butterkeks

Mitglied

  • »butterkeks« ist männlich
  • »butterkeks« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 888

Diabetes seit: 06/2015 LADA T1 mit Resttätigkeit

Therapieform: ICT (Bolus/Basal)

CGM/FGM: FSL

Danksagungen: 573

  • Nachricht senden

281

Dienstag, 14. Februar 2017, 13:45

Spannend, habe gestern meine aktuellen Blutwerte erhalten.

Aktuell

HbA1c 4.9
Cholesterin Gesamt 235
LDL-C: 144
HDL-C: 60
Triglyceride: 72

Zum Vergleich bei meiner Diagnose 2015:
HbA1c: 12.9
Cholesterin Gesamt: 220
LDL-C: 148
HDL-C: 35
Triglyceride: 170

Mein Hausarzt kanns nicht richtig glauben, das Verhältnis LDL/HDL ist unter 2, das hat er nicht oft.
Kurzes Update heute:
Hba1c: 5.2
LDL-Chol: 114
HDL-Chol: 62
Triglyceride: 73

Gesamt-Cholesterin hatte ich nicht gefragt am Telefon.
Der Rückgang des "schlechten" LDL von 144 auf 114 ist beachtlich. Ich hatte in der Zeit insgesamt weniger Kokosfett gegessen. Sonst habe ich gern mal einen BPC getrunken oder ins Gemüse einen großen Löffel gemacht. Da ich aber auf einem Gewichtsplateau hänge, habe ich das weggelassen und schon ist das LDL gesunken. Schön ist, dass das HDL und die Triglyceride gleich geblieben sind. Das Verhältnis LDL/HDL ist jetzt sogar unter 2. Ich müsste also ewig leben wenn nicht dieser Diabetes wär. :D

Der schlechtere 1c von 4.9 auf 5.2 wundert mich etwas. Obwohl ich nachts Levemir spritze was ich davor nicht gemacht habe (da hab ich kein Basal gespritzt). Verabschiedet sich die BSD langsam?
Ich hatte allerdings in der Zeit Phasen, in der ich mit Kohlenhydraten experimentiert habe und bewusst welche zum Sport gegessen habe, ich denke das wird auch eine Auswirkung gehabt haben.

In diesem Sinne ein Grüssle

Grounded

Mitglied

  • »Grounded« ist männlich

Beiträge: 3 290

Diabetes seit: 23.05.2014

Therapieform: ICT (Bolus/Basal)

Pen/Insulinpumpe: Novopen 4

BZ-Messgerät: Freestyle Libre

CGM/FGM: FGM seit 11/2014

Software: DiabetesConnect

Danksagungen: 2124

  • Nachricht senden

282

Dienstag, 14. Februar 2017, 14:48

4.9 und 5.2 ist LOCKER in der Messtoleranz. Darauf würde ich genau gar nichts geben. Ich hatte 18 Monate immer ne tiefe 5 und beim letzten mal ne 4.8 oder so. Ausreißer, bei mir halt nach unten.
Signatur --
Nix Diabetes - das ist lediglich Glucose-Intoleranz.

  • »DerWurstkuchen« ist männlich

Beiträge: 1 252

Diabetes seit: 2003

Therapieform: ICT (Bolus/Basal)

BZ-Messgerät: Accu Chek Mobile

CGM/FGM: Dexcom G5

Danksagungen: 1519

  • Nachricht senden

283

Dienstag, 14. Februar 2017, 16:19

4.9 und 5.2 ist LOCKER in der Messtoleranz. Darauf würde ich genau gar nichts geben. Ich hatte 18 Monate immer ne tiefe 5 und beim letzten mal ne 4.8 oder so. Ausreißer, bei mir halt nach unten.
Abgesehen davon glaube ich auch nicht, dass 5,2 schlechter für die Gesundheit ist als 4,9. Es liegt beides in dem Bereich, in dem (einigermaßen stabile BZ-Verläufe ohne viele Hypos vorausgesetzt) keine Schäden durch die Blutzuckerwerte zu erwarten sind. Und noch besser als "keine Schäden" geht nicht.

