Beiträge von Gendra

    Was beim Fiasp (und anderen schnellen Insulinen) auch mal sein kann, ist, dass das Insulin die Kohlenhydrate quasi überholt vor allem bei fettreichen Mahlzeiten.

    Dann dauert die Verdauung länger als die Insulinwirkung und man rutsch erst in eine Hypo um dann später nach oben zu schießen obwohl der Faktor eigentlich richtig war. Dann kann es helfen, den Bolus nicht komplett auf einmal zu geben, sondern erst einen Teil und den Rest dann 1-2h später.

    Weißt du das sicher? Wenn in xdrip+ der finale Anzeigewert aus LibreLink ankommt, warum sollte man dann etwas, was seitens Hersteller schon statistisch glattgebügelt wurde, nochmal glätten? :/ Das leuchtet mir jetzt nicht so ein.

    Ja. Die Werte, die von LibreLink an xDrip übertragen werden, sind die verarbeiteten Werte aus der App.

    Das Problem dabei ist, dass der Algorithmus vom Libre eigentlich darauf ausgelegt ist, beim punktuellen Scannen den aktuellen Blutwert abzuschätzen. Daher versucht er auch, bei schnellen Veränderungen den aktuellen Blutwert zu antizipieren. Das führt aber mitunter zu sehr starken "Sprüngen" in den Werten.

    Beim normalen Betrieb, wo der Sensor nicht ständig gescannt wird, fällt das gar nicht auf und die Verlaufkurve (in LibreView) ist später eh stark geglättet. Du kannst aber mal probieren (z.B. nach dem Duschen) alle paar Minuten den Sensor zu scannen, auch da werden dann deutliche Sprünge zu sehen sein. Das ist auch der Grund warum manchmal Werte komplett außerhalb der Verlaufskurve liegen.


    Wenn aber, wie bei xDrip, jeder Wert ausgewertet wird, dann würde die Kurve ziemlich viele Hüpfer beeinhalten. Das sieht nicht nur unschön aus, sondern kann Loop (der sich vor allem an den Differenzen der Werte orientiert) auch zu einer Überdosierung führen. Deshalb wurde diese Glättung eingebaut.

    Ohne die Glättung würde die Kurve so aussehen, wie die ockerfarbenen Punkte in meinem Bild oben. Gerade auf der linken Seite hüpfen die auch vor dem Duschen etwas hin und her, während die blaue Kurve von xDrip relativ gerade verläuft. Ein Loop würde dann bei jedem plötzlichen Anstieg einen kleinen Mikrobolus abgeben.

    Ich wüsste auch nicht, wie das jemals ohne 'Automatik' funktionieren könnte ... die schlagen doch u.U. dann nachts zu, oder?

    Abendbolus splitten und nachts/vor dem Zubettgehen nochmal nachspritzen. Mit Fiasp habe ich aufgrund der schlechteren Reproduzierbarkeit abends auch gerne Actrapid gespritzt, das wirkt dann auch noch in der Nacht. Oder als Pumper einen lange verzögerten Bolus abgeben.

    ch würde vermuten, Schichtdienst mit Bereitschaft nachts in Verbindung mit Hyponeigung, die man nicht mit herkömmlichen Basalinsulinen beheben kann, wird schon viel bringen.

    Bei meinem Pumpenantrag habe ich argumentiert mit ständigen Schwankungen in der Insulinempfindlichkeit durch Wechseljahre, nächtliche Hyponeigung und sehr hoher Insulinempfindlichkeit und daher Dosierungsprobleme mit dem Basal. Trotzdem ist der ganze Kram bei der GKV bzw. beim MDK erst nach Ablehnung/Einspruch genehmigt worden. ich glaube, das ist sehr vom Einzelfall und der beurteilenden Person abhängig. Gut strukturierte Unterlagen sind aber ganz sicher von Vorteil.

    Joa, ich hab jetzt so grob ne Vorstellung wie man argumentieren könnte. Das muss der DiaDoc dann irgendwie zu einem Antrag basteln.

    Du bist ja auch bei der TKK, oder? Wie kams denn bei dir zum Widerspruch? War das so eine "wir lehnen einfach erstmal alles ab, 90% geben dann eh auf" oder war der schon gut begründet.

    Das ist letzendlich meine größte Befürchtung, dass der MDK sagt, ist doch alles kein Problem, Zielwert einfach so lange anheben bis der HbA1c bei 7,5% ist, dann werden auch die Hypos weniger.


