Beiträge von FraOrolo

    Nun ja, das geht schon:

    SMB aufgrund UAM oder aufgrund nicht mit Insulin abgedeckter COB -> Bolus

    SMB ohne UAM und ohne Bezug zu COB -> Basal

    Nope, dabei fallen schon die folgenden ZT unter den Tisch. Mal abgesehen davon dass die COB Rechnung nur mehr oder weniger gut funktioniert (und FPE noch nicht beinhaltet).

    Hormonschwankung wird dir auch immer als UAM zu Buche schlagen.

    Die derzeit verwendete Modellierung kann Deviations sehr haeufig nicht einem bekannten Zustand zuordnen: Da kannst Du genausogut Muenzen werfen.


    LG

    Martin

    Es geht weiter. :thumbup:

    http-Zugriff geht (reicht für isolierte Anwendung zu Hause), https braucht ein Zertifikat, hab noch keines.

    Daten(bank)import aus 10be funktioniert, Profilübernahme noch nicht.

    An DB-Zugriffsrechte habe ich mich noch nicht rangewagt, alles ist noch offen wie ein Scheunentor.

    /TBC/

    DB-Zugriff kannst Du offen lassen. Konfigurier Nightscout auf auf den Zugriff nach http://127.0.0.1:27017 .

    Mongo stellst Du mit net.bindIp im configfile auch auf 127.0.0.1. (Sollte default sein).

    Dann ist das dicht genug.


    Nightscout muss dann mit Admin Keys gesichert werden (uebers env), und du erstellst im Menue neue (NormalUser-) Subjects. Danach AUTH_DEFAULT_ROLES auf denied stellen.

    Zumindest der DIY-Loop führt vor, dass die Einschätzung 50:50 von gestern ist. Die meisten Looper kommen wohl eher auf 30% Basal und 70% Bolus.
    Auch einzelne Ärzte überlegen derzeit, ob die alte Regel mit dem hohen Basal-Anteil in der "normalen" CSII nicht doch unangemessen pauschalisiert.

    Die Einschaetzung hab ich ja schon mal hinterfragt, hier also nochmal:


    Wenn ich einen hybriden Loop mit SMB und Basalanpassung zwischen 0 und 500% laufen lasse , habe ich erhebliche Schwierigkeiten zu definieren,

    was denn Bolus (zur Behandlung von Essen oder zur Korrektur von Hormonschwankungen) und was Basal (zur permanenten Regulation der EGP in der Leber) sein soll.


    Der Loop verschiebt Basalrate in SMB (mit langanhaltenden ZeroTemps) und gibt Korrekturen gegen Hormone oder Fettstoffwechsel durch High Basals.


    Ein Basal-Bolus-Verhaeltnis im klassischen Sinn kann man nur ohne Loop mit BasalratenTest und normaler CSI finden.

    Ich bin allerdings nicht sicher ob das noch so wichtig ist.


    LG

    Martin

    Die öffentliche Domain braucht man nicht zwingend, ist aber z.B. für die Nutzung des NSReporters hilfreich (oder läuft der auch ohne Netz?), gleiches gilt für die Portweiterleitung.

    Ich vermute der Reporter arbeitet grossenteils im Browser mit LocalStorage und der Server von zReptil

    spricht nicht direkt mit dem privaten Nightscout (die Daten werden aber auf dem Server in PDF gegossen).

    Laut Datenschutzerklaerung:

    Zitat

    Diese Webseite speichert keine Daten auf Servern. Die benötigten Daten werden von der eingegebenen URL zur Nightscout-Instanz geholt und als PDF aufbereitet. Die Daten, die zur Funktion der Webseite benötigt werden, werden im localStorage des Browsers gespeichert und nicht an den Server übermittelt. Wenn die Synchronisierung mit Google Drive aktiviert wird, dann werden diese Daten zusätzlich in den Anwendungsdaten auf dem Google Drive des verbundenen Kontos gespeichert.




    Kann ich aber erst heut abend testen.


    Wenn dem so ist, sollte ein Browser im WLAN auch die Daten aus dem Nightscout abgrasen koennen und damit Reports erzeugen, ohne dass eine public Domain verfuegbar ist.


    LG

    Martin

    Ja, MongoDB und Nightscout sind beides Programme. Das eine managed die Daten und sucht darin rum, das andere enthält die Webseite mit Plots, Reports, Careportal und stellt eine Schnittstelle für Diabetes-Daten in der Datenbank zur Verfügung. Die Webseite nutzt diese Schnittstelle und auch andre APPS wie AAPS, xDrip, NightScoutReporter, autotune ...


