Beiträge von S. Ilke

    Gab es nicht neulich auch einen Post speziell zum Libre 2? Finde den leider nicht mehr. Mit Libre 1 war ich 3 Jahre lang zufrieden unterwegs, keine einzige Reklamation. Seit kurze nutze ich das Libre 2, da sind mir innerhalb kürzester Zeit zwei Stück vorzeitig abgefallen, beim dritten gab es nun einen Software-Fehler und ich soll den einschicken. Alle drei wurden anstandslos ersetzt, aber lästig ist das dennoch. Aber vielleicht habe ich nun halt mal die viel zitierte "schlechte Charge" erwischt.

    Ansonsten finde ich die Weiterentwicklung des Libre 2 phantastisch und die Alarme helfen mir wirklich sehr.

    Nutze das Libre 2 zwar erst seit knapp einer Woche, bin mit der Alarmfunktion - vor allem nachts - allerdings sehr glücklich. Denn ich werde von leichten Unterzuckerungen leider nicht mehr wach. Sämtliches Gepiepe habe ich allerdings ausgestellt, die Vibration reicht mir. Für meine bevorstehende Russland-Reise habe ich mir allerdings einige Libre-1 Sensoren aufgespart, insbesondere die lange Akku-Laufzeit des Lesegerätes ist auf Reisen für mich nach wie vor wichtig.

    Erwischt es mich nachts, dann mag ich nix essen. Dann ist ein Becher Nesquik (wirbt mit seinem Traubenzucker-Anteil!) für mich die beste Wahl. Geht ratzfatz und 2 Minuten später liege ich schon wieder im Bett. :sleeping:

    So ganz nach weit nach Asien habe ich es noch nicht geschafft, aber immerhin vor 1,5 Jahren nach Moskau, Irkutsk und an den Baikalsee, also nicht weit von der mongolischen Grenze entfernt und insofern zählt das ja jetzt vielleicht? :-)

    Insulin, Pen usw. sowie einen Reserve-Sensor für den Libre habe ich ins Handgepäck gepackt. Meinen Sensor hat am Flughafen niemanden interessiert, lediglich der Pen wurde genauer unter die Lupe genommen. Für diesen Fall hatte mir mein Arzt eine englischsprachige Bescheinigung erstellt (diese interessierte wiederum niemanden) und ich habe mir die wichtigsten 2-3 Russisch-Vokabeln (Insulin, Diabetiker) beigebracht. War dann alles kein Problem. Die Zeitumstellung zur Moskauer Zeit war kein Problem (5 Stunden): ich bin nachts geflogen und habe dann einfach mein Basal-Insulin ein wenige Stunden später gespritzt. Auch das war mit Toujeo kein Problem. Ich bleibe aber auch entspannt, falls der Zucker mal ein bisschen höher ist, dann korrigiere ich halt - also wie meine Vorrednerin Mokka: einfach nach Bedarf gespritzt.

    Vor langer Zeit hatte mal jemand in einer anderen Gruppe eine Liste gepostet, die ein Arzt aus der Schweiz erstellt hatte, in der er jedes Symptom aufgelistet hatte, das seine Patienten jemals genannt hatten. Das PDF war - wenn ich mich recht erinnere - mind. 1 DIN A4 Seite lang.

    Als Ergänzung zu den genannten Symptomen kann ich sagen, dass ich phasenweise aber auch je nach Tageszeit unterschiedlich reagiere. Unterzuckere ich beispielsweise am späten Nachmittag, frühen Abend und bin zu Hause, dann werde ich einfach nur unsagbar müde und schläfrig. Vor Libre-Zeiten wäre ich früher nie auf die Idee gekommen, zu messen, sondern bin einfach eingeschlafen.

    In Job-Besprechungen äußern sich Hypos darin, dass ich mein Gegenüber damit nerve/irritiere, dass ich die trivialsten Dinge unglaublich kompliziert und weitschweifig erkläre, mich dabei verhaspele (meine Gedankengänge sind dann aber auch wirklich komplizert! :nummer1:) und ich meine Chefin dann angrinse und sage "warte bitte, ich hole wohl besser mal ein paar Gummibärchen...".

    Auch ich könnte nach 35 Jahren wohl eine ebenso lange Liste füllen. Ich habe mir angewöhnt, immer sofort zu scannen wenn ich das Gefühl habe, dass sich irgendwas anders anfühlt.

