wissenschaft.de - Insulinspritze adé?

  • Wenn du überlegst, dass das Lantus-Insulin eigentlich mal "inhaliert" werden sollte (was nicht wirklich funktionierte...)


    Bei der Nadel biste sicher, wie viele IE gerade wo reingehen. Egal ob voller oder leerer Magen.

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    Nix Diabetes - das ist lediglich Glucose-Intoleranz.

  • Das kam gestern auch auf Deutschlandfunk (Sendung Forschung aktuell 16:35)

    Für Typ1er ist das vermutlich irrelevant. - Wie soll man das passend zum Essen dosieren?


    PS Und ich gebe Olli recht: Meine Magenwand ist mir noch wichtiger als unversehrte Außenhaut.

    Diabetes ist kein Zuckerschlecken ;-)

  • Meine Magenwand ist mir noch wichtiger als unversehrte Außenhaut.

    Ich bin mir auch nicht sicher, ob so eine 'Mini-Injektions-Vorrichtung' als Vorspeise für Spritzen- und Nadelphobiker eine brauchbare Alternative darstellen würde.


    Keine Ahnung, wie ihr das handhabt, aber ich brauche mein Insulin in der Regel vor dem Essen, sprich: Magen ist leer. Somit schlüge die Kapsel vermutlich realtiv häufig in einem eher eng begrenzten Areal zur Injektion auf. Ob das Gewebe des Magens ebenso mit Veränderungen reagiert, wie das Fettgewebe unter der Haut? "Nein Schatz, das ist kein Bierbauch, das ist die Insulinbeule."


    Und auch wenn die verspeiste Minispritze, ähnlich wie versehentlich mitgegessene Knochensplitter etc., weich ummantelt problemlos ausgeschieden werden kann, drängt sich mir dennoch eine Assoziation auf: Der Gedanke, sich für den Diabetes den A.... aufzureißen, bekommt da eine ganz eigene Bedeutung. :pinch:


    Liebe Grüße vom Arbyter

    Das Leben ist zu kurz für ein langes Gesicht!

  • Und du kannst einen Magneten zur "Verdauungsförderung" nehmen.


    Spass bei Seite, nicht alles was die Forschung entwickelt muss sofort einschlagen. Manchmal findet man erst viel später das passende Problem zu einer bestehenden Lösung. Immer "umgekehrt" wäre doch langweilig.

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    Nix Diabetes - das ist lediglich Glucose-Intoleranz.

  • Ich frage mich nur warum hat noch keiner eine künstliche Bauchspeicheldrüse erfunden die man implantiert und die dann alles selber mach BZ Messen Insulin abgeben und von außen steuerbar für ein Jahr zb

    In der Ruhe liegt die kraft :nummer1:

  • Ich frage mich nur warum hat noch keiner eine künstliche Bauchspeicheldrüse erfunden die man implantiert und die dann alles selber mach BZ Messen Insulin abgeben und von außen steuerbar für ein Jahr zb


    Erfunden haben das schon verschiedene Leute. Tatsächlich gut genug funktionieren tut nur leider noch keine. Genauso wenig wie eine künstliche Niere, Lunge, Leber, Herz, etc. Für alles Gäbe es haufenweise dankbare Abnehmer und viele Milliarden Euros zu verdienen. Aber bislang ist da leider die Natur/Evolution immer noch schlauer als Menschen und Computer. Und das obwohl seit einigen Jahren fast jedes noch so banale Computerprogramm als "künstliche Intelligenz" betitelt wird.

    Wenn du also die zündende Idee für so eine künstliche Bauchspeicheldrüse hast, nur zu, die Welt steht dir offen :-)

  • Die Menschheit scheitert bereits an künstlicher Intelligenz. Guck dir nur unsere Politiker an, siehe Dobrindt, Gabriel oder Altmaier um mal nen politischen Rundumschlag zu machen. Nichtgenannte eingeschlossen....

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    Nix Diabetes - das ist lediglich Glucose-Intoleranz.

  • eine künstliche Bauchspeicheldrüse erfunden die man implantiert und die dann alles selber mach BZ Messen Insulin abgeben

    Ich denke mal, da es kein Reservoir gibt, das groß genug ist aber noch in den Körper paßt, müßte sie auch Insulin herstellen.

  • Ein eingepflanztes Insulin-Reservoir müsste gar nicht sooo groß sein.

    Bei einem hoch angesetzten Tagesbedarf von 100 IE (=1ml) käme man mit einem Liter Insulin 2,7 Jahre aus. Ein 1L-Reservor klingt jetzt erstmal riesig, wenn man sich eine Wasserflasche anguckt und vorstellt dass diese irgendwo im Körper versteckt werden soll.
    Anderseits kann das eigene Körpergewicht ja locker um paar kg schwanken ohne dass man jedes kg spüren würde.


    Bei Nierentransplantationen verbleiben die alten Nieren idR im Körper, da werden also etwa 250g Material "verbaut."

    Mit einem entsprechend niedrigeren Insulinbedarf würde auch ein Reservoir in Nierengröße über 2 Jahre ausreichen.

    Mit höher konzentriertem Insulin würde das Reservoir noch kleiner, es gibt doch schon 5-fach konzentriertes U500 Insulin...wäre dann ein 50ml Reservoir.


    Sicher gäbe es da noch Probleme (zB die Haltbarkeit und wie genau das nachfüllen funktionieren würde) aber es scheint doch irgendwie im Bereich des machbaren...

  • Ich frage mich nur warum hat noch keiner eine künstliche Bauchspeicheldrüse erfunden die man implantiert und die dann alles selber mach BZ Messen Insulin abgeben und von außen steuerbar für ein Jahr zb

    Naja, daran wird doch schon seit Jahren rumgefeilt. Der aktuelle Entwicklungsstand nennt sich Closed-Loop-System.

    Wäre mir auch lieber, als mir den Körper aufschneiden zu lassen.

    Diabetes ist kein Zuckerschlecken ;-)