Chacha

Mitglied

Beiträge: 5

Diabetes seit: 2011

Therapieform: ICT (Bolus/Basal)

Pen/Insulinpumpe: Pen

BZ-Messgerät: Freestyle Libre

  • Nachricht senden

284

Dienstag, 14. Februar 2017, 16:43

Hallo zusammen:) ,
ich mache jetzt auch schon seit 2012 LCHF on und off. Ich scheitere immer wieder daran, dass ich es unberechenbar finde, wieviel Insulin ich für die Sachen brauche. Wie kommt ihr damit zurecht? Muss man alles Gemüse immer abwiegen? Habe schon oft gelesen, dass Diabetiker Low Carb machen, aber wie sie das mit dem Insulin hinbekommen ist mir schleierhaft. Gibt es eine Anleitung dazu im Internet? Ich habe immer wieder hohen oder niedrigen Zucker und das frustriert dann..
liebe Grüße

Werbung

unregistriert

Werbung


butterkeks

Mitglied

  • »butterkeks« ist männlich
  • »butterkeks« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 888

Diabetes seit: 06/2015 LADA T1 mit Resttätigkeit

Therapieform: ICT (Bolus/Basal)

CGM/FGM: FSL

Danksagungen: 573

  • Nachricht senden

285

Mittwoch, 15. Februar 2017, 06:45

Abgesehen davon glaube ich auch nicht, dass 5,2 schlechter für die Gesundheit ist als 4,9. Es liegt beides in dem Bereich, in dem (einigermaßen stabile BZ-Verläufe ohne viele Hypos vorausgesetzt) keine Schäden durch die Blutzuckerwerte zu erwarten sind. Und noch besser als "keine Schäden" geht nicht.
nee, das denke ich auch nicht. Bis 6-6.5 seh ich langfristig mein Ziel. Hat mich nur überrascht weil ich eben zusätzlich wieder Basal spritze.

butterkeks

Mitglied

  • »butterkeks« ist männlich
  • »butterkeks« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 888

Diabetes seit: 06/2015 LADA T1 mit Resttätigkeit

Therapieform: ICT (Bolus/Basal)

CGM/FGM: FSL

Danksagungen: 573

  • Nachricht senden

286

Mittwoch, 15. Februar 2017, 07:00

Hallo zusammen:) ,
ich mache jetzt auch schon seit 2012 LCHF on und off. Ich scheitere immer wieder daran, dass ich es unberechenbar finde, wieviel Insulin ich für die Sachen brauche. Wie kommt ihr damit zurecht? Muss man alles Gemüse immer abwiegen? Habe schon oft gelesen, dass Diabetiker Low Carb machen, aber wie sie das mit dem Insulin hinbekommen ist mir schleierhaft. Gibt es eine Anleitung dazu im Internet? Ich habe immer wieder hohen oder niedrigen Zucker und das frustriert dann..
liebe Grüße
Eine Anleitung speziell für Diabetiker im Internet kenne ich nicht. Ich kann dir aber das Buch von Dr. Bernstein empfehlen "The diabetes Solution". Ist halt auf englisch aber quasi das "Standardwerk" wenn es um Low Carb und Diabetes geht. LocMa folgt dem Protokoll.

Ansonsten ist es eben wichtig, dabei zu bleiben damit der Körper an den Ketonstoffwechsel gewöhnt wird. Mit On/Off ist es da richtig schwierig.
Du kannst auch mal versuchen, zum Anfang längere Fastenzeiten einzubauen, z.B. eine Mahlzeit ausfallen lassen. Auch so gewöhnt sich der Körper wieder an den Fettstoffwechsel. Und Ausdauertraining im unteren Intensitätsbereich ist natürlich auch sehr gut. Die Basalrate muss natürlich auch sehr gut passen. Gerade mit starren 24- oder 48h Langzeitinsulinen kann das schwer sein.

Ich muss halt zugeben, dass meine BSD noch recht viel ausspuckt und meine Erfahrungen eben nur für mich gelten. LCHF ist momentan mein Versuch den BSD-Exitus noch etwas hinauszuzögern.

Es hat sich bereits 1 registrierter Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

Chacha

LocMa

Mitglied

  • »LocMa« ist männlich

Beiträge: 194

Diabetes seit: 1982

Therapieform: ICT (Bolus/Basal)

Pen/Insulinpumpe: NovoPen Echo (Levemir/Tresiba, Actrapid, Novorapid)

BZ-Messgerät: Freestyle Freedom Lite

CGM/FGM: Nein

Danksagungen: 150

  • Nachricht senden

287

Mittwoch, 15. Februar 2017, 10:45

Zitat

Ich scheitere immer wieder daran, dass ich es unberechenbar finde, wieviel Insulin ich für die Sachen brauche.

