Beiträge von Pelzlöffel

    Dass man von den Sport BE nicht zunimmt würde ja nur Stimmen, wenn man alles verbrennt, was mach zu sich nimmt. Da bin ich mir aber nicht so sicher, also bei der Radtour zb nie im Leben.

    Ne, ich meinte dass man ja mit der Zeit besser darin wird das Insulin anzupassen und dann weniger Sport-BE braucht. Anfangs verhaut man sich vielleicht paarmal und muss extrem viele BE reinschaufeln aber davon sollte man sich nicht entmutigen lassen.

    Ich denke man isst dann auch automatisch bei der nächsten Mahlzeit unbewusst weniger.



    Grob überschlagen:

    6x Corny Riegel á 67kcal = 402kcal

    240ml Saft = 150kcal

    1x Banane = 100kcal

    7x Plättchen TZ = 7*7kcal = 49kcal

    Summe = 701 kcal


    Der kcal-Verbrauch der Radtour ist schwer zu schätzen, laut verschiedener Seiten sind es 300 bis 400 kcal pro Stunde. Bei drei Stunden Fahrt wurden also ziemlich sicher mehr kcal verbraucht als Zusatz-BE gegessen.

    ja, der letzte Bolus ist extrem relevant. Und wirkt länger als man denkst. (war das nicht mal ein Werbeslogan?)

    Zitat

    Basalrate lief auf 20%

    Ab wann? Habe zwar keine Pumpe aber ich glaube viele Pumper reduzieren die Basalrate schon deutlich vor der Bewegung.

    Statt 20% kann man ja noch weiter reduzieren, natürlich aufpassen. Aber zB beim schwimmen legen manche die Pumpe auch für eine Stunde ab usw.


    Ich denke von Sport-BE nimmt man so schnell nicht zu: Man findet ja irgendwann raus wie man sein Insulin anpassen muss.

    Wollen wir tauschen?

    Meinen FSL2-Sensoren ist es immer zu kalt.


    Mal drei Beispiele:

    nach ca 1h radfahren bei geschätzt 5-10°C

    Sensor am Arm unter Pullover


    T-Shirt, Sensor an Ärmelkante. geschätzt 15°C

    zu dem Zeitpunkt schon 20min rumgesessen, also auch kein Fahrtwind mehr.


    12°C laut Thermometer, Sensor unter Tshirt

    nach 15min radfahren war es ihm schon nur noch "zu kalt" und hat sich in ca 90min auch nicht erholt.


    Schon etwas unpraktisch.

    Link zur Umfrage: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31095422/


    Mir war bewusst dass viele Menschen ein Problem mit dem Gewicht haben. Aber jetzt habe ich mal gegoogelt und bin doch überrascht dass es SO viele sind.


    Zitat

    "Zwei Drittel der Männer (67 %) und die Hälfte der Frauen (53 %) in Deutschland sind übergewichtig. Ein Viertel der Erwachsenen (23 % der Männer und 24 % der Frauen) ist stark übergewichtig (adipös)."

    aus https://www.rki.de/DE/Content/…icht_Adipositas_node.html


    Jedenfalls ist dann klar dass auch viele mit T1D übergewichtig sind, denn sie sind ja eine Teilmenge der Gesamtbevölkerung.

    Persönlich bin ich froh dass es für mich kein Thema ist, denn die nötige Disziplin für eine Diät oä hätte ich eher nicht.


    Dass ein besserer hba1c, flachere Kurven usw immer ein Ziel sind, ist einleuchtend. Dass das ganze möglichst einfach gehen soll auch. Wer wünscht sich das denn nicht?


    Überrascht bin ich dass das Themengebiet Versicherung/Genehmigungen/Geld etc gar nicht auftaucht.

    (zB Insulinpreise in Amerika. Scheinbar war die Umfrage nicht in den USA. Oder die Antwortmöglichkeit gab es nicht zum ankreuzen, die Umfrage wurde ja von Insulinherstellern durchgeführt ;) )

    Konkrete Zahlen zu nennen ist schwierig.