    So empfindlich ich tagsüber auf BZ-Schwankungen reagiere, so friedlich kann ich nachts zumindest leichte Hypos verschlafen (bei BZ unter 50 wache ich dann doch auf). Merke es dann am nächsten Morgen daran, dass ich mich wie gerädert fühle. (was mich an den Witz-Dialog zwischen Vater und Sohn erinnert: "what's a good sleep? - "I don't know, son, we are diabetics.")

    Ihr Glücklichen, die schon Sensoren der 2. Generation bekommen! Habe heute mit meiner Krankenkasse gesprochen (Daimler BKK): laut deren Aussage wurde der neue Sensor noch nicht in den Hilfsmittelkatalog aufgenommen. Eine Kostenübernahme sei aber erst dann vorgesehen und jetzt noch nicht möglich. ;(


    Bei mir steht ca. im April eine neue Jahresverordnung an. Wir sind nun so verblieben, dass ich mir im April nur für 3 oder max. 6 Monate verschreiben lasse, damit ich ggf. auf Nummer 2 umsteigen kann.

    Hallo Bine, ich nutze seit ca. 1 Jahr "Atorvastatin 10 mg" als Cholesterinsenker und kann keine Auswirkungen auf den BZ feststellen. Nehme täglich (morgens) 1 Tablette und meine Werte haben sich wieder normalisiert. Vertrage die Dinger sehr gut.

    Bei der Frage ist für mich nicht unwichtig, wann ich das letzte Mal gegessen bzw. gespritzt habe. Reagieren muss ich bei 70 und Trendpfeil, der nach unten zeigt. Und falls die letzte Spritze weniger als 3,5 Stunden her ist (bei mir wirkt FIASP gute 4 Stunden), gönne ich mir dann auch KH, die ein bisschen länger vorhalten.

    In Sachen Blutzucker merke ich bei Heuschnupfen keine Veränderungen.


    Allerdings leide ich seit 2-3 Jahren extrem während die Birkenpollen durch die Luft schwirren. So stark, dass Cetirizin etc.in dieser Zeit überhaupt nicht wirkt. Mein Allergologe verschreibt mir für die ganz schlimmen Phasen Atorvastatin (10 mg). Diese helfen mir gut, sind allerdings verschreibungspflichtig!

    In meinen Anfangszeiten, das muss so in der Renaissance- oder Reformationszeit gewesen sein, als ich noch mit richtigen Spritzen hantiert habe, bin ich ebenfalls vom Tisch weg (Toilette).


    Mit dem Pen bin ich ganz pragmatisch. Am Tisch werden die Einheiten eingestellt, unterm Tisch dann blind gespritzt. Klappt hervorragend. Freunde und Bekannte wissen, was die kurze Spielerei mit dem Pen zu bedeuteten haben, neue Bekannte sind neugierig weil der silberne NovoPen ja auch ganz schick aussieht und wollen wissen, was das ist. Dann wird noch während ich unterm Tisch spritze erklärt, was ich gerade mache und bisher waren ausschließlich alle so verblüft, das ich bisher keinerlei negative Reaktionen erlebt habe.


    Ich glaube, die Art und Weise wie man es erklärt (mit einer Prise Charme und Humor) beeinflusst die Reaktion der Mit-Essenden maßgeblich. Die Leute vom Nachbartisch bekommen es bei mir nicht mit.

    Also ich nehme einem Drehbuchautor eine langweilige Story deutlich mehr übel als die plausible Darstellung von Diabetes und Diabetes-Therapie! :police:


    Dem Großteil der Zuschauer - vermutlich keine Diabetiker - dürfte es doch egal sein, warum der Protagonist kollabiert, so lange es für zusätzliche Dramatik in der Story sorgt. Und darüber auch nicht weiter nachdenken.

    ich bin gespannt, wie das ausgeht und werde es mit Interesse verfolgen.


    Wobei ich sagen muss - ich bin froh, dass ich inzwischen meinen Frieden mit Toujeo gemacht habe. Es zwar ein bisschen gedauert, bis ich die richtige Dosis gefunden hatte, denn ich brauchte doch ein paar Einheiten mehr, aber inzwischen schaffe ich doch genauso oft kerzengerade Linien in der Nacht wie mit Tresiba. Und auch das sonntägliche Ausschlafen (ca. +2 Stunden, spritze morgens) verzeiht mir mein Toujeo recht gut. Ich gehe also davon aus, dass ich nicht erneut wechseln würde.