Beiträge von Gendra

    Ich wollte nochmal eine neue Erkentniss zur der U200 Frage ergänzen:

    Es gibt das Lyumjev U200 (wie alle anderen U200-Insuline) ja nur als Fertigpen, da sonst angeblich die "Verwechslungsgefahr" zu hoch ist.


    Was ich nun auf Facebook gelesen haben war, dass die Fertigpens tatsächlich einfach ein Plastikpen sind, der um eine normale Glasampulle rum gebastelt wird.

    Man kann recht einfach den durchsichtigen Plastikteil vorsichtig abschneiden (z.B. mit einem Brotmesser) und dann kommt man an die Glasampulle darunter dran. Das Plastik ist so weich, dass man ohne großen Kraftaufwand schneiden kann und die Glasampulle dabei nicht beschädigt. Wer will, kann auch den Kleber abpulen und auf die Ampulle kleben. Die Glasampulle sollte die normale Lilly-Patrone sein (hat jemand eine zum Vergleich?) nur das bei den U200-Pens eben auch 200er Insulin drinnen ist.


    Damit kann man dann z.B. seine Insulinpumpe befüllen oder sie auch in einem "echten" Pen nutzen, man muss nur daran denken, die Einstellungen bzw. Faktoren anzupassen, da beim U200-Insulin dann die doppelte Dosis rauskommt.

    Aber wer einen hohen Insulinbedarf hat und z.b. einen Omnipod oder eine Pumpe mit kleinem Reservoir, der kommt damit wahrscheinlich besser zurecht.

    Das Problem mit dem Plastikmüll bleibt allerdings leider.

    Wie sind denn aktuell die LDL-Grenzwerte für Diabetiker?

    Die werden ja gefühlt sowieso alle paar Jahre weiter gesenkt. Ich meine irgendwo mal was von <70 mg/dl gelesen zu haben (oder wars sogar <55).

    Dann könnte man sich das Messen tatsächlich sparen, denn da kommt ja sowieso kein normaler Mensch ohne Statine hin.

    äh, wie, wo? Da in der Mitte, wo Libre 2, ein Sekundencountdown und Age steht? Da 5x rauf? Oder einmal da rauf und dann im sich öffnenden Fenster Details 5x auf den Sensor? Da kommt bei mir immer Libre 2 Sensor unsupported

    Ich denke, die Anleitung von zuckertyp ist ein Scherz (ein Zwinker-Smiley wäre schon angebracht). Bin aber im ersten Moment auch drauf reingefallen.

    Welche? Die mit dem Godmode? Nee, das funktioniert tatsächlich, siehe: Video

    Das funktioniert aber nur, wenn man den Libre 2 direkt per Bluetooth verbunden hat. Im Nur-Scannen Modus (zum gelegentlichen Backfillen) geht es leider nicht.

    Wie ist die Software denn implementiert? Läuft da im Hintergrund noch ein Android, das nur versteckt wurde (oder auf das man sogar zugreifen kann).

    Hat das Gerät eine USB-Schnittstelle über die man evtl. über einen PC an die Daten/den Programmcode zur Steuerung ran kommt?

    Dürfte für die Frage, ob man das ganze patchen/cracken kann nicht ganz unerheblich sein.

    Was bringt der Hba1c noch groß, wenn Blutzuckersensoren immer mehr Verbreitung finden? Bei korrekter Anwendung weiß jeder Nutzer eines solchen Hilfsmittels, viel besser über seine Diabeteseinstellung bescheid, als mit einer 3 monatigen Messung des Hba1c.

    Aus diesem Grund hat sich mein Diabetologe auch dagegen entschieden, ein HbA1c-POCT-Gerät anzuschaffen. In den Quartalsgesprächen nutzt er einfach den errechneten Wert. Dennoch wird bei der anschließenden Blutentnahme natürlich nochmal ein HbA1c mitbestimmt, allein damit man nochmal eine unabhängige Kontrolle hat. Bei starken Diskrepanzen zwischen den beiden Werten muss dann weiter nachgeforscht werden.

