Joghurt mit Maschine

  • habe mir kürzlich den Mini-Johurtbereiter von WMF zugelegt und experimentiere seitdem als Joghurtmaker!

    Habt ihr Erfahrungen dazu? Die ersten Portionen waren nicht schlecht, obwohl ich auf Magermilchpulver verzichtet hatte (stand im Rezept), das hatte ich nämlich nicht.

    War es leid ständig Plastikbecher entsorgen zu müssen und mir scheint, dass der Joghurt auch besser schmeckt.

    Bin euch dankbar für Tipps!:essen:

    nest

  • Was ein Zufall.:)

    Ich bin gerade mit meinem Mini-Backofen am Experimentieren, damit ich mir aus Biomilch selber Bio-Joghurt machen kann. Ich hab mir nicht gleich Kulturen gekauft, sondern probiere es erstmal mit einem Becher Naturjoghurt.


    Im Moment ist der Probelauf mit 5 Weckgläsern Wasser.


    Wenn es klappt, hab ich Joghurt aus Bio-Weidemilch für 1,70 € pro kg (gerechnet ohne Energiekosten) und das mit nur einem kleinen Plastikbecher.


    LG

    zuckerstück

  • ich mache das schon ziemlich lange, vielleicht können ein paar Kleinigkeiten hilfreich sein?

    Also immer H-Milch nehmen, damit klappt es sicherer. Ob mit frischem Joghurt als Starter oder mit Kulturen, muß man ausprobieren. Ich nehme gerne die LaBiDa von Jean Pütz, weil sie sowohl Bifidobakterien als auch Lactobazillen enthält - beides sehr wichtig für eine gesunde Darmflora :)


    Dann gebe ich pro Liter Milch 2 EL Magermilchpulver und 1 EL Inulin dazu - beides am günstigsten bei Jean Pütz - dadurch bleibt er schön cremig und trotzdem etwas stichfest.... so mag ich persönlich ihn am liebsten. Auch die Säure ist damit genau richtig.

    Inulin ist ein Ballaststoff, der für die Darmflora eine Supernahrung ist.


    Beim Ansetzen niemals über 40 Grad - Reifezeit etwa 12 - 16 Stunden - dabei die Gläser nicht mehr bewegen oder anstoßen, sonst wird er nicht fest.

    Die Gläser und Deckel wenn möglich immer vorher richtig auskochen.


    Viel Erfolg und nen Guten 8o

  • Ja, probier mal... vorher solltest Du sie aber auf jeden Fall aufkochen, gell? Sonst ist die Haltbarkeit sehr begrenzt.... aber wenn man die Joghis bald auffuttert, ist das ja auch kein Problem;)

    Ich hatte leider ab und zu das Problem, daß sie mit Frischmilch nicht fest wurden.... aber ich wünsche Dir viel Glück!

  • Ja, das hängt einfach von der Milchqualität ab - bei Jean Pütz kann man reichlich über Joghurtherstellung nachlesen - er empfiehlt i.d.R. H-Milch, weil sich damit keine anderen Bakterien in der Milch aufhalten und die Joghurtkulturen sozusagen Alleinherrscher sein können. https://www.jean-puetz-produkt…en-joghurt-co-c-6_47.html

    Aber wenn Du eine gute Frischmilch hast, spricht ja nichts dagegen, sie aufzukochen....

    Oder einfach mal mit der frischen ausprobieren, ob es gelingt.

    Ich habe z.B. auch bei verschiedenen H-Milch-Sorten unterschiedliche Ergebnisse gehabt - mal wurde es garnichts, mal komisch "schleimig" und fädenziehend, meistens aber sehr gut.

    Wie heißt es so schön: Es sind Lebensmittel und keine Nahrungsmittel.... und darin lebt es :bigg und ist damit nicht immer berechenbar.


    Die LaBiDa-Kulturen sind auf den ersten Blick etwas teurer, aber man braucht wirklich nur eine Messerspitze pro Liter - Reste der Kulturen kann man prima einfrieren - sie funktionen danach weiter....

  • Aber wenn Du eine gute Frischmilch hast, spricht ja nichts dagegen, sie aufzukochen....

    Ich nehme natürlich nur eine frisch geöffnete Packung. Leider gibt es bei uns in der Gegend keine Rohmilch oder Vorzugsmilch, die wäre mir noch lieber.

    wollte schon aus einer Milchtankstelle Milch holen, weil das doch bestimmt noch besser schmeckt

    Du solltest sie auf jeden Fall abkochen.

    Eventuell bekommst du trotzdem anfangs leichte Magen- oder Darmbeschwerden. Deine Darmflora muss sich an die guten Fremdkeime erst gewöhnen. Also nicht sofort bei Magengrummeln den Versuch abbrechen.:)


    LG

    zuckerstück

  • Würde ich mal sagen.

