Kingalein

Mitglied

  • »Kingalein« ist männlich
  • »Kingalein« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 16

Diabetes seit: 14.11.2017

Therapieform: ICT (Bolus/Basal)

Pen/Insulinpumpe: NovoPen 5 & Echo

BZ-Messgerät: FreeStyle Libre / Contour Next ONE

Danksagungen: 6

  • Nachricht senden

1

Samstag, 13. Januar 2018, 14:58

Remissionsphase

Moin zusammen,

ich benötige derzeit nicht viel Insulin, da meine ß-Zellen wohl die Arbeit wieder ganz gut aufgenommen haben.
Meine Dia-Ärztin meinte, dass ich tagsüber versuchen sollte, ohne Insulin auszukommen.

Das versuche ich, aber dadurch habe ich natürlich auch höhere BZ-Werte. Oftmals so um 125-150.
Damit fühle ich mich nicht wirklich wohl. Vorher hatte ich sehr oft Werte von 85-120.

Nun meine Frage:
Warum soll ich eigentlich versuchen, ohne Insulin auszukommen? Wirkt sich das Insulin negativ auf die Arbeit der ß-Zellen aus?
Ab welchen BZ-Wert korrigiert ihr eigentlich? So richtig erklärt hat mir das bisher noch niemand, weder im Krankenhaus noch meine Dia-Ärztin :regen .

Danke und Grüße

Isirany

Mitglied

  • »Isirany« ist weiblich

Beiträge: 24

Diabetes seit: 10/2017

Therapieform: ICT (Bolus/Basal)

Pen/Insulinpumpe: Lispro/Toujeo

BZ-Messgerät: Contour next One

CGM/FGM: Freestyle Libre

Danksagungen: 9

  • Nachricht senden

2

Samstag, 13. Januar 2018, 15:13

Das Korrigieren hab ich mit meiner Dia-Beraterin auch mal genauer besprochen, weil mir das auch nicht so ganz klar war.
Ich selber habe auch noch Restproduktion und zu mir meinte sie so bei 150.
Ich bin aber auch noch sehr "zögerlich" mit dem Korrigieren, da es ja erst Sinn macht, 3h nach Insulingabe zu korrigieren, damit es nicht überlappt.

Ich mach es eher von meiner Kurve abhängig, ob ich korrigiere. Oftmals ist der Höchstpunkt nach eineinhalb Stunden und geht dann ohnehin runter, da korrigier ich dann auch nicht. Wenn meine Kurve aber gerade oben ist oder da noch weiter steigen würde, würde ich korrigieren.

Zum Überlappen:
Im Normalfall geb ich ja meinem Körper das Insulin, das er selbst nicht produzieren kann. Und da unterscheide ich 2 Fälle:
Ich esse mehr, als ich anfangs kalkuliert habe. Dann kann ich diese Korrektur direkt nach dem Essen vornehmen und die fehlenden KE spritzen, dabei würde ich aber eher ne Einheit weniger nehmen als ich theoretisch brauch.
Der andere Fall: Ich hab mich verrechnet oder mein Körper braucht mehr, als ich gespritzt hab. Meine Kurve steigt hoch an. Da schau ich dann wie oben beschrieben nach 3h, da ich nicht einkalkulieren kann, was mein Körper jetzt selber regelt, wie viel vom Insulin, das ich gespritzt hab noch vorhanden ist etc.

Ich hoffe, dir hilft das. Ansonsten löcher deinen Dia-Arzt/Berater, dafür sind sie da ;)

Achso, noch n Nachtrag bezüglich der Menge, die man korrigiert: Meine Dia-Beraterin hat da natürlich ein Auge dafür, wie viel 1 IE am BZ dreht bei mir, so ca. Man liest oft was von 1IE = 30 BZ, aber mit Restproduktion etc kann das anders ausschauen. Dazu kommt noch der Faktor, der ja frühs anders ist als abends.

