Beiträge von Gummihupe

    Ich halte die Anzeige für mehr als fragwürdig (wahrscheinlich mit nem einfachen Spannungsteiler realisiert, daher ungenau), da auch "leere" Batterien (also 1 Balken) ihre 30-35 Tage gehalten haben. Es gab auch schon "volle", die hingegen bei 28-30 Tagen aufgaben und gerade hat meine Batterie mit allen Balken in der Anzeige Tag 41 beendet.

    Der Kfz-Versicherung sitzt nur nicht das dicke SGB im Nacken...

    Nach wie vor gibt es übrigens bei Pumpen kein "dran", wie es zum Gewährleistungszeitraum oft erwartet wird. Hypoabschaltung kann eine Möglichkeit sein, alles andere ist meist nach Ansicht der "Ärzte" beim MDK auch mit alternativen Therapiemethoden machbar.

    Danke schonmal für die Diskussion und die Hinweise. Dass ein Arzt den Patienten nicht von sich aus auf einen Closed Loop hinweisen oder Hilfe beim Software-Erstellen anbieten darf war mir bewusst, dass er jedoch keine Therapieempfehlungen dazu geben darf ist mir neu. Finde ich auch vollkommen unsinnig. Wo wäre denn dann die Grenze? Ein Patient mit CGM und Pumpe geht in Ordnung, ein Patient mit CGM und Pumpe und ein bisschen Softwarelogik aber nicht? Was ist dann mit den Leuten im Open Loop? Und wie verhält sich das überhaupt mit der Medtronic 670G, die wird doch sicherlich auch in die Therapie mit einbezogen werden.


    Mir ist schon bewusst, dass der Arzt niemals die selbe Einsicht in meinen Diabetes haben wird, und dass Diabetes bereits seit ICT-Zeiten hauptsächlich vom Patienten gemanaged wird. Aber es kann doch durchaus nützlich sein mal von einem "außenstehenden" einen Hinweis zu bekommen. Der Arzt hat dabei den Vorteil, dass er eben einen besseren Blick über die Gesamtheit hat und die typisch auftretenden Probleme anderer kennt. Ist er fähig weiß er z.B. auch die Ergebnisse von Autotune richtig zu interpretieren, kann den Patienten davor bewahren sich blind auf die Technik zu verlassen.

    Problem ist, dass der Arzt dann wissentlich nicht zugelassene Medizinprodukte empfiehlt und dich in den Genuss bringt diese zu nutzen. Hier ist die Grauzone zur Strafbarkeit, da er zum Mittäter aber nicht Inverkehrbringen des dann nicht mehr zugelassenen Medizinproduktes ist.

    Viele Ärzte tolerieren loopende Patienten mittlerweile, lassen sich die Übernahme der Verantwortung aber auch öfters per Unterschrift vom Patienten quittieren.

    Die 670G ist wiederum zugelassen, sodass der Arzt bei Therapieempfehlungen hierbei kein Mitwissender über ein modifiziertes Medizinprodukt ist.

    Ähnlich sind zu viel Computer Intelligenz im autonomen Auto, geht zwar darf man aber nicht.

    Im Zielbereich 86%

    was ist dein Zielbereich?

    Da komme ich auch ohne 670G hin mit TIR 70-180. Will diesen wegen den Alarmen nicht unbedingt ändern, bin mir aber auch nicht sicher, ob der Wert erstrebenswert ist!?

    nest

    Der DDG empfiehlt einen Zielberiech von 70-180 mg/dl (oder 3.9 - 10.0 mmol/l) und bewertet 80%-90% TIR als "gut". Zusätzlich soll nachts und zwischen den Mahlzeiten auf gesunde Referenzwerte von 70-110 mg/dl abgezielt werden.

    Diabetes ist keine Lehrbuchkrankheit und wird stets individuell therapiert, da Hormone im Hormonkreislauf je nach Patient nicht ganz gleich wirken. Gleichzeitig verändert sich der Basalbedarf auf natürliche Weise über die Zeit. Es kann also gut sein, dass sich nach der Übergangsjackenzeit die Basalrate wieder zum gewünschten Lehrbuchstandard verschiebt.


    Ich hatte mal nen Sprung von Faktor 1.x auf Faktor 6 für ein paar Wochen. War dem Arzt neu, entsprechend behandeln und gut ist. :)

    Ggf. die Batterie herausnehmen, mit dem Deckelschlüssel beide Kontakte (nur am Pinöpel, dort ist der andere Pol an einem kleinen Punkt erkennbar) kurzschließen für wenige Sekunden. Die Dana selbst macht zu Beginn auch beim Batteriewechsel ein Lastprogramm, um den Film aufzulösen.


    Dennoch ist die Anzeige äußerst ungenau. Es gab Batterien, die einen Balken zeigten, 40 Tage hielten - gerade hab ich seit 35 Tagen eine volle Batterie. Also nicht unbeding darauf verlassen, ab Tag 30-35 zur Sicherheit eine Ersatzbatterie überall griffbereit haben.

