Beiträge von Pelzlöffel

    Meine Schulung war auch erst etwas später, davor nur ein Crashkurs und ein ähnlicher Zettel wie deiner.

    Ich fand es eigentlich ganz gut: so hatte ich bei der Schulung zumindest schon eine grobe Ahnung worüber gesprochen wird. Sonst wäre es wohl sehr theoretisch gewesen.


    Solange Du weisst was bei einer Unterzuckerung zu tun ist und wie du die erkennst, wirst Du bis zur Schulung schon überstehen. Dem Arzt würde ich sagen wenn du kein Insulin gespritzt hast bzw wie viel. (am besten Tagebuch führen über Kohlenhydrate und gespritztes Insulin)

    Dann könnt ihr den Plan zusammen anpassen

    Das ist NPH-Insulin, ein mittel-lang wirkendes Basalinsulin.

    Da ist etwas beigemischt damit es länger wirkt. Man muss es vor dem spritzen schwenken bis es es gleichmässig milchig aussieht. (Manchmal sind so kleine Kügelchen in der Patrone damit es besser durchmischt beim schwenken)

    Wie muss man sich das vorstellen dann? Mann bekommt die Acht umgelegt, und die Herren schauen, die Tasche durch, finden dann das Insulin und lassen dann einen gehen als ob nichts war?

    Einmal habe ich am Bahnhof (unbemerkt, dachte ich) gespritzt und bin zur Ubahn runter. Unten an der Rolltreppe wurde ich von zwei Polizisten gefragt was ich gerade getan habe. Habe den Pen rausgezogen, die Kappe ab so dass man die Patrone sieht und "Insulin" gesagt. Hat kaum 30sec gedauert und dann konnte ich weitergehen.

    Fand ich schon etwas seltsam: Einerseits war es verdächtig genug um es über Funk(?) an die Kollegen unten weiterzugeben. Anderseits haben sie sich mit einer sehr oberflächlichen Kontrolle zufrieden gegeben.

    Also Geheimtip für Junkies & Dealer: einen ollen Pen organisieren und immer dabei haben. :)


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    Das Plakat fand es eigentlich nicht sooo schlimm. Meine Reaktion bei soetwas ist eher "Oooh! Irgendwas mit Diabetes! Das ist ja selten." Also so ähnlich als wenn ich einen anderen Mensch mit Libre-Sensor rumlaufen sehe.

    Den Diabetes in einer halbstündigen Behandlung einfach wegzaubern, wäre natürlich super.

    Aber ich glaube nicht, dass es so einfach wird.

    Ich kann mir vorstellen dass irgendwann technische Lösungen möglich wären.

    zB eingepflanzte Insulinpumpe oder Bioreaktoren (Zellkulturen die Insulin produzieren).


    Aber werden die so 100% zuverlässig dass man sie gar nicht mehr überwachen muss? Falls das Gerät ausfällt, droht eine Keto, besonders mit den immer kürzer wirkenden Insulinen. Was wenn das Gerät zu viel Insulin abgibt? Wie schaltet man es ab? Was wenn durch ein Leck oä Insulin austritt? Man müsste mindestens immer ein Notfallset aus Messgerät und Hypo-BEs dabei haben.

    Mit einer solchen Lösung könnte ich nicht ruhig schlafen.


    Dann wären ja biologische Lösung möglich, zB im Labor eine neue Bauchspeicheldrüse wachsen lassen die eingepflanzt wird. Das ist wohl noch ein langer Weg. Die Beta-Zellen müssten halt irgendwie gegen das Immunsystem geschützt werden. Im Immunsystem direkt rumzupfuschen klingt für mich sehr riskant: Meins funktioniert doch gut, bis auf diese kleine Dummheit dass es keine Betazellen mag,

    Wenn das IS dabei nen Knacks abbekommt, hätte man schnell noch ganz andere Probleme..

    Es gibt die Idee, Betazellen irgendwie "einzukapseln." Also so einer kleinen selbstversorgenden Zellklumpenbakterienkapsel würde ich eher trauen als einer mechanischen Pumpe. Aber das ist eher eine Bauchentscheidung, was wenn die Zellen absterben oder unkontrolliert wuchern usw?

