicht, kann ich ja jederzeit auf ICT zurückgehen, oder?

    Ausprobieren ist eine gute Idee, ich weiß aber nicht, wie das in Österreich so läuft...

    noch was, entzünden sich die Katheter nicht, bzw. schmerzen?

    Kann passieren, muss aber nicht...

    - Ich habe derzeit Pens mit Lyumjev bzw. Novorapid und Tresiba als Basal. Dann gibt es ja nur noch 1 Insulin mit der YpsoPump praktisch für Basal + Bolus. Welches ist das? Oder ist das ein komplett anderes Insulin? Wenn so, wer liefert das?

    In der Pumpe funktioniert grundsätzlich jedes kurzwirksame Insulin (Novorapid, Humalog, Liprolog, Apidra, Fiasp, Lyumjev, ...)

    - wenn ich es richtig verstehe, soll nur mehr das eine Insulin aus dem Reservoir der Pumpe verwendet werden. (keine Pens mehr!) Sind das Patronen die in die Pumpe eingesteckt werden?

    Für die Ypsopump und die Insight von Roche gibt es Patronen mit Novorapid. Für diese (Roche?) gibt es auch Reservoirs zum selber befüllen. Alle anderen Pumpe verwenden selbstbefüllte Reservoirs.

    - es wird alles automatisiert abgegeben? Oder sind Inputs in die App, oder durch Knopfdruck notwendig? Korrekturen für Sport etc.?

    Komplett automatisiert nicht mir kommerziellen Systemen. Korrekturen geben diese ab bzw. passen die Basalrate an. Sport sollte man jeden System rechtzeitig vorher mitteilen - kann es ja nicht wissen...


    - Ich würde praktisch anstatt meinem bisherigen Equipment benötigen: Pumpe mit Insulin, Katheder + Schlauch, (+ wie bisher Libre 3 dzt. noch 2, Handy mit App), sonst noch was?

    Ne Einmalspritze und kurzwirksames Insulin(kann man evtl. auch aus dem Reservoir hohlen), ein normales Messgerät, Ersatzbatterie.

    Und je nach persönlichen Befürchtungen ein mehr oder weniger großes Ersatzteillager ;)

    - wie oft muß getauscht werden, Insulin (Größe?), Katheder + Schlauch...

    Katheter sollte im Allgemeinen alle 2-3 Tage getauscht werden. Das Reservoir tausche ich, wenn es leer ist.

    Nach dem In-die-Haut-Schießen der Setzhilfe kannst du am mittleren weißen Kunststoffteile der Setzhilfe den Katheter und das Pflaster noch mal ordentlich auf die Haut drücken. Dann klebt es besser.

    Welches mittlere weiße Kunststoffteil? Meinst du den Ring, der vom Deckel dranbleibt? Alles andere ist lila und der Ring lässt sich nicht unabhängig von der Setzhilfe rein/randrücken... Oder meinst du die Inset II und nicht die Cleos?


    Niemals Octenisept zum Desinfizieren der Setzstelle vor dem Setzen nehmen. Da bleibt eine Schicht auf der Haut, die das Kleben des Pflasters verhindert.

    Noch nie gekauft und/oder verwendet...

    welche Folie meinst du?



    Da ist eine ganz dünne transparente Folie


    Die klebt an dem äußeren weißen Kreis an der Setzhilfe und soll nach dem Setzen auf der Haut kleben. Manchmal klebt sie besser an der Setzhilfe als auf der Haut und dann muss man sie da an einer Stelle vorsichtig abfriemeln... oder vor dem Setzen schon machen - aber das vergesse ich immer...

    ah, die Setzhilfe kriegst du vermutlich nicht so gut auf :patsch:


    doch, die Cleo sind abkoppelbar und die Setzhilfe sieht recht griffig aus

    Aber wenn die dünne Folie besser an der Setzhilfe als auf der Haut klebt, wird es fummelig die an einer Ecke zu lösen um nachziuhelfen.

    Ich zahle ja aber an Dexcom nicht... ich würde theoretisch zahlen, wenn sie das einfordern würden, entbindet mich aber jetzt deren Verzicht auf ihr Geld wirklich davon, an einen anderen Lieferanten zu zahlen?

    Für deine Krankenkasse zahlst du an Dexcom. Dass Dexcom das nicht eintreibt ist nicht relevant - so sagte die Dame bei der SBK...