    Wie hattest du eigentlich damals den Antrag gestellt? Ich dachte immer man schickt das Pumpenrezept mit den Unterlagen zur KK. Aber ich meine bei dir mal gelesen zu haben, dass du erst nen "Blankoantrag" gestellt hattest ohne dich für eine Pumpe zu entscheiden. Ist das bei der TKK immer so, oder hatte das andere Gründe.

    alles probiert, außer dem Cache, da muss ich mal gucken, wo der ist (ich hab noch nie ne BT-App gesehen *grübel* den von LL hab ich aber grad mal gelöscht

    Ich muss dazu auf Einstellungen -> Apps & Benachrichtigungen > Alle Apps anzeigen > dann im Menü "Systemprozesse anzeigen" klicken und dann taucht auch eine App names Bluetooth in der Liste auf. Davon lösche ich dann den Cache (nicht die Daten)

    Kann aber je nach Handymodell etwas anders sein.


    Im Anschluss Handy nochmal neustarten, den Sensor scannen und 10min warten. Wenns dann immernoch nicht geht, wäre ich mit meinem Latein am Ende. Dann bleibt wohl nur reklamieren.


    Aber aktuell muss ich auch erstmal wieder auf 120 kommen *lol*

    Viel Erfolg!

    Rotes Ausrufezeichen ist da? Kommt dann beim Klick auf Alarm auch die Fehlermeldung "Signalverlust"?

    Hat der Sensor schonmal funktioniert oder ist er neu gesetzt?

    Was man noch machen könnte wäre Bluetooth an/aus, Handy neustarten oder mal den Cache der Bluetooth-App löschen.

    Wenn es dann immernoch nicht geht, dann hat wahrscheinlich der Sensor eine Macke. Welche Charge ist das?


    Edit: Ich schätze mal die üblichen Verdächtigen wie Standortfreigabe waren alle gesetzt?

    Hallo zusammen.....wollte mal fragen wie es bei den PEN'nern mit der Basalrate aussieht. Musstet ihr die erhöhen?

    Anfangs musste ich am Basal (Lantus) nichts verändern, die Nüchternverläufe waren die gleichen wie vorher beim Fiasp.


    Nach meinem Urlaub die letzten Wochen musste ich das Basal jetzt erhöhen, wobei ich nach dem Urlaub auch früher immer etwas mehr Insulin gebraucht habe (mehr Essen -> Down-Regulation).

    Ob da auch ein Effekt vom Lyumjev (oder dem kälteren Wetter) mit drinnen steckt, ist schwer zu sagen.


    Was ich auf jeden Fall finde, ist, dass Lyumjev empfindlicher auf eine unsaubere Basalversorgung reagiert.

    Die Verzögerung beim xdrip+ ggü LibreLink ist mir auch aufgefallen. Allerdings habe ich zusätzlich die Vermutung, dass Abbott die Kurve extrapoliert und das Ergebnis, also den Trendwert, als aktuellen Messwert anzeigt. Man sieht ja öfter mal, dass vermeintliche Messwerte vom Sensor in LibreLink später wieder aus der Kurve eliminiert werden, weil sie so nie eingetreten sind.

    Sofern xdrip+ wirklich nur das anzeigt, was zum Zeitpunkt "jetzt" der Wert ist und dann durch die Glättung noch etwas "Trägheit" dazukommt, würde das die Abweichungen gut erklären.

    Also die Rohwerte die xDrip von der gepatchten App erhält, sollten die gleichen sein, die man auch beim Scannen in diesem Moment sehen würde.

    Die Vorausberechnung (oder Übertreibung) ist da dann auch mit drinnen, wird aber durch die Glättung wieder etwas abgemindert. Aber gerade bei starken Anstiegen geht auch die geglättete xDrip-Kurve weiter nach oben, als das, was man später im LibreLink Bericht sehen würde.


    Meistens habe ich mit den original Libre-Messwerten nur in den ersten zwei Tagen Probleme, und das auch nur in den extremeren Wertebereichen. Das sind aber genau die Situationen, in denen man ja nicht kalibrieren sollte. Insofern schließe ich daraus, dass ich sowas durch Kalibrierung auch nicht eliminieren kann. Oder?

    Ich versuche den Sensor immer dann zu kalibrieren, wenn der Blutzucker eine längere Zeit (20-30min) konstant war. Bei starken Abweichungen mache ich das aber auch schon am ersten Tag, dann muss ich aber meist am 2. oder 3. Tag nochmal neu kalibrieren, aber dann passen die Werte recht gut.

    Ansonsten ist mir wichtig, dass der Sensor im unteren Bereich genau passt, d.h. ich kalibriere immer bei normnahen Werten (70-100). Ob mein BZ jetzt 230 oder 190 ist mir nicht so wichtig. Viel wichtiger ist mir, zwischen 65 und 75 differenzieren zu können.