Ich habe dazu einige Beiträge in 4,9 % - arbeite nach dem Protokoll von Dr. Richard K. Bernstein (beschrieben in „Diabetes Solution“) geschrieben.

Nach Dr. Bernstein und meiner Erfahrung nach hängt der Insulinbedarf nicht nur von KH und EW, sondern auch vom Volumen der Mahlzeit ab. Das löst man so, dass man mit der Zeit eine Liste von Rezepten hat, für die man exakt weiß, wieviel Insulin sie in der Früh, zu Mittag und am Abend benötigen.

Als initiale Dosis (für die erste Zubereitung) gehe ich bei meinen 70 kg Körpergewicht davon aus, dass eine IE Insulin 8 g KH oder 12 g EW (Fleisch hat in etwa 20 % EW) abdeckt. Die tatsächliche erforderliche Dosis weiß man nach der ersten Mahlzeit, indem man sich die Differenz vom BZ vor und fünf Stunden nach der Mahlzeit anschaut und den Insulinbedarf für diese Differenz zur initialen Dosis addiert.

Novorapid (oder vergleichbares Insulin) ist zur Abdeckung von Low Carb Mahlzeiten nicht wirklich geeignet. Die Wirkdauer beträgt in etwa 3 Stunden und das EW geht erst zwischen der dritten und fünften Stunden ins Blut. Actrapid mit einer Wirkdauer von fünf Stunden und einem SEA von vielleicht 20 bis 25 Minuten wäre optimal. Ich verwende Novorapid nur für Korrekturen.

Zitat

Wie kommt ihr damit zurecht?

Mein HbA1C bewegt sich z. Z. ohne wirkliche Hypos zwischen 4,7 und 4,9 %.

Zitat

Muss man alles Gemüse immer abwiegen?

Dr. Bernstein (selbst seit über 70 Jahren Typ 1) misst sein Gemüse (als Amerikaner) in Cup und sein EW in Ounces ab. Er sagt, dass Fleisch im Restaurant in Ounces leichter als in Gramm abzuschätzen ist. Ein Stück Fleisch wird dann bspw. Mit einer Dose Sardinen (3 Ounces, in etwa 90 Gramm) abgeschätzt.

Ich koche meine Mahlzeiten in größeren Mengen am Wochenende vor und bin mit Wiegen wesentlich schneller. 1,5 kg Zucchini und 600 g Melanzani sind schneller gewogen als gewürfelt in Tassen abgemessen ;-)

Zitat

Gibt es eine Anleitung dazu im Internet? Ich habe immer wieder hohen oder niedrigen Zucker und das frustriert dann..

Wenn es vom Englisch her so halbwegs geht, würde ich Dir ‚Diabetes Solution‘ von Dr. Bernstein empfehlen (gibt es auch als Kindle). Dr. Bernstein empfiehlt nicht Low Carb High Fat sondern Low Carb High Protein – aber die Unterschiede sind eher Definitionssache und IMO marginal. Die wesentlichen Eckpfeiler für Typ 1 habe ich aber über mehrere Beiträge verteilt in 4,9 % - arbeite nach dem Protokoll von Dr. Richard K. Bernstein (beschrieben in „Diabetes Solution“) zusammengefasst.

Wenn Du konkrete Fragen bzgl. Low Carb und Insulin hast, gibt es hier im Forum sicher Leute, die Dir gerne weiterhelfen.

Es hat sich bereits 1 registrierter Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

Chacha

LocMa

Mitglied

  • »LocMa« ist männlich

Beiträge: 194

Diabetes seit: 1982

Therapieform: ICT (Bolus/Basal)

Pen/Insulinpumpe: NovoPen Echo (Levemir/Tresiba, Actrapid, Novorapid)

BZ-Messgerät: Freestyle Freedom Lite

CGM/FGM: Nein

Danksagungen: 150

  • Nachricht senden

288

Mittwoch, 15. Februar 2017, 11:09

[quoteIch hatte allerdings in der Zeit Phasen, in der ich mit Kohlenhydraten experimentiert habe und bewusst welche zum Sport gegessen habe, ich denke das wird auch eine Auswirkung gehabt haben. [/quote]
Ich kann Dir an dieser Stelle aus aktuellem Anlass meine Erfahrungen bzgl. KH schreiben:

Ich habe letzten Donnerstag als Test (quasi als Simulation einer Dienstreise oder eines Krankenhausaufenthaltes, wo man den KH nicht wirklich entgehen kann), zusätzlich 125 g KH (in Form von Soletti) über den Tag verteilt gegessen. Der BZ nach den Mahlzeiten war zwischen 70 und 90 mg/dl (sollte keine große Kunst sein, wenn man die KH durch entsprechend Bolus abdeckt).