    ...ich muß da mal ganz blöd fragen, was bedeutet Rauschen denn genau. Ich kann mir zwar etwas vorstellen aber ob das so stimmt....?



    Das war genau der Grund warum ich den Enlite nicht mehr wollte und unbedingt zum Dexcom... der nun ab 01.11. geliefert werden soll. Komm ich jetzt vom Regen in die Traufe?

    Der Sensor bestimmt in regelmäßigen Abständen den Strom am Sensorfaden und rechnet diesen ggf. in den BZ Wert um. Die Messserie ist nach 5 Minuten abgeschlossen und kann übertragen werden. In den Messwerten kann zusätzlich bestimmt werden, wie weit diese auseinander liegen (Standardabweichung o.ä.). Ist diese zu groß, passen die Werte der Messreihe nicht mehr so ganz zueinander. Das G4 sagt "Rauschen", liefert dennoch Rohwert und den gefilterten dazu - das G6 verstummt.


    Vermutlich ist die nutzbare Qualität beim Dexcom größer als beim Enlite.

    Gummihupe : Ich nehme dir das völlig ab, ich sehe aber auch dass das Ergebnis dadurch beeinflusst wird, woher man zum G6 kommt. Bei dir ist es das G4, womit du dich völlig arrangiert und eingerichtet hast, und das maximal mögliche rausgeholt hast. Was der G6 nun nicht mehr für dich leisten kann. Da ist Unzufriedenheit nachvollziehbar.


    Ich jedoch komme vom Enlite, der mich teilweise schikanös in den Wahnsinn getrieben hat. Für mein „Usecase“ ist das eine unwahrscheinlich positive Erfahrung nun mit dem G6. Der Enlite musste stets bemuttert und kalibriert werden und hat 24 Std am Tag mit Alarmen seine Routine oder seine Launen ausgelebt, ich musste quasi ständig dran denken ihn bei Laune zu halten, und auch hinnehmen dass er einfach mal keinen Bock hatte. Das war unglaublich belastend zeitweise. Der G6 dagegen lässt mich im Normalfall komplett in Ruhe, und liefert mir brauchbare Werte wenn ich sie benötige. Ich muss mich in der gesamten Laufzeit um nichts kümmern, ausser wenn mal ein Pflaster zu früh abflattern möchte. Ein Segen wenn man den Enlite vorher hatte. Da ich nicht loope bin ich einfach völlig zufrieden, und muss mich nicht mit etwas beschäftigen was mir keinen Nutzen bringt.

    Natürlich, ist ja auch eine rein subjektive Bewertung. Es macht durchaus einen Unterschied ob man vom Fußgänger zum Smart-Fahrer (G6) wird oder vorher im Porsche gesessen hat :smoker:

    Zurück zum Thema: G6 im Leben


    Habe die letzten Wochen die Möglichkeit gehabt auch das G6 vor der Zwangsumstellung testen und mich dran gewöhnen/damit abfinden zu können. Zusammen gefasst: schrecklich


    Ich nutze seit 2013 das G4, erst nur mit dem Empfänger, seit 2015 mit xDrip nun xDrip+. Das G4 hat mehrere (für mich) große Vorteile: 1) kein Bluetooth

    2) Rohrwerte

    3) einen vergleichsweise "dummen" Transmitter


    Bluetooth hat Vor- und Nachteile: es ist modern und mittlerweile Standard in allen smarten Geräten. Allerdings benötigt es eine vertrauenswürdige Verbindung, das Pairing. Dexcom beschneidet bewusst die Möglichkeiten von BT im Transmitter (auch völlig verständlich), das G4 benötigt dies jedoch nicht. Es "broadcastet" die Werte, wer in der Nähe ist und es hört, hört es. Dadurch (s. auch das SmartHome von JamOrHam von xDrip+) kann man beliebig viele Mithörer nutzen - ich habe zum Beispiel das Haus mit Raspberrys und Wixel Chips versehen, sodass das Handy nur mit dem WLAN verbunden sein muss und die Werte kommen selbst aus dem Garten an. Beim G6 bricht die Verbindung schon ab wenn das Handy im Schlafzimmer liegt und das G6 mit ins Bad kommt. Der Speicher vom G6 ist hierbei kein nennenswerter Vorteil, da die mobil genutzten Empfänger (Wixel xBridge) ebenfalls 5 Stunden lang Werte Puffern können.


    Rohrwerte gibt es zusätzlich. Anhand derer erkennt man die Messwerte im Transmitter, dadurch das Rauschen und den Zustand des Sensors unter Haut. Das G6 gibt in der Wertetabelle was ähnliches an, jedoch mit geringerem Informationsgehalt. Gleichzeitig gibt's auch noch die Signalqualität was das Austatten der Empfänger in der Wohnung erleichtert.