    Sich allein auf den CGM-Wert verlassen kann auch nach hinten losgehen. In den Libre-Facebook-Gruppen bin ich immer wieder erstaunt, wieviele sich nur noch auf ihre Libre-Werte verlassen und über Monate/Jahr nicht mehr blutig gemessen haben, aber jedesmal verduztz sind, dass ihre Laborwerte ganz anders ausfallen.

    Da ich aber übernächste Woche den Quartalstermin beim Doc habe, grübele ich, ob ich die Gelegenheit ergreifen sollte, mir eine Testmenge Lumlum zu sichern.


    Die Frage lautet also eigentlich: wenn Fiasp in der Pumpe (scheinbar, bis jetzt) funktioniert, bringt Lumlum dann trotzdem was? Oder ist das eher was für Leute, die mit Fiasp keine vernünftig nachvollziehbare Insulinwirkung sehen?

    Probieren geht über Studieren. ;) Es gibt ja auch kleine Packungen.

    Ich nutzte zwar keine Pumpe, aber bin auch mit Fiasp trotz ein Paar kleiner Macken recht gut zurecht gekommen. Dennoch war Lyumjev bei mir ein großer Schritt nach vorne und ich möchte es nicht mehr missen.


    Zurückwechseln könnte man ja immernoch (aber man will es dann wahrscheinlich gar nicht mehr :P)

    Schlag mich wenn ich falsch liege aber hatte Dana Lewis nicht den Loop für ihren Mann gebaut. 😉 😁

    Ich schlage doch keine Frauen ;) (und Männer normalerweise auch nicht).

    Aber die Diabetikerin ist schon Dana Lewis selbst, ihr Mann hat letzendlich den IT-Part dazu beigesteuert und mitentwickelt.

    ist das wieder ein Problem, auf das wir Frauen das "Vorrecht" haben?

    Da die Entwicklerin des Algorithmus (Dana Lewis) selbst sehr gut damit zurecht kommt und das "Verhalten" des Loops quasi anhand von ihren Erfahrungen entwickelt wurde, denke ich nicht das Frauen speziell benachteiligt sind.;)

    Ich habe generell den Eindruck (sowohl aus den Facebook-Gruppen als auch aus diesem Thread), dass viele Einsteiger Probleme mit dem SMB-Algorithmus berichtet haben. Nach etwas längerer Erfahrung im Loopen und immer wieder neuen Optimierung der Faktoren haben sie es dann später nochmal probiert und da hat es schon deutlich besser geklappt.


    Letztendlich sind gerade die SMBs fundamental darauf angewiesen, dass Basalrate und Korrekturfaktoren möglichst genau passen, denn die ganze Dosisberechnung beruht nur darauf, dass der Loop gemessenen Blutzuckeranstiege voraus berechnet und den zukünftig erwarteten Wert aggressiv korrigiert.

    Ich bin schon soweit, dass Libre Sensor und Pumpe während dem MRT entfernt werden müssen.

    Hast du den Radiologen bzgl. des Sensors schon gefragt oder kannst ihn bei der ersten Untersuchung fragen? Oft kann der nämlich auch dran bleiben. Probleme damit habe ich bisher noch keine mitbekommen.


    Teflonkatherer sollte überhaupt kein Problem sein.


    Irgendwie habe ich Angst, in dieser Nacht zu unterzuckern. Ohne Sensor bekomme ich das ja nicht mit. Wie würdet ihr hier vorgehen? Vorsichtshalber TBR auf 80%? Ich würde blutig vorm Schlafengehen und an Morgen messen.

    Wie oft kommt das denn in normalen Nächten vor? Ich würde vermutlich schon mit dem Abendessen einen etwas höheren Endwert anpeilen.

    Dürftest du, falls du vorm schlafen gehen zu tief bist, noch etwas Zuckerwasser etc. trinken?


    Abbott ersetzt keine Sensoren bei geplanten MRT Untersuchungen.

    Sie garantieren es nicht, aber aus Kulanz haben schon viele trotzdem einen Ersatz bekommen (wenn man an der Hotline etwas auf die Tränendrüse drückt, Stichwort Hypogefahr). Ob das allerdings auch klappt, wenn der Wechsel erst am Abend davor gewesen wäre ist natürlich fraglich.

