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LocMa

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Montag, 6. November 2017, 08:40

@Grummbär

Zitat

die Gefahr einer Keto besteht ab BZ 250 mg/ dl und absolutem Insulinmangel.

Die Abkürzung Keto mag hier zu Missverständnissen führen. Ketose und Ketoazidose klingen zwar ähnlich, sind aber grundlegend verschiedene Prozesse. Du sprichst von Ketoazidose.

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Arbyter

Grummbär

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42

Montag, 6. November 2017, 08:42

@Grummbär

Zitat

die Gefahr einer Keto besteht ab BZ 250 mg/ dl und absolutem Insulinmangel.

Die Abkürzung Keto mag hier zu Missverständnissen führen. Ketose und Ketoazidose klingen zwar ähnlich, sind aber grundlegend verschiedene Prozesse. Du sprichst von Ketoazidose.
Richtig, ich meine die Ketoacidose.

Hobbit

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43

Montag, 6. November 2017, 09:48

OffTopic

@Grummbär
Ich finde, du musst dir praktisch keine Sorgen machen, dass du in der nächsten Zeit eine lebensbedrohliche Ketoazidose erleidest. Du hast als neudiagnostizierter Diabetiker noch eine Restfunktion der Bauchspeicheldrüse, d.h. diese schüttet immer mal noch ein bisschen Eigeninsulin aus und kann einen unkontrollierten BZ-Anstieg bremsen. Dazu spritzt du als gewissenhafter :D ICTler ja auch dein Basalinsulin, so dass eine Insulin-Grundversorgung hergestellt ist. Dadurch dass du - als gewissenhafter ICTler :D - deinen BZ auch spätestens alle paar Stunden kontrollierst und gewissenhaft :D darauf reagierst (hohe Werte => Insulingabe), ist die Gefahr der Ketoazidose relativ gering.
Als frischer Diabetiker hast du ja schon genug "neue" Sorgen - da kannst du die drohende Ketoazidose für den Moment mal vergessen.

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Bettina Berger

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Mittwoch, 8. November 2017, 09:24

irgendwie klingt das Ganze sehr esoterisch angehaucht, oder irre ich mich da??
cd63
Liebe cd 63,


Ich weiss nicht, was Dein Verständnis von esoterisch ist, ursprünglich wurde ja Veranstaltungen für Laien als exoterisch und für Fachpublikum als esoterisch bezeichnet. Da sich unsere Studie an alle T1DMler richtet, werden alle Informationen so aufbereitet, dass sie für jeden verständlich sind.


Der Hauptdozent in diesem Zentrum hingegen ist Dr. med Shrikrishna Bhushan Tengshe. Er hat jahrzehntelang eine Yogaklinik geleitet, unter anderem wurden in dieser Klinik auch Diabetiker (T2DM und T1DM)behandel- ergänzend zum Insulin mit Yoga und Atemübungen, also Therapien, die zu den ältesten Medizinsystemen der Welt gehören T1DMler konnte er damit natürlich nicht heilen, aber seine Atem- und Meditationstechniken aus der Yogatradition sind für viele Menschen hilfreich- mit und ohne T1DM. Seine Seminare werden inzwischen auch von Indern besucht, die extra aus Indien angereist kommen, um bei ihm zu lernen. Zu den positiven Effekten von Yoga gibt es inzwischen zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen - da kann man nicht mehr so richtig von esoterisch reden.

Auch ich will eben gerade eine Studie in diesem Zentrum machen zu einem Thema, was sehr wohl schon seit langem wissenschaftlich untersucht wird. Das Fasten. Zum Fasten nach Buchinger gehören neben dem Verzicht auf die feste Nahrung auch Bewegung, Psychohygiene, und Entspannung ggf durch Massagen, Wickel etc. zum Programm - also klassische Techniken der Naturheilkunde. Wir werden im Rahmen der Fastenstudie auch Körperwahrnehmungs- / Atem- und Achtsamkeitsübungen anbieten, aber nicht an bestimmte Religionssysteme gebunden. Der Ort eigene sich deshalb so gut dafür, weil die Leiterin schon viele Fastenkurse selber angeboten hat, und weil sie gut mit dem "Prof. für Fastenkunde", Prof. Dr. Andreas Michaelen aus dem Immanuelkrankenhaus zusammenarbeitet, der die Studie aus fastentechnischer Perspektive begleitet und mit seinem Krankenhaus für Notfälle zur Verfügung steht.

Es gibt in dem Zentrum auch Anbieter, deren Angebote nicht evidenzbasiert, also mit Studien hinsichtlich Ihrer Wirksamkeit untersucht wurden, aber man muss daran ja nicht teilnehmen.