    Klingt irgendwie auch nur mittel-gut.




    Ich weiss auch gar nicht was ich von der Forschung nach einer T1D-Heilung halten soll.

    Ganz allgemein denke ich, wenn man etwas tut oder optimiert sollte man umgefähr so handeln:


    Da optimieren, wo es am dringendesten gebraucht wird.

    Da optimieren, wo es am meisten nützt.


    Auf Diabetes besorgen:

    T1D lässt sich bereits behandeln. Andere Krankheiten noch nicht oder schlechter.

    T1D ist recht selten. Zweitens, wie kann man den Diabetikern weltweit am besten helfen?

    Indem man exotische Luxuslösungen für wenige baut? Oder erstmal für jeden eine Grundversorgung an Insulin, Teststreifen usw schaffen? Okay, es muss sich nicht ausschliessen. Ein bischen komisch fühlt es sich trotzdem an.

    Hier ist ein Erfahrungsbericht über 3 Tage Saftkur:

    https://www.blood-sugar-lounge…03/3-tages-saftkur-tag-1/

    https://www.blood-sugar-lounge…03/3-tages-saftkur-tag-2/

    https://www.blood-sugar-lounge…03/3-tages-saftkur-tag-3/


    (Habe es nicht genau gelesen, habe mich nur erinnert das mal gesehen zu haben und habe die Links rausgesucht)


    Um Blutzucker-Chaos neu einzustellen, kommt es mir nicht sinnvoll vor. Dafür sollte man meiner Meinung nach eher sehr normal und regelmäßig essen, eine Saft-Diät ist ja eher eine Ausnahme. Und Ausnahmen lassen sich oft nicht auf den Alltag übertragen.

    Meinst du "setzen" oder "starten"?

    Soweit ich weiß, läuft der Algorithmus erst nach dem Starten. Jemand hatte sogar berichtet, den zweiten Sensor für den Urlaub schon zu Hause gesetzt zu haben, um nicht die voluminöse Setzhilfe mitnehmen zu müssen. Das "pre-soaking" hat aber zweifellos einen Einfluss auf das Verhalten des Sensors in den ersten Stunden, teilweise wird sogar davon abgeraten (!) - wohl weil die Programmierung davon ausgeht, dass der Sensor "gerade erst" (mir ist unklar, was das bedeutet) frisch gesetzt wurde...

    Naja, sobald der Sensor in der Haut ist, kommt doch diese Enzymschicht auf dem Sensorfaden mit der Gewebeflüssigkeit in Kontakt und wird dabei verbraucht.

    Wenn die Schicht durch sehr langes pre-soaking schon sehr verbraucht ist, stimmen ggf die Berechnungen nicht mehr.


    Ich meinte aber, ob es in (irgendeiner Phase nach dem setzen) einen Unterschied macht wenn der Sensor gesetzt oder gestartet wird, während sich der BZ sehr stark ändert. Also in der Praxis, ob man zB nach einer Mahlzeit lieber keinen neuen Sensor setzen sollte.

    Zitat

    Jedenfalls ist er sehr auffällig und mir als Vergleich unbekannt

    Nagellackentferner wird oft als Vergleich genommen.


    Acetongeruch durch Ketone klingt natürlich naheliegend, aber kann ich mir eigentlich nicht vorstellen. Wenn das CGM noch gar nicht Alarm gegeben hat dann kann der hohe BZ ja erst ganz kurze Zeit bestehen, selbst wenn das CGM 15min hinterher hinkt.

    Bei einem Schlaganfall richt man ja angeblich auch verbrannten Toast oder Rauch, warum sollte ähnliches nicht bei BZ-Änderungen passieren. Dass man BZ-Änderungen spüren kann steht für mich ausser Frage, manche fühlen das sicher auch empfindlicher.

    Dass man von den Sport BE nicht zunimmt würde ja nur Stimmen, wenn man alles verbrennt, was mach zu sich nimmt. Da bin ich mir aber nicht so sicher, also bei der Radtour zb nie im Leben.

