• Hallo zusammen,


    ich darf seit gestern auch wieder das gute alte Tresiba nutzen. Meine letzte Chance bevor es dann doch evtl. eine Pumpe werden muss.


    Jetzt hab ich mal eine Frage, wie habt ihr das gemacht:
    Ich habe vorher Toujeo benutzt. Habt ihr das Insulin einfach ausgetauscht, oder über ein paar Tage ausschleichen lassen? Meine Ärztin meint ich sollte es ausschleichen lassen meine mich aber erinnern zu können, dass ich das so noch nie gemacht habe.


    Liebe Grüße
    Michaela

    Es gibt zwei wichtige Worte in Deinem Leben,
    die Dir ganz viele Türen öffnen werden:
    "Drücken" und "Ziehen" :rofl

  • Hallo Michaela, ich bin damals nach Tresiba auf Levemir umgestiegen und seit letzten Sonntag bin ich wieder glücklicher Tresibanutzer.
    Mein Arzt hat mir empfohlen, beim Umstieg mit der damaligen Dosis Tresiba zu starten und noch 1 - 2Tage die halbe Dosis Levemir dazuzuspritzen. Das erschien mir aber zu heikel, auch andere User hätten mir abgeraten. Ich habe dann Levemir weggelassen und stattdessen Tresiba in der damaligen Dosis gespritzt. Am ersten Tag müsste ich mit Bolusinsulin immer mal korrigieren, Am 2. Tag nur noch minimal.
    Undnun :laub:laub alles supi ! Ich wünsche dir gutes gelingen!

    Erfahrung ist nicht, was einem Menschen widerfährt,
    sondern das,
    was er daraus macht!

  • Hi Michaela,


    klasse, dass Du jetzt auch wieder zu Tresiba wechseln kannst! :laub


    Bei mir war es wie bei Kerstin ein Umstieg von Levemir auf Tresiba. Am ersten Tag mit Tresiba lag der BZ bis zum frühen Nachmittag etwas zu hoch, aber danach stimmte es dann wieder ungefähr mit der Dosis.


    Bei Toujeo soll man doch den täglichen Spritzzeitpunkt ziemlich genau einhalten, nicht wahr? Ich habe da was von 2 bis 3 Stunden Unterschied möglich in Erinnerung. Daraus schließe ich, dass Toujeo sich nicht wesentlich länger blutzuckersenkend im Körper bemerkbar macht. Ich würde nicht ausschleichen, sondern allenfalls mit einer niedrigeren Tresibadosis einsteigen. Wieviel IE hattest Du früher?
    Beim Wechsel von Tresiba auf Levemir habe ich tatsächlich fast zwei Tage nichts gespritzt, weil die Wirkung von Tresiba über den langen Zeitraum zu sehen war. Aber meines Wissens wirbt Toujeo mit einer 24-h-Wirkung, während man bei Tresiba schon auch die 42 h nennt.


    Viel Erfolg! :)


    LG,


    hakaru

    Tresiba ist zurück! :thumbsup:

  • ...
    Es mit Levemir zu ersetzen war wirklich keine schöne Erfahrung. Mit Toujeo gewöhnte man sich an, sich irgendwie zu arrangieren. Aber nunmehr mit Tresiba kann man happy mit 100 ins Bett gehen, ohne bösartig enttäuscht zu werden am nächsten Morgen, was denn in der Nacht passiert ist.


    Es ist einfach unfassbar geil eine nahezu Konstantfunktion auf seinem Libre über die letzte Nacht zu sehen. Nichts mehr mit "sich künstlich auf >150 anfüttern" weil der drop nachts a) unvorhersehbar und b) in seiner Intensität krass schwankend war....


    Jepp, genauso ging es mir vorher auch. Man konnte kaum vorhersehen, wie die Nacht verlaufen wird. Es passierte auch, dass ich lieber doch noch vor der Nacht was gefuttert habe und der BZ dann eben gerade mal nicht abgerauscht ist. Dann kam morgens auch das böse Erwachen beim Blick aufs Display. :pupillen:
    Schon gemein, dass vielen Diabetikern durch den ganzen Rucknahmekram mehr als zwei Jahre gute Einstellung vorenthalten wurden. Ich war seinerzeit mit dem Libre gestartet, als ich schon Tresiba nahm. Erst jetzt im Mai 2018 habe ich dann die Kurven mit Levemir gesehen und mir gedacht, wie es wohl all die Jahre vor 2014 ausgesehen haben mag. Mein HbA1c war immer ganz ordentlich, aber eine gute Einstellung mit Levemir oder zweimal Lantus zuvor wird das kaum gewesen sein. :wacko:

    Tresiba ist zurück! :thumbsup:

  • Dankeschön für eure Antworten.
    Ich spritze z. Zt. 28 Toujeo und soll mit (nach ausschleichen) 24 Tresiba erst mal weiter machen. Aber habe mir auch schon überlegt einfach einen cut zu machen und nur noch Tresiba spritzen, eben weil Toujeo eh nicht so lange wirkt.