Es hat sich bereits 1 registrierter Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

Kingalein

Hobbit

Mitglied

Beiträge: 941

Therapieform: keine

Danksagungen: 558

  • Nachricht senden

3

Samstag, 13. Januar 2018, 15:16

Warum hast du das nicht gleich deine Diabetologin gefragt? :)
Mir fällt eigentlich nur Hypo-Vorbeugung ein: Die Restaktivität könnte manchmal ein bisschen launisch sein und zusammen mit "externem" Insulin eine Wirkung entfachen, die dich schnell Richtung Unterzuckerung bringt. Vielleicht will deine Ärztin das zu 100% vermeiden und nimmt einen etwas höheren Zielbereich in Kauf

Es hat sich bereits 1 registrierter Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

Kingalein

Traute

Mitglied

  • »Traute« ist weiblich

Beiträge: 571

Diabetes seit: September 2015

Therapieform: ICT (Bolus/Basal)

Pen/Insulinpumpe: Pen

CGM/FGM: Nein

Danksagungen: 388

  • Nachricht senden

4

Samstag, 13. Januar 2018, 16:59

Bei mir war das ähnlich. Meine Dia-Ärztin sagte mir, dass ich erstmal ohne Basal-Insulin über Tag auskommen solle. Trotz Low-Cadb und sehr vorsichtigem Spritzen und Essen und Abstand halten, hatte ich oft mal höhere Spitzen und wenn ich wegen Übelkeit/Migräne/... nichts essen konnte und damit auch nicht mit Insulin versorgt war, rauschten meine Werte ziemlich nach oben.
Ich habe es dann selbst in die Hand genommen und entschieden, dass ich auch über Tag Basal spritze, hatte das in der Praxis besprochen und im Ergebnis recht behalten, meine Werte sind seither besser und ich bin entspannter.

Hobbit hat recht, es ist dann sehr wichtig darauf zu achten, dass man nicht unterzuckert!
Signatur Die kleinen Freuden wärmen das Herz.
(aus Italien)

Es hat sich bereits 1 registrierter Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

Kingalein

Werbung

unregistriert

Werbung


Grounded

Mitglied

  • »Grounded« ist männlich

Beiträge: 3 229

Diabetes seit: 23.05.2014

Therapieform: ICT (Bolus/Basal)

Pen/Insulinpumpe: Novopen 4

BZ-Messgerät: Freestyle Libre

CGM/FGM: FGM seit 11/2014

Software: DiabetesConnect

Danksagungen: 2074

  • Nachricht senden

5

Samstag, 13. Januar 2018, 17:33

Wirkt sich das Insulin negativ auf die Arbeit der ß-Zellen aus?
Ab welchen BZ-Wert korrigiert ihr eigentlich? So richtig erklärt hat mir das bisher noch niemand, weder im Krankenhaus noch meine Dia-Ärztin :regen .


Hab die Remi seit 2 Jahren hinter mir, also noch recht frisch. Problem an hohen Werten ist, dass die Bauchspeicheldrüse dann immer produziert und ungefragt was dazugibt. MIR hats nicht geholfen höhere Werte anzustreben, ganz im Gegenteil. Ich würde mit dem Basal schlicht auf deine 80-120 zielen oder wo immer auch deine "Reste" noch hinwollen. Also entlasten und nicht belasten. Die werden kaputt gehen, aber wenigstens hast du etwas länger was vom stabilisierenden Effekt.

Mein größtes Problem damals war, dass die Reste bei nem BZ Anstieg nicht nur etwas, sondern etwas lange und zu lange ungefragt selbst produziert hatten. Also kam nach einer BZ Spitze dann ganz ohne Bolus ein tiefes BZ Tal. Wer 2h fleissig was dazugegeben hat, der hörte nicht einfach auf nur weil der BZ in den Keller wollte. Mit Bolus passend zur Mahlzeit sowie nicht allzuvielen Kohlehydraten passte das sehr gut, bin bis heute dabei geblieben.
Signatur --
Hab keine Diabetes - das ist Glucose-Intoleranz.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Grounded« (13. Januar 2018, 18:37)


Es hat sich bereits 1 registrierter Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

Kingalein

Kingalein

Mitglied

  • »Kingalein« ist männlich
  • »Kingalein« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 16

Diabetes seit: 14.11.2017

Therapieform: ICT (Bolus/Basal)

Pen/Insulinpumpe: NovoPen 5 & Echo

BZ-Messgerät: FreeStyle Libre / Contour Next ONE

Danksagungen: 6

  • Nachricht senden

6

Samstag, 13. Januar 2018, 17:56

Danke euch für eure Antworten!