Nur: der Nüchtern-BZ am Freitag war 175 mg/dl (die letzte Mahlzeit war 5 Stunden vor dem Schlafengehen). Ich habe seit Freitag sowohl Basis als auch Bolus um mehr als 30 Prozent erhöhen müssen. Heute ist Mittwoch und ich benötige immer noch um 30 Prozent mehr Insulin. Ich habe am Freitag, Samstag und Sonntag Sport gemacht und am Montag 24 Stunden nichts gegessen (was die Situation bisher immer bereinigt hat – diesmal leider nicht).

Was ich damit sagen will:

Wenn man mal in Ketose ist, ist eine KH-reiche Mahlzeit vor dem Sport nicht nach ein paar Stunden – so wie einem das der Hausverstand eigentlich sagt - erledigt (zumindest bei mir nicht). Ich habe für mich jetzt zwar gelernt, um wieviel ich das Insulin in so einer Situation erhöhen muss, aber freiwillig lasse ich mich darauf kein zweites Mal mehr ein.

Chacha

Mitglied

Beiträge: 5

Diabetes seit: 2011

Therapieform: ICT (Bolus/Basal)

Pen/Insulinpumpe: Pen

BZ-Messgerät: Freestyle Libre

  • Nachricht senden

289

Freitag, 17. Februar 2017, 16:48

Danke. habe das Buch bestellt!
Ich habe die Woche durch das Low Carb in Verbindung mit Sport (!) super Werte. Die Woche davor hat mein Körper schon fast garnicht mehr auf mein Insulin reagiert und jetzt ist alles tippi toppi.
Dadurch dass ich auch relativ kleine (oder eher normale) Portionen esse, komme ich sehr gut zurecht mit dem Insulin. Benötige ca. nur 2 Einheiten von Novorapid pro Mahlzeit und es scheint immer weniger zu werden. Da ich zudem auch noch eine leichte Insulinresistenz habe, schießt mich das Novorapid nicht in den Unterzucker.
Ich denke meine Fehler waren das "überfressen" der Vergangenheit auch wenn es no carbs waren. Man lernt dazu und es ist auf jedenfall hilfreich erstmal bei den gleichen Mahlzeiten zu bleiben. Außerdem ist der freestyle libre einfach bombe, weil ich jederzeit schnell nachschauen kann wie sich mein Zucker verhält und ggf. noch korrigieren kann.
Heute Abend wirds schon wieder Bier geben :sekt:, aber für für mich muss mein zucker nicht perfekt sein erstmal. Bei einen HbA1c von 10-11 im Jahr 2016 kann ich mich eh nur verbessern :hmmz: Aber es läuft auf jedenfall grade sehr gut mit Low Carb! Weiterer Perfektionismus kommt dann nachdem ich das Buch gelesen habe

Werbung

unregistriert

Werbung


LocMa

Mitglied

  • »LocMa« ist männlich

Beiträge: 194

Diabetes seit: 1982

Therapieform: ICT (Bolus/Basal)

Pen/Insulinpumpe: NovoPen Echo (Levemir/Tresiba, Actrapid, Novorapid)

BZ-Messgerät: Freestyle Freedom Lite

CGM/FGM: Nein

Danksagungen: 150

  • Nachricht senden

290

Freitag, 17. Februar 2017, 17:06

Zitat

Ich denke meine Fehler waren das "überfressen" der Vergangenheit auch wenn es no carbs waren.

Dr. Bernstein schreibt in Diabetes Solution dazu folgendes:

"... The explanation lies in what I call the Chinese restaurant effect. Often Chinese restaurant meals contain large amounts of protein or slow-acting, low-carbohydrate foods, such as bean sprouts, bok choy, mushrooms, bamboo shoots, and water chestnuts, which can make you feel full.

How can these low-carbohydrate foods affect blood sugar so dramatically?