    Das würde bei mir nicht greifen. Ich hab mir zur Dokumentation angewöhnt, regelmäßig zu scannen und auch die IE und KH mit ggf der Notiz "Korrektur" in Libre Link einzutragen. Da ist also eindeutig zu sehen, dass ich zeitnah und richtig reagiere.

    Ich mache das ähnlich, bzw. habe jetzt zur Vorbereitung nochmal die letzten 3 Monate etwas nachdokumentiert (Nightscout ist bei mir vollständiger), allerdings habe ich schon oft Situationen ich denen der echte BZ bei ca. 80 stabil ist und der Libre dann über viele Stunden nen Linie bei ~60 zieht. Da findet natürlich keine Reaktion statt und da habe ich schiss, dass der MDK deswegen meckert und mir "non-Compliance" unterstellt.

    Meine Argumentation würde dann so aussehen: Zur Vermeidung von Folgeschäden bei langjährigen Diabetes MUSS eine normnahe Einstellung angestrebt werden.

    Kann gut sein, dass ich etwas zu pessimistisch bin, aber mein Befürchtung wäre, das in der Leitlinie in erster Linie eine 7,5% empfohlen wird (3-2a)

    Selbst ein HbA1c von 6,5% kann laut LL nur angepeilt werden, wenn ein "niedriges intrinsisches Hypoglykämierisiko" besteht, da die Datenlage für den Nutzen einer normnahen Einstellung leider marginal bis nicht vorhanden ist (3-2b).

    Sogar das Evidenzlevel für den Empfehlung, bei häufigen Hypos einfach eine 8,5% anzupeilen (3-2c), ist noch besser (B vs. 0).

    Ein gemeiner MDK-Mensch könnte also mit der LL argumentieren, dass der medizinische Nutzen eines normnahen Wertes nicht belegt ist und deshalb bei häufigen Hypos erstmal ein A1c von 7,5% oder sogar 8,5% angepeilt werden soll, bevor die KK Geld für ne Pumpe mit Hypoabschaltung locker macht.


    BTW: Marani Du hast doch eine Pumpe mit Hypoabschaltung, oder? (640G)

    ich dachte immer (vielleicht naiv), dass AAPS die Werte von xDrip kriegt und da kann AAPS doch egal sein, woher xDrip die Werte kriegt...? AAPS scheint mir ein bisschen... dexcomlastig, kann das sein?

    xDrip übermittelt dabei allerdings auch, "woher" es die Werte hat. Es gibt dort afaik (hab kein Dexcom) wohl auch mehrere Algorithmen für Dexcom, wobei AAPS auch nur den Originalalgorithmus (native mode) akzeptiert. Tatsächlich ist die Loop-Welt ziemlich Dexcom-lastig, aber wie Kappa schon geschrieben hat, wächst auch die Libre-Lobby so langsam heran. Aber (siehe Diskussion in den LooperCommunity) die Vorbehalte der Loop-Entwickler gegenüber dem Libre sind scheinbar noch relativ stark.

    Auch jetzt mit patched App gibt es (für Looper wie bierernst) noch gewisse Nachteile vom Libre, es ist z.B. (ohne Manipulation des Quellcodes) gar nicht möglich mim Libre 2 ohne Eingabe von KHs (nur mit UAM und SMB) zu loopen, weil die entsprechende Option (SMB immer aktivieren) aus "Sicherheitsgründen" deaktiviert ist.


    was? Na gut, dass wir "drüber gesprochen haben"

    :blush: sry


    In der Loop-App kann man einstellen unter welchen Bedingungen der Loop Mikroboli (SMB) zur Korrektur abgeben darf. Man kann dort z.B. einstellen, dass er das nur nach dem Essen machen darf (solange noch nicht alle Kohlenhydrate abgebaut sind).

    Um das zu machen, was linus macht (nichts eingeben und den Loop alles alleine über Mikroboli regeln lassen) muss man den Loop so einstellen, dass er diese Boli immer abgeben darf, auch wenn keine KHs mehr da sind. Das erlaubt AAPS aber nur mit bestimmten CGMs, nämlich dem G5 und G6. Man kann es natürlich auch so abändern, dass es mim Libre geht, aber dafür muss man dann den Quelltext verändern.