    Ne, ich meinte dass man ja mit der Zeit besser darin wird das Insulin anzupassen und dann weniger Sport-BE braucht. Anfangs verhaut man sich vielleicht paarmal und muss extrem viele BE reinschaufeln aber davon sollte man sich nicht entmutigen lassen.

    Ich denke man isst dann auch automatisch bei der nächsten Mahlzeit unbewusst weniger.



    Grob überschlagen:

    6x Corny Riegel á 67kcal = 402kcal

    240ml Saft = 150kcal

    1x Banane = 100kcal

    7x Plättchen TZ = 7*7kcal = 49kcal

    Summe = 701 kcal


    Der kcal-Verbrauch der Radtour ist schwer zu schätzen, laut verschiedener Seiten sind es 300 bis 400 kcal pro Stunde. Bei drei Stunden Fahrt wurden also ziemlich sicher mehr kcal verbraucht als Zusatz-BE gegessen.

    ja, der letzte Bolus ist extrem relevant. Und wirkt länger als man denkst. (war das nicht mal ein Werbeslogan?)

    Zitat

    Basalrate lief auf 20%

    Ab wann? Habe zwar keine Pumpe aber ich glaube viele Pumper reduzieren die Basalrate schon deutlich vor der Bewegung.

    Statt 20% kann man ja noch weiter reduzieren, natürlich aufpassen. Aber zB beim schwimmen legen manche die Pumpe auch für eine Stunde ab usw.


    Ich denke von Sport-BE nimmt man so schnell nicht zu: Man findet ja irgendwann raus wie man sein Insulin anpassen muss.

    Wollen wir tauschen?

    Meinen FSL2-Sensoren ist es immer zu kalt.


    Mal drei Beispiele:

    nach ca 1h radfahren bei geschätzt 5-10°C

    Sensor am Arm unter Pullover


    T-Shirt, Sensor an Ärmelkante. geschätzt 15°C

    zu dem Zeitpunkt schon 20min rumgesessen, also auch kein Fahrtwind mehr.


    12°C laut Thermometer, Sensor unter Tshirt

    nach 15min radfahren war es ihm schon nur noch "zu kalt" und hat sich in ca 90min auch nicht erholt.


    Schon etwas unpraktisch.

    Link zur Umfrage: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31095422/


    Mir war bewusst dass viele Menschen ein Problem mit dem Gewicht haben. Aber jetzt habe ich mal gegoogelt und bin doch überrascht dass es SO viele sind.


    Zitat

    "Zwei Drittel der Männer (67 %) und die Hälfte der Frauen (53 %) in Deutschland sind übergewichtig. Ein Viertel der Erwachsenen (23 % der Männer und 24 % der Frauen) ist stark übergewichtig (adipös)."

    aus https://www.rki.de/DE/Content/…icht_Adipositas_node.html


    Jedenfalls ist dann klar dass auch viele mit T1D übergewichtig sind, denn sie sind ja eine Teilmenge der Gesamtbevölkerung.

    Persönlich bin ich froh dass es für mich kein Thema ist, denn die nötige Disziplin für eine Diät oä hätte ich eher nicht.


    Dass ein besserer hba1c, flachere Kurven usw immer ein Ziel sind, ist einleuchtend. Dass das ganze möglichst einfach gehen soll auch. Wer wünscht sich das denn nicht?


    Überrascht bin ich dass das Themengebiet Versicherung/Genehmigungen/Geld etc gar nicht auftaucht.

    (zB Insulinpreise in Amerika. Scheinbar war die Umfrage nicht in den USA. Oder die Antwortmöglichkeit gab es nicht zum ankreuzen, die Umfrage wurde ja von Insulinherstellern durchgeführt ;) )

    Konkrete Zahlen zu nennen ist schwierig.

    Ich denke man muss sich rantasten und ausprobieren.


    Erstmal gar nichts oder sehr wenig spritzen.

    Nach einigen Stunden ist der BZ dann vermutlich erhöht.

    Das hast Du ja schon ausprobiert.


    Wieviele IE brauchst Du, um den erhöhten BZ wieder zu korrigieren?

    An dieser Dosis würde ich mich orientieren, beim nächsten Steak.

    Du weisst ja auch umgefähr wie viele Stunden nach Mahlzeit der BZ beginnt zu steigen; und wie steil er das tut.