The upper part of the small intestine contains cells that release hormones into the bloodstream when they are stretched, as after a meal. These hormones signal the pancreas to produce some insulin to prevent the blood sugar rise that might otherwise follow the digestion of a meal. Large meals will cause greater stretching of the intestinal cells, which in turn will secrete proportionately larger amounts of these “incretin” hormones. Since a very small amount of insulin released by the pancreas can cause a large drop in blood sugar, the pancreas simultaneously produces the less potent hormone glucagon to offset the potential excess effect of the insulin. If you’re diabetic and deficient in producing insulin, you might not be able to release insulin, but you will still release glucagon, which will cause gluconeogenesis and glycogenolysis and thereby raise your blood sugar. Thus, if you eat enough to feel stuffed, your blood sugar can go up by a large amount, even if you eat something indigestible, such as sawdust. Even a small amount of an indigestible substance will cause a blood sugar increase in type 1 diabetics if not covered by an insulin injection."

Edit: Ich glaub in die Phase des "Überessens" kommt fast jeder am Anfang, weil man die Befürchtung hat, nicht satt zu werden... Erweist sich dann später aber als völlig unbegründet ;-)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »LocMa« (17. Februar 2017, 17:13)


Es haben sich bereits 3 registrierte Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

Cassiopeija, Chacha, Ove

  • »Cassiopeia23« ist weiblich

Beiträge: 846

Diabetes seit: Typ 3c seit 2010

Therapieform: ICT (Bolus/Basal)

BZ-Messgerät: Freestyle Libre

CGM/FGM: FSL

Danksagungen: 571

  • Nachricht senden

291

Donnerstag, 16. März 2017, 16:09

Endlich den Wendepunkt gefunden

Ja, bin total happy: Seit Sonntag hat mich die Low-Carb-Welt wieder :)

Seit ich so viel Stress durch die Pflege meiner Mutter hatte/habe, bin ich aus dem LCHF-Konzept rausgefallen.
Immer wieder habe ich versucht, tagsüber ging's, am Abend immer schwach geworden...
Jetzt klappt es wieder und ich bin sehr glücklich darüber, denn mein BZ-Kurve ist sehr flach (85-125).

Drückt mir die Daumen, dass es anhält!
:thumbsup:
Signatur - Cassiopeia -

Es haben sich bereits 4 registrierte Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

Cassiopeija, Charlotta, DerWurstkuchen, wgf

Witnez

Mitglied

  • »Witnez« ist weiblich

Beiträge: 11

Diabetes seit: Typ 1 seit November 2017

Therapieform: ICT (Bolus/Basal)

Pen/Insulinpumpe: Pen

CGM/FGM: FGM

  • Nachricht senden

292

Montag, 12. Februar 2018, 20:45

Das Thema ist schon was älter, aber ich als Neuling habe es mit Begeisterung gelesen (ich bin so dankbar für dieses Forum insgesamt!) und hoffe hier auf Hilfe und Motivation...!
Auf Grund der Infos hier und der Tatsache, dass ich arge Probleme habe mit den stark schwankenden BZ-Werten zurecht zu kommen, habe ich mich für einen LCHF Versuch entschieden. Aber es ist so schwer...
Am Wochenende ging es mir körperlich sooooo mies...! Da hat die Psyche gleich noch mitgemacht... ;( Und die BZ-Werte natürlich auch! :cursing:
Dann habe ich gelesen, dass das von der Ernährungsumstellung kommen kann, habe gestern viel Salz zu mir genommen und es geht schon ein bisschen besser.
Aber was immer noch da ist: mir ist ständig ein wenig schwummerig, beim Essen wird mir leicht übel und nicht lange nach dem Essen habe ich wieder Hunger... :arghs:
Hatte das jemand von euch bei der Umstellung auch? Wann geht das vorbei? Kann ich irgendwas dagegen unternehmen?

Grounded

Mitglied

  • »Grounded« ist männlich

Beiträge: 3 290

Diabetes seit: 23.05.2014

Therapieform: ICT (Bolus/Basal)

Pen/Insulinpumpe: Novopen 4

BZ-Messgerät: Freestyle Libre

CGM/FGM: FGM seit 11/2014

Software: DiabetesConnect

Danksagungen: 2124

  • Nachricht senden

293

Montag, 12. Februar 2018, 22:33

Bei mir dauerte die Umstellung ein paar Tage, "Heißhunger" auf Süsses in seltener werdenden Schüben etwa zwei Wochen. Danach war das Verlangen nach Süßkram komplett weg. Du stellst gerade deinen Stoffwechsel von leicht verwertbaren Kohlehydraten auf Eiweiß und Fette um, das ist dein Körper nicht gewöhnt.

