Was soll den "glutenfrei" überhaupt mit der Pumpenwahl bzw. überhaupt dem Diabetes zu tun haben? (außer natürlich, dass Zöliakie, Diabetes und Hashimoto gern in Kombinationen auftreten).
Die Zöliakie-Therapie hat mit der Diabetes-Therapie nicht das Geringste zu tun!
Meine Tochter hat auch beides und wir essen natürlich glutenfrei. Aber für die KH-Berechnung der Insulinmengen ist das absolut irrelevant. Ob da im Brot oder der Nudel jetzt Weizenmehl oder Reis-/Mais-/Soja-/Kichererbsen-/was-weiß-ich-für-Mehl drin ist, ist für die Kohlenhydrat-Mengen wirklich ziemlich egal. Wir schauen aber sowieso immer auf die Packungen und rechnen die Kohlenhydrate aus, insofern sind auch Abweichungen in unterschiedlichen Nudelsorten natürlich kein Problem.
Wir rechnen unser Brot, das wir immer mit einer Tanja-Gruber-Backmischung backen, genauso mit 25gGewicht=10gKH wie wir das für ein Weizen-Mischbrot auch machen würden.
Wo also ist hier der Zusammenhang zu glutenfreiem Essen?
Was die Pumpe angeht: Tochter hatte bei Manifestation die Medtronic erhalten (damals 640). Leider wurden wir nicht informiert, aber mir war schnell klar: die Medtronic ist die schlechtest-mögliche. Die Größe ist unzumutbar und wenn man einmal im Winter dick eingepackt an die Pumpe musste, um bei -10°C zum Bauchband unter der Unterwäsche vorzudringen, weil man einen Korrekturbolus braucht, dann weiß man, dass NUR eine Pumpe mit Fernsteuerung (egal ob Smartphone oder spezielles Steuergerät) in Frage kommt.
Selbst wenn man das Handy mal irgendwo liegen lässt, läuft die Pumpe (auch im AID spätestens nach einigen Minuten) im Standard-Basal. Dann hat man für diese Zeit natürlich keine Blutzucker-abhängige Steuerung. Aber die Insulin-Grundversorgung ist dadurch nicht gefährdet.
Mit der Ypsopump stehen wir auf Kriegsfuß, weil sowohl bei Tochter als auch bei mir die absurd hohe Abgabegeschwindigkeit (33IE/min!) mit Lyumjev unerträglich war. Ja, ich weiß, die "Techniker" (=Dilettanten!) bei Ypsopump haben die Geschwindigkeit bei den Pumpen, die seit November letzten Jahres neu ausgegeben werden, "reduziert". Das haben sie aber gar nicht. Die Geschwindigkeit ist weiter 33IE/min, die Schwachköpfe haben nur kleine Pausen in die Abgabe eingebaut, so dass ein Bolus von 5IE nicht mehr mit dem Vorschlaghammer in wenigen Sekunden in einen hineingeprügelt wird, sondern es scheinbar langsamer geht. Alle anderen Pumpen geben aber das Insulin in-echt deutlich langsamer ab, einige auch mit einstellbaren Geschwindigkeiten (die Dana hat drei: 1IE/min, 2IE/min, 5IE/min. Die Medtronic hat immerhin zwei, 1,5IE/min und 15IE/min. Patchpumpen (Medtrum, Omnipod) liegen bei 1,5IE/min. Die T-Slim gibt selbständig kleine Boli langsamer (2,5IE in 1,43IE/min), große Boli schneller (25IE in 2,97IE/min)). Da die Abgabegeschwindigkeit ein wichtiges Kriterium zum "Hinnehmen" der Insulinabgabe ist, sollte man das durchaus bedenken.
Wenn Mediq nicht so ein Saftladen wäre, würde ich dir sofort empfehlen, die Dana I bevorzugt ins Auge zu fassen. In Anbetracht der sehr fragwürdigen Versorgungsphilosophie von Mediq kann ich das aber leider nicht.