wiewaldi

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Mittwoch, 6. Dezember 2017, 19:47


Mein SEA richtet sich nach dem Abstand aktueller BZ zum Zielwert, je höher die die Plus Differenz des aktuellen BZ desto länger der SEA.
Damit soll erst der zu hohe BZ auf die angestrebte Höhe (Ziel) zurückgeführt werden, bevor die gegessenen BE anfangen den BZ zu erhöhen.

Der SEA richtet sich normalerweise nicht nach der Höhe des BZ's vor dem Essen und auch nicht unbedingt
nur an der Menge der BE's.
Ist der BZ vor dem Essen nicht im Zielbereich haben wir Typ 1er bzw. Unterarten einen negativen, wie positiven
Korrekturfaktur, den wir bei der Insulinabgabe addieren oder eben abziehen, um wieder im Zielbereich zu landen.

Der SEA hängt unter anderem nicht nur von der Anzahl der BE's, sondern im wesentlich auch von deren Art ab.
Bei schnellen und sehr schnellen BE's ist der SEA eindeutig großzügiger zu handhaben, als bei "normalen"
BE's wie Vollkornbrot, Kartoffeln etc.
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Donnerstag, 7. Dezember 2017, 00:01





Zitat von »hinerki«




Mein SEA richtet sich nach dem Abstand aktueller BZ zum Zielwert, je höher die die Plus Differenz des aktuellen BZ desto länger der SEA.
Damit soll erst der zu hohe BZ auf die angestrebte Höhe (Ziel) zurückgeführt werden, bevor die gegessenen BE anfangen den BZ zu erhöhen.


Der SEA richtet sich normalerweise nicht nach der Höhe des BZ's vor dem Essen und auch nicht unbedingt
nur an der Menge der BE's.
Ist der BZ vor dem Essen nicht im Zielbereich haben wir Typ 1er bzw. Unterarten einen negativen, wie positiven
Korrekturfaktur, den wir bei der Insulinabgabe addieren oder eben abziehen, um wieder im Zielbereich zu landen.


Letzteres ist richtig (und wird von hinerki glaub ich auch so gemacht) aber trotzdem ist der Ansatz nicht verkehrt, weder für T1 noch T2. IMHO.

Richtig: Für den erhöhten Wert gibt es Korrekturinsulin.
Richtig auch: Damit landet man (wenn sonst alles stimmt) am Ende beim gewünschten Zielwert.

Aber! Wenn man mit hohem BZ startet und den nicht im SEA berücksichtigt, dann steigt der BZ durch das Essen halt von diesem Punkt aus an. Am Ende bewirkt die erhöhte IE-Menge natürlich, daß man beim Wunschziel landet. Aber eben mit einem erhöhten Peak zwischendurch.

Wenn man erstmal etwas mehr wartet, dann sinkt der BZ erstmal und das Essen fängt bei niedrigerem BZ an, den Zucker zu steigern. Damit ist der Peak dann nicht so hoch.

Eine Alternative ist es für mich, die Korrekturmenge getrennt (lokal gesplittet) zu spritzen. Damit wirkt am Anfang mehr Insulin, um nicht nur dem anflutenden Essen sondern auch dem erhöhten Startwert entgegenzuwirken.

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hinerki

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Donnerstag, 7. Dezember 2017, 00:46

Der SEA richtet sich normalerweise nicht nach der Höhe des BZ's vor dem Essen und auch nicht unbedingt
nur an der Menge der BE's.
Ist der BZ vor dem Essen nicht im Zielbereich haben wir Typ 1er bzw. Unterarten einen negativen, wie positiven
Korrekturfaktur, den wir bei der Insulinabgabe addieren oder eben abziehen, um wieder im Zielbereich zu landen.

Der SEA hängt unter anderem nicht nur von der Anzahl der BE's, sondern im wesentlich auch von deren Art ab.
Bei schnellen und sehr schnellen BE's ist der SEA eindeutig großzügiger zu handhaben, als bei "normalen"
BE's wie Vollkornbrot, Kartoffeln etc.

Moin wiewaldi,
Könntest Du bitte ein Beispiel Deiner Rechenweise mir zum Verständnis aufzeigen.
Die von Dir beschriebene Art einer Korrektur Insulingabe ist mir bekannt aber die Berechnung noch nicht.
Bei Klinik Aufenthalten habe ich die Anwendung der BZ Korrektur wie Du sie beschreibst bei anderen Patienten erlebt aber nicht verstanden.
Mir wurde zum Glück immer erlaubt das DM Management selbstständig zu führen.

MlG

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Donnerstag, 7. Dezember 2017, 07:01

Ich finde Insulin und Mahlzeit sind im Prinzip zwei Kurven. Wenn man sie genau übereinander legen kann, ist ihre Summe sozusagen "null" und der BZ bleibt konstant.
Leider sind die Kurven von Mahlzeit und Insulin nie genau deckungsgleich, darum muss man mit dem SEA rumpfuschen bis es halbwegs passt.
Mein ursprünglicher Post wurde etwas off-topic, habe es mal hier gepostet: SEA-Simulator Skript für gnuplot
Also ich berechne damit nichts, aber so ähnlich stelle ich mir das halt vor. Und zusätzlich ist es natürlich immer ein ausprobieren..
Zum Beispiel berücksichtige ich für den SEA auch ob ich mich nach der Mahlzeit stark bewege. Falls ja verkürze ich den SEA (oder spritze danach) weil sonst das Insulin extrem viel schneller wirkt als in Ruhe.

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Donnerstag, 7. Dezember 2017, 08:02

Hallo zusammen,

da ich auch Novorapid verwende, auch mal eine Antwort von mir.

Ich hab auch (abgesehen von Vollkornprodukten) einen relativ großen SEA-Abstand bei mir feststellen können. Ich kann (bei Zielwert) locker 45+ Minuten warten, bis ich esse.

Selbst dann sind kurze Anstiege nicht vermeidbar. Wurde von Pelzlöffel gut beschrieben. Man kann nur hoffen, dass diese nicht viel negative Auswirkungen haben :|

Viele Grüße Chris

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Donnerstag, 7. Dezember 2017, 10:47

Moin,
in meinem BZ Management wird der SAE fast ausschließlich zur Einhaltung von maximalen pp Werten verwendet.
Wenn die Differenz BZ ist >BZ +20 wird ein SEA eingesetzt der SEA wird bei mir nach einer eigenen Formel berechnet, je größer die ist soll Differenz um so länger ist der SEA in Minuten.
Wie erwähnt, mein BZ soll erst auf den Zielwert gesenkt werden bevor die zugeführten BE eine Erhöhung bewirken.
Insuliert weden die notwendigen IE zur Absenkung des aktuellen BZ auf den Zielwert und IE für die gegessenen BE.

Ist meine Methode und gilt nur für mich.

MlG

Hinerki

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