    Auf jeden Fall hat er weniger als die Milch, die man verarbeitet, da ja der Milchzucker zum großen Teil abgebaut wird.


    Mein erster Joghurt ist ganz gut geworden, es riecht nach Joghurt, es schmeckt nach Joghurt, ist allerdings ziemlich schlabberig. Aber auch der Joghurt, den ich zum Starten genommen habe, war schlabberig.

    Jetzt steht er erstmal im Kühlschrank zum Nachreifen.

    Nächste Woche kommt der nächste Versuch mit gekauften bulgarischen Kulturen, da müsste er fester werden.

    Und wenn ich die Milch auf 90 Grad erhitze, wird nochmal irgendein Stoff in der Milch zerstört, der den Joghurt flüssig macht.


    Folge 2 kommt also irgendwann nächste Woche Mittwoch bis Freitag. Es bleibt spannend.


    LG

    zuckerstück

  • Der Joghurt wird nach 1 Tag Kühlung fester :) und schmeckt auch viel besser.... übrigens: Je länger er im Kühli bleibt um so mehr Säure entwickelt er... viel Glück weiterhin bei Deinen Experimenten ;)

  • Und da ist das Meisterwerk. Er ist im Kühlschrank nach 10 Stunden deutlich fester geworden.



    Gerade schlabber ich eine Portion davon, mit Mango, Heidelbeeren, Kernen und einem Schuss Sahne.

    :essen:


    LG

    zuckerstück

  • Ich nehme H-Vollmilch mit 3,8 % Fett, der Joghurt sollte den gleiche Fettgehalt haben. Im Joghurtbereiter über Nacht stehen lassen, wird einfach prima.

    Das Schwierige am Diskutieren ist nicht, den eigenen Standpunkt zu verteidigen, sondern ihn zu kennen.

  • ob die Sucht schon da ist.........heute nach 12 h ohne Magermilchpulver angesetzt mit Bio-Vollmilch 3,5% (länger haltbar steht drauf) wurde der Joghurt zwar lecker, aber etwas zu weich. Habe 2 Behälter nochmals 2 h in die Maschine und es wurde super.

    In der Edeka habe ich Magermilchpulver bekommen und heute abend erneut 3 Behälter damit in die Maschine gestellt.

    Ich finde das super, weil es schmeckt und man selbst für die Zutaten verantwortlich ist.

    Jetzt lasse ich mir noch einen schmecken und werde schätzen - ist ja auch kein Zucker drin!

    nest

  • Schön, daß es so gut klappt :)... ich lasse meinen immer 14 - 16 Stunden reifen.... noch länger geht auch, aber dann wird er saurer.

    Wenn ihr Lust habt, probiert es mal mit Inulin - das ist wirklich hervorragend für die Darmflora und der Joghurt wird schön cremig.... man soll ja so viel wie möglich für das Immunsystem tun ;)

  • Ihr habt mir wieder einen Anreiz gegeben, selbst Joghurt herzustellen.

    Mein Mann isst täglich ein 500g Glas Naturjoghurt, kostet 1,69 das Stück.

    Wir haben zwar einen Joghurtmacher, aber die Gläschen sind natürlich viel kleiner und daher fristet das Gerät neben anderen der Sorte "unbedingt-haben-muß-Küchengeräte", die doch nicht so praktisch sind wie gedacht.


    Gibt es eine Möglichkeit oder habt ihr eine Idee, so große Gläser zu joghurtisieren?


    Viele Grüße

    Bratbäcker

  • Vielleicht wäre der Backofen ein Möglichkeit.... versuch mal, nur die Backofenlampe einzuschalten und nach einer Weile die Temperatur im Ofen zu messen.... sie darf nicht über 42 gehen, besser etwas weniger. Wenn es zu warm ist, könnte man einen Kochlöffel zwischen die Tür stecken und dann wieder nach einer längeren Zeit testen. Die Temperatur sollte nicht stark schwanken, also lieber etwas länger warten um die neue Temperatur zu messen. Wenn das klappt, könntest Du die Gläser über Nacht in den Ofen stellen - dann hast Du den Ofen tagsüber wieder für andere Leckereien zur Verfügung :)

  • Man kann Joghurt anscheinend auch in einer Kühltasche machen. Da kannst du 500 Gramm Gläser reinstellen, eine Wärmflasche drauf und dann zumachen. Du darfst die Tasche natürlich nicht bewegen, nach 10 bis 12 Stunden sollte die Milch eigentlich zu Joghurt geworden sein.


    Joghurt selber machen


    LG

    zuckerstück