    Ich denke man muss sich rantasten und ausprobieren.


    Erstmal gar nichts oder sehr wenig spritzen.

    Nach einigen Stunden ist der BZ dann vermutlich erhöht.

    Das hast Du ja schon ausprobiert.


    Wieviele IE brauchst Du, um den erhöhten BZ wieder zu korrigieren?

    An dieser Dosis würde ich mich orientieren, beim nächsten Steak.

    Du weisst ja auch umgefähr wie viele Stunden nach Mahlzeit der BZ beginnt zu steigen; und wie steil er das tut.

    Wenn der BZ beispielsweise nach 5h ansteigt und Du brauchtest 3 IE um das nachträglich zu korrigieren: Dann vielleicht beim nächsten mal 2IE nach 4 Stunden spritzen. Oder so. Halt ausprobieren und Erfahrungen sammeln. Es gibt leider keine allgemeingültigen Formeln.


    Selbst wenn man für das Steak mal zu viel gespritzt hat: Das werden ja keine riesigen Mengen Insulin sein. Also lässt sich eine anbahnende Unterzuckerung auch relativ leicht bekämpfen.

    Arbeit zwar nicht in der Medizin sondern Industrie, aber Schichtdienst gibt es da auch. Seit dem Diab habe ich in zwei Modellen gearbeit:

    Zuerst Früh und Spätschicht, jede Woche wechselnd.

    Das lief BZ-technisch ganz okay.

    Bei Frühschicht war alles normal und bei Spät wurde der "Diab Tag" so verschoben, dass er mit dem Aufstehen begann. Also habe ich zB Basal nicht zu festen Uhrzeiten gespritzt, sondern immer nach dem Aufstehen und direkt vor dem Schlafengehen.

    Die Tageszeit scheint nicht so große Auswirkungen auf meinen BZ zu haben, aber andere Schlafenszeiten und Essenszeiten wirken sich natürlich aus.

    Das Wochenende war frei und sowieso vom Tagesablauf oft ganz anders als die Arbeitswoche, da habe ich irgendwie improvisiert.

    Bei der Auswertung der BZ-Daten muss man aufpassen, denn zwei verschiedene Schichten zB in einem Graph zusammenzuwerfen hat wenig Sinn.


    Jetzt habe ich Früh, Spät und Nachtschicht und die Schicht wechselt alle 2-3 Tage.

    Also zB 2x Früh, dann 2x Spät, dann 3x Nacht, dann 3x Frei.

    Nächste Woche dann vielleicht 3x Früh, 2x Spät usw. Ist also unregelmäßig und die freien Tage sind nicht immer am Wochenende. Statt nur einem Wechsel am WE sind es jetzt auch mehr Wechsel.

    Man kann nichtmal sagen dass zB alle Spätschichten gleich sind, denn es macht ja einen Unterschied ob es

    a) die erste Spätschicht nach einer Frühschicht ist

    b) oder die zweite

    c) oder die dritte, die dann schon wieder in eine Nachtschicht übergeht.


    Aus Diab-Sicht ist das Murks.

    Die Schichten sind ein Grund warum ich beim uralten Protaphane geblieben bin, obwohl bzw gerade WEIL es nur so kurz wirkt. Bei Basalinsulinen die 24h wirken, hätte man ja dauernd Überlappungen der Wirkgipfel usw und könnte das gar nicht so schnell "verschieben."

    Jetzt habe ich mir auch das Libre andrehen lassen. Mit Fingertests ging es beim alten Schichtsystem ganz ok, aber jetzt ist es zu unregelmäßig und bräuchte zu viele TS.


    Corana:

    Ist noch nicht so wirklich Thema, bis auf "2m Abstand halten" usw was halt oft unmöglich ist wenn man zu zweit an etwas rumschraubt oder so.

    Auch wäre aus 2m Entfernung eine Unterhaltung schwierig, wenn es laut ist. Türgriffe werden mit großem Theater desinfiziert aber die Bedienpulte, Tastaturen, Touchscreens usw werden von jedem weiterhin angegrabbelt.