    Ich versuch das heute Abend mal. Schlimmer wie sonst kann es auch nicht sein. Hoffe dann mal, dass das Tresiba bei mir noch (wie vor ein paar Jahren) gut funktioniert, ansonsten bleibt mir nur noch die Pumpe übrig.


    LG Michaela

    Es gibt zwei wichtige Worte in Deinem Leben,
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    "Drücken" und "Ziehen" :rofl

  • Wenn Du es zur Nacht spritzst, sei vielleicht doch erst mal mit der Dosis Tresiba vorsichtig. Ich spritze es ja morgens, da konnte ich den Tagesverlauf mit dem Libre überwachen.

    Tresiba ist zurück! :thumbsup:

  • Werde auf jeden Fall weniger spritzen. Das ist klar. Danke :)

    Es gibt zwei wichtige Worte in Deinem Leben,
    die Dir ganz viele Türen öffnen werden:
    "Drücken" und "Ziehen" :rofl

  • Naja das habe ich auch mit Toujeo, Screenshot von Heute 0:00 Uhr - 8:00 Uhr

  • Michaela74
    Also ich hatte zuletzt Lantus gespritzt.
    Als ich dann Tresiba bekommen habe, hab ich das Lantus einfach weg gelassen und durch Tresiba 1:1 ersetzt.
    O.K es dauerte zwei drei Tage, bis Tresiba seine Wirkung aufgebaut hatte.....
    Nach 6 Tagen, hab ich dann Tresiba um 1IE nochmals reduziert......... :P
    Wünsche Dir viel Erfolg!!
    Und hoffe nun, dass uns Tresiba erhalten bleibt!!!!

    Pour en arriver la

  • Ich hätte noch mal eine Frage in die Tresiba-Runde.... Wie oft ändert ihr eigentlich die Basaldosis bzw. paßt ihr sie regelmäßig an?
    Mein Eindruck ist, dass Tresiba wirklich 2-3 Tage braucht, um ein (dann sehr stabiles) Wirkprofil aufzubauen. Daher habe ich mich bei Veränderungen meiner Insulinempfindlichkeit, die nach ein paar Tagen wieder vorbei sind, immer anderweitig beholfen (Korrekturen oder Futtern...).


    Lg Hubi

    "What I tell you three times is true!"

    (Lewis Carroll, The Hunting of the Snark)

  • Wenn es "nur" um ein, zwei Einheiten Unterschied im Zyklus geht, ändere ich an der Tresibadosis nichts. Obwohl ich es bei einem recht regelmäßigen Zyklus vorher absehen könnte, sind mir die verzögerten Auswirkungen zu ungewiss. Es braucht ja, wie Du sagst, zwei oder drei Tage, damit sich was ändert. Ist halt ein schwerfälliger Tanker, der nicht so schnell reagieren kann. :)
    Also dann entweder Korrektur mit Fiasp oder mehr KH.
    Als ich im Frühjahr 2017 längere Zeit eine Schilddrüsenüberfunktion hatte und deutlich mehr Insulin brauchte, habe ich aber schon um vier oder fünf Einheiten erhöhen müssen. Der Bedarf blieb damals aber auch über Wochen höher.

    Tresiba ist zurück! :thumbsup:

  • Danke - so ähnlich mache ich das zur Zeit auch. Da ich wechseljahresbedingt die Hormonschwankungen eh nicht mehr vorausberechnen kann, bin ich "gefühlt" mit den Anpassungen sowieso immer zu spät dran. Das braucht schon mal einen halben Tag, bis ich kapiere, dass der Aufwärts- oder Abwärtstrend im BZ nicht einfach nur der Tagesform geschuldet ist. Mit Toujeo habe ich die Dosis noch regelmäßig angepaßt, aber das war dann auch häufig ziemlich unübersichtlich, um es mal optimistisch zu sagen.
    Eine Urlaubswoche mit ziemlich viel "Essen und Schlafen" Anteil ist da natürlich auch anders...da weiß man ja auch, wann's wieder vorbei ist! :|


    Lg Hubi


    PS: Weihnachten naht!