Ich würd die KH Menge langsam reduzieren, z.B. nicht mehr als 40g KH je Mahlzeit und 100g/Tag. Dann langsam runter. Macht den Übergang sicher einfacher. Aldi Eiweißbrot hat zum Beispiel stark reduzierte KH, das vom Tegut noch mehr. Davon kann man durchaus ein paar Scheiben essen und hat somit noch ein paar KH, die den gröbsten Entzug mindern. Erbsen, Bohnen sind als Beilage auch gut - sehr langsame KH. Ich hab halt viel Fleich dazu gegessen, der Magen war sicher voll.

Angenehmer Nebeneffekt: Seit knapp 4 Jahren konstantes Gewicht. Ist mir in den 15 Jahren vor der Diagnose nicht passiert. War nie "dick", aber 10 Kilo mehr waren schon auf den Rippen. Und es war zuvor jedes Jahr ein halbes bis ganzes im Schnitt mehr.
Signatur --
Nix Diabetes - das ist lediglich Glucose-Intoleranz.

butterkeks

Mitglied

  • »butterkeks« ist männlich
  • »butterkeks« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 888

Diabetes seit: 06/2015 LADA T1 mit Resttätigkeit

Therapieform: ICT (Bolus/Basal)

CGM/FGM: FSL

Danksagungen: 573

  • Nachricht senden

294

Dienstag, 13. Februar 2018, 07:50

@Witnez
Wichtig ist natürlich, dass die Basalrate stimmt und der BZ nicht abschmiert oder in die Höhe geht, wenn man weniger Kohlenhydrate isst.

Generell sollte man am Anfang auf Sport verzichten. Wenn, dann ist Walking oder langsames Laufen in Ordnung. Krafttraining und HIIT sollte man die Finger davon lassen.
Und ja, vermehrt Salz und Magenesium ist sinnvoll und kann die Erscheinungen abmildern. Auch bitte viel trinken.
In meinen Coachings empfehle ich, den Übergang langsam zu machen, beispielsweise beim Abendbrot erst man die KH weglassen. Wenn das klappt, dann beim Frühstück reduzieren und so immer längere Phasen schaffen, in denen der Insulinspiegel niedrig ist.

Und ganz wichtig: das Essen nicht vergessen! Wenn man KH weglässt und nicht durch Eiweiß / Fett ersetzt, kommt man ganz schnell in ein Kaloriendefizit, das natürlich auch Stress verursacht. Deshalb am Anfang ggf. mal aufschreiben, wieviel man isst und ob es passt.

Diese Übergangsphase ist dadurch gekennzeichnet, dass man die metabolische Flexibilität wiederherstellt, die ein Mensch eigentlich besitzt, durch die KH-lastige Ernährung aber überhaupt nicht mehr nutzt und entsprechend verkümmert ist. Das bedeutet, dass man dann besser seinen Fettstoffwechsel anzapfen kann und nicht mehr so auf den volatilen Glukosestoffwechsel angewiesen ist.

Werbung

unregistriert

Werbung


Ove

Mitglied

  • »Ove« ist männlich

Beiträge: 109

Diabetes seit: 2010

Therapieform: ICT (Bolus/Basal)

Pen/Insulinpumpe: Pen

CGM/FGM: Nein

Danksagungen: 75

  • Nachricht senden

295

Dienstag, 13. Februar 2018, 12:46

@Witnez:
Ich möchte mich meinen Vorrednern (insbesondere Grounded) anschließen. In meinen eigenen Worten gesprochen:

Überstürze nichts sondern gestalte die Umstellung einigermaßen behutsam über mehrere Wochen.
Auf die geringe KH-Aufnahme muss sich der Energiestoffwechsel erst umstellen.
Auf die höhere Fett-Aufnahme muss sich die Verdauung erst umstellen.
Wenn Du zwischen den Mahlzeiten hungrig bist, spricht aus meiner Sicht nichts dagegen, ein paar Streifen Käse zu snacken.
Perfektionieren kann man das immer noch später, wenn die groben Umstellungsschwierigkeiten bewältigt sind.

Zumindest bin ich mit diesem Ansatz ziemlich problemlos gefahren.