    Eine Woche lang wurde mal die Temperatur an der Stirn gemessen, dafür war sogar eine Einlasskontrolle geplant. Aber naja: Von 32°C bis 40°C war alles dabei. :ahahaha: Da hat man es wieder sein gelassen. Ähnlichkeiten zur QS dieser Butze rein zufällig.

    Wie was, Sexangebote? Das ist ja abscheulich. Damit ich nicht versehentlich draufklicke, welche Userin war das denn? eMail wäre auch gut damit ich die direkt im Spamfilter eintragen kann. :thumbup: Im Tausch gegen Klopapier?

    Zu Korrekturen:

    Es kommt auf die Situation an bzw wie genau man überhaupt korrigieren kann.

    Mein Pen dosiert in 1er-Schritten und 1 IE senkt den Blutzucker um 80 mg/dl oder so.

    Bei deinem Beispiel die 160mg/dl würde ich natürlich gerne korrigieren. Würde dann allerdings bi 80 landen, je nach Situation wäre mir das wiederum zu knapp. Zu Hause oder im Büro würde ich das wohl korrigieren und beobachten, kann ja jederzeit gegen-essen.

    Vor einem wichtigen Meeting oder wenn ich gerade mit Maschinen oä arbeiten, würde ich es wohl erstmal so laufen lassen.



    Morgendlicher Anstieg kann soweit ich mir das zusammenreime durch zwei Dinge verursacht werden:

    1) Insulinempfindlichkeit sinkt durch Freisetzung irgendwelcher Hormone, dadurch steigt BZ weil Basal weiterhin die flache Wirkkurve hat.

    2) Leber setzt Glukose frei


    Keine Ahnung wie man das unterscheiden kann. Würde mal raten dass im zweiten Fall Korrekturen besser wirken, weil es einfach nur ein erhöhter BZ ist - ohne reduzierte Insulinempfindlichkeit. (Wahrscheinlich ist es eh eine Mischung aus beidem)

    Metformin reduziert doch auch die Freisetzung von Glukose durch die Leber? Sollte dann ja gerade bei Morgenanstiegs-Geschichten helfen?

    Ja, war seit Samstag.

    Abgeknickt war der Faden glaube nicht, da die Werte sonst passten. Er reagierte nur recht stark auf Druck/Abwinkeln des Armes. Vorgestern ist er bei der Arbeit dann aber eh abgefallen. Wahrscheinlich an irgendeiner der Maschinentüren hängengeblieben durch die ich gefühlt hunderte male durchgreifen muss, das wird noch interessant.


    Der neue Sensor sitzt nun wieder am Arm aber weiter "innen".

    Über den Oberschenkel habe ich auch nachgedacht aber war unsicher ob das beim radfahren ungünstig wäre.


    Ansonsten sind die Alarme schon ganz nützlich, gerade weil ich die Gewohnheit habe oft nach dem Essen kurz einzuschlafen. :toast:sleeping:

    Aber zur Genauigkeit muss ich erstmal neues Vertrauen aufbauen.

    Seit Samstag habe ich nun einen Libre 2 Sensor kleben und dass die angezeigten Werte sich so stark ändern, wenn am man auf dem Arm liegt oä geht mir jetzt schon auf den Keks.

    Nachts: laut Libre im Dauer-UZ. Laut Finger: 101 mg/dl


    Jetzt gerade zwei Stunden nach dem Essen, Libre zeigt: konstant irgendwas um 200 mg/dl

    Stimmt auch, hatte weniger gespritzt weil ich nicht wusste wann ich gleich nochmal mit dem Rad los muss. Ich setze mit auf dem Sofa etwas anders hin: "Niedrig Alarm bei 79mg/dl"

    Ich drehe mich um: geht wieder hoch auf 200.


    So ist das irgendwie sinnlos.

    Danke für die Zusammenfassung. Da ich das Lesegerät verwenden möchte/muss, ist leider der für mich interessanteste Teil noch ungeklärt:

    Und sonst so? Was ist mit dem Lesegerät?