    Wenn Du nur in deinem Heimnetz da ranwillst, gehts ohne Domain und Zertifikat.

    Mein Szenario ist halt: Jederzeit im Internet -- Ich seh auf meinem Handy, ob bei meinem Kind grad was schiefgeht.


    LG

    Martin

    Wenn ich das richtig verstanden habe, haben IhdIC und FraOrolo eine solche Lösung realisiert.

    Meine Loesung war eher from Scratch ohne NAS:

    • Rechner mit stabilem persistenten Massenspeicher (Raspi nur mit SD-Karte geht nicht lange gut, besser eine guenstige SSD mit USB-Adapter dranstecken)
    • Betriebssystem (irgendein Linux)
    • MongoDB als Container oder Install-Paket (bei vielen Linuxen im Paketmanagement)
    • Nighscout bei (mir per checkout von GitHub)
    • Script zum Konfigurieren und Starten von Nightscout
    • nginx fuer einfaches https://
    • eine oeffentliche Domain (z.B. bei ddnss.de) damit man die Maschine auch erreicht
    • LetsEncrypt Zertifikat auf den domain-namen und certbot (macht die updates)
    • Backup vom System und der MongoDB

    Als Motivation: ich wollt ein Nightscout um Support fuer Kind in der Schule machen zu koennen. Aber als ich damit angefangen hab, waren die Instanzen auf Azure alle komplett offen: Jeder konnte lesend auf Privatdaten zugreifen und die Software drehte nur den Schreibzugriff mit Tokens ab. DasGehtJaNuGarNicht <X


    (mittlerweile gibts da mehr Moeglichkeiten)

    Ich hab das ganze auf einem Gigabyte Brix installiert, mit einer 250 G SDD. Sollte insgesamt auf vielleicht 150Euro kommen.

    Bei mir laeufts ohne Docker auf einem Ubuntu 18 Server.

    Reverse proxy mach ich mit nginx, der letsencrypt certbot ist auch noch drauf (Abruf und Erneuerung von Zertifikaten).

    Also wenn ihr nach dem Plan oben noch konkrete Fragen habt, kann ich gern weiterhelfen.

    Einen Raspi hatte ich auch mal dafuer angestellt, aber das war mit dem damaligen 32bit Raspian nicht clever, weil Mongo in der 32Bit Version nur begrenzt Daten speichern kann. Und lange halten die SD-Karten im Raspi nicht.


    LG

    Martin

    7. Stromverbrauch der Pumpe verhält sich komisch : keine Warnung wenn Akku niedrig (<80%) ist einfach Tot. Hotline empfehlt/stresst jede 14 Tage Batterie auszutauschen (wenn es Alkali Batterien wäre ok aber Lithium ???). Ich keine Eco-Freund aber was nutzt mir eine Batterie die noch 1,49 Volt liefert zu tauschen ??

    Weil sich Lithiumbatterien so verhalten. Die bleiben halt 90% der Laufzeit auf 100% (12-13 Tage mit Loop) und fallen dann innerhalb von 2-3 Tagen auf 60%, dann ist aber allerhoechste Eisenbahn.

    Wenn Du eine mehr lineare Entladekurve willst, musst Du Alkalines nutzen. Die haben aber nur 2/3 der Energiemenge, also deutlich kuerzere Laufzeit. Hat bionicwookiee ausgetestet


    LG

    Martin

    FraOrolo sprichst du von einem Erwachsenen oder einem Kind (ich glaube Du betreust ein Kind, kann mich aber täuschen)?


    Dennoch wäre auch mit dem Scheiner m.E. Ansatz die Ermittlung nur eines ISF in der Nacht irreführend.


    VG cheers

    Meine eigenen Tests beziehn sich auf ein Kind (Teenager), aber nach Teupe waere das Grundprofil (BR_tag > BR_nacht) auch bei Kindern nicht anders.

    Ich hab aber ausser bierernst auch noch andere Erwachsene gehoert, die nachts mehr Dampf machen muessen um morgens gut aufstehen zu koennen.


    Mit der Ermittlung des ISF geb ich Dir durchaus Recht, allerdings wuerden mir ohne grosse Vorbereitung auch nur Nachts und nach dem Aufstehen (ohne Fruestueck) einfallen.

    Und morgens nach dem Aufstehen seh ich oft den Bedarf an Morgengupf, sonst steigt der BG auch ohne KH um 30-50 Punkte, das waere eine systematische Verfaelschung.