Witnez

Mitglied

  • »Witnez« ist weiblich

Beiträge: 11

Diabetes seit: Typ 1 seit November 2017

Therapieform: ICT (Bolus/Basal)

Pen/Insulinpumpe: Pen

CGM/FGM: FGM

  • Nachricht senden

296

Dienstag, 13. Februar 2018, 14:41

Hallo zusammen!
Vielen dank für eure Antworten! Ja, vielleicht bin ich die Sache zu schnell angegangen, auf die Idee Mahlzeit für Mahlzeit zu ersetzen, bin ich natürlich nicht gekommen... :patsch: Ich dachte nur: KH mit Fett kombinieren? Oh je, das geht mit dem Insulin nur schief... Aber jetzt Ruder ich nicht mehr zurück, habe nämlich das Gefühl, dass es schon ein wenig besser geht. Das mit den Zwischensnacks werde ich mal probieren, hab nur Bedenken, dass ich dann noch weniger zu den Hauptmahlzeiten runter bekomme.
Heißhunger auf Süßes habe ich zum Glück nicht mehr, da ich den ganzen Zuckerkram gleich von Beginn Diagnose weggelassen habe.

Das mit der Basalrate ist auch so ein Ding... Ich habe sie schon erhöht, aber nun sacke ich Nachts ziemlich ab, Morgens geht es wieder ordentlich rauf und tagsüber habe ich deutlich erhöhte Faktoren fürs Essen (morgens vor Umstellung Faktor 0,75, jetzt 3...), sonst passt das Basal tagsüber aber, denke ich...
Habt ihr vielleicht ähnliche Erfahrungen gemacht? Werde das natürlich auch mit meinem DiaDoc besprechen, aber Erfahrungen anderer sind bei sowas doch extrem viel Wert, zumal ich nicht glaube, dass mein Doc die Ernährungsumstellung gut heißt.

Sport liegt bei mir seit Diagnose auch brach, da ich Angst vor Muskelauffülleffekt und co habe. Nur Yoga mache ich noch, allerdings ist mir hierbei letzte Woche schlecht geworden... Werde wohl erst mal die anstrengenden Sachen weglassen. Wenn ich mich mit der Umstellung halbwegs wohl fühle, werde ich langsam mit langen Spaziergängen und evtl. Walking wieder anfangen und schauen, wie es geht.
Wie sieht das denn eigentlich mit Muskelauffülleffekt unter ketogener Ernährung aus?

Grounded

Mitglied

  • »Grounded« ist männlich

Beiträge: 3 290

Diabetes seit: 23.05.2014

Therapieform: ICT (Bolus/Basal)

Pen/Insulinpumpe: Novopen 4

BZ-Messgerät: Freestyle Libre

CGM/FGM: FGM seit 11/2014

Software: DiabetesConnect

Danksagungen: 2124

  • Nachricht senden

297

Dienstag, 13. Februar 2018, 19:16

Du bist glaub ich "frisch" dabei, da wäre das erste wichtige herauszufinden - hast du "Remission"? Weil die macht manches anders. Sowohl komplizierter wie einfacher.

Ich mache seit fast 4 Jahren Low Carb, aber nicht 100% "Streng". Klappt. Und mein BZ fährt in einem relativ engen Fenster zwischen 70 und maximal 150. Reicht für einen Hb1ac von 4.9 +/- Messunsicherheit, drei Jahre jedes Quartal in Folge. Nennenswert KH und ich sehe sofort dass Restaktivität nahezu auszuschließen ist. Aber irgendwas stabilisiert.
Signatur --
Nix Diabetes - das ist lediglich Glucose-Intoleranz.

Witnez

Mitglied

  • »Witnez« ist weiblich

Beiträge: 11

Diabetes seit: Typ 1 seit November 2017

Therapieform: ICT (Bolus/Basal)

Pen/Insulinpumpe: Pen

CGM/FGM: FGM

  • Nachricht senden

298

Dienstag, 13. Februar 2018, 19:39

Jipp, bin sehr frisch dabei... Remission hab ich auf jeden Fall noch, meine Basalrate liegt aktuell bei 8 Einheiten Lantus. Hab nur keine Ahnung, was die Remission bei mir so treibt. Bei vielen KH's schießt der BZ rauf und runter, auch problemlos über 250. Die Werte Nachts sind auch nur stabil, wenn die Basalrate passt, aber laut meinem DiaDoc sind die Nachtwerte ohne Remission wohl noch viel chaotischer?! ?(

Ähnliche Themen

Facebook

Infos







Stammtisch