    Im Gegensatz zum Libre1-Reader lässt sich das neue Lesegerät noch nicht per Python-Script auslesen (Verschlüsselung!), mir wurde aber glaubhaft versichert, dass daran gearbeitet wird. Bis dahin ist leider nur der Umweg über LibreView und Export praktikabel. Ich verfolge das aber und werde ggf. ergänzen.

    Wo genau verfolgst du das? https://github.com/Flameeyes/glucometerutils ist ja ein Projekt das scheinbar auch das Libre2 unterstützten möchte.


    Bis dahin bleibt nur der Weg:

    1) die offizielle Libre-Software auf dem PC zu installieren. Ist leider nur für Windows. (Mit Wine unter Ubuntu hat sie bei mir kein angeschlossenes Libre1-Messgerät erkannt)

    2) Internetverbindung trennen, damit die Software nicht die Daten nach Hause telefoniert

    3) Irgendwo gibt es den Menü-Punkt "Als .csv exportieren"


    Zumindest ging das beim Libre 1.

    Ich denke man muss als erstes seine BZ-Verläufe genauer betrachten.

    Diese 14-Tage-Muster helfen da mMn nur bedingt. Zum Beispiel kann man (bei den meisten Menschen) Wochentage und Wochenende nicht einfach in einen Durchschnitt verrechnen: Da kommt nix sinnvolles bei raus wenn Bewegung, Stress, Mahlzeiten usw ganz anders sind.


    Dann gibt es Tage bei denen man selbst Fehler gemacht hat, zB: BE falsch geschätzt, vergessen zusätzliche Bewegung zu beachten etc. Wenn es dadurch Ausschläge im BZ-Verlauf gab muss man ja eigentlich nichts an der eigentlichen Therapie ändern, es war dann halt "dumm gelaufen."

    Tage mit außergewöhnlichen Events (Marathon gerannt, Bewerbungsgespräch, Party,..) würde ich auch rausnehmen.


    Man darf also sozusagen nur Standardtage betrachten, sonst hat man keine verlässlichen Daten als Grundlage.

    Ggf muss man vorher rausfinden was für einen selbst ein Standardtag ist ;) Wenn ich meine BZ-Werte dann unter diesem Gessichtspunkt anschaue, fällt mir manchmal schon auf was nicht gut passt.

    Das Libre ist ja ein Sonderfall: Die Krankenkassen haben einfach eigene Verträge mit dem Hersteller geschlossen. Das ging (glaube ich) auch nur weil das Libre ja kein rtCGM ist.

    Je nach Sichtweise wird das Libre also entweder aus Kulanz so leicht genehmigt.

    Oder weil die KK Patienten lieber mit dem etwas billigerem Libre abspeisen als ein richtiges CGM zu zahlen.

    • Insulinpumpe und CGM gehören zur Standardbehandlung.

    Was kann man darunter verstehen? Auf Wunsch erhält jeder eine Pumpe ohne aufwendige Indikationsprüfung?

    Nein, das glaube ich nicht.


    Hier gibt es den kompletten DMP-Text, mit den Änderungen farblich hervorgehoben:

    https://www.g-ba.de/downloads/…litus_Servicedokument.pdf


    zum CGM steht da beispielsweise:

    Zitat

    besteht insbesondere dann eine Indikation zur Anwendung der rtCGM, wenn deren festgelegte individuelle Therapieziele zur Stoffwechseleinstellung auch bei Beachtung der jeweiligen Lebenssituation der Patientin oder des Patienten nicht erreicht werden können.

    CGM gibt es also wenn:

    1) Therapieziel nicht erreicht und 2) Lebenssituation es erfordert.

    Sprich, es erhält nicht jeder automatisch ein CGM. Ob die Bedingungen erfüllt sind lässt sich eigentlich nur durch ein BZ-Tagebuch mit Kommentaren nachweisen.


    Also bleibt alles wie immer, es wurde nur nochmal genau definiert aufgeschrieben.