    Dexcom bezahlt die 120€ an deine KK, so die KK die Zuzahlungsforderung an Dexcom gerichtet hat.

    es geht um die Zuzahlung zu Hilfsmitteln (Pen/Nadeln/Teststreifen/Sensoren/Katheter/Reservoire etc). Die Medis sind da außen vor. Da bin ich vor einigen Posts auch drauf reingefallen.

    dideldum : Es geht hier um Hilfsmittel zu Verbrauch. Da gibt es eine monatliche Deckelung auf 10€ für ALLES.


    Bundesgesundheitsministerium:


    "Für Hilfsmittel, die zum Verbrauch bestimmt sind – das sind zum Beispiel Inkontinenzhilfen, Bettschutzeinlagen, Stomaartikel, Sonden oder Spritzen –, zahlen Versicherte zehn Prozent der Kosten pro Packung dazu, – maximal aber zehn Euro für den gesamten Monatsbedarf an solchen Hilfsmitteln."


    betanet (von Wattwirm zuerst zitiert) und auch bei Haufe und sogar einigen Krankenkassen:


    Zum Verbrauch bestimmte Hilfsmittel können wegen ihrer Beschaffenheit, ihres Materials oder aus hygienischen Gründen nur einmal ununterbrochen benutzt werden und sind in der Regel für den Wiedereinsatz nicht geeignet. Dazu zählen z.B. Vorlagen bei Inkontinenz (Produktgruppe 15), saugende Bettschutzeinlagen und Einmalhandschuhe (Produktgruppe 19). Versicherte zahlen 10 % des Abgabepreises (je Packung) zu, maximal jedoch 10 € monatlich. Dies gilt unabhängig davon, ob die zum Verbrauch bestimmten Hilfsmittel aufgrund einer oder mehrerer Indikationen oder aus mehreren Produktgruppen benötigt werden.



    Sensoren, Pennadeln, Katheter, Reservoire, Einmalspritzen - einfach alles, was man nach einmaligen Gebrauch entsorgt (entsorgt werden sollte ;)) fällt darunter.


    Und so sinnlos scheint diese Diskussion ja nicht zu sein, weil einige das mit den 10€ Maximalbetrag nicht wissen/verstehen und dadurch eventuell zu viel bezahlen.

    Erst habe ich gefragt, wie das mit der Zuzahlung für Hilfsmittel zum Verbrauch funktioniert bei mehreren Versorgern, da der monatliche Höchstbetrag ja auf 10€ begrenzt ist und eine komplette Zuzahlungbefreiung bei mir nicht in Frage kommt.

    Und an wen ich mich wenden muss, wenn ich mehrfach zahlen soll.

    Den genauen Wortlaut weiß ich leider nicht mehr. War über`s Kontaktformular und ich habe es nicht gesichert :patsch:



    Darauf die Antwort:



    Also alles, was genehmigt werden muss, regelt die SBK.


    Heute hatte ich zufällig die gleiche Dame am Telefon und habe gefragt, wie das konkret funktioniert, und da hat sie mir erzählt, dass Dexcom und DiaExpert entsprechende Rechnungen bekommen haben. Und auch den Hinweis, dass der Zuzahlungseintreiber DiaExport werden würde, wenn mein Dexcom-Rezept vor dem DiaExpert-Rezept enden würde.


    Du kannst der DAK ja einfach schreiben, was die SBK mir geschrieben hat und fragen, ob die das genauso machen :P

    das müsste dann ja für alle Sensorträger gelten... ich gestehe, ich raff es nicht :/:rofl:patsch:

    Das hängt wohl von der Krankenkasse ab, ob die das für ihre Kunden regeln...
    Ich hatte da wohl Glück, weil die Krankenkasse für mich festgelegt hat, dass sie die Zuzahlung von Dexcom fordern, und Dexcom sie ja (derzeit) nicht eintreibt und die Zeiträume für die Versorgungszeiträume bei Dexcom und DiaExpert passen perfekt zusammen (beide von Juni bis Mai).

    Alle weiteren (z.B. DiaExpert) bekommen dann keine Forderung für Zuzahlungen mehr von der Krankenkassen bzw. steht auf der Rechnung der SBK an DiaExpert 0€ für Zuzahlungen - so die nette Dame von der SBK.