    Deshalb ärgere ich mich über die Preisgestaltung von Dexcom. Würden die näher beim Libre liegen und nicht mehr als das Doppelte verlangen, würden sich die meisten KK nicht so anstellen und wir hätten es leichter.

    Es scheint ja mim Dexcom G7 ein wenig in die richtige Richtung zu gehen, zumindest "wirbt" Dexcom damit, dass durch das neue Design auch eine Kostenersparnis möglich ist. Ich würde mir halt einfach etwas mehr Patientenbezug und weniger Preiskampf auf unserem Rücken wünschen.


    Vielleicht bin ich auch gerade etwas auf Krawall gebürstet, weil ich jetzt hier mit Tagebüchern und LibreView rumrödel und mir eigentlich keine allzugroßen Hoffnungen auf ne Pumpe mache, während unsere Nachbarn in AT, FR etc. einfach die Wahlfreiheit haben.

    Naja, Peanuts is gut. Wenn eine KK nur 1000 Typ 1er im Bestand hat, sind das 2 Millionen Preisunterschied im Jahr. Da kann man schon mal drüber nachdenken. Und man wird ja nicht gleich dialysepflichtig, nur weil man einen Libre statt dem Dex verwendet - da spielen andere Faktoren eine größere Rolle.

    Hmm, ich mag vielleicht einen etwas verqueren Blickwinkel haben, aber ich sehe halt täglich auf der Arbeit, wie Chemos für den 10fachen Preis wahllos "reingeschüttet" werden, obwohl viele Patienten schon so palliativ sind, dass sie nichtmal das Ende des Zyklus erleben. Aber man kann es halt toll abrechnen. :(


    Wenn wir uns dann ewig mit den KK streiten müssen (bei der Pumpe ist es ja das gleiche Debakel) ärgert mich das schon etwas. Hinzu kommt, dass viele für uns wichtige Argumente (Lebensqualität!) für die KK eben gar nicht zählen.

    Grade bei Libre vs. Dexcom muss man ja eigentlich auch von der "Originalvariante" ausgehen. Wärst du zufrieden, wenn du jetzt mit einem nicht-kalibrierbaren Libre 2 da sitzen würdest, den du jedesmal manuell scannen müsstest um an die Werte zu kommen?

    Es gab ja irgendwo hier mal nen Bericht von butterkeks (aus der pre-pachted-App-Zeit), der wegen der zu tiefen Messwerte auf den G6 wechseln wollte. Antwort der KK: Geht gar nicht erst zum MDK, weil das Therapieziel schon mehr als erreicht ist. Alle Ziele unter 6,5% sind für die KK ja "Luxus" und medizinisch nicht nötig.


    Ich selbst rechne ehrlich gesagt auch damit, im Frühjahr, wenn die nächste Verordnung ansteht, nur noch den Libre 3 zu bekommen. Dann sitze ich wieder ohne xDrip, Nightscout oder die Chance auf einen Loop da und es ist ja noch nichtmal klar, ob der 3er überhaupt kalibiert werden kann.

    Auch jetzt mit patched App gibt es (für Looper wie bierernst) noch gewisse Nachteile vom Libre, es ist z.B. (ohne Manipulation des Quellcodes) gar nicht möglich mim Libre 2 ohne Eingabe von KHs (nur mit UAM und SMB) zu loopen, weil die entsprechende Option (SMB immer aktivieren) aus "Sicherheitsgründen" deaktiviert ist.

    Kein Wunder, dass die Krankenkassen langsam bockig werden.

    Wobei es auch irgendwie nervig ist. Letzendlich sind die 2000 € fast noch Peanuts, vor allem da die Typ 1er nur ne kleine Gruppe ausmachen.


    Man könnte die Auflistung noch ergänzen:

    Dialyse 25.261,60 €

    Nimm die unkalibrierten Kurven aus Libre View. Die sehen bei so einem guten HbA1c dramatisch rot aus.


    nützt ja nix, dann sagen die einfach "weniger spritzen", bzw. ich reagiere "falsch", weil ich ja keine KHs einwerfe :rofl

    Ich werde meinen Pumpenantrag zumindest mal mit dieser Taktik versuchen. Ich berichte dann, ob es gut angekommen ist ;)


    aber ich bin echt megastolz auf meinen HbA1c

    Glückwunsch!