    Ich denke bei mir war es hilfreich, dass ich zum einen ein bzw. mehrere persönliche Telefonate mit der zuständigen Krankenkassen-Mitarbeiterin hatte. Und zum anderen habe ich eine Liste geschrieben für Krankenkasse/MdK warum ich eine Pumpe möchte bzw. welche Probleme ich mit ICT habe, die unter Pumpentherapie zu lösen sind. Das habe ich kurz von der Diabetesberaterin absegnen lassen .sie fand das eine super Idee von mir. Daran erkennt die Krankenkasse und das MdK dass DU die Pumpe möchtest und nicht nur der Arzt.

    Die Idee mit dem Motivationsschreiben ist mir auch gekommen, da könnte ich nochmal meine Probleme etwas genauer erklären. Wie ausführlich war das denn bei dir gewesen? Hast du auch Beispiele deiner Probleme aus dem Tagebuch mit eingebaut?

    Zu deinen Gründen, hast du vllt leichtes Übergewicht, dann wäre das zusätzliche Essen ja nochmal schlechter.

    Oder gibt es Situationen (Autofahrt, Beruf,...) wo der nachmittagliche BZ Absturz nochmal deutlich gefährlicher wäre.

    Hast du vllt häufiger Magen-Darm-Probleme, die das Zwangsessen nochmal erschweren, etc.

    Übergewicht eigentlich nicht, das geht eher runter in letzter Zeit :P

    Aber der Absacker fällt normalerweise auf die Zeit kurz vor dem Feierabend. Dementsprechend bin ich genau an der Hypogrenze, wenn ich mich eigentlich ins Auto oder auf das Fahrrad setzen will.

    Was ich sonst noch anbringen könnte, wären meine Nachtdienste. Das sind bei uns Bereitschaftsdienste, wo zwischen friedlich durchschlafen bis hin zu nachts um 3 mal eben ne Stunde reanimieren alles dabei sein kann. Tatsächlich habe ich da sogar bei ruhigen Diensten öfter niedrig Alarme als in dienstfreien Nächten.

    Zuletzt bliebe auch noch der geringe Insulinbedarf (ca. 16 IE/d), der ja auch eine kann-Indikation ist.


    Die Situation war bei mir genauso wie Gendra und Andere das schildern: meine Stoffwechseleinstellung ist sehr gut. HBA1c 5,6, nie eine Unterzuckerung wo ich Fremdhilfe benötigte. Auch ich hatte große Bedenken, ob das wohl klappen wird.


    Ich hatte versucht, mich vorab so gut wie möglich zu informieren um möglichst nichts falsch zu machen. Habe zunächst mal bei der Hotline angerufen und gefragt, wie so ein Antrag gestellt wedern sollte. Man sagte mir, ich solle mit einer Verordnung meines Arztes zunächst einen Kostenvoranschlag für die Pumpe einholen und diesen samt Rezept einreichen. Wenn weitere Unterlagen benötigt werden, würden diese angefordert. Genau so habe ich es gemacht.

    Wie lief as denn bei deiner PKV? Gab es da auch so etwas wie einen MDK, der den Antrag geprüft hat. Gelten dort überhaupt die Indikationen der Leitlinie oder eher was im Versicherungsvertrag steht?

    o immer wieder tiefe nächtliche Werte, die ohne FSL vermutlich hie und da zu heftigen Unterzuckerungen geführt hätten

    o Probleme mit Unterzuckerungen bei außerplanmäßiger Bewegung

    Wie tief waren damals die nächtliche Werte bei dir? Gibt sich die KK auch mit "leichten" Hypos (65-70) zufrieden?


    Aber aufgrund letztlich sehr häufiger Katheterprobleme (Verstopfung, abgeknickte Katheter, schlechte Stellen, etc.) und daraus resultierender Resistenzen haben sich meine Werte eher sogar etwas verschlechtert, die letzte Zeit im Vergleich zu ICT.

    Wie häufig treten bei dir den aktuell Katheterprobleme auf? Hat sich das gebessert, seit du rechtzeitig wechselt bzw. deine "schlechten" Stellen vermeidest?

    Tatsächlich ist das eigentlich der einzige Punkt, der bei mir auf der Negativliste steht. Wenn man die Hälfte der Zeit nur damit beschäftigt ist, denn Katheterproblemen hinterher zu laufen wäre natürlich doof.


    Fazit:

    Ich denke, ich werde mal alle Argumente aufschreiben und dann im November beim nächsten Termin versuchen, meinen DiaDoc davon zu überzeugen.

    Ich hab auch mal die KE und IE in LibreView nachgetragen, dann würde ich damit den Antrag stellen, anstatt mit den NightScout-Reports. Durch die (unkalibriert) etwas zu niedrig messenden Sensoren, komme ich da immerhin auf 5% niedrige Werte und die Grafik mit den Hypo-Ereignissen ist schön dunkelrot.