    Schlussfolgerung für mich: Das erste Rezept, dass zur Genehmigung an die SBK geht, muss ein Versorger sein, der keine Zuzahlung fordert. Und die Versorgungszeiträume müssen zusammenpassen, damit sich der Zuzahlungseintreiber nicht ändert.


    Beispiel: Würde mein Versorgungszeitraum bei Dexcom vor dem von DiaExpert enden, müsste ich ab da meine Zuzahlungen an DiaExpert leisten.


    Wer sich den Unfug ausgedacht hat, mit der Zuzahlung für Hilfsmittel zum Verbrauch, gehört echt geschlagen...

    Antwort der SBK auf meine Anfrage:


    "Wie Sie bereits richtig bemerkten, ist bei den Hilfsmitteln zum Verbrauch die monatliche Zuzahlung auf maximal 10,00 € begrenzt.
    Dies wird durch die SBK in den Fällen einer Hilfsmittelversorgung, die eine Genehmigung erfordern, bereits berücksichtigt und dem Leistungserbringer [...] die korrekte Zuzahlung übermittelt."

    Ergänzung:

    Habe gerade wegen einer anderen Sache mit der Hilfsmittelabteilung der SBK gesprochen und folgendes erfahren:

    Dexcom hat von der SBK eine Rechnung über 240€ bekommen (für 2 Jahre), die sie theoretisch von mir eintreiben könnten.

    Diaexpert bekommt damit eine Rechnung über 0€ für die nächsten 12 Monate - allerdings nur, wenn sie mein Rezept wiederfinden, welches sie wohl verschlampert habe...:evil:

    heikeov

    Du könntest ja mal eine Apotheke fragen, bei denen doch eine solche Zuzahlung erhoben wird.
    Beim Diabetes-Versandhandel bringt das nichts, weil viele davon ihren Kunden diese Zuzahlung erlassen.


    Viele Grüße
    Jörg

    Bei meiner Apotheke und auch der meiner Eltern (habe gestern mal dumm gefragt) klappt das mit ner Quittung, dass schon bezahlt wurde.


    Aktuell verlangen Abbott, DiaExpert und wohl auch Mediq Zuzahlungen. Da könnte das demnächst für einige relevant werden.

    Antwort der SBK auf meine Anfrage:


    "Wie Sie bereits richtig bemerkten, ist bei den Hilfsmitteln zum Verbrauch die monatliche Zuzahlung auf maximal 10,00 € begrenzt.
    Dies wird durch die SBK in den Fällen einer Hilfsmittelversorgung, die eine Genehmigung erfordern, bereits berücksichtigt und dem Leistungserbringer [...] die korrekte Zuzahlung übermittelt."

    Ist unterwegs... gib mir ein paar Minuten.


    Erledigt.

    Es gibt Gruppen von Hilfsmitteln. Die 10Euro beziehen sich auf die Gruppe.
    Sprich wenn also Nadeln und Katheter verschiedene Gruppen sind dann zahlt man auch 2 x 10 Euro. Und für Sensoren noch mal 10 Euro. Dann sind wir bei 30 Euro.

    Wo steht das?


    Bundesgesundheitsministerium:


    "Für Hilfsmittel, die zum Verbrauch bestimmt sind – das sind zum Beispiel Inkontinenzhilfen, Bettschutzeinlagen, Stomaartikel, Sonden oder Spritzen –, zahlen Versicherte zehn Prozent der Kosten pro Packung dazu, – maximal aber zehn Euro für den gesamten Monatsbedarf an solchen Hilfsmitteln."


    betanet (von Wattwirm zuerst zitiert) und auch bei Haufe und sogar einigen Krankenkassen:


    Zum Verbrauch bestimmte Hilfsmittel können wegen ihrer Beschaffenheit, ihres Materials oder aus hygienischen Gründen nur einmal ununterbrochen benutzt werden und sind in der Regel für den Wiedereinsatz nicht geeignet. Dazu zählen z.B. Vorlagen bei Inkontinenz (Produktgruppe 15), saugende Bettschutzeinlagen und Einmalhandschuhe (Produktgruppe 19). Versicherte zahlen 10 % des Abgabepreises (je Packung) zu, maximal jedoch 10 € monatlich. Dies gilt unabhängig davon, ob die zum Verbrauch bestimmten Hilfsmittel aufgrund einer oder mehrerer Indikationen oder aus mehreren Produktgruppen benötigt werden.