Herzlichst


Bettina ;)

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Ariovist

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45

Samstag, 30. Dezember 2017, 11:55

Hi Bettina,

vielen Dank für deine Bemühungen. Meines Wissens nach laufen im Moment viele Studien zu unterschiedlichen Formen des Fastens beim Menschen. Bei Mäusen sind die Effekte extrem positiv, beim Menschen fehlen die Studien, danke dafür!

a) Welche Erfahrungen Ihr mit mehrtätigem Fasten gemacht habt?


Ich habe mich rangetastet, 16 h, 24 h, dann zwei und schließlich drei Tage. Ich muss nach 24 h runter mit der Basalrate (60% der normalen, auf Pumpe) sonst laufe ich in Hypos. BZ ist dabei komplett grade. Ich trinke dreimal am Tag 300 ml Brühe um Salzverlust zu minieren, >2 Liter wasser. Bewegung ist notwendig sonst wird mir schlecht. Ketone sind nicht immer gleich, manchmal 1 mmol manchmal 8 mmol, das was halt zu erwarten ist.

b) Welche positiven Veränderungen Ihr wahrnehmen konntet

Hauptgrund fürs Fasten ist, dass ich damit meine täglichen Heißhungerattacken in den Griff bekommen habe.

Konzentrationsfähigkeit ist dabei höher als sonst.

c) Welche unerwünschten Ereignisse bei Euch aufgetreten sind

Leichte hypos anfangs, aber vorhersehbar und danach vermieden. Übelkeit durch fehlendes Salz und fehlende Bewegung.

d) ob und wenn ja warum und wann Ihr das Fasten abgebrochen habt.

Ja, hypos und Übelkeit die aber wie gesagt danach nicht mehr auftraten, faste regelmäßig unterschiedlich lang ohne Probleme.

e) ob Ihr schon mal in einer offiziellen Fastenklinik gefastet habt (vielleicht unter einer anderen Diagnose)
Nein

Viel Spaß bei der Studie, bin gespannt. :)

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Bettina Berger

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46

Freitag, 12. Januar 2018, 09:07

Aktuelles zur Fastenstudie und zum Double Diabetes

Liebe Leute,

kurz als News zum Stand der Fastenstudie:

Ich habe das gesamte Studienprotokoll pünktlich im Dezember bei der Ethikkommission eingereicht, leider kommt es erst im Februar 2018 auf die Tagesordnung, so dass ich Euch also erst dann wieder Aktuelles zukommen lassen kann. Auf jeden Fall findet sie vom 17.-27.9.2018 statt - so die Ethik will - und wer mit dem Gedanken spielt, teil zu nehmen, kann sich schon mal Gedanken machen, wie er sich so lange frei nehmen kann.

Offiziell darf ich erst Werbung machen, wenn die Studie die Ethikkommission passiert hat und ich die offizielle Genehmigung habe, aber eine relativ lange Auszeit muß man ja rechtzeitig im Jahr planen, deshalb gebe ich Euch schon die informellen Infos zu dem geplanten Unterfangen!

Spannend finde ich vor allem auch, dass wir zusammen arbeiten dürfen mit den Verantwortlichen für die große Ernährungsstudie (DONALD_STUDIE) in Bonn/Dortmund und die NAE-Werte (Nieren-Säure-Ausscheidungen) ermitteln können. Der NAE-Wert gilt inzwischen als anerkannten Biomarker für langfristige Ernährungsgewohnheiten und die daraus resultierenden Nierenbelastungen.

Ich habe inzwischen auch den Volltext zur Double Diabetes Studie, die mich damals ganz schön erschreckt hat, sagt sie doch aus, dass jeder 4. von uns T1DMlern zusätzlich noch unter dem metabolischen Syndrom leiden kann....leider ist die Studie zum Hochladen zu groß (und offizielle darf ich es auch gar nicht) , aber wer sich interessiert kann mich anschreiben, dem schicke ich die Volltextversion gerne zu!

Für mich eine wesentliche Motivation mehr, die Studie durchzuführen, denn die positiven Effekte bei T2DM sind ja bekannt und untersucht!

Für alle Beiträge, die ich nicht mehr kommentiert habe, danke ich Euch sehr sehr herzlich! Gerade auch in den letzten 10 Beiträgen gab es noch einmal viele interessante Kommentare. Da sind aber die Danke-Buttons nicht mehr an. Ich kenne zahlreiche der derzeit laufenden Studien zum Fasten, nur bislang wurden eben T1DMler immer davon ausgeschlossen, auch bei Prof. Pieber in Graz. Natürlich kann man auch andere Fastenarten untersuchen, aber das kann ja die nächste Studie sein.....

Herzlichst
Bettina

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