    "What I tell you three times is true!"

    (Lewis Carroll, The Hunting of the Snark)

  • Seit einer guten Woche spritze ich jetzt Tresiba. Davor wars Levemir, 11 IE, verteilt auf morgens und abends. Beim Tresiba scheint es sich jetzt auf 8,5 IE einzupendeln, die spritze ich gegen 18:00 Uhr, verteilt auf zwei Spritzstellen.


    Bin ziemlich happy. Insgesamt ist der BZ-Verlauf ruhiger geworden, weniger Schwankungen, und weil ich weniger Hochs korrigieren muss, habe ich auch weniger Unterzucker. Mein Dexcom lässt mich nachts schlafen und auch tagsüber meistens in Ruhe. Das war vor 10 Tagen noch ganz anders...


    Meine Diagnose ist jetzt knapp 2,5 Jahre her (Spätberufene mit 45) und ich verstehe jetzt endlich, was jemand meint, der sagt, dass er den Dm zwar sehr lästig findet, aber dass man trotzdem (meistens ) ganz gut damit leben kann.


    Es geht mir seit der Umstellung wesentlich besser und ich hoffe, das das möglichst lange so bleibt. :)


    Herzlichen Dank allen hier, die immer wieder von ihnen Erfahrungen mit Tresiba geschrien haben, vor allem auch in der Zeit, in der es nicht auf dem deutschen Markt war.
    Ohne Euch hätte ich nichts davon gewusst.


    lg,
    Lotta

  • Es ist wirklich ein anderes Lebensgefühl, wenn man sich keine Sorgen um eine stabile Basalversorgung machen muss. :) Der tägliche K(r)ampf mit den BEs tagsüber und der Abstimmung auf Bewegung und sonstige Hormone reicht schon aus. :wacko:


    Ich möchte mich an Dein Dankeschön gern anschließen, Lotta2016, und danke insbesondere allen, die durch Nachfragen bei Ärzten, KKen, Politikern usw. das Interesse an Tresiba über all die Zeit wachgehalten haben. Danke an die, die mit den Kassen vor Gericht gestritten, die es selbst finanziert und die sich nicht damit zufrieden gegeben haben, dass es Patienten in Deutschland nicht zur Verfügung steht.
    Wir haben im Fall Tresiba zusammen viel erreicht, denke ich. :laub

    Tresiba ist zurück! :thumbsup:

  • Meine Diabetologin hat mir letztes Jahr auch Tresiba verschrieben. Ich kam damit gar nicht klar. Hab tierische Kopfschmerzen bekommen. Hab es dann 4 Wochen später nochmal probiert. Gleiche Spiel. Hatte beim 2. Versuch auch die Dosis erhöht. 1:1. Kann aber natürlich auch sein dass mein Körper einfach nur empfindlich reagiert hat. War letztes Jahr in Chemo und seitdem reagiert der eh auf einiges sensibler. Hätte mich gefreut wenn es geklappt hätte nur 1x täglich zu spritzen.

  • Welchen hattest Du denn für Lantus? Der Pendiq 2.0 z. B. geht für beide Sorten.

    Ansonsten kenne ich es so, dass Novo Patronen (Tresiba) das Gewinde für die Kanüle direkt an sich haben, während Sanofi (Lantus) Patronen ohne Gewinde sind.

    Wenn sich seit meiner Lantus-Zeit nicht grundlegend was geändert hat, denke ich, Du brauchst einen Novopen fürs Tresiba. Oder Fertigpen?

    Tresiba ist zurück! :thumbsup:

  • Wie oft ändert ihr eigentlich die Basaldosis bzw. paßt ihr sie regelmäßig an?

    Habe meine Basaldosis seit ich Tresiba verschrieben bekommen habe (vor 5 Jahren, oder so?) nicht mehr geändert. Werde es jetzt aber tun müssen. Glaube zu Beginn hat es auch eine Zeit gedauert, bis sich alles eingependelt hatte.

  • ...ich probiere inzwischen, ob es sinnvoll ist, grundsätzlich Sa/So eine Einheit mehr zu nehmen. Bei mir gibt's am Wochenende ca. 30% mehr Kohlenhydrate, und das geht dann auch auf die Morgenwerte.

    Tresiba zu variieren aufgrund weiblicher Hormonschwankungen ist bei mir eher keine gute Idee. Ich merke den Handlungsbedarf zu spät und dafür ist Tresiba zu träge.


    Lg Hubi

    "What I tell you three times is true!"

    (Lewis Carroll, The Hunting of the Snark)