    LG

    Martin

    Aber grundsätzlich findet man den Korrekturfaktor am besten nachts (sofern er tagsüber nicht wieder anders ist),

    Also gut, dann zitier ich das in Gänze. Da 90% (habe keine Quelle, meine Annahme) aller T1D tagsüber deutlich weniger sensitiv als nachts sind, widerspricht sich diese Aussage in sich. Du sprichst jedoch von grundsätzlich. Dem widerspreche ich.

    Ich hab da ein Problem:


    Leute wie Teupe haben ein circadianes Basalmodell publiziert, das tagsueber 30% mehr Basal gibt wegen der Auswirkung des Vasopressin (Hormon das Blutdruck regelt, es gibt davon mehr, wenn man aufrecht steht), das angeblich mehr Insulin erfordert. Und dann kommen noch Dawn (~5Uhr) und Dusk Huegel (~17Uhr) je nach Person dazu. ISF sollte dem gleichen Muster folgen.


    Bei Gary Scheiner (der mit der denkenden Pankreas) gibts hingegen ein inverses Grundprofil -> nachts mehr (20%) Insulin als zwischen 8-17Uhr und dann die beiden Huegel nach Bedarf.

    Bei uns ist das Profil eher von der 2. Form und passt so, der ISF folgt dem -- ist also nachts oftmals hoeher (20-35%) als am Tag.


    Ich bin mir nicht sicher, was man daran verallgemeinern kann. Beide Autoren haben da sicher Erfahrungen mehrerer Leute widergegeben und in Teupes Buch wurden die Grundformen als eine sichere Wahrheit verkauft, die nur wenig Abwandlung erfordert/erlaubt. (Scheiner hat eher detaillierte Anleitungen zum selbst testen gegeben).


    TLDR; ich habe Zweifel an den 90% :pinch:


    LG

    Martin

    Nur deswegen stört es mich eigentlich. Sonst, gäbe es kein Problem, ich weiß das ja, das er in der Nacht um die ~20 BZ abweicht nach oben. Aber der Loop berücksichtigt dies eben nicht und ich habe auch noch keine Idee, wie ich den Loop dahin gehend beinflussen könnte. :confused2:/:hmmmm:

    Also wenn dir die Aufzeichnungen egal sind, koenntest Du dem Loop auch ein Target von 130 in der Nacht geben, was dann real 110 bedeutet. Die Targets lassen sich ja auf Zeitbloecke unterschiedlich setzen.


    Nur so als Workaround fuer reale Hypos, die der Loop als "grossartig 90!" sieht.

    Martin

    Ich bin im Moment echt bedient vom Libre. Das Lesegerät muss man ständig laden. Müsste mir jetzt ein neues Handy zulegen. Wenn die Sensoren gute Werte dann erst ab den dritten Tag oder eben gar nicht......

    Ich bin mir nicht sicher ob ich dieses System noch weiterhin benutzen werde.

    Schau doch mal hier:


    https://apkpure.com/de/freesty…tylelibre.app.de/versions


    Lad die Version 2.3.0 runter und installier sie.

    Ja dabei musst Du einmalig das installieren aus "alternativen Quellen" erlauben.


    LG

    Martin

    Zumindest an den Rohdaten möchte man wirklich keine Therapieentscheidung festmachen, und was der Algorithmus draus macht, sieht auch nicht unbedingt vertrauenerweckend aus - ist aber das beste, was ich momentan bekommen kann.

    Was sind diese Rohdaten beim Libre 2?

    Beim L1 gabs ja immer zwei 16-bit Zahlen, eine fuer das Stromsignal (ISIG) und eine zweite fuer die Temperatur.

    Sind die weissen Punkte nur Strom? Dann passts ja.


    LG

    Martin

    in meiner Diapraxis wohl jeder 2... meine ist ok


    aber das merkt man doch, wenn das Reservoir nicht hält... :/

    Den Gedanken hatte ich am Anfang eben auch.


    Klar ist das alles feingliedrige Plastik, aber wenn man die Ampulle einsetzt, ist doch eigentlich klar dass der Ring kaputt ist und der Verschluss nur wackelig haelt, wenn er an einer Bajonettnase haengt.


    Genauso ist klar, dass mit einer Pumpe immer mal die Insulinzufuhr durch Verstopfung, Kathederlecks und aehnliches nicht geht.

    Wenn die BG-Werte hochgehen, muss halt das systematische Debugging losgehen, bevor man DKA hat.

    Ja ich weiss, viele Leute glauben an Vollkasko und Produkthaftung, aber wenn jemand wegen sowas stirbt, haette er besser keine Pumpe genutzt.


    Und ich glaub nicht, das Medtronic sich weigern wird eine Pumpe zu ersetzen, wenn der Verschluss zerbroeselt.


    LG

    Martin