Mir geht es ja insbesondere um die Frage, ob das Spritzen eventuell einen negativen Einfluss auf die Restaktivität habt.
Eine solche allseits bekannte Meinung scheint es ja dann eher nicht zu geben.
Dann werde ich mir wieder etwas mehr spritzen und so auf die 100 zielen

Ich hatte erst 6 Wochen nach dem Krankenhaus einen Termin bei meiner Dia-Ärztin bekommen.
In dieser Zeit bin ich ständig unterzuckert und durfte so schon einige Erfahrungen damit sammeln.
Ich werde das Insulin nur sehr vorsichtig erhöhen und es bei meinem nächsten Termin mit ihr besprechen.
Die habe ich auch erst 1x gesehen und da habe ich an so manches nicht gedacht.

Dank auch für eure Meinungen und Ratschläge zum Thema Korrektur. 150 hätte ich jetzt auch mal so in den Raum geworfen.
Mit dem NovoPen Echo kann ich mir ja auch 0,5-Einheiten verpassen.
Es ist schon richtig, dass ich beim Bolus auch recht schnell nach unten rausche.
Ab Montag werde ich wieder Low-Carb durchziehen, um auch meine Weihnachtspfunde wieder loszuwerden,
dann komme ich hoffentlich ums Thema Korrektur weitestgehend drum herum.

Isirany

Mitglied

  • »Isirany« ist weiblich

Beiträge: 24

Diabetes seit: 10/2017

Therapieform: ICT (Bolus/Basal)

Pen/Insulinpumpe: Lispro/Toujeo

BZ-Messgerät: Contour next One

CGM/FGM: Freestyle Libre

Danksagungen: 9

  • Nachricht senden

7

Samstag, 13. Januar 2018, 18:03

ob das Spritzen eventuell einen negativen Einfluss auf die Restaktivität habt.
Den Gedanken hatte ich auch, darauf hin meinte meine Dia-Beraterin im Grunde auch Folgendes zu mir:
Also entlasten und nicht belasten
Mich hat diese Aussage dann auch etwas mutiger gemacht, den höheren Spitzen von vornherein entgegen zu wirken.
Und dennoch ist der Körper nicht immer gleich und kann morgen schon wieder ganz anders reagieren ;)

Ich würde mich auch langsam hochtasten :)

Grounded

Mitglied

  • »Grounded« ist männlich

Beiträge: 3 229

Diabetes seit: 23.05.2014

Therapieform: ICT (Bolus/Basal)

Pen/Insulinpumpe: Novopen 4

BZ-Messgerät: Freestyle Libre

CGM/FGM: FGM seit 11/2014

Software: DiabetesConnect

Danksagungen: 2074

  • Nachricht senden

8

Samstag, 13. Januar 2018, 18:40

Die einfachste Methode "Spitzen" zu vermeiden ist die Menge der Kohlehydrate je Mahlzeit zu begrenzen. Dann brauchst du weniger Bolus, ein Fehler (Schätzen, Faktor, weiss der Geier was) macht dann durch die kleineren Mengen (Kohlehydrate UDN Insulin) weniger Ausrutscher nach unten und oben. Haste kleine Mengen im Griff kannste die langsam hochfahren. Du wirst merken, dass ein Chili con Carne bzw. "Nürnberger mit Sauerkraut" weniger mit dem BZ anstellt als ein Teller Spaghetti oder ne Currywurst-Pommes.
Signatur --
Hab keine Diabetes - das ist Glucose-Intoleranz.

Ähnliche Themen

Facebook

Infos







Stammtisch