    Wenn der BZ beispielsweise nach 5h ansteigt und Du brauchtest 3 IE um das nachträglich zu korrigieren: Dann vielleicht beim nächsten mal 2IE nach 4 Stunden spritzen. Oder so. Halt ausprobieren und Erfahrungen sammeln. Es gibt leider keine allgemeingültigen Formeln.


    Selbst wenn man für das Steak mal zu viel gespritzt hat: Das werden ja keine riesigen Mengen Insulin sein. Also lässt sich eine anbahnende Unterzuckerung auch relativ leicht bekämpfen.

    Arbeit zwar nicht in der Medizin sondern Industrie, aber Schichtdienst gibt es da auch. Seit dem Diab habe ich in zwei Modellen gearbeit:

    Zuerst Früh und Spätschicht, jede Woche wechselnd.

    Das lief BZ-technisch ganz okay.

    Bei Frühschicht war alles normal und bei Spät wurde der "Diab Tag" so verschoben, dass er mit dem Aufstehen begann. Also habe ich zB Basal nicht zu festen Uhrzeiten gespritzt, sondern immer nach dem Aufstehen und direkt vor dem Schlafengehen.

    Die Tageszeit scheint nicht so große Auswirkungen auf meinen BZ zu haben, aber andere Schlafenszeiten und Essenszeiten wirken sich natürlich aus.

    Das Wochenende war frei und sowieso vom Tagesablauf oft ganz anders als die Arbeitswoche, da habe ich irgendwie improvisiert.

    Bei der Auswertung der BZ-Daten muss man aufpassen, denn zwei verschiedene Schichten zB in einem Graph zusammenzuwerfen hat wenig Sinn.


    Jetzt habe ich Früh, Spät und Nachtschicht und die Schicht wechselt alle 2-3 Tage.

    Also zB 2x Früh, dann 2x Spät, dann 3x Nacht, dann 3x Frei.

    Nächste Woche dann vielleicht 3x Früh, 2x Spät usw. Ist also unregelmäßig und die freien Tage sind nicht immer am Wochenende. Statt nur einem Wechsel am WE sind es jetzt auch mehr Wechsel.

    Man kann nichtmal sagen dass zB alle Spätschichten gleich sind, denn es macht ja einen Unterschied ob es

    a) die erste Spätschicht nach einer Frühschicht ist

    b) oder die zweite

    c) oder die dritte, die dann schon wieder in eine Nachtschicht übergeht.


    Aus Diab-Sicht ist das Murks.

    Die Schichten sind ein Grund warum ich beim uralten Protaphane geblieben bin, obwohl bzw gerade WEIL es nur so kurz wirkt. Bei Basalinsulinen die 24h wirken, hätte man ja dauernd Überlappungen der Wirkgipfel usw und könnte das gar nicht so schnell "verschieben."

    Jetzt habe ich mir auch das Libre andrehen lassen. Mit Fingertests ging es beim alten Schichtsystem ganz ok, aber jetzt ist es zu unregelmäßig und bräuchte zu viele TS.


    Corana:

    Ist noch nicht so wirklich Thema, bis auf "2m Abstand halten" usw was halt oft unmöglich ist wenn man zu zweit an etwas rumschraubt oder so.

    Auch wäre aus 2m Entfernung eine Unterhaltung schwierig, wenn es laut ist. Türgriffe werden mit großem Theater desinfiziert aber die Bedienpulte, Tastaturen, Touchscreens usw werden von jedem weiterhin angegrabbelt.


    Eine Woche lang wurde mal die Temperatur an der Stirn gemessen, dafür war sogar eine Einlasskontrolle geplant. Aber naja: Von 32°C bis 40°C war alles dabei. :ahahaha: Da hat man es wieder sein gelassen. Ähnlichkeiten zur QS dieser Butze rein zufällig.

    Wie was, Sexangebote? Das ist ja abscheulich. Damit ich nicht versehentlich draufklicke, welche Userin war das denn? eMail wäre auch gut damit ich die direkt im Spamfilter eintragen kann. :thumbup: Im Tausch gegen Klopapier?