    Wie sieht es bei euch aus, funktioniert mit dem neuen Lyumjev die Korrekturen echt besser?

    Im Gefühl zu Fiasp klappt es schon besser:


    Problematisch ist es vor allem dann, wenn noch Glukose ankommt (späte KHs oder FPEs) z.b. nach dem verschätzten Abendessen, dann geht's oft nur ein bisschen runter und dann wieder hoch (Bolus in der Nacht).


    Was bei mir auf jeden Fall besser klappt als bei Fiasp, ist die Abschätzung der Restwirkung, wenn ich frühzeitig korrigieren will (grüne Korrektur rechts).

    PS: Ach so, noch eine Frage: muss ich xdrip+ jetzt neu kalibrieren, oder kann man das genauso gut ohne betreiben, wenn die Werte passen? Hat jemand eine Infoquelle, was xdrip+ mit den Rohdaten macht bzw. wie es auf die angezeigten Werte kommt? Ist das nur Statistik, oder passiert da noch mehr Magie?

    Kalibrieren ist optional, wenn man nicht kalibriert dann werden die Werte so übernommen.


    Was xDrip noch macht ist die empfangenen Werte zu glätten, wobei auch die empfangenen Werte keine richtigen Rohwerte sind, sondern schon von der LibreLink-App verarbeitet. Da steckt also auch schon die "Abbott-Magie" drinnen.

    xDrip legt dann aktuell noch einen gewichteten Durchschnitt über die letzen 25min drauf um plötzliche Sprunge abzumildern. Dadurch sind der Werte allerdings auch etwas gegenüber der LibreLink-App verzögert.

    Man kann sich die minütlichen "Rohwerte" auch als kleine Punkte in der Grafik anzeigen lassen (unter "Einstellungen > Erweiterte Einstellungen > Advanced settings for Libre 2 > show Raw values")


    Das sieht dann so aus:


    Man sieht da um 13:00 Uhr einen deutlichen Sprung in den Rohwerten (Duschen) der von xDrip einigermaßen geglättet wurde.

    Das ist die LOT-Nummer (Chargennummer). Die steht auf der Verpackung ganz oben über der Seriennummer oder auch auf dem Lieferschein.

    Früher waren es eine reine Zahlenkolonne, dann wurde wohl das Produktionsverfahren umgestellt und es ging mit K600* los und prompt waren auch die ersten neuen Chargen fehlerhaft (dauerhafter Signalverlust).

    Inzwischen wurde das Problem behoben, so dass die aktuellen Sensoren mit K600* wieder funktionieren, aber scheinbar ist wieder was umgestellt worden.

    Wird es dann keinen Transmitter mehr geben? Sieht mir nicht so aus als könnte man da noch irgendetwas einklicken.... Also eher Richtung Libre? Alles in dem Sensor drin?

    Genau, es soll alles aus einem Guss sein.

    Für Dexcom scheint das wohl günstiger zu sein, zumindest schreiben sie, dass sie damit auch die Kosten reduzieren möchten, damit mehr Leute damit versorgt werden können.


    Wird aber sehr wahrscheinlich bedeuten, dass ein Verlängern eher schwieriger wird. Bei den aktuellen Transmittern wird es ja afaik auch schon unterbunden.

    Gibt es bei dem Urli eigentlich irgendwelche Kontraindikationen? Wegen der gefäßerweiternden Wirkung?

    Außer der obligatorischen Allergie gegen einen der Inhaltsstoffe keine speziellen was Vorerkrankungen des Herz-Kreislaufsystems angeht.

    Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass die winzingen Mengen der Zusatzstoffe eine relevante systemische Wirkung haben (eine allergische Reaktion mal ausgenommen).


    Edit ergänzt noch:

    Auch in der Packungsbeilage habe ich keine den Kreislauf betreffenden Nebenwirkungen gefunden.

    Dort sind neben Ödemen und Allergie nur die insulintypischen UAWs wie Hypos , Lipodysthophien oder lokale Reizungen genannt.

    Ich habe jetzt auch mal einen Vergleich zum Quartal davor unter Fiasp gemacht.



    Man sieht schön wie gut Lyumjev die pp-Spitzen glätten kann. Während sich der HbA1c und die (schon voher hohe) TIR von 70-180 kaum verändert haben, sieht man die größte Veränderung im kleinen Zielbereich (70-140) sowie in der deutlich reduzierten Standardabweichung.


    Das sieht man gut an den Perzentilenkurven:

    Mit Fiasp konnte man deutlich die Peaks der drei Hauptmahlzeiten erkennen (inkl. des Doppelpeaks mittags durch ein spätes "Frühstück" am Wochenende).

    Mit Lyumjev ist die Kurve wesentlich glatter geworden, nur mein Absacker am Nachmittag ist immernoch drinnen.