    Die Dummheit des Transmitters ist der größte Gewinn und der größte Verlust beim G6. Zwar kann die Logik einiges leisten (Werkskalibrierung habe ich bei parallelem Tragen von G4 und G6 etwas genauer beaugapfelt), jedoch auch genauso schnell die Tür zusperren. Ist der Zucker sehr volatil, schaltet der Transmitter schnell in "Sensor Errors" und verstummt. Rauschen ist völlig normal, das G4 gibt dennoch einen Wert zurück und die Info, dass die Standardabweichung in den Messungen der letzten 5 Minuten zu groß war. Selbst wenn das Protein am Sensordraht fast aufgebraucht ist, kann man mit Erfahrung immer noch den richtigen Trend aus der Messekurve erkennen. Gleichzeitig ist das Kalibrieren besser, da der Transmitter die Werte in jedem Fall akzeptiert und nicht auf "seine" Messwerte strikt plädiert (G4 mit 8 Tagen Tragezeit wich um 7 mg/dl ab, das G6 auch mit Werkskalibrierung nach 6 Tagen um 32). Die Kalibrierung wurde akzeptiert, nach 3 Messwerten aber nicht weiter beachtet, die Kurve des G6 lief mit dem selben Trend und Offset wie vorm kalibrieren weiter.


    Zuletzt springt die Kurve durch die höhere Empfindlichkeit im Transmitter teilweise enorm. Die Pumpe im Closed Loop reagiert allerdings auch auf so etwas und regelt mit dem Loop dagegen. Teilweise regelt sich das System halb zu tode, die wesentlichen glattere Kurve vom G4 beruhigt zusätzlich die Regelwütigkeit der Pumpe.


    Der erste Sensor lief ohne Werkskalibrierung 16 Tage akzeptabel, den zweiten habe ich trotz Werkskalibrierung nach 8 Tagen abgemacht, da das Gehopse in der Kurve große Unruhe im Alltag erzeugt hat. Auch wenn das G6 technisch neuer ist, kann ich dem nicht wirklich (besonders nicht im Vergleich zum G4) was abgewinnen. Die weiteren G6 Sensoren zum testen werde ich dennoch bei Gelegenheit für weitere Vergleiche nutzen. Der Kühlschrank wird in den kommenden Wochen noch mit mindestens einem Jahresvorrat G4 Sensoren zusätzlich ausgestattet, Batterien vom alten Transmitter kann man mit Geschick ja auch noch selbst wechseln. Dennoch geht in absehbarer Zeit eine goldene Ära zu Ende...

    Vorsicht, der Kasse ist es völlig egal wer das Rezept ausstellt, wenn die mitkriegen dass ihr von 2 Ärzten Teststreifen bekommt, wenden die sich wieder mit einem Regress an die entsprechenden Ärzte!! Ich hab das vor ein paar Jahren versucht und mein Hausarzt hat klipp und klar gesagt, dass das für ihn nur Ärger bedeutet und deshalb nicht drin ist.


    Wenn die Ärzte insgesamt im Budget bleiben, gibt es auch keinen Regress. Ein Arzt ist nicht verpflichtet bzw. es ist ihm gar nicht möglich zu prüfen, was seinem patienten schon von anderen ärzten verschrieben wurde. In dem Fall war es wohl einfach eine Ausrede von Hausarzt.

    Das Budget wird jedoch von Jahr zu Jahr nicht unbedingt mehr und die Therapiekosten steigen. Der Arzt prüft auch nicht ob ähnliches schon verschrieben wurde, die Kasse kann dies in der Abrechnung jedoch nachvollziehen.

    Was ist denn der Hintergrund des späten Wechselns?

    In Zeiten des Deep Learning Hypes: Die Pumpe an sich "lernt" nichts. Der Algorithmus moduliert die Basalrate durch bis ein "zufriedenstellender" TIR Wert erreicht scheint.


    Auch hier bietet sich - wie so oft bei der 670G - eine kleine, vergleichende Stichelei an:



    Nachteil an dem System: Man kalibriert sich zum Teil zu Tode.

    Genau das ist der große Kritikpunkt vieler Nutzer (die die Pumpe anschließend auch wieder abgegeben haben sollen), dennoch muss der Arzt vorrangig mit seinem Budget haushalten. Ggf. hilft es den Umstand noch einmal mit dem Doc zu klären, ansonsten auf eine andere Praxis als Zusatz ausweichen.

    Hab den Setter noch nie benutzt, bisher nur von Hand geschraubt. Das Reservoir aber weiter als die 300er Markierung gefüllt, entlüften bis das erste neue Insulin im Schlauch zu sehen ist, dann erst auf die 300 IE gesetzt und den Schlauch bis zum Ende gefüllt. Damit bisher die 300 IE Insulin nutzbar zur Verfügung und am Ende der Gewindestange ist für Notfälle noch ein Tropfen Insulin im Reservoir.